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Erster Band Sechstes Kapitel

Full text: Der Spreekönig / Wald, Carl (Public Domain)

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ist die Göttin der Gesundheit, “ darstellen. — Das war 
na sie wolle es nicht erst aussprechen, aber Jenny werde 
es sich ja denken Sönnen. Frei! schön soll sie ge— 
wesen sein, die Etutna Hart. dumm war sie 
gewiß auch nicht. 
Wie die Augen Jennys leuchteten wie gierig sie 
jedes Wort aufsog, welches die Soubrette über das so 
berühmt gewordene Dienstmädchen erzählte. — Wie hätte 
sie etwas ahnen können von dem verborgenen Gift, das 
solche Mittheilungen enthielten. 
Aber wie war sie denn nun die Freundin einer Königin 
geworden? Sie möchte doch die Geschichte ganz zu Ende 
hören. 
Wie übermüthig Linda lachen konnte! 
„Ja doch, Närrchen Sie sollen Alles, Alles hören. 
Alles das und noch vie! Zübscheres und Interessanteres. 
Mon dieu. Kleine. Das ist der Weg — so oder ähnlich 
machen wir ihn alle. — Es lebe die Bohéme.“ 
Sie stieß mit Jenny an, die natürlich keine Ahnung 
hatte, was Bohéme bedeute. 
Nun und Emma Harte? — Unter dem Namen „Fanny“ 
klingt er nicht ähnlich wie „Jenny“ war sie Modell. 
Sie hatte auch den Spitznamen,das schöne Milchmädchen.“ 
„Von nun an aber begann ihr Glück. — Sie wurde 
die Geliebte des Lords Charles Greville, dem sie drei 
Kinder schenkte. Dem Lord Greville ging es nicht beson— 
ders, und er schickte die schöne Fanny oder Emma — wie 
Sie sie nennen wollen zZu seinem Onkel, dem Lord Sir 
William Hamilton — um von diesem Unterstützungen zu 
erbitten. — Sir Hamilton, Lord und Graf — war Ge— 
sandter in Neapel gewesen, und wenn Sie einmal etwas 
von Herkulanum und Pompeji gehört haben, zu dessen 
Ausgrabung hat er viel beigetragen.“ 
Jenny hat von Pompeji nichts gehört aber von 
dem Herkules mit der großen Keule weiß sie etwas. — 
Linda lacht wie toll sie amüsirt sich zu köstlich über 
die naive Millionenerbin, welche doch schon etwas von 
„Herkules“ weiß.
	        
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