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Full text: Rahmenlehrplan für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung", die die Abschlussstufe / den zweijährigen berufsqualifizierenden Lehrgang besuchen bzw. für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung" in der Werkstufe (Rights reserved)

Rahmenlehrplan für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, die die Abschlussstufe / den zweijährigen berufsqualifizierenden Lehrgang besuchen bzw. für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in der Werkstufe Rahmenlehrplan für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, die die Abschlussstufe / den zweijährigen berufsqualifizierenden Lehrgang besuchen bzw. für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in der Werkstufe IMPRESSUM Erarbeitung Dieser Rahmenlehrplan wurde vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) erarbeitet. r Herausgeber Senatsverwaltung für Bildung , Wissenschaft und Forschung Berlin Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Gültigkeit des Rahmenlehrplans In Berliner Schulen gilt der Rahmenlehrplan ab dem Schuljahr 2014/15. In Brandenburg gilt der Rahmenlehrplan ab dem Schuljahr 2013/14. Rahmenlehrplannummer 136002.2013 Dieses Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Der Herausgeber behält sich alle Rechte einschließlich Übersetzung, Nachdruck und Vervielfältigung des Werkes vor. Kein Teil des Werkes darf ohne ausdrückliche Genehmigung des Herausgebers in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Dieses Verbot gilt nicht für die Verwendung dieses Werkes für Zwecke der Schulen und ihrer Gremien. Inhaltsverzeichnis 1 Grundsätze ........................................................................................................... 5 2 Bildungsauftrag.................................................................................................... 7 3 Didaktische Grundsätze, Gestaltung von Unterricht ....................................... 8 4 Umgang mit Schülerleistungen ........................................................................ 12 5 Das schulinterne Curriculum: Instrument der Qualitätsentwicklung ........... 14 Berufsfeldübergreifender Unterricht ......................................................................... 15 Fach Kommunikation / Deutsch ........................................................................... 15 Vorwort ................................................................................................................. 15 Übersicht über die Kompetenzen im Fach Kommunikation/Deutsch ................... 18 Fach Mathematik ................................................................................................. 25 Vorwort ................................................................................................................. 25 Übersicht über die Kompetenzen im Fach Mathematik ....................................... 27 Fach Sport ........................................................................................................... 32 Vorwort ................................................................................................................. 32 Übersicht über die Kompetenzen im Fach Sport ................................................. 34 Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo).......................................................... 40 Vorwort ................................................................................................................. 40 Übersicht über die Kompetenzen im Fach WiSo ................................................. 43 Berufsfeldbezogener Unterricht ................................................................................ 54 Vorwort ................................................................................................................. 54 Übersicht über die Kompetenzen der Berufsfelder .............................................. 57 Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft............................................................ 57 Berufsfeld: Wäsche- und Textilpflege .................................................................. 60 Berufsfeld: Garten- und Landschaftspflege.......................................................... 63 Berufsfeld: Gebäudereinigung ............................................................................. 65 Berufsfeld: Holztechnik ........................................................................................ 67 Berufsfeld: Metallverarbeitung ............................................................................. 70 Berufsfeld: Büro, Computer, Kurierdienst ............................................................ 73 Berufsfeld: Farb- und Lacktechnik .................................................................................76 Berufsfeld: Keramik .......................................................................................................78 Berufsfeld: Schauspiel ...................................................................................................81 Berufsfeld: Musik und Bewegung ..................................................................................85 Berufsfeld: Betreuung ....................................................................................................88 A 1 Grundsätze Der Rahmenlehrplan gilt für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, die die Abschlussstufe / den zweijährigen berufsqualifizierenden Lehrgang besuchen bzw. für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in der Werkstufe. In dieser Zeit werden diese Schülerinnen und Schüler auf berufliche Tätigkeiten sowie auf ein gesellschaftliches und privates Leben nach der Schulzeit vorbereitet. In den beiden Schuljahren haben Bildung und Förderung das Ziel, den Schülerinnen Ziel und Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ den Weg zur Selbstbestimmung und gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen sowie sie im Sinne einer Berufsausbildungsvorbereitung in berufliche Tätigkeiten einzuführen. Unter Berücksichtigung der Heterogenität der Schülerschaft integrieren die beiden Schuljahre sonderpädagogische Förderung und berufsausbildungsvorbereitende Inhalte. Der Übergang von der Schule zur Lebensphase nach der Schulzeit erhält durch die berufliche Orientierung eine eigene Gewichtung. Im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ werden Schülerinnen und Schüler gefördert, die wegen einer hochgradigen Beeinträchtigung ihrer intellektuellen Fähigkeiten und damit verbundener Lern- und Entwicklungsstörungen erheblich unter den altersgemäßen Erwartungsnormen liegen. Darüber hinaus sind die Verläufe in den Entwicklungsbereichen Wahrnehmung und Bewegung, Kommunikation und Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Motivation, Lernund Arbeitsverhalten sehr unterschiedlich. Jugendliche mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ zeigen unterschiedliche Erscheinungsbilder in den verschiedenen Entwicklungsbereichen. Bei der Entwicklung von Wahrnehmung, Sprache, Denken und Handeln sowie der Unterstützung zur selbstständigen und selbstbestimmten Lebensführung und bei der Findung und Entfaltung der Persönlichkeit benötigen sie besondere Unterstützung. Die Lern- und Lebenssituation der Jugendlichen wird durch körperliche, psychische und soziale Beeinträchtigungen vielfach erschwert. Besondere Problemlagen und entwicklungshemmende Faktoren im Umfeld der Schülerinnen und Schüler wirken sich oft auf den Grad der Behinderung aus. Die Schülerinnen und Schüler brauchen die Förderung von Verarbeitungsstrategien, um mit Risikofaktoren der Entwicklung besser umgehen zu können. Sonderpädagogischer Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ Grundlegender Aspekt der sonderpädagogischen Förderung ist die Entwicklung von kognitiven, kommunikativen, sprachlichen, senso- und psychomotorischen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, einschließlich der Ausformung von lebenspraktisch orientierten und berufsfeldrelevanten Kulturtechniken sowie Arbeitstechniken. Entsprechend der Heterogenität der Schülerschaft bestehen die langfristigen Ziele darin, auf der einen Seite Perspektiven für berufsfeldbezogene Tätigkeiten zu entwickeln, auf der anderen Seite Schülerinnen und Schüler mit komplexer, schwerer und mehrfacher Behinderung zu möglichst großer Selbstständigkeit zu führen. Berufsausbildungsvorbereitende Bildung Der Rahmenlehrplan ist unabhängig vom Lernort, d. h., dass die Umsetzung an ver- Lernort Berufsausbildungsvorbereitende Bildung verbindet die folgenden Herausforderungen miteinander: Stärkung der Persönlichkeit, Anleitung zum lebenslangen Lernen, zur Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschließlich einer berufsfeldbezogenen Tätigkeit. schiedenen Lernorten und Schulen stattfinden kann. Die im Rahmenlehrplan enthaltenen Kompetenzen und Inhalte konkretisieren den Bildungsauftrag, den die Schule 5 gegenüber den Schülerinnen und Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ hat. Anschluss- Der Rahmenlehrplan verbindet Bildungsinhalte der allgemeinen Bildung und der fähigkeit berufsfeldbezogenen Bildung. Er knüpft an erworbenes Wissen, Können und Ein- stellungen an, zugleich wird die Perspektive auf künftige berufliche und private Lebensaufgaben ausgerichtet, indem die Schülerinnen und Schüler sukzessive an zukünftige Anforderungen herangeführt werden. Der Rahmenlehrplan ist so konzipiert, dass er an den Rahmenlehrplan der Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 angeschlossen werden kann. Das zeigt sich in den berufsfeldübergreifenden Unterrichtsfächern Deutsch, Mathematik und Sport. Für diese drei Fächer wird die erweiterte Ausrichtung in der Abschlussstufe / im zweijährigen berufsqualifizierenden Lehrgang bzw. in der Werkstufe im Vorwort verdeutlicht. Diese drei berufsfeldübergreifenden Fächer werden um das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) ergänzt. Die berufsausbildungsvorbereitende Zeit der Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ beinhaltet neben den berufsfeldübergreifenden Fächern die berufsfeldbezogenen Fächer bzw. Berufsfelder. Die Ausrichtung der Berufsfelder orientiert sich an Rahmenlehrplänen der berufsfeldbezogenen Bildung. Den individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ wird durch verschiedene Anforderungsstufen entsprochen. Die berufsfeldübergreifenden und die berufsfeldbezogenen Fächer des Rahmenlehrplans sind in einem engen Zusammenhang zu verstehen. Sie können nicht voneinander losgelöst betrachtet und gelehrt werden, sondern bereichern und ergänzen sich gegenseitig. Durch diese Verknüpfung ist es auch möglich, an vorangegangene und nachschulische Bildungsangebote anzuschließen, die in einem aktiven, konstruktiven und kumulativen Lernprozess die berufliche, gesellschaftliche und private Entwicklung der Schülerinnen und Schüler verankert. 6 2 Bildungsauftrag In einem Beruf üben Menschen institutionalisierte Tätigkeiten entweder für finanziel- Beruf le oder andere herkömmliche Gegenleistungen oder im Dienste Dritter aus. Diese Tätigkeiten, für die die Person ausgebildet und im Idealfall berufen ist, werden regelmäßig vollzogen. Berufliche Tätigkeiten erfordern eine Vielzahl an fachspezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten. Der Rahmenlehrplan eröffnet Schülerinnen und Schülern mit dem sonderpädagogi- Berufsfreiheit schen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ die Möglichkeit, berufsfeldbezogene Kompetenzen zu erwerben und sich mit den eigenen Wünschen bei der Berufsausbildungsvorbereitung auseinanderzusetzen. Die freie Wahl des Berufs, Arbeitsplatzes und der Ausbildungsstätte ist ein Grundrecht, dem dieser Rahmenlehrplan folgt. Der Rahmenlehrplan ist ein Baustein in der Umsetzung des persönlichen Rechts auf Berufsfreiheit. Die Berufsbildung als Gesamtes umfasst die Berufsausbildungsvorbereitung, die BerufsausBerufsausbildung selbst, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung. bildungsvorDie Berufsausbildungsvorbereitung richtet sich an lernbeeinträchtigte oder sozial bereitung benachteiligte Personen, deren Entwicklungsstand eine erfolgreiche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder eine gleichwertige Berufsausbildung nicht oder noch nicht erwarten lässt. Maßnahmen der Berufsausbildungsvorbereitung dienen der Vermittlung von Grund- Berufliche lagen für den Erwerb berufsfeldbezogener Handlungskompetenz. Schülerinnen und HandlungsSchüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ kompetenz erwerben berufliche Handlungskompetenz durch Lernangebote, die auf die individuellen Voraussetzungen abgestimmt sind. Entsprechend den Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler werden für sie Praktika berufsfeldbezogene Praktika in Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und Betrieben organisiert, begleitet und ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ werden entsprechend ihren Möglichkeiten bei der Wahl des Praktikumsplatzes und der Gestaltung der Angebote mit einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Erfahrungen aus dem fachpraktischen Unterricht, aus schulischen Werkstätten, betrieblichen und anderen außerschulischen Lernorten. Dadurch entwickeln sie genauere Vorstellungen und Wünsche hinsichtlich der Gestaltung ihres Lebens. 7 3 Didaktische Grundsätze und Gestaltung von Unterricht Ziele Der Unterricht stellt die Schülerinnen und Schüler vor die Aufgabe, berufliche bzw. alltagsrelevante Tätigkeiten auszuführen, zu verstehen und zu bewerten sowie die eigenen Lern- und Arbeitsprozesse möglichst selbst oder mit anderen zu gestalten. Eine lebens- und berufsausbildungsvorbereitende Bildung zielt auf die Bewältigung und Gestaltung von Lebenssituationen und wird durch eine lebens- und berufsweltorientierte Auseinandersetzung mit den Inhalten des Unterrichts sowie in der Ausgestaltung des Lernumfeldes realisiert. Die Auswahl der Inhalte ist für die Schülerinnen und Schüler in privater, gesellschaftlicher und berufsfeldbezogener Hinsicht bedeutsam und sinnstiftend. Sie lernen dabei, sich mit sich selbst sowie der sie umgebenden Welt in gesellschaftlichen und berufsrelevanten Kernfragen auseinanderzusetzen. Dabei entwickeln sie die Bereitschaft und Fähigkeit zur Selbst- und Mitbestimmung. Zukunfts- Der Unterricht trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Interessen, orientierung Entscheidungen und Handlungen mit zunehmendem Verständnis über berufliche Tätigkeiten reflektieren können. Er greift Vorstellungen über ihre Zukunftsperspektive auf, fördert ihre Neugier und ihr Interesse an der Arbeitswelt. Die Entwicklung der Planungs-, Entscheidungs- und Beurteilungsfähigkeit, bezogen auf berufliche, gesellschaftliche und private Anforderungen, wird sukzessive auf dem Niveau individueller Voraussetzungen aufgebaut. Dazu können didaktische Konzepte wie die Zukunftskonferenz oder Lebenswegplanung herangezogen werden. Situations- Handlungs- und situationsbezogene Lerngelegenheiten aktivieren vorhandene bezug Kompetenzen aller Schülerinnen und Schüler und regen durch aktive und möglichst selbstständige Auseinandersetzung mit Problemstellungen zur Erweiterung der allgemeinen und berufsfeldbezogenen Handlungskompetenz an. Jede Lernsituation ist ein exemplarischer Baustein eines sich nach und nach aufbauenden Lernprozesses. Die exemplarische Lernsituation stellt fachtheoretische Inhalte in einen allgemeinen oder berufsrelevanten Anwendungszusammenhang. Aneignungs- Dabei erwerben die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen auf unterschiedlichen ebenen Aneignungsebenen. Entsprechend den individuellen Lernvoraussetzungen vollzieht sich der Aneignungsprozess auf der Ebene des sinnlich-wahrnehmenden Lernens, des handelnd-aktiven Lernens, des bildlich-anschaulichen Lernens oder/und des begrifflich-abstrakten Lernens. Handlungs- Dabei ist es notwendig, dass in den Lernsituationen eine Handlungsmöglichkeit auf ebenen folgenden Ebenen gewährleistet ist: Wahrnehmen und Erleben, Beobachten und Darstellen, Informieren und Analysieren, Abwägen und Entscheiden, Planen und Ausführen, Bewerten und Auswerten des Gesamtvorgangs. Differenzierung Individuelle Entwicklungsverläufe in verschiedenen Bereichen stellen bei Schülerin- nen und Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ eher die Regel als die Ausnahme dar und haben Konsequenzen für die Kompetenzentwicklung. Daraus ergibt sich häufig eine Diskrepanz von Lebensund Entwicklungsalter der Schülerinnen und Schüler. Der Kompetenzerwerb im Unterricht geht deshalb Hand in Hand mit unterrichtsbegleitender Diagnostik und bildet die Grundlage für differenzierte Lernarrangements. Daraus folgen didaktische Überlegungen zur Angemessenheit von Lerninhalten, Zugangsweisen und Arbeitsformen. Lernziele, Umfang und Schwierigkeitsgrad der Anforderungen, Medien und Methoden, Zeitbudget und Formen des Aneignens und Festigens richten sich nach den individuellen Lernvoraussetzungen jeder Schülerin und jedes Schülers. 8 Fehler sind Bestandteile eines jeden Lernprozesses und bereichern den Unterricht Fehler als Lernchance. So erhöht sich die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, Probleme, Aufgaben und Aufträge experimentierend und eigenständig zu lösen. Ausgehend von der Individualität jeder Schülerin und jedes Schülers ist die Entwick- Kooperatives lung zu Kooperation und Teamfähigkeit zu fördern. Verschiedene Formen der Part- Lernen/Team ner-, Kleingruppen- und Gruppenarbeit begünstigen das Lernen in der Peergroup. Die Schülerinnen und Schüler erfahren verlässliche soziale Beziehungen und tragen ihren Teil zum Gelingen des Arbeitsprozesses bei. Verlässliche Lernpartner sind für Schülerinnen und Schüler mit komplexer, schwerer oder mehrfacher Behinderung bzw. mit Auffälligkeiten in der emotional-sozialen Entwicklung eine wichtige Voraussetzung für gelingende Bildungsprozesse. Im Unterricht knüpfen die Schülerinnen und Schüler an bereits erworbene Kompe- Kategorien der tenzen an und erweitern ihre Handlungskompetenz in beruflich, gesellschaftlich und Kompetenzen privat bedeutsamen Bereichen. Handlungskompetenz umfasst die Bereitschaft und Fähigkeit der und des Einzelnen, in alltäglichen Situationen durch ihr individuelles Potenzial an Reaktions- und Handlungsmöglichkeiten oder Strategien in angemessener Form aktiv zu werden. Der Erwerb von Kompetenzen ist stets an Inhalte gebunden. Man unterscheidet zwischen Fachkompetenz und Personaler Kompetenz. Fachkompetenz entwickeln die Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung Fachmit verschiedenen Inhalten, Materialien, Problemen, Aufgaben sowie in berufsfeldbe- kompetenz zogenen Anforderungssituationen. Sie unterteilt sich in Wissen und Fertigkeiten. Die Fachkompetenz zeigt sich im Aufbau einer Wissensbasis, die durch die Bewältigung von allgemeinen oder vorberufsfeldbezogenen Anforderungen flexibel angewendet und erweitert wird. Fachkompetenz beinhaltet das Erfassen von Sachverhalten, Fakten und Regeln, das Verstehen von Argumenten und Phänomenen sowie das Erkennen von Zusammenhängen zwischen Ursache und Wirkung. Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden zunehmend Erscheinungsformen von Ordnungen und Strukturen. Sie gewichten zwischen Wesentlichem und Nebensächlichem und beschreiben Sachverhalte und berufliche Teilaspekte mithilfe einer fachlich ausgerichteten Kommunikationsform oder Sprache. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Fragen zu einem Sachverhalt zu stellen und eigene Lösungsansätze zu finden. Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihre erworbenen instrumentalen und systemischen Fertigkeiten, um in problembezogenen Situationen des berufsfeldbezogenen, gesellschaftlichen und privaten Lebens ihr Wissen anzuwenden. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit fachlichen Aspekten eines oder Personale mehrerer Berufsfelder. Personale Kompetenz unterteilt sich in Sozialkompetenz und Kompetenz Selbstständigkeit. Sie gründet sich auf Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, auf Zutrauen in die eigenen Möglichkeiten, auf Bindungsfähigkeit und auf das wachsende Bedürfnis nach Unabhängigkeit von den erziehungsberechtigten oder betreuenden Personen. Zunehmend können Schülerinnen und Schüler eigene Bedürfnisse, Stärken und Schwächen erkennen, Selbstwirksamkeit und eigene Erfolge wahrnehmen und genießen, aber auch mit Misserfolgen und Ängsten umgehen. Sie entwickeln dabei ein immer stärkeres realistisches Selbstbild und Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit im Kontext von berufsfeldbezogenen, gesellschaftlichen und privaten Situationen. Die Auseinandersetzung mit einem berufsfeldspezifischen Rollenverständnis ist Teil der personalen Kompetenz. Sozialkompetenz zeigt sich in der Fähigkeit der und des Einzelnen, in wechselnden sozialen Situationen Ziele erfolgreich und im Einklang mit sich und den anderen zu verfolgen. Soziale Kompetenz ermöglicht, sich in andere einzufühlen, auf Argumente einzugehen und selbst zu argumentieren. Dazu zählt auch, mit Konflikten kon9 struktiv umzugehen, Regeln zu vereinbaren und sich daran zu halten sowie Verantwortung für eine gemeinsame Sache zu übernehmen. Soziale Kompetenz trägt dazu bei, berufliche Anforderungen als Teil eines Teams zu bewältigen sowie einen Arbeitsauftrag von Dritten anzunehmen. Selbstständigkeit in berufsfeldbezogenen, gesellschaftlichen und privaten Zusammenhängen ermöglicht es, einfache Arbeitstechniken, Verfahrensweisen und Strategien anzuwenden. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, sich Handlungen und Lerninhalte mithilfe unterschiedlicher Verfahren und Arbeitsformen schrittweise zu erschließen. Dazu zählt auch, sich in Fachräumen zu orientieren und entsprechend zu verhalten, einen eigenen Arbeitsplatz zu organisieren, sich Zeit einzuteilen, Ordnung zu halten und Arbeitsabläufe zu verinnerlichen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben sukzessive berufsfeldspezifische Verfahren und Arbeitsmethoden. Unterrichts- Der Rahmenlehrplan unterscheidet die beiden Bereiche des berufsfeldübergreifenbereiche den und berufsfeldbezogenen Unterrichts. Die entwicklungsbedingten Lernmöglich- keiten der Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und die damit verbundenen eventuellen Besonderheiten ihrer Lernpotenziale sind in beiden Bereichen stets zu berücksichtigen. Berufsfeld- Im berufsfeldübergreifenden Unterricht ist der Fokus auf Themen gerichtet, die für übergreifender die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswirklichkeit bedeutsam sind. Unterricht In den folgenden Ausführungen zu den Leitkompetenzen werden Lernziele aus den Fächern Kommunikation/Deutsch, Mathematik, Sport sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) formuliert. Leitkompetenzen haben die Funktion, erwünschte Lernergebnisse zu beschreiben. Sie konkretisieren damit den Bildungsauftrag, den die Schule gegenüber den Schülerinnen und Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ hat – unabhängig vom Lernort, an dem der Unterricht stattfindet. Die Ausführungen zu den Fächern Kommunikation/Deutsch, Mathematik und Sport aus dem Rahmenlehrplan für die Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 gelten auch für die Abschlussstufe / den berufsqualifizierender Lehrgang bzw. die Werkstufe. Der inhaltliche Bezug zwischen den Kompetenzen dieser Fächer und denen der Erwachsenenund Berufswelt wird in den Vorworten dargestellt. Berufsfeld- Im berufsfeldbezogenen Unterricht steht das Lernen grundsätzlich im Beziehung zu bezogener konkreten beruflichen Tätigkeiten. Außerdem nimmt es in vielfältiger Weise eigene Unterricht Handlungen oder die Handlungen anderer vorweg bzw. vollzieht diese nach. Die Kompetenzbereiche greifen berufliche Tätigkeitsformen auf, die sich ausgewählten Berufsfeldern zuordnen lassen. Erweiterung Um dem Recht auf Berufsfreiheit Rechnung zu tragen ist die Erweiterung der Ange- bote entsprechend den besonderen Gegebenheiten des Lernortes erwünscht. Die Entwicklung eines Berufsfeldes ist als besonderes Profil einer Schule zu werten. Wahlpflicht- Der Wahlpflichtbereich bzw. Wahlunterricht umfasst Stütz- und Förderunterricht, bereich, über den die Schule entscheidet. Er gibt der Schule einen Entscheidungsspielraum Wahlunterricht zur Förderung, Vertiefung oder Erweiterung bzw. zur besonderen Schwerpunktset- zung. In diesem Rahmen bietet es sich an, besondere förderschwerpunktspezifische Maßnahmen bzw. solche zur Förderung der Persönlichkeit und Lebensführung mit dem Ziel des gelungenen Übergangs in die nachschulische Lebensphase zu ergreifen. Mögliche Angebote wie basale Förderung, psychomotorische Förderung, Kommunikations- und Sprachförderung durch Unterstützte Kommunikation, verhaltensund entwicklungspädagogische Förderung, musik-, kunst-, sport-, gestalt-, theaterpädagogische Förderung, Förderung der Selbstversorgung, Förderung der Kulturtechniken und des Umweltwissens, Förderung berufsfeldrelevanter Kompetenzen seien hier als Anregungen genannt. 10 Die Erweiterung des Angebots der berufsfeldübergreifenden Fächer, wie zum Beispiel Englisch, ist im Wahlpflichtbereich bzw. Wahlunterricht möglich. Für die Entscheidung über die Gestaltung des Wahlpflichtbereichs/Wahlunterrichts ist die berufliche, gesellschaftliche und private Ausgangslage der jeweiligen Lerngruppe ausschlaggebend. . 11 4 Umgang mit Schülerleistungen Kompetenzentwicklung setzt an den individuellen Lernvoraussetzungen einer Schülerin, eines Schülers mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ an und ist auf die individuell erreichbare Selbstständigkeit und Eigensteuerung ausgerichtet. Leistungsbewertungen erfolgen individuell für jede Schülerin und jeden Schüler auf Grundlage der für sie bzw. ihn zutreffenden Kriterien. Sie werden durch Instrumente zur Feststellung der Lernausgangslage, durch eine prozessbegleitende Diagnose und individuelle Förderpläne sowie durch Verfahren der Lerndokumentation ermöglicht. Alle genannten Maßnahmen sollen die individuelle Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler unterstützen, ihre Anstrengungsbereitschaft und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit stärken sowie die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung entwickeln helfen. Schülermit- Leistungen werden auch durch Mitschülerinnen und Mitschüler bewertet, damit so bewertung Fremdeinschätzungen akzeptiert und Formen der Fremdbewertung erlernt werden können. Schülerinnen und Schüler werden so weit wie möglich in die Bewertung ihrer Lernergebnisse einbezogen und zur Selbstbewertung angeleitet; auch auf diese Weise entstehen Gelegenheiten, den Schülerinnen und Schülern die Verantwortung für ihre eigenen Lernprozesse und Lernergebnisse bewusst zu machen und sie zu befähigen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen. Lernprozess- Diagnostizieren und Fördern sind aufeinander bezogene, immanente Bestandteile begleitende des Unterrichts. Die den Lernprozess begleitende Diagnose liefert der Lehrkraft vorDiagnostik läufige Annahmen für ihr weiteres Handeln. Sie prognostiziert den möglichen Lern- fortschritt, den eine Schülerin, ein Schüler durch eine entsprechend gestaltete Lernumgebung erreichen kann. Eine den Lernprozess des einzelnen Schülers, der einzelnen Schülerin begleitende Diagnose ist ein wesentliches Element der sonderpädagogischen Förderung und Grundlage differenzierter Bildungsangebote. Die lernprozessbegleitende Diagnose ist kompetenzorientiert. Im Sinne einer solchen Diagnose wird nach subjektiv begründeten Beweg- und Hintergründen für Verhaltens- und Denkweisen, für Interessen und Neigungen der Schülerin, des Schülers gefragt, wobei dem Kontext der individuellen Lebens- und Lernsituation besondere Beachtung zukommt. Förderplanung Ausgehend von den Stärken eines Schülers, einer Schülerin werden Förderziele und individuelle Fördermaßnahmen in einem Förderplan festgelegt, der im Team erstellt, evaluiert und aktualisiert wird. Der Förderplan dokumentiert konkrete, auf die Förderziele bezogene Maßnahmen und Lernarrangements, die von dem begleitenden Team gesteuert werden. Förderziele werden so formuliert, dass sie evaluierbar sind. Förderplanung schafft Verbindlichkeit für die Arbeit des Teams, legt die Grundlage für eine stärkenorientierte, systematische Förderung, zeigt Perspektiven der Entwicklung und Partizipationsmöglichkeiten auf und hält zugleich den Verlauf des Förderprozesses fest. So werden die gegenseitige Selbstvergewisserung aller Beteiligten unterstützt, Transparenz geschaffen und die Reflexion der pädagogischen Zielsetzungen und Maßnahmen ermöglicht. Die Zusammenarbeit bezieht sich auf alle am Lernprozess beteiligten Personen aus der schulischen Einrichtung sowie Praktikumsbetrieben. Die Schülerinnen und Schüler gestalten die Förderplanung nach ihren Möglichkeiten aktiv mit. Sie lernen, sich realistische Ziele zu setzen, planvoll an deren Umsetzung zu arbeiten sowie Lernwege und Lernergebnisse zu reflektieren. Die enge Zusammenarbeit mit den an der Erziehung beteiligten Personen ist dabei eine Gelingensbedingung. 12 Lernberatung ist zu verstehen als lernunterstützende Verständigung zwischen den Lernberatung am Lernprozess Beteiligten, den Schülerinnen und Schülern, den Pädagoginnen und Pädagogen und den an der Erziehung beteiligten Personen. Kontinuierliche Rückmeldung und Lernberatung bilden die Grundlage für eine optimale Persönlichkeits- und Lernentwicklung, sie stärken die Lernbereitschaft und eröffnen Chancen, das individuell Mögliche herauszufinden. Die regelmäßig stattfindenden Lernberatungsgespräche werden durch dokumentierte Daten gestützt. An den Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler ansetzend entwickeln Lehrende und Lernende im Dialog Ideen für individuelle Lernfortschritte und Lernmethoden und treffen Verabredungen für die Umsetzung in schulischen und außerschulischen Bereichen. Besonders nachhaltig können Lernberatungsgespräche sein, wenn sie auf der Basis einer vorab getroffenen Zielvereinbarung zwischen der Lehrkraft und der Schülerin, dem Schüler unter Einbeziehung der an der Erziehung beteiligten Personen erfolgen. So entwickeln die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, ihre eigenen Stärken und LernSchwächen sowie die Qualität ihrer Leistungen realistisch einzuschätzen, aber auch dokumentation kritische Rückmeldungen als Chance für die persönliche Weiterentwicklung zu verstehen. Zur Leistungsermittlung und Lerndokumentation können Lernbegleithefte, Portfolios oder Präsentationen genutzt werden. Schülerinnen und Schüler, die über entsprechende Kompetenzen verfügen, erhalten eine Bescheinigung über die berufsfeldbezogenen Tätigkeiten und deren zeitlichen Umfang. Bescheinigungen bzw. Zertifizierungen über die berufsfeldbezogene Handlungskompetenz in Teilbereichen machen die Lernleistung für die Schülerin oder den Schüler selbst sowie für die sie übernehmenden Einrichtungen transparent. Sie sind fester Bestandteil eines individuellen Portfolios, das den Übergang von der Schulzeit in die nachschulische Lebensphase erleichtert. 13 5 Schulentwicklung Das schulinterne Curriculum: Instrument der Qualitätsentwicklung Der schulische Qualitätsbegriff bezieht sich auf alle Bereiche schulischer Arbeit: die Zusammenarbeit im Kollegium, die Schulkultur und das Schulleben, vor allem aber auf die Qualität des Unterrichts. Für eine systematische Qualitätsentwicklung des Unterrichts an der einzelnen Schule ist ein schulinternes Curriculum das geeignete Instrument. Es ist Bestandteil des Schulprogramms. Die kontinuierliche Schulentwicklung ermöglicht den Schülerinnen und Schülern mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ einen kumulativen und nachhaltigen Aufbau sich erweiternder Kompetenzen. Der Kompetenzansatz des Rahmenlehrplans zielt auf anschlussfähiges und vernetztes Denken und Handeln als Basis für das individuell mögliche lebenslange Lernen. Dazu benötigen Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ Lerngelegenheiten, in denen sie das in einem Lernprozess erworbene Wissen und Können auf neue Inhalte und berufliche Anforderungen übertragen und für eigene Ziele sowie Anforderungen in Schule, Alltag und berufsfeldbezogenen Tätigkeiten nutzbar machen können. Kompetenzen werden mit Fachinhalten exemplarisch erworben und sind zugleich nur über Fächergrenzen hinweg nachhaltig entwickelbar. Kompetenzorientierte Lernangebote bedürfen deshalb der Kooperation innerhalb der einzelnen Fachbereiche und darüber hinaus in alltagsrelevanten und berufsfeldbezogenen Tätigkeitsbereichen. Im Rahmenlehrplan sind berufliche Tätigkeitsbereiche im berufsfeldbezogenen Unterricht dargestellt. Die jeweilige Schule kann entsprechend ihren Möglichkeiten weitere Berufsfelder aufgreifen und im Rahmen des schulinternen Curriculums darstellen. 14 Berufsfeldübergreifender Unterricht Fach Kommunikation/Deutsch Vorwort Die Leitkompetenzen und angestrebten Kompetenzen, wie sie im Rahmenlehrplan der Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 formuliert sind, bleiben für das Fach Kommunikation/Deutsch bestehen. Der inhaltliche Bezug zur Erwachsenen- und Berufswelt wird im folgenden Vorwort dargestellt. Die jugendlichen Schülerinnen und Schüler verfügen über sehr individuelle sprachli- Vorerfahrungen che und kommunikative Vorerfahrungen. Sie erweitern in ihrer gesamten Schulzeit ihre kommunikativen Handlungsmöglichkeiten. Diese sprachliche Weiterentwicklung ist so gestaltet, dass das natürliche Mitteilungsbedürfnis der Schülerinnen und Schüler geweckt, gefördert und erhalten wird. Auch in ihren außerschulischen Lebensbereichen haben die Schülerinnen und Schüler kommunikative Kompetenzen erworben, die ihnen eine individuelle Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Kommunikation bedeutet mehr als der Austausch von Informationen auf lautsprachlicher Ebene und oder in schriftlicher Form. Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ artikulieren ihre Bedürfnisse ebenso durch Körpersprache, Handlungen, Bilder, Symbole und Gebärden. Ein Ziel des Faches Kommunikation/Deutsch ist es, Lernangebote so zu gestalten, Ziele dass von allen Schülerinnen und Schülern Kommunikation als erfolgreich erlebt werden kann. Dabei sichern und erweitern die Schülerinnen und Schüler in der Abschlussstufe / im berufsqualifizierenden Lehrgang bzw. in der Werkstufe ihre erworbenen Grundkenntnisse in neuen kulturellen und sozialen Kontexten. Besonders der Einsatz neuer Medien zur Information und Kommunikation wird von den Schülerinnen und Schülern in vielfältiger Form geübt und in lebenspraktischen sowie berufsfeldbezogenen Situationen angewendet. Sprachliche Handlungsfähigkeit bedeutet auch, sich in einer Vielzahl von Situationen aus der Erwachsenenwelt der gesellschaftlichen Teilhabe zu versichern. In Vorbereitung auf den Übergang in die Arbeitswelt setzen sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit fachsprachlichen Begriffen auseinander, sondern erkennen auch neue sprachliche Inhalte, verinnerlichen sie und bringen ihre kommunikativen Absichten sowohl mündlich als auch schriftlich zum Ausdruck. Dabei kommt dem Verstehen und Umsetzen von mündlichen und schriftlichen Arbeitsanweisungen große Bedeutung zu. Die jugendlichen Schülerinnen und Schüler gebrauchen Kommunikation zunehmend im privaten Umfeld. Sie kommunizieren mit Gleichaltrigen, um ihre Bedürfnisse zu äußern, Freundschaften zu schließen und zu festigen. Solchen kommunikativen Absichten, die gerade in diesem Lebensabschnitt innerhalb der Peergroup von so großer Bedeutung sind, sollte der Unterricht im Fach Kommunikation/Deutsch Rechnung tragen. Die Sozialformen der Partner- und Gruppenarbeit sowie die Präsentation von Ergebnissen werden für den Kompetenzerwerb eingesetzt und weiter entwickelt. Das Fach Kommunikation/Deutsch ist dabei nicht isoliert zu sehen, sondern es können und sollen erworbene Kompetenzen in allen Lernsituationen angewendet bzw. Inhalte aus anderen Fächern thematisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt und motiviert, ihrer Lebenswirklichkeit, insbesondere in ihrem ausbildungsvorbereitenden Handlungsfeld, kommunikativ in angemessener Form gegenüberzutreten, eigene Sprachhandlungen zu reflektieren 15 und Fähigkeiten entsprechend zu beurteilen sowie aktiv an der kulturellen Kommunikation teilzunehmen. Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Muttersprache werden darin bestärkt, ihre Fähigkeiten in der deutschen Sprache zu erweitern und für die zukünftige Lebensund Arbeitswelt durch vielfältige tägliche Übungen zu trainieren. Inhaltliche Das Fach integriert die folgenden Aufgabenschwerpunkte: Schwerpunkte  Kommunizieren – Sprechen und Zuhören  Lesen – mit Texten und Medien umgehen  Schreiben – Texte verfassen Kommunizieren Die Schülerinnen und Schüler sollen für das eigene Sprachverhalten sensibilisiert werden. Sie erleben ihr Sprechen als unmittelbaren Ausdruck ihrer Person und werden von ihrer Umwelt über ihre kommunikativen Möglichkeiten als Persönlichkeit wahrgenommen. Im Unterricht werden Werte, Einstellungen und Haltungen vermittelt, die die Schülerinnen und Schüler befähigen, in persönlichen Gesprächen achtsam und wertschätzend mit ihrem Gegenüber zu kommunizieren, sich zu öffnen, sich mitzuteilen oder etwas angemessen abzulehnen. Dabei sollen sie lernen, die Beziehungsebene, die sie mit verschiedenen Gesprächspartnerinnen und -partnern teilen, zu bedenken. Dazu variieren sie ihre Ausdrucksweise und entwickeln die Fähigkeit, die Wirkung ihrer sprachlichen Handlungen wahrzunehmen und zu unterscheiden. Die Schülerinnen und Schüler sammeln in sprachlichen Auseinandersetzungen positive Grunderfahrungen, unabhängig von ihren individuellen Möglichkeiten. Dadurch entwickelt sich ihre Bereitschaft, selbst Gespräche zu initiieren und sich auf Gespräche einzulassen. Im Unterrichtsgespräch lernen die Schülerinnen und Schüler, sich auf ein Thema zu konzentrieren, Fragen zu stellen, auf Fragen zu antworten, durch ihre Körpersprache Interesse zu bekunden, Äußerungen aufzugreifen, zu ergänzen und weiterzuführen. In Diskussionen lernen die Schülerinnen und Schüler in achtsamer Form, Meinungen darzustellen, Interessen zu vertreten, sich Argumenten anderer zu öffnen, sie zu werten, zu akzeptieren oder zu widerlegen. Sie üben, Kritik anzunehmen und angemessen vorzutragen. In künftigen Lebenssituationen, im Arbeitsprozess, in Wohngemeinschaften, bei ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben können sie auf diese Fähigkeiten zurückgreifen. In fachlichen Lernprozessen und zur Information ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler ergibt sich die Notwendigkeit, Sachverhalte im Zusammenhang darzustellen. Hierfür eignen sich Präsentationen und Kurzvorträge. Dafür werden Materialien zusammengetragen, Gedächtnisstützen gefunden und schriftliche Notizen gemacht. Es findet eine aktive Vernetzung von Sprechen, Lesen, und Schreiben statt, bei der der Computer als Informationsmedium und technisches Werkzeug benutzt werden kann. In berufsfeldbezogenen Zusammenhängen nehmen die Schülerinnen und Schüler Kontakt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Personalvertreterinnen und -vertretern und Vorgesetzten auf und tauschen sich mit ihnen aus. Lesen Sie lernen, Informationen aufzunehmen und für andere wiederzugeben, sie berichten über Ereignisse, beschreiben Tätigkeiten und führen Telefonate. Sie sind in der Lage, durch das Sprechen die eigenen Lern- und Erkenntnisprozesse zu fördern und sie können diese Fähigkeit für künftiges Lernen einsetzen. Auf Lebens- und Berufswegekonferenzen können die Schülerinnen und Schüler eigene Zukunftsvorstellungen formulieren. 16 Lesen bedeutet für jugendliche Schülerinnen und Schüler, sinntragende Bedeutung aus der Umwelt zu entnehmen und damit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Im Fach Kommunikation/Deutsch werden vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten gefestigt und finden ihre Anwendung in Bezügen zur Erwachsenenwelt. Die Schülerinnen und Schüler werden angehalten, regelmäßig Zeitung zu lesen. Bibliotheksbesuche sind ein fester Bestandteil des Unterrichts im Fach Kommunikation/Deutsch. Dabei findet der erweiterte Lesebegriff Anwendung, wie er im Rahmenlehrplan dargestellt ist. Unterrichtsangebote sind so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen erwerben können, die zum Lesen und Verstehen von Fach- und Gesetzestexten in leichter oder fachspezifischer Sprache notwendig sind. Dazu zählt auch das Lesen und Verstehen von behördlichen und institutionellen Schriften, die für die zukünftige Lebenswelt bedeutsam sein werden. Im berufsfeldbezogenen Lernumfeld lesen die Schülerinnen und Schüler betriebliche Schriftstücke wie Arbeitsanweisungen, Tabellen, Werkstattordnungen oder Sicherheitshinweise. Schreibanlässe ergeben sich integrativ im gesamten Unterrichtsprozess, werden aber Schreiben im Fach Kommunikation/Deutsch besonders gesucht, aufgegriffen und geübt. Dabei geht es einerseits um Kontaktaufnahme mit anderen Menschen, wie das Schreiben von Briefen, Bewerbungen, Anfragen, Anträgen. Andererseits erstellen die Schülerinnen und Schüler auch Notizen für sich selbst, indem sie Adressenlisten, Einkaufszettel, Stichwortzettel für Präsentationen oder Arbeitsabläufe verfassen. Im Sinne des erweiterten Schreibbegriffes schließt Schreiben nicht nur die Verwendung von Buchstaben ein, sondern auch die Nutzung aller grafischen Möglichkeiten, wie Spuren oder Kritzeln, um mit anderen Menschen über Schrift in Kontakt zu treten. 17 Übersicht über die Kompetenzen im Fach Kommunikation/Deutsch Leitkompetenzen und Themenfelder 1. Die Schülerinnen und Schüler setzen kommunikative Mittel situationsbezogen und adressatengerecht ein:         gezieltes Verhalten partnerbezogene Äußerungen konventionelle Äußerungen symbolische Äußerungen Entwicklung der Lautsprache lautsprachliche Äußerungen Gespräche Unterstützte Kommunikation (UK) 2. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Leseangebote und zeigen ihr Verständnis des Gelesenen mit unterschiedlichen Ausdrucksformen:         Situationslesen Bilderlesen Symbollesen Signalwortlesen Ganzwortlesen phonologische Bewusstheit Wörterlesen Textlesen 3. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Schreibanlässe auf unterschiedliche Weise:              18 feinmotorische Grundlagen Kritzeln Schemazeichnen erste Buchstabenschrift Druckschrift Schreibschrift Schreiben mit vorgefertigten Bild-, Symbol- und Wortbausteinen Schreiben mit dem Computer und mit Kommunikationshilfen Erforschen der Sprache alphabetisches Schreiben orthografisch-morphematisches Schreiben Texte verfassen Sprache und Sprachgebrauch untersuchen 1. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen kommunikative Mittel situationsbezogen und adressatengerecht ein. Angestrebte Kompetenzen Gezieltes Verhalten Die Schülerinnen und Schüler   nehmen Kontakt mit ihrer Umwelt auf, fokussieren ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf eine Person und einen Gegenstand bzw. ein Ereignis. Partnerbezogene Äußerungen Die Schülerinnen und Schüler   beziehen eine vertraute Person und einen Gegenstand in eine Handlungseinheit ein, setzen den pendelnden Blick ein, um ein Ziel zu erreichen. Konventionelle Äußerungen Die Schülerinnen und Schüler   setzen Mitteilungsformen ein, die auch von nicht vertrauten Personen verstanden werden, setzen konventionelle Zeichen, Laute, Gebärden und Gesten zur Mitteilung ein. Symbolische Äußerungen Die Schülerinnen und Schüler  kennzeichnen Personen, Gegenstände und Handlungen. Entwicklung der Lautsprache Die Schülerinnen und Schüler        äußern sich durch Laute situationsbezogen, bewegen unter Anleitung gezielt die mimische Muskulatur, nutzen ihre Aussprache, Atmung und Stimme bei sprachlichen Äußerungen, sprechen in Einwortäußerungen situationsbezogen, sprechen in Mehrwortäußerungen adressatengerecht und situationsbezogen, verwenden einen alltagsrelevanten individuellen Wortschatz, setzen Wort- und Satzstrukturen ein. Lautsprachliche Äußerungen Die Schülerinnen und Schüler        erzählen von Erlebnissen und Erfahrungen, äußern sich zu einfachen Sachverhalten, beantworten Fragen, stellen Fragen, drücken eigene Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle aus, reagieren situationsbezogen auf einfache Anforderungen, setzen im Rollenspiel und im szenischen Spiel ihre individuellen sprachlichen Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten ein, übernehmen im Rollenspiel eine Rolle. 19 Gespräche Die Schülerinnen und Schüler        äußern sich situationsbezogen, hören bewusst zu, sprechen lautsprachlich oder mit Mitteln und Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation mit anderen, gehen auf Gesprächsbeiträge anderer ein, vereinbaren Gesprächsregeln, halten sich an vereinbarte Gesprächsregeln, vertreten in Gesprächen eine Meinung oder einen Standpunkt. Unterstützte Kommunikation (UK) Bereich: Dynamische Kommunikationssymbole Die Schülerinnen und Schüler   setzen Blickbewegungen, Mimik, Gestik, Laute, Körperhaltungen und Gebärden zur Mitteilung ein, setzen konventionelle Gesten zur Mitteilung ein. Bereich: Statische Kommunikationssymbole Die Schülerinnen und Schüler      setzen Gegenstände oder Miniaturen im Sinne eines Stellvertreters zur Mitteilung ein, setzen Fotos und Abbildungen zur Mitteilung ein, setzen Piktogramme zur Mitteilung ein, setzen nicht-elektronische Kommunikationshilfen zur Mitteilung ein, setzen elektronische Kommunikationshilfen zur Mitteilung ein. Bereich: Dialogregeln unter Einsatz von UK Die Schülerinnen und Schüler       20 lenken die Aufmerksamkeit auf sich, teilen sich mit eingeschränktem Vokabular mit, verhalten sich kooperativ bei Fragestrategien der Kommunikationspartner, greifen aktiv in die Gesprächsführung ein, tolerieren Kommunikationsabbrüche bzw. nicht erfolgreiche Kommunikation, bestehen auf ein Thema. 2. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Leseangebote und zeigen ihr Verständnis des Gelesenen mit unterschiedlichen Ausdrucksformen. Angestrebte Kompetenzen Situationslesen Die Schülerinnen und Schüler     deuten körperliche Ausdrucksformen von anderen Personen, erkennen Dinge wieder und benennen diese, deuten Situationen und Handlungsabläufe aus der unmittelbaren Lebenswelt bewusst, ermitteln Informationen aus Objekten und Situationen und orientieren ihre Handlung daran. Bilderlesen Die Schülerinnen und Schüler      benennen ihnen bekannte Personen und Gegenstände auf Fotos und Abbildungen, verbalisieren Informationen aus Bildern und Bildreihen, beschreiben ihnen bekannte Situationen und Handlungsabläufe auf Fotos und Abbildungen, ordnen Personen und Gegenstände den Situationen und Handlungsabläufen zu, setzen abgebildete Handlungsabläufe in Handlung um. Symbollesen/Piktogrammlesen Die Schülerinnen und Schüler     beachten und verstehen schematisierte, stilisierte Teilabbildungen, entnehmen Informationen aus Piktogrammen, entnehmen Informationen aus Symbolen, erkennen alltagsbezogene und bekannte Piktogramme wieder und deuten diese. Signalwortlesen Die Schülerinnen und Schüler    nutzen Schriftzüge in der realen und medialen Welt, erkennen Wortbilder ganzheitlich und erschließen sich den Sinn aus dem Sachzusammenhang, beachten und nutzen vorhandene Logos (oder Wortbilder) als Orientierungsund Handlungshilfen. Ganzwortlesen Die Schülerinnen und Schüler     erfassen Wortbilder/Buchstabenkomplexe in der realen und medialen Welt, unterscheiden verschiedene Wortbilder ganzheitlich, kennen die Bedeutung verschiedener Ganzwörter, verwenden Wortbilder situationsunabhängig in kommunikativen Situationen (logografische Strategie). 21 Phonologische Bewusstheit Die Schülerinnen und Schüler        gliedern Wörter in Silben, erkennen Reimwörter, erkennen Wörter mit gleichen Anlauten wieder, analysieren den Anlaut eines Wortes, erkennen in Wörtern gleiche Buchstaben wieder, identifizieren einzelne Laute (Phoneme) in einem Wort, ordnen Buchstaben (Grapheme) und Laute (Phoneme) zu. Wörterlesen Die Schülerinnen und Schüler       fügen Buchstaben zu Silben zusammen, lesen kurze, lautgetreue Wörter, lesen drei- und mehrsilbige, lautgetreue Wörter, lesen Wörter mit Konsonantenhäufung am Anfang, lesen Wörter mit Konsonantenhäufung im Wort, erlesen Wörter flüssig. Textlesen Die Schülerinnen und Schüler            lesen Sätze, lesen Texte, nutzen unter Anleitung Lesestrategien zum Textverständnis, erlesen Wörter und Texte unter Anwendung der erworbenen Lesestrategien selbstständig, wählen Texte selbstständig aus, beantworten Fragen zum Text, setzen sich mit dem Inhalt verschiedenartiger Texte auseinander, kennen verschiedene Textsorten, nutzen selbstständig Medienangebote der Bibliothek für persönliche und schulische Zwecke, vergleichen verschiedenartige Texte, beziehen Textinhalte auf eigene Erfahrungen. 3. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Schreibanlässe auf unterschiedliche Weise. Angestrebte Kompetenzen Feinmotorische Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler          22 koordinieren Auge und Hand, stoppen die Bewegung der Hände gezielt, erfühlen Gegenstände, drehen das Handgelenk, halten einfache Schreib- und Malgeräte, nutzen den Pinzettengriff, entwickeln individuelle Möglichkeiten des Haltens von Schreibgeräten, regulieren den Druck mit dem Schreibgerät auf der Unterlage, nutzen Schreibgeräte situationsadäquat. Kritzeln Die Schülerinnen und Schüler      deuten Malspuren als Mitteilung, setzen Malspuren mit verschiedenen Gegenständen und Materialien als Mitteilung ein, benutzen Malprogramme am Computer, kritzeln gestützt, kritzeln bewusst in kommunikativer Absicht. Schemazeichnen Die Schülerinnen und Schüler     malen grafische Grundformen, kombinieren diese grafischen Grundformen, malen anschaulich, gegenständlich, erzählen über das Gemalte von ihren Erlebnissen. Erste Buchstabenschrift Die Schülerinnen und Schüler      malen grundlegende Formelemente der Druckschrift-Großantiqua, schreiben Buchstaben ab, unterscheiden zwischen Malen und Schreiben, merken sich einzelne Buchstaben, schreiben kurze Buchstabenfolgen ab. Druckschrift Die Schülerinnen und Schüler           vollziehen den Schreibablauf der Buchstaben nach, schreiben Buchstaben auswendig auf, unterscheiden ähnliche Buchstaben, schreiben die ersten Wörter ab, schreiben Buchstaben in zweckmäßigem Bewegungsablauf ab, schreiben Wörter lautgetreu, halten die Schreibrichtung ein, halten Linien und Randbegrenzungen ein, setzen Buchstabentafeln mit und ohne Stütze ein, setzen elektronische Hilfsmittel zur Darstellung von Buchstaben ein. Schreibschrift Die Schülerinnen und Schüler       bringen die Druckschrift durch einfache Verbindungsstriche, Anstriche, Rundungen, Punktschleifen und Schleifenzüge in eine schreibflüssige Form, führen grundlegende Formelemente der Schreibschrift im richtigen Bewegungsablauf aus, schreiben Buchstaben in Schreibschrift nach Vorlage ab, schreiben Buchstaben und Wörter in Schreibschrift ohne Vorlage, schreiben flüssig und lesbar. 23 Schreiben mit vorgefertigten Bild-, Symbol- und Wortbausteinen Die Schülerinnen und Schüler  schreiben mit Bildern, Pfeilen und Piktogrammen. Schreiben mit dem Computer und mit Kommunikationshilfen Die Schülerinnen und Schüler    schreiben mit der Tastatur, schreiben mit Symbolen, nutzen Software. Alphabetisches Schreiben Die Schülerinnen und Schüler      übertragen einzelne, gut hörbare Laute in Schrift, geben die Lautfolge von Wörtern wieder, können Silben lautgetreu aufschreiben, können Wörter lautgetreu aufschreiben, schreiben Buchstaben, Silben und Wörter ab. Orthografisch-morphematisches Schreiben Die Schülerinnen und Schüler         halten Wortgrenzen ein, benennen mögliche Schreibweisen, nutzen bekannte Regeln als Schreibhilfe, leiten die Schreibweise von Wörtern ab, schreiben annähernd fehlerfrei den geübten Wortschatz, erkennen selbst eigene Fehler und korrigieren diese, schreiben zunehmend fehlerfrei einfache Texte, nutzen Möglichkeiten der Rechtschreibkontrolle. Texte verfassen Die Schülerinnen und Schüler      nutzen verschiedene Möglichkeiten des Schreibens, unterscheiden Textarten, berücksichtigen beim Schreiben Adressat und Situation, schreiben Textentwürfe und überarbeiten diese, gestalten Texte und präsentieren sie. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen Die Schülerinnen und Schüler          24 untersuchen die Sprache im Hinblick auf Wortgrenzen, unterscheiden Wortarten und Zeitformen, nutzen Möglichkeiten der Wortbildung, kennzeichnen Satzanfang und Satzende, unterscheiden einzelne Satzarten, verwenden Satzzeichen richtig, können Satzglieder umstellen, bilden mündlich grammatisch richtige Sätze, bilden schriftlich grammatisch richtige Sätze. Fach Mathematik Vorwort Die Leitkompetenzen und angestrebten Kompetenzen, wie sie im Rahmenlehrplan der Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 formuliert sind, bleiben für das Fach Mathematik bestehen. Der inhaltliche Bezug zur Erwachsenen- und Berufswelt wird im folgenden Vorwort dargestellt. Für den Unterricht im Fach Mathematik wird von sehr unterschiedlichen Lern- Vorerfahrungen voraussetzungen ausgegangen. Diese Voraussetzungen reichen von basalen mathematischen Fähigkeiten über einfache Mengenhandlungen bis hin zu erworbenen Kompetenzen in den Grundrechenarten. Die Schülerinnen und Schüler haben bereits in verschiedenen schulischen und außerschulischen Situationen mathematische Kompetenzen wie Schätzen, Ordnen, Messen, Zählen, Vergleichen, Übertragen und Rechnen erworben. Die jugendlichen Schülerinnen und Schüler sind in verschiedenen Alltagssituationen bewusst und unbewusst mathematischen Inhalten begegnet. So festigen Alltagsituationen wie die Zubereitung von Speisen und Getränken, der Einkauf und der Umgang mit dem Taschengeld, die Freizeitplanung, die Renovierung des eigenen Zimmers und die Auseinandersetzung mit technischen, naturwissenschaftlichen, künstlerischen und politischen Themen die mathematischen Kompetenzen. Der Mathematikunterricht festigt, sichert und erweitert in der Abschlussstufe / im Ziele berufsqualifizierenden Lehrgang bzw. in der Werkstufe für Schüler und Schülerinnen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ zum einen erworbene mathematische Kompetenzen. Zum anderen verfolgt er berufsfeldübergreifende und berufsfeldbezogene Ziele. Mathematikunterricht aus der Sicht des sonderpädagogischen Förderschwerpunktes „Geistige Entwicklung“ dient vor allem dem Ordnen, Vergleichen, Einteilen oder Gliedern von alltäglichen und berufsfeldrelevanten Situationen. Die Schülerinnen und Schüler werden mit fachtypischen mathematischen Fragestellungen vertraut gemacht. Mengen, Zahlen, Formen, Muster, Daten und Risiken werden in Zahlen, Diagrammen, Tabellen und Texten dargestellt. Die Schülerinnen und Schüler wenden mathematische Strategien in der alltäglichen Lebenswelt, in Beruf und Freizeit an. Ein Unterricht im Fach Mathematik, der sich dieses Ziel setzt, leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zur berufsausbildungsvorbereitenden Bildung der Schülerinnen und Schüler. Die Schwerpunkte des Faches Mathematik orientieren sich inhaltlich an den im Inhaltliche Rahmenlehrplan der Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahr- Schwerpunkte gangsstufe 10 formulierten Leitkompetenzen und angestrebten Kompetenzen, wobei die Inhaltsbereiche     Orientierung im Raum, Größen, Zahlen und Operationen, Daten unter verstärkter Berücksichtigung der berufsfeldbezogenen Relevanz und im gesellschaftlichen Kontext aufbereitet werden. Inhalte im Fach Mathematik orientieren sich eng an der zukünftigen Lebenswelt der jugendlichen Schülerinnen und Schüler. Für eine berufliche Ausrichtung eignet sich die enge Verknüpfung mit den Berufsfeldern. Die Orientierung im Raum setzt voraus, dass der eigene Körper als grundlegendes Orientierung mathematisches System verstanden wird, mit dem sich der Mensch von Geburt an im Raum auseinandersetzt. Damit haben alle Schülerinnen und Schüler Zugang zum Mathematikunterricht. Der Unterricht im Fach Mathematik kann daran anknüpfen und so 25 gestaltet werden, dass die Schülerinnen und Schülern diese Kompetenzen erweitern. Reaktionen auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers, das Erfahren von Körpergrenzen sowie die eigene Fortbewegung im Raum – all dies sind wichtige und grundlegende mathematische Kompetenzen für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“. Im berufsfeldbezogenen, gesellschaftlichen und privaten Lebensumfeld ist es von elementarer Bedeutung, sich in bekannten und unbekannten Räumen und Fachräumen zu orientieren, räumliche Ordnungsstrukturen zu erkennen und einzuhalten. Die Schülerinnen und Schüler ordnen Gegenstände und Materialien nach Merkmalen. Größen Der berufliche, gesellschaftliche und private Alltag wird mit Größenbegriffen ver- schiedener Abstraktionsgrade bewältigt. Größen wie Geldwerte, Längen, Volumen, Massen, Geschwindigkeiten und Zeit spielen eine wichtige Rolle. Die Vorstellung von Größenbegriffen wird durch Aufgaben zum Schätzen, Vergleichen, Wiegen und Messen gefördert. Dazu gehört der Umgang mit verschiedenen Maßen. In diesem Inhaltsbereich setzen die Schülerinnen und Schüler den Taschenrechner und individuell hergestellte Lösungshilfen ein. Zahlen und Natürliche und ganze Zahlen, Dezimalzahlen und Brüche werden von den SchüleOperationen rinnen und Schülern verwendet. Die Grundlage für das Verstehen und Erklären ma- thematischer Zusammenhänge ist die sichere Beherrschung und Anwendung der Grundrechenarten. Realitätsnahe Aufgaben aus den Berufsfeldern und anderen Erfahrungsbereichen dienen dazu, das Interesse an der Lösung mathematischer Probleme zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler lösen Sachaufgaben, indem sie Problemstellungen in Situationen oder Texten erkennen. Sie werden mit Rundungsregeln und Überschlagsrechnungen vertraut gemacht und wenden Techniken der Selbstkontrolle zur Überprüfung der Ergebnisse an. Im Alltag begegnen die Schülerinnen und Schüler Zuordnungen. So werden einem Sitzplatz ein bestimmter Service, einem Produkt ein Preis, einer Wohnfläche ein Mietpreis, einer Stunde Arbeit ein Stundenlohn zugeordnet. Mithilfe des mathematischen Verfahrens des Zwei- und Dreisatzes können unbekannte Werte und Zuordnungen ermittelt werden. Probleme werden sowohl durch schematisches Einsetzen als auch durch die Einsicht in Proportionalitäten gelöst. Als eine mögliche Anwendung der Dreisatzrechnung ist die Prozentrechnung zu begreifen. In Alltagserfahrungen begegnet den Schülerinnen und Schüler der Prozentbegriff beispielsweise bei einer Preissenkung oder bei der Mehrwertsteuer, ohne dass sie ihn immer rechnerisch interpretieren können. Diese Vorerfahrungen aus Alltagssituationen können den Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Prozentrechnung eröffnen. Daten Im berufsfeldbezogenen Alltag und in alltäglichen Lebenssituationen finden die Schülerinnen und Schüler bereits Darstellungen und Auswertungen von Diagrammen und Schaubildern vor. Daher sollen sie Daten sammeln, erfassen und darstellen. Die Darstellungsformen in gegenständlichen oder symbolischen Sammlungen, Tabellen, Diagrammen, Schaubildern und grafischen Darstellungen in Texten variieren. Die Schülerinnen und Schüler lesen und interpretieren Tabellen, Diagramme und Schaubilder und hinterfragen sie kritisch. Unterschiedliche Print- und technische Medien werden dazu eingesetzt. 26 Übersicht über die Kompetenzen im Fach Mathematik Leitkompetenzen und Themenfelder 1. Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich im Raum:  Form und Veränderung 2. Die Schülerinnen und Schüler verwenden Größen zur Bewältigung von Alltagssituationen:  Größen und Messen 3. Die Schülerinnen und Schüler erkennen und nutzen Zahlen und Operationen:    Entwicklung des Zahlbegriffs Zahlen als Symbole Operationen als Mengenhandlungen 4. Die Schülerinnen und Schüler stellen Ereignisse aus ihrem Alltag dar:  Daten und Zufall 27 1. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich im Raum. Angestrebte Kompetenzen Form und Veränderung Die Schülerinnen und Schüler                zeigen, dass sie ihren Körper wahrnehmen, beschreiben Lagebeziehungen im Raum, bauen und falten nach Handlungsanweisungen, unterscheiden Eigenschaften und Merkmale von Objekten, benennen Relationen in ihrer Umwelt, ordnen Gegenstände nach Merkmalen zu Gruppen, unterscheiden ebene geometrische Grundformen, wenden die Begriffe Kreis, Dreieck und Viereck an, stellen geometrische Grundformen her, unterscheiden geometrische Körper, wenden die Begriffe Quader, Würfel und Kugel an, benennen geometrische Grundformen an Alltagsdingen, setzen Muster fort und bilden Muster selbst, stellen Symmetrien her, zeigen Symmetrien an Alltagsdingen auf. 2. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler verwenden Größen zur Bewältigung von Alltagssituationen. Angestrebte Kompetenzen Größen und Messen Längen Die Schülerinnen und Schüler       vergleichen Gegenstände hinsichtlich ihrer Länge, messen mit körpereigenen u. a. Hilfsmitteln, gebrauchen Maßeinheiten der Länge, wählen je nach Problem ein geeignetes Messgerät, schätzen Längen, schätzen Entfernungen. Masse bestimmen Die Schülerinnen und Schüler       28 vergleichen Gegenstände hinsichtlich ihrer Masse, ermitteln die Masse durch Nutzung von Messgeräten, gebrauchen Maßeinheiten der Masse, wählen je nach Problem ein geeignetes Messgerät, benennen Beispiele für gebräuchliche Maße, schätzen Massen. Rauminhalte erfassen und vergleichen Die Schülerinnen und Schüler     vergleichen Gegenstände des Alltags hinsichtlich ihres Volumens, ermitteln Rauminhalte, nutzen Maßeinheiten des Rauminhalts, schätzen Rauminhalte. Zeit Die Schülerinnen und Schüler    deuten Tageszeiten in Bezug auf den eigenen Alltag, benennen markante Zeitpunkte in ihrem Tagesablauf, lesen und deuten Uhrzeiten und wenden diese an. Geld Die Schülerinnen und Schüler         unterscheiden Geldstücke und Geldscheine, benennen Geldstücke und Geldscheine, sortieren Geldstücke und Geldscheine, schätzen den Wert von Waren, lesen Preise ab, vergleichen Preise, erkennen die Unabhängigkeit des Geldwertes von der Anzahl der Münzen bzw. Scheine, schreiben Geldbeträge auf, runden Geldbeträge, rechnen mit Geldbeträgen. 3. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkennen und nutzen Zahlen und Operationen. Angestrebte Kompetenzen Entwicklung des Zahlbegriffs Kardinalzahlaspekt Die Schülerinnen und Schüler             bilden Mengen nach Merkmalen, vergleichen Mengen durch direkte Zuordnung, erfassen die Gleichheit von Mengen, vergrößern und vermindern Mengen durch Hinzufügen bzw. Wegnehmen von Elementen, vergleichen Mengen unter Verwendung der Begriffe „mehr“, „weniger“ und „gleich“, verwenden Relationszeichen, bestimmen die Mächtigkeit von konkreten Mengen durch Abzählen, erfassen die Invarianz einer Menge bei veränderter Anordnung der Elemente, vergleichen Mengen durch Abzählen der Elemente der Menge, erfassen eine konkrete Menge simultan, bilden Mengen nach Vorgabe der Anzahl der Elemente, bestimmen die Anzahl der Elemente einer abgebildeten Menge und benutzen entsprechende Zahlsymbole. 29 Ordinalzahlaspekt Die Schülerinnen und Schüler  unterscheiden Eigenschaften nach Gegensatzpaaren wie „groß/klein“ und „schnell/langsam“,  wenden Ordnungsbegriffe an wie „vor“, „hinter“, „neben“,  ordnen mehr als zwei Objekte nach einer Relation,  setzen eine Reihe nach vorgegebenen Gesetzmäßigkeiten fort,  bilden nach Vorgabe Reihen nach Gesetzmäßigkeiten,  setzen Elemente der Reihe in Beziehung zu ihren unmittelbaren Nachbarn,  zählen Objekte einer Reihenfolge ab,  reihen Objekte und Gegenstände zählend auf,  benennen innerhalb einer Reihe den Rangplatz von Elementen,  lesen und schreiben Ordnungszahlen zur Bezeichnung des Rangplatzes,  orientieren sich im geordneten Zahlenraum. Maßzahlaspekt Siehe Größen und Messen. Zählzahlaspekt Die Schülerinnen und Schüler  erkennen rhythmisch gegliederte Situationen wieder,  verbinden eine Zählbewegung mit einer sprachlichen Begleitung,  nutzen Zahlwortreihen,  zählen Elemente einer Menge vorwärts und rückwärts,  schreiben und lesen Ziffern. Zahlen als Symbole Die Schülerinnen und Schüler  erfassen Zahlen, die unabhängig von rechnerischen Bedeutungszusammenhängen sind, in ihrem Umfeld,  benutzen Zahlen, die zu ihren lebenspraktischen Bezügen gehören, situationsgerecht. Operationen als Mengenhandlungen Die Schülerinnen und Schüler  beschreiben Mengenveränderungen,  setzen Mengenveränderungen mit einer sich verändernden Anzahl der Elemente in Beziehung,  verwenden Rechenzeichen zur Beschreibung von Mengenveränderungen und im Umgang mit Mengen,  wenden Rechenzeichen an,  addieren und subtrahieren im Zahlenraum bis 10,  rechnen mit der Zahl Null,  bündeln Mengen,  lesen und schreiben zweistellige Zahlen,  orientieren sich im Zahlenraum bis 100,  lösen Sach- und Textaufgaben,  addieren und subtrahieren im Zahlenraum bis 100 ohne Zehnerübergang,  addieren und subtrahieren im Zahlenraum bis 100 mit Zehnerübergang,  multiplizieren ein- und zweistellige Zahlen,  lösen Divisionsaufgaben,  rechnen im erweiterten Zahlenraum. 30 4. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler stellen Ereignisse aus ihrem Alltag dar. Angestrebte Kompetenzen Daten und Zufall Die Schülerinnen und Schüler      stellen Häufigkeiten von Ereignissen dar, vergleichen Häufigkeiten von Alltagsereignissen, tauschen sich über Zufallsereignisse aus, kombinieren Gegenstände nach vorgegebenen Aspekten, nutzen Kombinationsmöglichkeiten. 31 Fach Sport Vorwort Die Leitkompetenzen und angestrebten Kompetenzen, wie sie im Rahmenlehrplan der Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 formuliert sind, bleiben für das Fach Sport bestehen. Der inhaltliche Bezug zur Erwachsenen- und Berufswelt wird im folgenden Vorwort dargestellt. Vorerfahrungen Jugendliche Schülerinnen und Schüler verfügen über vielfältige Körper- und Bewe- gungserfahrungen. Die Spannbreite der individuellen Voraussetzungen bedeutet für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ zum einen, dass sie sensomotorische Kompetenzen erworben haben, die im Sinne einer Alltagsmotorik angewendet werden. Zum anderen haben die Schülerinnen und Schüler gemäß ihrem Talent und ihren individuellen Voraussetzungen in einzelnen nach Sportarten ausgerichteten Disziplinen bereits Kompetenzen erworben, die es ihnen ermöglichen, an Wettkämpfen teilzunehmen. Ziele Sportunterricht für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen För- derschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ macht allen Jugendlichen in einem möglichst breiten Spektrum Bewegung und Bewegungserfahrungen zugänglich. Sport und Bewegung werden so erlebt, dass sie als wertvolle Bereiche des aktuellen und zukünftigen Lebens empfunden werden und somit einen Beitrag zum persönlichen Wohlbefinden leisten. Dabei ist es von elementarer Bedeutung, dass die Freude am sportlichen Handeln geweckt, erhalten und weiter entwickelt wird. So kann sich in dieser Phase des Übergangs in die Erwachsenenwelt eine lebenslange Motivation zu Sport und Bewegung herausbilden. Dazu gehört, dass Möglichkeiten des Freizeitsports vorgestellt und in den Sportunterricht integriert werden. Sportunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zu einer gesund erhaltenden Lebensführung. Er findet sowohl als eigenständiges Fach wie auch fächerverbindend statt. Dies wirkt sich auf die zukünftige Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler in berufsfeldbezogener, privater und gesellschaftlicher Hinsicht unmittelbar aus. Möglichkeiten der Kompensierung von gesundheitsgefährdenden Verhaltens- oder Handlungsweisen zu kennen und diese anzuwenden ist ein Ziel des Sportunterrichts. Sportunterricht bietet die Möglichkeit, kooperative Kompetenzen und das Verantwortungsbewusstsein für sich und andere zu entwickeln und zu fördern. Entsprechend den individuellen Voraussetzungen ermöglicht der Sportunterricht einen vielfältigen Umgang mit dem eigenen Körper sowie mit Materialien und Geräten. Diese Körper- und Materialerfahrungen lassen die Schülerinnen und Schüler erleben, dass ihre unmittelbare Umwelt durch eigenes Handeln veränderbar ist. Der Unterricht im Fach Sport ist so gestaltet, dass es allen Schülerinnen und Schülern auf der Grundlage ihrer Voraussetzungen möglich wird, Leistungen zu vollbringen, die individuelle Leistungsfähigkeit zu stabilisieren und zu steigern. Eine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit erhöht die Belastbarkeit der Schülerinnen und Schüler. Inhaltliche Die formulierten Ziele durchdringen alle Leitkompetenzen und Themenfelder im Schwerpunkte Fach Sport. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Faches Sport orientieren sich an den im Rahmenlehrplan für die Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 formulierten Leitkompetenzen und Themenfeldern. Aus den aufgeführten Zielen lassen sich folgende inhaltliche Schwerpunkte für den Sportunterricht ableiten: 32      Freude und Freizeitsport Gesunde Lebensführung Soziale Kompetenzen Körper, Materialien und Geräte Leistungsbereitschaft Allen gemein ist, dass sie sich an der zukünftigen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler ausrichten. Die jugendlichen Schülerinnen und Schülern lernen vielfältige Möglichkeiten des Freude und Freizeitsports in Vereinen oder Sportclubs kennen. Sie erfahren, wie und wo sie sich Freizeitsport in der Freizeit sportlich betätigen können. Die Verknüpfung von freudvollem Erleben bei der Bewegung des eigenen Körpers – allein oder mit anderen – und dem Kennenlernen von Freizeitsportmöglichkeiten wirkt sich stabilisierend auf die aktuelle und zukünftige Lebensführung der Schülerinnen und Schüler aus. Die Schülerinnen und Schüler werden mit einer gesunden Lebensführung vertraut Gesunde gemacht. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass durch Bewegung, Hygiene, Lebensführung Ernährung und Gesundheit ihre Lebensqualität wesentlich beeinflusst wird. Individuelle Belastungsfaktoren aus den Bereichen Bewegung, Hygiene, Ernährung und Gesundheit werden von den Schülerinnen und Schülern erkannt. Sinnliche Auseinandersetzungen mit sich und anderen können Stress reduzieren und kompensieren. Bei der Vermittlung und Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien und Unfallverhütungsvorschriften im Sportunterricht ist den individuellen Besonderheiten der Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ Rechnung zu tragen. Das sportliche Spiel eignet sich in besonderer Weise dazu, den Schülerinnen und Soziale Schülern den Erwerb sozialer Kompetenzen zu ermöglichen. Im sportlichen Spiel Kompetenzen wird die Bedeutung von Regeleinhaltung, Integration in ein Team, Teamgeist, Übernahme von Funktionsrollen wie dem Schiedsrichteramt oder Absprechen von Strategien direkt erfahren und vertieft. Darüber hinaus übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für sich und andere und handeln sicherheitsbewusst. Sie stellen sich entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen dem Wettbewerb und erwerben Kompetenzen für faires Verhalten. Es sollen vielfältige Unterrichtsangebote geschaffen werden, die einen Transfer dieser Kompetenzen auf Arbeits- und Alltagssituationen ermöglichen. Das Erleben des eigenen Körpers in Bewegung dient den Schülerinnen und Schü- Körper, lern dazu, ihren Körper und sich selbst als Person zu erfahren. Körperliche Signale Materialien unter An- oder Entspannung wahrzunehmen und zu deuten sind wichtige Kompe- und Geräte tenzen, um das eigene Wohlbefinden einzuschätzen. Bewegungsaufgaben zur Entwicklung eines differenzierten Körperschemas sind elementarer Bestandteil des Sportunterrichts. Die jugendlichen Schülerinnen und Schüler nutzen die materiellen Gegebenheiten, um sich der unmittelbaren Lernumwelt anzupassen oder sie sich passend zu machen. Dazu werden vielfältige Materialien, Gegenstände und Geräte angeboten. Schülerinnen und Schüler der Abschlussstufe / des berufsqualifizierenden Lehrgangs bzw. der Werkstufe gehen sachgerecht und sicher mit den Materialien, Gegenständen und Geräten um. Zu einem sachgerechten Umgang gehört der sichere Transport, das fachgerechte Aufstellen sowie die ordnungsgemäße Lagerung im Geräteraum. Sie übernehmen entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen Funktionsämter wie das der Gerätewartin oder des Gerätewarts. Die Schülerinnen und Schüler lernen, ihr eigenes Leistungsvermögen und ihre indi- Leistungsbeviduelle Leistungsbereitschaft realistisch einzuschätzen und zu steigern. Dafür ist es reitschaft notwendig, dass Leistungsanforderungen mit den Schülerinnen und Schülern besprochen, mit ihnen gemessen, dokumentiert und ausgewertet werden. Die Soll33 Werte sind dabei individuell sehr verschieden und werden auch so im Unterricht kommuniziert. Bei einer freudvollen Gestaltung des Sportunterrichts nehmen die Schülerinnen und Schüler Leistungsherausforderungen gern an und setzen diese entsprechend um. In beruflicher, gesellschaftlicher und privater Hinsicht ist es für die eigene individuelle Entwicklung von Bedeutung, sich Leistungsanforderungen zu stellen und das Erreichte wertzuschätzen. Übersicht über die Kompetenzen im Fach Sport Leitkompetenzen und Themenfelder 1. Die Schülerinnen und Schüler erkunden ihre Umgebung in Grundelementen der Bewegung:  koordinative Fähigkeiten  konditionelle Fähigkeiten 2. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Bewegungserfahrungen:  Körper und Bewegung  Bewegung im Raum  soziale Erfahrungen durch Bewegung 3. Die Schülerinnen und Schüler nutzen Bewegungsgrundformen zum Aufbau von Bewegungsmustern:  Fortbewegungsformen am Boden  Bewegungsformen der Gliedmaßen  Bewegungsgrundformen an Geräten 4. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Tätigkeit des Spielens zum Verstehen ihrer sozialen und materiellen Umwelt:  Spielgeräte  Gruppen- und Mannschaftsspiele 5. Die Schülerinnen und Schüler wenden Bewegungselemente der Leichtathletik an:  Laufen  Springen  Werfen 6. Die Schülerinnen und Schüler setzen ihren Körper als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel ein:  Gymnastische Bewegungsformen  Ausdruck mit und durch Bewegung 7. Die Schülerinnen und Schüler turnen:  Gerätelandschaften  turnerische Grundtätigkeiten 8. Die Schülerinnen und Schüler erproben die Fortbewegungsarten des Fahrens, Rollens und Gleitens:  Bewegungserfahrungen mit Geräten und Materialien 9. Die Schülerinnen und Schüler erkunden das Wasser als Bewegungsraum:  Wassergewöhnung  Tauchen, Schwimmen und Springen 34 1. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkunden ihre Umgebung in Grundelementen der Bewegung. Angestrebte Kompetenzen Koordinative Fähigkeiten Die Schülerinnen und Schüler    reagieren auf akustische, visuelle und taktile Signale, orientieren sich im Raum nach Positionsveränderungen, stellen das statische wie das dynamische Gleichgewicht ihres Körpers auf stabilem und labilem Untergrund her. Konditionelle Fähigkeiten Die Schülerinnen und Schüler   halten körperliche Anstrengung über einen längeren Zeitpunkt aufrecht, beschleunigen ihr Tempo in unterschiedlichen Bewegungsabläufen. 2. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Bewegungserfahrungen. Angestrebte Kompetenzen Körper und Bewegung Die Schülerinnen und Schüler    unterscheiden Bewegungsvariationen, erproben Bewegungsmöglichkeiten mit ihrem Körper, spannen einzelne Muskelgruppen an und entspannen sie. Bewegung im Raum Die Schülerinnen und Schüler    erproben Bewegungsrichtungen, halten Raumbegrenzungen ein, zeigen ihr Verständnis von Raum-Lage-Beziehungen. Soziale Erfahrungen durch Bewegung Die Schülerinnen und Schüler    zeigen angemessene Reaktionen auf Bewegungspartner, passen sich in Bewegungsabläufen wechselseitig an, finden ein gemeinsames Ziel und setzen sich dafür aktiv ein. 35 3. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Bewegungsgrundformen zum Aufbau von Bewegungsmustern. Angestrebte Kompetenzen Fortbewegungsformen am Boden Die Schülerinnen und Schüler   bewegen sich mithilfe von Roll- und Drehbewegungen fort, erproben verschiedene Kriech- und Krabbelbewegungen. Bewegungsgrundformen der Gliedmaßen Die Schülerinnen und Schüler    setzen beobachtete Bewegungen gezielt um, nutzen elementare Bewegungsformen ihrer Gliedmaßen zum Aufbau von Bewegungsmustern, koordinieren Arm- und Beinbewegung bei angemessener Körperspannung. Bewegungsgrundformen an Geräten Die Schülerinnen und Schüler   setzen beobachtete Bewegungen an Geräten gezielt um, nutzen elementare Bewegungsformen an Geräten zum Aufbau von Bewegungsmustern und zur Kraftschulung. 4. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen die Tätigkeit des Spielens zum Verstehen ihrer sozialen und materiellen Umwelt. Angestrebte Kompetenzen Spielgeräte Die Schülerinnen und Schüler    zeigen sachgerechtes Verhalten an oder mit Spielgeräten, gehen sicher mit Spielgeräten um, nutzen die Beobachtung anderer an und mit Spielgeräten für sich. Gruppen- und Mannschaftsspiele Die Schülerinnen und Schüler        36 nehmen Kontakt mit Mitschülerinnen und Mitschülern auf, unterscheiden Spielsituationen, zeigen Handlungsfähigkeit im Spiel, zeigen Verständnis für das Zusammenwirken innerhalb einer Gruppe und Mannschaft, beachten Regeln und wenden diese im Spiel an, gestalten eigene Spielideen, reagieren auf Spielergebnisse angemessen. 5. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler wenden Bewegungselemente der Leichtathletik an. Angestrebte Kompetenzen Laufen Die Schülerinnen und Schüler    unterscheiden verschiedene Formen und Tempi des Laufens, laufen in einem festgelegten, individuell bestimmten Zeitraum, treffen begründete Entscheidungen für das eigene Üben. Springen Die Schülerinnen und Schüler     unterscheiden verschiedene Formen des Springens, benennen und gestalten eigene Sprungideen, beenden einen Sprung sicher, treffen begründete Entscheidungen für das eigene Üben. Werfen Die Schülerinnen und Schüler     unterscheiden unterschiedliche Geräte und Materialien zum Werfen, unterscheiden unterschiedliche Formen des Werfens, benennen und beachten Sicherheitsanforderungen beim Üben, treffen begründete Entscheidungen für das eigene Üben. 6. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen ihren Körper als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel ein. Angestrebte Kompetenzen Gymnastische Bewegungsformen Die Schülerinnen und Schüler     führen gymnastische Bewegungsformen im Liegen, Sitzen, Stehen und in Bewegung durch, zeigen eigene Bewegungsideen, führen gymnastische Bewegungsformen mit unterschiedlichen Geräten durch, verbinden Bewegungsformen miteinander. Ausdruck mit und durch Bewegung Die Schülerinnen und Schüler     lassen sich zur Musik bewegen, bewegen sich nach Vorgaben zur Musik, passen Bewegungen an Musikstücke an, drücken Empfindungen durch Bewegung aus. 37 7. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler führen turnerische Bewegungselemente aus. Angestrebte Kompetenzen Gerätelandschaften Die Schülerinnen und Schüler     beherrschen den sachgerechten Umgang mit Geräten und schätzen Risiken ein, beachten Sicherheitsmaßnahmen, beteiligen sich am Auf- und Abbau von Turngeräten, wenden Bewegungsformen bezogen auf verschiedene Geräte an. Turnerische Grundtätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler     beherrschen turnerische Grundtätigkeiten mit und ohne Geräte, passen Körperkraft, Gleichgewicht und Körperspannung den Bewegungsanforderungen an, schätzen ihre Möglichkeiten realistisch ein und nutzen angebotene Unterstützung, stellen ausgewählte Bewegungselemente dar und verbinden sie. 8. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erproben die Fortbewegungsarten des Fahrens, Rollens und Gleitens. Angestrebte Kompetenzen Bewegungserfahrungen mit Geräten und Materialien Die Schülerinnen und Schüler      38 beherrschen den Umgang mit verschiedenen Materialien und Geräten zur Fortbewegung in unterschiedlichen Situationen, zeigen die Beherrschung einzelner Bewegungsformen des Vorwärtskommens, schätzen Risikosituationen realistisch ein, zeigen die Bereitschaft, etwas zu wagen, nutzen Geschicklichkeit beim Kurvenfahren, Bremsen und ggf. Fallen. 9. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkunden das Wasser als Bewegungsraum. Angestrebte Kompetenzen Wassergewöhnung Die Schülerinnen und Schüler     zeigen Reaktionen der Entspannung im und am Wasser, zeigen angemessenes Verhalten im und am Wasser, zeigen die Bereitschaft, etwas zu wagen, bewegen sich selbstständig im Wasser. Tauchen, Schwimmen und Springen Die Schülerinnen und Schüler    nutzen das Tauchen spielerisch, bewegen sich im tiefen Wasser mit und ohne Hilfsmittel fort, zeigen unterschiedliche Formen des Springens. 39 Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) Vorwort Vorerfahrungen Das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) wird im vorliegenden Rahmenlehr- plan erstmalig für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ dargestellt, sodass auf keine schulischen Vorerfahrungen zurückgegriffen werden kann. Die Fächer Sachunterricht sowie Wirtschaft-Arbeit-Technik haben dennoch wesentliche inhaltliche Bezüge zum Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo). Das Fach Sachunterricht bietet durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Person bis zur Eröffnung von Partizipationsmöglichkeiten in der Alltagswelt sowie der sachlichen Aneignung von Lebensweltthemen vielfältige Lern- und Bildungschancen. An diesen Vorerfahrungen setzt das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) an. Die Anschlussfähigkeit zeigt sich insbesondere in der Überschneidung mit Themen des Sachunterrichts wie „Selbstversorgung“, „Mensch“, Zusammenleben“, „Natur“, „Zeit und Geschichte“, „Technik und Medien“ sowie „Raum“. Im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik haben die Schülerinnen und Schüler wirtschaftliche, technische und arbeitsbezogene Zusammenhänge vor allem aus der Sicht des Familienhaushaltes kennen gelernt. Diese Perspektive wird im Fach Wirtschaftsund Sozialkunde (WiSo) aufgegriffen und um eine gesellschaftliche und staatliche, um eine europäische und globale Dimension erweitert. Über die Fächer Sachunterricht und Wirtschaft-Arbeit-Technik hinaus finden sich zahlreiche Möglichkeiten, an alle Leitthemen des Rahmenlehrplans der Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ anzuknüpfen. In Teil B sind darin die Leitthemen „Der Mensch im Alltag“, „Der Mensch und die Arbeit“, „Der Mensch und die Gesundheit“, „Der Mensch und die Gesellschaft“, „Der mobile Mensch“ sowie „Der Mensch in Natur und Umwelt“ aufgeführt. Die Handlungsfelder der einzelnen Leitthemen können unmittelbar an Leitkompetenzen des Faches Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) angeschlossen werden. Erfahrungen aus den Bereichen Wohnen, Familien- bzw. Sozialstruktur, Freizeit und Erfahrungen aus der Arbeitswelt von nahestehenden Personen prägen das Weltbild und die Zukunftsvorstellungen der Jugendlichen. Diese gilt es im Fach Wirtschaftsund Sozialkunde (WiSo) aufzubereiten und durch Visionen bzw. planerische Vorgehensweisen in selbstbestimmte Bahnen zu leiten. Das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) unterstützt den Übergang vom bisherigen Umfeld der Schülerinnen und Schüler in die selbst initiierte, zukünftige Lebensweise junger Erwachsener. Die Heterogenität in der Lernausgangslage ist in den jeweiligen individuellen Lernmöglichkeiten sowie dem sozialen Lebensumfeld begründet. Im Spannungsfeld von unterschiedlichen Lernausgangslagen und Lernmöglichkeiten gilt es, die Verschiedenheiten anzunehmen und durch Differenzierung im Unterricht jede einzelne Schülerin, jeden einzelnen Schüler in der Persönlichkeits- und Lernentwicklung individuell zu fördern. Die Art und Weise, wie Fragestellungen aufgegriffen werden, beeinflusst das Problembewusstsein, die Strategien und Perspektiven der jeweiligen Schülerin oder des jeweiligen Schülers. Die Lernmöglichkeiten erstrecken sich von der sinnlichwahrnehmenden über die handelnd-aktive Ebene bis zur bildlich-anschaulichen. Für einige Schülerinnen und Schüler ist darüber hinaus die begrifflich-abstrakte Ebene ein Weg, eine Vorstellung von sich und ihrem Umfeld zu gewinnen. 40 Das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) dient der Vermittlung allgemeiner, Ziele fach- und berufsfeldübergreifender Kompetenzen. Leitbild des Unterrichts sind die mündige Bürgerin und der mündige Bürger in unserer Demokratie, die bzw. der bereit ist, sich zu informieren, sachbezogen abzuwägen und Verantwortung für das eigene Handeln und für die Gesellschaft zu übernehmen. Das Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) ist fester Bestandteil berufsfeldbezogener Bildungsgänge in Berlin und im Land Brandenburg. Im Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen im Bereich der Folgeabschätzung. Dazu gehören systematisches Abwägen von Sachverhalten, Entscheiden, Begründen, Handeln und Bewerten von Ergebnissen und Prozessen. Die Wechselwirkungen von Individuum, Gesellschaft und Umwelt werden in verschiedenen Schwerpunkten aus dem gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben aufgearbeitet. Im Zentrum der Auseinandersetzung mit sachlichen Themen stehen dabei die Schülerinnen und Schüler selbst mit ihren individuellen Gestaltungsmöglichkeiten zur Lebenswegplanung. Die Struktur des Faches Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo) entspricht in diesem Inhaltliche Rahmenlehrplan weitgehend der Struktur des Faches der berufsfeldbezogenen Bil- Schwerpunkte dungsgänge. Die vier Handlungsfelder „Berufsfeld“, „Wirtschaft“, „Gesellschaft“ sowie „Globale Welt“ bilden die inhaltliche Basis im Fach Wirtschafts- und Sozialkunde (Wiso). An sie sind die folgenden Themenfelder angebunden: „Betrieb“, „Schule“, „Markt“, „Beschäftigung“, „Umwelt“, „Privatleben“, „Öffentlichkeit und Medien“, „Staat“, „Globalisierung“, „Europäische Integration“ und „Erde“. Die Leitkompetenzen, die den Handlungs- und Themenfeldern strukturell folgen, sind abgestimmt auf die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“. Inhaltlich entsprechen sie weitgehend den Modulen der berufsfeldbezogenen Bildungsgänge bis auf eine Akzentuierung auf „Wohnformen“, „Selbstversorgung“ und „Mobilität“. Der Kompetenzerwerb in diesen Bereichen hat für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ eine besondere lebenspraktische Bedeutung. Durch die Verankerung in den Leitkompetenzen wird dem im Rahmenlehrplan Rechnung getragen. Jede Leitkompetenz ist mit angestrebten Kompetenzen untersetzt. Die angestrebten Kompetenzen sind hierarchisch aufgebaut. Der Bandbreite der Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler wird dabei entsprochen, einschließlich denen der Schülerinnen und Schüler mit komplexer Behinderung. Jeder Schülerin und jedem Schüler ist es ermöglicht, eine oder mehrere angestrebte Kompetenzen zu erreichen. Das Handlungsfeld „Berufswelt“ bietet Lernanlässe zu der Vertretung eigener Interes- Berufswelt sen im Praktikum und in der Schule, Fragestellungen zu den Bereichen Beruf und Familienleben aus der Genderperspektive sowie zum Bildungsanspruch des lebensbegleitenden Lernens. Der Betrieb als Praktikumsort und die Schule als Bildungsstätte haben dabei die Funktion, als Raum für Erfahrungen und deren Reflexion im Übergang von der Pubertät zur Adoleszenz zu dienen. Die Schülerinnen und Schüler bewerten und vergleichen die Erfahrungen, die sie in schulischen Werkstätten und an außerschulischen Lernorten, in Schülerfirmen und im Unterricht erwerben, im Hinblick auf die eigenen Vorstellungen und Anforderungen der angestrebten berufsfeldbezogenen Tätigkeit und hinsichtlich ihrer privaten Wünsche. So wird den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich realitätsbezogen mit den Anforderungen der Arbeitswelt sowie des Zusammenlebens in einer Partnerschaft, Familie und Gemeinschaft auseinanderzusetzen. Ziel ist es, dass sie ihre Chancen und Möglichkeiten individueller Lebens- und Berufswegplanung erkunden, ihr Selbstkonzept entwickeln, ihre Poten41 ziale nutzen und so am Übergang aus der Schule in die Arbeitswelt erfolgreich, aktiv und selbstbestimmt mitwirken können. Wirtschaft Im Handlungsfeld „Wirtschaft“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Berei- chen des ökonomischen Haushaltens und nachhaltigen Handelns als Privatverbraucher und -verbraucherinnen sowie mit Fragestellungen des Beschäftigungssystems auseinander. Sie lernen bei verschiedenen Kaufanlässen den Umgang mit einem bestimmten Budget, erwerben Grundkenntnisse über Tausch- und Zahlungsformen, Verbraucherrechte und Werbung. Eine erweiterte Sichtweise auf Verbraucherverhalten erlangen sie durch Aspekte der Ökologie und Nachhaltigkeit. Hierbei übernehmen sie auf unterschiedlichem Niveau Verantwortung für die Umwelt durch begründete Konsumentenentscheidungen. Das Beschäftigungssystem als Teil der Wirtschaft wird in zweierlei Hinsicht als Lerngelegenheit aufgegriffen. Zum einen geht es um Rechte und Pflichten im Arbeitsleben, zum anderen um die berufliche Zukunftsplanung der Schülerinnen und Schüler. In beiden Bereichen lernen sie exemplarisch, sich auf nachschulische Herausforderungen und Rollen vorzubereiten. Gesellschaft Das Handlungsfeld „Gesellschaft“ weist eine breite Palette an Themen auf. Vom Themenfeld „Privatleben“ über „Öffentlichkeit und Medien“ bis „Staat“ wird ein breiter Bogen von der Einzelperson zu Fragen der Gemeinschaft und Regelungen in politischen Systemen gespannt. Den Lebensphasen der Schülerinnen und Schüler entsprechend werden die Bereiche Identität, Sexualität und Partnerschaft, Freizeit, Wohnen, Gesundheitsvorsorge, Medien, Mobilität und Zusammenleben von Gruppen thematisiert. „Selbstversorgung“ als basaler Bereich des Bildungsauftrages für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ ist in diesem Handlungsfeld verortet. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen hinsichtlich der Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten als Bürgerin oder Bürger in einem demokratischen Staat. Die Einbettung in einen aktuellen Kontext ermöglicht die Erweiterung dieser Kompetenzen um historische Dimensionen. Globale Welt Das Handlungsfeld „Globale Welt“ gliedert sich in die drei Schwerpunkte „Globalisie- rung“, „europäische Integration“ und „Erde“. Aus einer erweiterten Sichtweise auf Länder und Kontinente ergeben sich Lerngelegenheiten für eine globale Perspektive. Schwerpunktmäßig befassen sich die Schülerinnen und Schüler zum einen mit der Verteilung und dem Transport von Gütern, Rohstoffen, Energieträgern und Produkten. Sie leiten daraus Schlüsse auf eine nachhaltige Lebensweise ab. Zum anderen thematisieren sie Formen des Zusammenlebens im europäischen und außereuropäischen Raum, bringen eigene Erfahrungen und Sichtweisen von Migration in den Unterricht mit ein. 42 Übersicht über die Kompetenzen im Fach WiSo Handlungsfeld Themenfeld Leitkompetenzen Berufswelt Die Schülerinnen und Schüler … Betrieb 1. zeigen Interesse im Praktikum. 2. setzen sich für Chancengleichheit von Männern und Frauen ein. Schule 3. informieren sich über lebensbegleitendes Lernen. 4. bringen sich in das Schulleben ein. Wirtschaft Markt Beschäftigungssystem Umwelt Globale Welt Gesellschaft Privatleben Öffentlichkeit und Medien 5. treffen als Verbraucher Entscheidungen. 6. setzen sich mit Rechten und Pflichten in der Arbeitswelt auseinander. 7. planen ihre berufliche Zukunft. 8. handeln ökologisch und nachhaltig. 9. setzen sich mit ihrer Identität, Familie und Partnerschaft auseinander. 10. gestalten ihre Freizeit. 11. erkunden Wohnformen und erweitern ihre Selbstversorgung. 12. nutzen Medien. 13. erweitern ihre Mobilität. 14. unterscheiden Gruppen voneinander und gestalten das Zusammenleben. Staat 15. befassen sich mit Grundrechten. 16. erschließen sich Orte und Ereignisse in aktuellen und historischen Zusammenhängen. 17. nehmen am politischen Leben teil. Globalisierung 18. befassen sich mit Ländern in verschiedenen Kontinenten. 19. engagieren sich für den Frieden. Europäische Integration 20. befassen sich mit europäischen Ländern und deren Beziehungen. Erde 21. streben eine nachhaltige Lebensweise an und verhalten sich entsprechend. 43 Handlungsfeld: Berufswelt Themenfeld: Betrieb 1. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler zeigen Interesse im Praktikum. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler          zeigen Interesse am Praktikum, benennen verschiedene Tätigkeitsbereiche im Praktikumsbetrieb, bringen sich engagiert und aktiv in ausgewählte Anforderungssituationen ein, übernehmen Verantwortung in Teilbereichen verschiedener Anforderungssituationen, beschreiben ihre Rechte und Pflichten und setzen sich für sie ein, informieren sich über die Bedingungen von Aufträgen, Auftraggebern und Auftragserfüllung, erkunden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, befassen sich mit Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Ausbildung und den Arbeitsstätten, reflektieren die Praktikumserfahrung hinsichtlich eigener beruflicher Möglichkeiten und Wünsche. 2. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich für Chancengleichheit von Männern und Frauen ein. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler        unterscheiden Männer und Frauen, setzen sich mit der Identität des eigenen Geschlechts auseinander, achten auf die Verschiedenheit von Individuen und erkennen Individualität an, beschreiben Geschlechterrollen und hinterfragen sie, befassen sich mit der Vereinbarung von Beruf und Familie, erklären rechtliche Regelungen zur Chancengleichheit im Privatleben und Beruf, reflektieren ihre Wünsche in privater und beruflicher Hinsicht und entwickeln einen Lebensplan. Themenfeld: Schule 3. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über lebensbegleitendes Lernen. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler       44 zeigen Interesse und Neugier in veränderten Anforderungssituationen, zeigen die Bereitschaft, neue Tätigkeiten anzunehmen, und führen diese aus, stellen Fragen zu neuen Tätigkeitsbereichen, informieren sich über neue Tätigkeitsbereiche, geben erlerntes Wissen weiter, nutzen Wissensressourcen in der Teamarbeit,    schätzen Lernen als einen lebensbegleitenden Prozess ein, informieren sich über Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, entwickeln einen Plan zur Fortbildung persönlicher und beruflicher Interessen. 4. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler bringen sich in das Schulleben ein. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler        nehmen an schulischen Aktivitäten teil, gestalten schulische Ereignisse und das Schulleben aktiv mit, beeinflussen Konflikte positiv, unterscheiden Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten und nutzen sie, engagieren sich in Interessensgruppen und Schulgremien, vergleichen eigene Wünsche und schulische Gestaltungsmöglichkeiten, reflektieren ihre Gestaltungsmöglichkeiten in der Schule und weiteren Lebensbereichen und stellen diese dar. Handlungsfeld: Wirtschaft Themenfeld Markt 5. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler treffen als Verbraucherinnen und Verbraucher Entscheidungen. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler         zeigen Interesse an Einkaufssituationen, kaufen ein, gehen als Verbraucherinnen und Verbraucher mit Geld und Konsumgütern um und vergleichen Preise und Angebote, nutzen Informationsmöglichkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher und kennen die Gefahren der Werbung, setzen sich mit Kauf- und Dienstleistungsverträgen auseinander, informieren sich über bargeldlosen Zahlungsverkehr, reflektieren ihre Konsumentenwünsche hinsichtlich der Realisierbarkeit und des persönlichen Budgets, entwickeln einen auf die eigenen Bedürfnisse und Wünsche abgestimmten Haushaltsplan. 45 Themenfeld: Beschäftigungssystem 6. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Rechten und Pflichten der Arbeitswelt auseinander. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler          zeigen ihre Bedürfnisse und Interessen, können ihre Bedürfnisse und Interessen kurzzeitig zurückstellen, akzeptieren die Interessen anderer, wägen zwischen Eigeninteressen und Interessen anderer begründet ab und verhalten sich entsprechend, nehmen Arbeitsaufträge und Maßnahmen des Arbeitsschutzes an, beschreiben die Rollen und Aufgaben von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, setzen sich mit den Pflichten und Rechten von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auseinander, erklären Möglichkeiten der rechtlichen Interessenvertretung, vertreten ihre Rechte und halten ihre Pflichten ein. 7. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler planen ihre Zukunft. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler         46 zeigen eine Erwartungshaltung und antizipieren kommende Geschehnisse bzw. Handlungen, treffen Entscheidungen über unmittelbar folgende Handlungen und handeln absichtsvoll, befassen sich mit den gegenwärtigen persönlichen Bedingungen des Lernens, Arbeitens, Wohnens und Zusammenlebens, setzen sich mit den eigenen Bedürfnissen und Stärken sowie mit ihren Wünschen für die Zukunft auseinander, benennen Personen, Institutionen und Rechte, die sie bei der persönlichen Zukunftsplanung unterstützen, wägen eigene Ziele aus verschiedenen Lebensbereichen hinsichtlich realer Möglichkeiten und des persönlichen Budgets ab, planen ihre Zukunft in verschiedenen Lebensbereichen und stellen mögliche Ziele, Maßnahmen und Unterstützung dar, setzen ihren Lebensplan Schritt für Schritt um. Themenfeld: Umwelt 8. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler handeln ökologisch und nachhaltig. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler         verbrauchen möglichst regenerative Stoffe und Energieträger, gehen verantwortungsbewusst mit Ressourcen um, unterscheiden fossile und erneuerbare Stoffe und Energieträger, erkunden Möglichkeiten des Recyclings, befassen sich mit Auswirkungen des Verbrauchs bzw. der Entsorgung von Stoffen und Energieträgern auf die Umwelt und Natur, schätzen Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Lebensqualität der Menschen ab, setzen sich mit globalen Zusammenhängen des Verbrauchs und der Entsorgung von Stoffen und Energieträgern mit der Umwelt und Natur auseinander, verhalten sich als Verbraucherinnen und Verbraucher sowie als Berufstätige nachhaltig. Handlungsfeld: Gesellschaft Themenfeld: Privatleben 9. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrer Identität, Familie und Partnerschaft auseinander. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler               begreifen sich als Individuen, zeigen Vorlieben und einen individuellen Stil, unterscheiden Personen aus ihrem sozialen Umfeld, signalisieren Empfindungen und zeigen Zu- und Abneigung in angemessener Form, setzen sich mit verschiedenen Lebensphasen und Rollen auseinander, erkunden ihre Biografie und entwickeln eine Zukunftsvision, setzen sich mit Verhaltensweisen einer selbstbestimmten und verantwortungsvollen Sexualität auseinander, beachten die eigene Intimsphäre und respektieren die anderer Personen, unterscheiden Methoden zur Empfängnisverhütung, befassen sich mit Möglichkeiten zur Gestaltung von partnerschaftlichen Beziehungen, setzen sich mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen auseinander und respektieren diese, informieren sich über Hilfsangebote bei sexuellem Missbrauch, setzen sich mit Kinderwunsch, elterlicher Verantwortung und Familienleben auseinander, reflektieren ihre Wünsche und stellen diese dar. 47 10. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Freizeit. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler          zeigen Freude an Freizeitbeschäftigungen, unterscheiden Freizeit von Schul- bzw. Arbeitszeit, entwickeln Vorlieben für bestimmte Freizeitangebote und gehen diesen kontinuierlich nach, verbringen aktive Freizeit mit ihrer Peergroup bzw. mit ihren Familienangehörigen, nutzen Medien und tauschen sich mit ihrer Peergroup bzw. Familienangehörigen darüber aus, informieren sich durch Gesprächspartner oder Medien über Freizeitmöglichkeiten, wählen Freizeitangebote nach Gesichtspunkten des lebenslangen Lernens und der Weiterbildung aus, wägen Freizeitbedürfnisse und Möglichkeiten hinsichtlich des persönlichen Budgets ab, verbessern ihre Lebensqualität und Belastbarkeit durch aktive Freizeitgestaltung. 11. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erkunden Wohnformen und erweitern ihre Selbstversorgung. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler            48 zeigen Interesse und Freude an Aktivitäten im Wohnbereich und Haushalt, benennen verschiedene Aktivitäten und Aufgaben im Wohnbereich und Haushalt, bringen sich bei alltäglichen Verrichtungen der Körperpflege, Speisezubereitung und Wohnraumpflege im Haushalt möglichst selbstständig ein, nehmen Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge regelmäßig wahr, befassen sich mit Wohnraumgestaltung, Ernährung, Freizeit und Zusammenleben im Wohnbereich, schätzen die Bedeutung des Wohnens für persönliches Wohlbefinden und Gesundheit ein, stellen ihre gegenwärtige Wohnsituation dar und entwickeln Visionen im Bereich des Wohnens, erkunden verschiedene Wohnformen und Wohneinrichtungen, unterscheiden Unterstützungs- und Betreuungssysteme im Wohnbereich, wägen Wohnbedürfnisse und -wünsche mit den realen Möglichkeiten ab, entwickeln im Rahmen der individuellen Lebensplanung eigene Vorstellungen von Wohnformen und stellen diese dar. Themenfeld: Öffentlichkeit und Medien 12. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nutzen Medien. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler            entnehmen aus der Umwelt bzw. aus den Medien Informationen, unterscheiden verschiedene Informationsquellen, bewerten Informationen nach den eigenen Bedürfnissen, nutzen verschiedene computergesteuerte Geräte und Massenmedien und stellen damit ihre Erlebnisse, Vorstellungen, Themen, Ideen und Wünsche dar, nutzen computergesteuerte Geräte gezielt als Werkzeug zum Sammeln bzw. Senden von Informationen und zur Meinungsbildung, informieren sich über die Möglichkeiten des Datenschutzes bei der Nutzung sozialer Netzwerke und wenden diese an, lösen mithilfe von computergesteuerten Geräten und Massenmedien eigene bzw. übergreifende Fragestellungen, bewerten Inhalte aus computergesteuerten Geräten und Massenmedien und bilden sich eine eigene Meinung zu verschiedenen Themen, reflektieren ihr eigenes Nutzerverhalten von Medien, wählen Medienangebote bewusst in Abstimmung mit den Anforderungen des Tagesablaufs und des Alltags aus, nehmen durch die gezielte Nutzung von Medien am gesellschaftlichen Leben teil. 13. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Mobilität. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler             orientieren sich in Räumen, erschließen sich selbstständig verschiedene Räume und Orte, nutzen und erweitern ihre persönlichen Möglichkeiten zur Fortbewegung, nehmen am öffentlichen Straßenverkehr teil, nutzen öffentliche Verkehrsmittel, verhalten sich als Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer situationsangemessen und regelgerecht, nutzen Möglichkeiten, in Notsituationen zu helfen und sich helfen zu lassen, unterstützen andere fachkundig im öffentlichen Straßenverkehr, erkunden neue Wege und Strecken unter Berücksichtigung von Aspekten der Sicherheit und Zeitplanung, planen Wege und Strecken zu verschiedenen Orten und Ereignissen unter Berücksichtigung von Aspekten der Sicherheit und Zeitplanung und führen diese durch, bewältigen selbstständig, sicher und pünktlich bekannte Strecken, planen Wege und Strecken zu neuen Zielen unter Berücksichtigung von Aspekten der Sicherheit und Zeitplanung und legen diese zurück. 49 14. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden Gruppen voneinander und gestalten das Zusammenleben. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler           zeigen, dass sie sich als Individuen wahrnehmen, unterscheiden eigene Merkmale, Interessen, Eigenschaften und Wünsche von denen anderer, sehen sich als Teil einer Gruppe und benennen diese, ergründen das Verhältnis vom Individuum zu einer Gruppe, unterscheiden Merkmale, Interessen, Eigenschaften und Wünsche ihrer Gruppe von denen anderer Gruppen, beschreiben das Zugehörigkeitsgefühl zu einem bestimmten Ort bzw. zur Heimat, befassen sich mit Gruppenidentität, religiösen, ethnischen und kulturellen Gruppen, Bräuchen, Festen und Riten, setzen sich mit dem Zusammenleben von Frauen und Männern, verschiedenen Generationen sowie Minderheiten und Mehrheiten auseinander, reflektieren und diskutieren ihr Verhalten in einer Gruppe bzw. das Verhalten der Gruppe, tolerieren, akzeptieren und respektieren verschiedene Gruppen. Themenfeld: Staat 15. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit Grundrechten. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler         50 äußern ihre Bedürfnisse und Interessen, äußern ihre Meinung, tolerieren, akzeptieren und respektieren die Meinung anderer, benennen die Rechte und Pflichten von Individuen in einer Gemeinschaft, befassen sich mit ausgewählten Grundrechten des Einzelnen im deutschen Grundgesetz, stellen ausgewählte Menschenrechte nach der Allgemeinen Erklärung der Vereinten Nationen dar, positionieren sich im Verhältnis zu ausgewählten nationalen Grundrechten bzw. allgemeinen Menschenrechten, diskutieren die Verwirklichung und Umsetzung individueller Grundrechte in staatlichen Gemeinschaften. 16. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich Orte und Ereignisse in aktuellen und historischen Zusammenhängen. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler          beteiligen sich an Erkundungen von aktuell und historisch bedeutsamen Orten, unterscheiden aktuelle und vergangene Ereignisse, informieren sich über regionale und globale aktuelle Ereignisse, erkunden ihre Region nach Spuren historisch bedeutsamer Ereignisse, ordnen aktuelle Ereignisse in eine historische Reihe ein, setzen sich mit wesentlichen historisch-gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander, übernehmen Rollen und Perspektiven aus verschiedenen Epochen, vergleichen historische Rollen und Perspektiven mit der Gegenwart, leiten für das eigene Leben bedeutsame Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit historischen Ereignissen, Entwicklungen und Epochen ab. 17. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler nehmen am politischen Leben teil. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler            wählen zwischen zwei Angeboten aus ihrem Alltag, wählen zwischen verschiedenen Angeboten und Interessen, benennen Vertreter und Fürsprecher ihrer Interessen, wählen Vertreter und Fürsprecher aus mehreren Kandidatinnen und Kandidaten aus, beteiligen sich aktiv an Entscheidungsprozessen in und durch die Schülervertretung, beschreiben Rechte und Pflichten der Schülervertretung und anderer schulischer Gremien, befassen sich mit Mitbestimmungsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern, erkunden Orte politischer Institutionen, Vertretungen und Macht, benennen Parteien, Institutionen und Vertreter des Volkes, bilden sich eine Meinung zu verschiedenen politischen Fragestellungen und stellen diese dar, reflektieren ihre Aufgaben und Möglichkeiten als Bürgerinnen und Bürger in einer Demokratie. 51 Handlungsfeld: Globale Welt Themenfeld: Globalisierung 18. Leitkompetenz Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit Ländern und verschiedenen Kontinenten. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler         setzen sich auf vielfältige Weise mit anderen Ländern auseinander, setzen sich mit den Möglichkeiten, in verschiedene Länder zu reisen, auseinander, benennen Länder und ordnen sie dem entsprechenden Kontinent zu, unterscheiden Herkunftsort und Ort des Ver- oder Gebrauchs von Gütern, untersuchen Möglichkeiten des Transports von Gütern, unterscheiden Produzent/Hersteller, Händler und Konsument/Verbraucher, befassen sich mit globalen Warenketten, treffen Konsumentenentscheidungen unter Berücksichtigung von Aspekten des globalen Warenhandels. 19. Leitkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler engagieren sich für den Frieden. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler            52 bewahren Ruhe bei Konflikten, informieren sich über die Bedeutung von Schlichtern, nutzen Schlichter zur Lösung von Konflikten, unterscheiden Urlaubsort, Wohnort, Heimat und Staatsangehörigkeit, befassen sich mit Migration von religiösen, ethnischen und kulturellen Gruppen, benennen Ursachen von Migration, diskutieren die Auswirkungen von Migration. befassen sich mit Ursachen von Konflikten bzw. mit Friedensbemühungen zwischen Ländern, erklären den Auftrag und die Bedeutung von internationalen Organisationen, Netzwerken, politischen sowie staatlichen Institutionen, schätzen die Bedeutung von Migration für ihre eigene Lebensweg- und Berufsplanung ein, beteiligen sich an Projekten für globalen Frieden. Themenfeld: Europäische Integration 20. Leitkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit europäischen Ländern und deren Beziehungen. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler            beteiligen sich an Schulausflügen, zeigen Reaktionen auf den Ortswechsel und den Aufenthalt außerhalb der Schule, benennen Ausflugsmöglichkeiten, setzen sich mit Reisemöglichkeiten an verschiedene Orte, in Regionen bzw. andere Länder innerhalb und außerhalb Europas auseinander, vergleichen geografische, kulturelle und politische Aspekte von europäischen Ländern, untersuchen Gemeinsamkeiten und Unterschiede von europäischen Ländern in religiöser, ethnischer, kultureller, historischer, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht, beschreiben historische Meilensteine zur Entwicklung des heutigen Europas, erkunden europäische Organisationen, Gremien und politische Institutionen, setzen sich mit der Rolle Europas und europäischer Institutionen in der Welt auseinander, begründen die partnerschaftliche Zusammenarbeit europäischer Länder, bewerten die Rolle eines vereinten Europa in der globalen Welt. Themenfeld: Erde 21. Leitkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler streben eine nachhaltige Lebensweise an und verhalten sich entsprechend. Angestrebte Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler           benennen Rohstoffe, benennen fossile und erneuerbare Energieträger, befassen sich mit dem Produktkreislauf vom Rohstoff, Energieträger, Teilprodukt, Fertigprodukt, Produkt und -verpackung, Gebrauch und Produktentsorgung, unterscheiden Länder und Kontinente mit hohem und niedrigem Vorrat an Rohstoffen bzw. Energieträgern, unterscheiden Länder und Kontinente mit hohem und niedrigem Bedarf an Produkten, untersuchen globale ökologische Zusammenhänge hinsichtlich Rohstoffvorkommen, fossiler und erneuerbarer Energieträger, Bedarf an Produkten, Müllaufkommen und Müllentsorgung, setzen sich mit der eigenen Lebensweise hinsichtlich Rohstoffen, fossiler und erneuerbarer Energieträger, Produkten, Müllaufkommen und entsorgung auseinander, schätzen Folgen des privaten Verbrauchs und der Entsorgung ein, entwickeln Lösungsvorschläge zur nachhaltigen Lebensweise, setzen Möglichkeiten zur nachhaltigen Lebensweise um. 53 Berufsfeldbezogener Unterricht Vorwort Voraus- Der berufsfeldbezogene Unterricht baut auf Vorerfahrungen aus den Schuljahren 1 setzungen bis 10 auf. Diese Fähigkeiten und Fertigkeiten wurden insbesondere in den Fächern Wirtschaft-Arbeit-Technik und Sachunterricht erworben. Darüber hinaus bringen die Schülerinnen und Schüler Einstellungen, Erfahrungen und Kenntnisse aus ihrem privaten Umfeld in den Unterricht mit ein. Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik mit Fragen zu ökonomischen Sachverhalten im Bereich Kalkulation und im Kontext familiärer Einkommen befasst. Weiterhin haben sie sich Kenntnisse zur Planung und Fertigung von Produkten einschließlich Material- und Warenkunde angeeignet. Sie konnten im Rahmen des Faches erste berufsfeldbezogene Vorstellungen entwickeln, beschreiben und mit eigenen Erfahrungen aus der berufsfeldbezogenen Arbeitswelt vergleichen. Aus dem Fach Sachunterricht haben sich die Schülerinnen und Schüler Kenntnisse zu den Bereichen Selbstversorgung, Mensch, Zusammenleben, Natur, Zeit und Geschichte sowie Technik und Medien in der Eingangsstufe bis Oberstufe bzw. Jahrgangsstufe 1 bis Jahrgangsstufe 10 aneignen können. Darüber hinaus bringen die jugendlichen Schülerinnen und Schüler Kompetenzen aus den Fächern Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik und Sport auf unterschiedlichem Niveau mit, die sie nun berufsweltbezogen anwenden und erweitern. Nicht nur in der Schule, sondern auch im außerschulischen Bereich haben die Schülerinnen und Schüler vielseitige Erfahrungen mit der Arbeitswelt gemacht. Im privaten Haushalt oder bei gesellschaftlichen Aktivitäten beobachten sie entsprechende Vorgänge oder Tätigkeiten und beteiligen sich nach ihren individuellen Voraussetzungen in Teilbereichen daran. Vorstellungen und Werte hinsichtlich berufsfeldbezogener Tätigkeiten werden auch durch Erfahrungen im außerschulischen Bereich angelegt und geformt. Ziele Ein Ziel des berufsfeldbezogenen Unterrichts ist die Begegnung mit vielfältigen be- rufsfeldbezogenen Tätigkeiten. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, sich mit den eigenen Möglichkeiten sowie mit den Anforderungen der berufsfeldbezogenen Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Der berufsfeldbezogene Unterricht hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen und Interessen auf die Arbeitswelt vorzubereiten und sie bei der Berufswahl zu unterstützen. In der Phase der Berufsausbildungsvorbereitung werden personale Kompetenzen und Fachkompetenzen kontinuierlich gefördert. Die Schülerinnen und Schüler erwerben die Fähigkeit, ihre Selbsteinschätzung mit der Einschätzung durch andere zu vergleichen und anzunehmen. Des Weiteren setzen sie sich mit Gegebenheiten des berufsfeldbezogenen Umfeldes auseinander und lernen, ihre eigenen Haltungen und Fähigkeiten mit berufsfeldbezogenen Anforderungen zunehmend abzustimmen. Berufsfelder Der berufsfeldbezogene Unterricht gliedert sich in exemplarische Berufsfelder, die in Anlehnung an die Rahmenlehrpläne der Berufsschule eine unmittelbare Anknüpfung an berufliche Tätigkeiten eröffnen. Die Kategorisierung der Berufsfelder ist den „Berufsfeld-Definitionen“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu entnehmen. Die in diesem Rahmenlehrplan formulierten Berufsfelder sind:      54 Ernährung/Hauswirtschaft Wäsche- und Textilpflege Garten- und Landschaftspflege Gebäudereinigung Holztechnik        Metallverarbeitung Büro, Computer, Kurierdienst Farb- und Lacktechnik Keramik Schauspiel Musik und Bewegung Betreuung Jede Schule wählt auf der Grundlage ihrer personellen und sachlichen Ausstattung bzw. ihrer Kooperation mit außerschulischen Partnern geeignete Berufsfelder aus. Die konzeptionelle Struktur der Berufsfelder ist untereinander vergleichbar, um eine Erweiterung des Spektrums um weitere Berufsfelder je nach schulischen Bedingungen offen zu halten. Im Rahmen der Schulentwicklung können zusätzliche Berufsfelder konzipiert und ergänzt werden. Die curriculare Grundlage des von der jeweiligen Schule ergänzten Berufsfeldes folgt weiterhin der Rahmenlehrplanvorgabe. In jedem Berufsfeld sind vier Kompetenzbereiche formuliert. Sie zielen auf     Materialkunde und Fachtheorie bzw. Grundlagen, berufsfeldspezifische Tätigkeiten, Hygiene und Sicherheit bzw. angemessenes und sicheres Verhalten im Arbeitsumfeld sowie Betriebserkundungen. Diese Kompetenzbereiche sind mit angestrebten Kompetenzen untersetzt, die die Bandbreite der Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen. Das Spektrum der Lernvoraussetzungen findet sich in den folgenden, ineinander übergehenden Anforderungsstufen wieder. Die Schülerinnen und Schüler zeigen Reaktionen auf sinnliche Erfahrungen, handeln in einfachen berufsfeldrelevanten Bezügen und Einzelbereichen, handeln in komplexen berufsfeldrelevanten Bezügen und wenden Kompetenzen in berufsfeldbezogenen Teilbereichen an, handeln in spezifischen berufsfeldrelevanten Bezügen und wenden Kompetenzen in berufsfeldbezogenen Situationen an, reflektieren, werten und begründen berufsfeldbezogene Handlungen und Arbeitssituationen. Das Konzept der vier Kompetenzbereiche und der fünf Anforderungsstufen als Grundlage der angestrebten Kompetenzen ist zu beachten, wenn eine Schule ein weiteres Berufsfeld konzipieren und umsetzen möchte. 55 Struktur der Berufsfelder Anforderungsstufen und Kompetenzbereiche Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, Handeln in einfachen Bezügen z. B. bei schwerer mehr- spezifische Einzelkomfacher Behinderung petenzen Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie oder Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 3 Hygiene und Sicherheit oder angemessenes Verhalten im Arbeitsumfeld Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler… 56 Handeln in komplexeren Handeln in spezifischen berufsbezogenen BezüBezügen gen Anwenden in Teilberei- Anwenden in berufsbezogenen Situationen chen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern Übersicht über die Kompetenzen der Berufsfelder Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen  zeigen Reaktionen auf  die verschiedenen Lebensmittel,   erkunden Lebensmittel mit allen Sinnen. Handeln in komplexe- Handeln in spezifiReflektierendes, geren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in Teilbe- Anwenden in berufs- Werten, Begründen, reichen bezogenen Situationen Schlussfolgern  ordnen Lebensmittel unterscheiden Leden entsprechenden bensmittel, Oberbegriffen zu, benennen und unterscheiden einfache Ar-  benennen und unterscheiden technische beitsgeräte für die Nahrungszubereitung. Geräte zur Nahrungszubereitung,  setzen sich mit Arbeitstechniken und Garverfahren zur Verarbeitung von Lebensmitteln auseinander.  benennen Inhaltsstoffe  von Lebensmitteln,  informieren sich über die Herkunft von Le bensmitteln,  beschreiben Ursachen und Merkmale verdorbener Lebensmittel,   setzen sich mit der Funktion von techni-  schen Geräten zur Nahrungszubereitung auseinander. reflektieren über den Einsatz von Werkzeugen und technischen Geräten, beachten den sparsamen Umgang mit Ressourcen, beteiligen sich an Kalkulationen, dokumentieren den Material- und Arbeitseinsatz. 57 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen  erkunden Fachräume  führen Teilschritte zur und Arbeitsbereiche Zubereitung einer mit allen Sinnen. Speise aus, Berufsfeldspezifische  richten ihren ArbeitsTätigkeiten platz ein und führen Die Schülerinnen und Reinigungs- und AufSchüler … räumarbeiten durch,  nutzen einfache Arbeitsgeräte sachgerecht,  beteiligen sich am Decken und Abräumen des Tisches,  nehmen am Einkauf teil,  bereiten einfache Speisen zu,  wenden Arbeitstechniken und Garverfahren zur Herstellung von Speisen an. Kompetenzbereich 2 58 Handeln in komplexe- Handeln in spezifiReflektierendes, geschen berufsbezoge- dankliches Handeln ren Bezügen nen Bezügen Anwenden in Teilbe- Anwenden in berufs- Werten, Begründen, bezogenen Situationen Schlussfolgern reichen  bereiten verschiedene Speisen nach Rezept zu,  decken den Tisch anlassbezogen,  räumen den Tisch fachgerecht ab,  servieren Speisen und Getränke,  geben Speisen und Getränke aus,  lagern Lebensmittel sachgerecht,  erkennen verdorbene Lebensmittel und entsorgen sie sachgerecht.   prüfen, welche Lebensmittel benötigt  werden, erstellen einen Einkaufszettel und kaufen die Lebensmit-  tel ein,  führen beim Einkaufen Preisvergleiche durch,  planen den Arbeitsablauf zur Zubereitung einer Speise,  überblicken den gesamten Arbeitsablauf,  pflegen Arbeitsgeräte und technische Geräte zur Nahrungszubereitung und halten sie instand. bewerten Produkte, begründen Arbeitsabläufe, vergleichen die tatsächlich geleistete Arbeit mit der Planung. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 3 Hygiene und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Handeln in komplexe- Handeln in spezifiReflektierendes, geschen berufsbezoge- dankliches Handeln ren Bezügen nen Bezügen Anwenden in Teilbe- Anwenden in berufs- Werten, Begründen, bezogenen Situationen Schlussfolgern reichen  tragen Arbeitsschutz-  bewegen sich sicher  erkennen besondere kleidung. Gefahrenquellen. im Arbeitsbereich,  beachten Regeln zu Ordnung, Sicherheit und Hygiene,  erkennen Gefahrenquellen,  setzen Regeln zur Unfallverhütung um.  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. Unfallverhütung,  verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen.  zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in Su-  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre praktischen Erfahrungen mit Vorbereitung und die veränderte Lernpermärkten, Vorbereitung auf die der Arbeit in Betrieben, Durchführung von Beumgebung. Betriebserkundungen.  erkunden LebensmitBetriebserkundungen triebserkundungen.  ziehen für ihr eigenes telfachgeschäfte, Die Schülerinnen und Denken und Handeln  besichtigen GroßküSchüler … Schlussfolgerungen. chen und Kantinen. Kompetenzbereich 4 59 Berufsfeld: Wäsche- und Textilpflege Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … 60 Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Reflektierendes, geHandeln in komplexe- Handeln in spezifischen berufsbezoge- dankliches Handeln ren Bezügen nen Bezügen Anwenden in Teilbe- Anwenden in berufs- Werten, Begründen, bezogenen Situationen Schlussfolgern reichen  erkunden textiles Ma-  unterscheiden textile  terial mit allen Sinnen, Materialien,   zeigen Reaktionen auf  unterscheiden und Materialunterschiede. benennen Arbeitsmittel und technische Geräte,  unterscheiden Wäsche  nach Material und Farbe. unterscheiden Wasch-  unterscheiden Wäsche  nach Pflegekennzeiprogramme, beschreiben die Funk- chen, tionen wesentlicher Arbeitsmittel und tech nischer Geräte, unterscheiden Wäschepflegeprodukte, ordnen die Wäschepflegeprodukte den Arbeitsgängen zu. reflektieren über den Einsatz von verwendeten Wäschepflegemitteln und technischen Geräten, setzen sich mit Möglichkeiten der Energieund Wassereinsparung auseinander. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Reflektierendes, geHandeln in komplexe- Handeln in spezifiren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in Teilbe- Anwenden in berufs- Werten, Begründen, bezogenen Situationen Schlussfolgern reichen  erkunden Fachräume  sortieren Wäsche nach  Farbe und Material, und Arbeitsbereiche mit allen Sinnen, glät bereiten Wäsche für Berufsfeldspezifische ten Wäsche mit den  den Waschvorgang Tätigkeiten Händen. vor, Die Schülerinnen und  richten ihren ArbeitsSchüler … platz ein und führen Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch,  waschen Wäsche mit der Maschine und mit der Hand,  hängen Wäsche aufund ab,  bügeln,  legen einfache Flachwäschestücke zusammen. Kompetenzbereich 2 Kompetenzbereich 3 Hygiene und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler …  tragen Arbeitsschutz-  bewegen sich sicher im Arbeitsbereich, bekleidung.  setzen Regeln zur Unfallverhütung um,  erkennen Gefahrenquellen. führen Teilschritte des  planen und führen den  Wäschekreislauf unter  Wäschekreislaufes Nutzung aller technifachgerecht aus, führen einfache Repa- schen Geräte sachge-  recht aus, raturarbeiten aus.  schätzen den Reparaturbedarf ein,  führen Reparaturarbeiten unter Anwendung verschiedener Techniken aus,  warten Geräte,  pflegen technische Geräte und Maschinen und halten sie instand,  kaufen eigenständig Wäschepflegeprodukte ein,  führen Preisvergleiche durch. bewerten Produkte, begründen Arbeitsabläufe, vergleichen die tatsächlich geleistete Arbeit mit der Planung.  erkennen besondere  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. Unfallverhütung. Gefahrenquellen,  erkennen und verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen. 61 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Handeln in komplexe- Handeln in spezifiReflektierendes, geren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in Teilbe- Anwenden in berufs- Werten, Begründen, bezogenen Situationen Schlussfolgern reichen  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre prakti zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in schen Erfahrungen mit Vorbereitung und Drogerien, Supermärk- Vorbereitung auf die die veränderte Lernder Arbeit in Betrieben, Durchführung von BeBetriebserkundungen. ten und Textilfachumgebung. Betriebserkundungen triebserkundungen. geschäften,  ziehen für ihr eigenes Die Schülerinnen und Denken und Handeln  besichtigen WäscheSchüler … Schlussfolgerungen. reien und Reinigungen. Kompetenzbereich 4 62 Berufsfeld: Garten- und Landschaftspflege Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in Teilbereichen petenzen Handeln in spezifischen Reflektierendes, gedankberufsbezogenen Be- liches Handeln zügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden einzelne  unterscheiden Kultur-  pflanzen, die Natur, Pflanzen voneinander,  erkunden die Pflanzen-  benennen wesentliche  benennen vegetationstechnische Maßnahmen  welt mit allen Sinnen. Gartenarbeitsgeräte. der Bodenbearbeitung, Vermehrung, Pflanzung und Pflege,   unterscheiden Gartenarbeitsgeräte und technische Geräte.  erkunden einzelne Ar-  richten ihren Arbeitsplatz ein und führen beitsbereiche und Reinigungs- und AufFachräume mit allen räumarbeiten durch, Sinnen,  führen Teilschritte zur  nutzen die Hand als Garten- und Landvielseitiges Werkzeug. schaftspflege durch,  nutzen Arbeitsgeräte.  führen einfache vegeta-  tionstechnische Maßnahmen aus,  setzen Arbeitswerkzeu-  ge und technische Geräte sachgerecht ein. erwerben Kenntnisse über Lebensvorgänge von Kulturpflanzen, setzen sich mit verschiedenen Lebensräumen auseinander, erläutern die Funktionsweise und Wartung von Gartenarbeitsgeräten und technischen Geräten.  planen einfache vegetationstechnische Maßnahmen für einzelne Kulturpflanzen und begründen ihre Meinung,  setzen sich mit einer umweltbewussten Kulturführung auseinander,  beteiligen sich an Kalkulationen,  dokumentieren Materialund Arbeitseinsatz. führen selbständig ve-  planen und begründen Arbeitsabläufe und begetationstechnische werten ArbeitsMaßnahmen durch, ergebnisse, warten technische Ge schützen die Natur und räte und Maschinen. setzen ökologisch und ökonomisch sinnvolle Dünge- und Pflanzenschutzmittel ein,  vergleichen die tatsächlich geleistete Arbeit mit der Planung. 63 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen  tragen Arbeitsschutz-  bewegen sich sicher im  bekleidung und erklären Arbeitsbereich,   beachten Regeln zur Hygiene und Sicherheit ihre Anwendung. Ordnung und Sicherheit Die Schülerinnen und und setzen diese um, Schüler …   erkennen Gefahrenquellen. Kompetenzbereich 3 Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler … 64 Handeln in spezifischen Reflektierendes, gedankberufsbezogenen Be- liches Handeln zügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  benennen Regeln zur erkennen besondere Unfallverhütung. Gefahrenquellen, verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen, sorgen für Gehör-, Augen-, und Atemschutz.  zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in Gärt-  formulieren Fragen in die veränderte Lernum- nereien, Baumschulen, Vorbereitung auf Betriebserkundungen. Gartencentern, Baugebung. märkten,  besichtigen verschiedene Fachbetriebe.  beteiligen sich an der Vorbereitung und Durchführung von Betriebserkundungen.  erklären Gefahren- und Hinweisschilder,  weisen andere Personen auf Gefahren und Hinweisschilder hin.  vergleichen ihre praktischen Erfahrungen mit der Arbeit in den Betrieben,  ziehen für ihr eigenes Denken und Handeln Schlussfolgerungen. Berufsfeld: Gebäudereinigung Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler… Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in Teilbereichen petenzen Reflektierendes, geHandeln in spezifischen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden und be-  setzen sich mit Reini-  gungs- und Pflegenennen Arbeitsgeräte verschiedene Arbeitstechniken auseinander. für die Reinigung, geräte und Reinigungsmittel.  unterscheiden und benennen Reinigungsmittel.  erkunden Fachräume und Arbeitsbereiche mit allen Sinnen. setzen sich mit der Funktion von Reinigungsgeräten auseinander.  reflektieren über den Einsatz von Arbeitsgeräten,  beachten den sparsamen Umgang mit Reinigungsmitteln und Ressourcen.  planen Arbeitsabläufe  bewerten Arbeitsergeb stauben Möbel und  schätzen nisse, und setzen sie um, Ablagen ab, Reinigungsbedarf ein und ordnen  pflegen Arbeitsgeräte  begründen Arbeitsver wischen Arbeitsflächen Pflegemaßnahmen zu, und technische Geräte läufe, feucht, und halten sie instand.  vergleichen die tatsäch trocknen feuchte Flä-  gehen mit Reinigungsmitteln lich geleistete Arbeit mit chen nach, sachgerecht um, der Planung.  behandeln Flecken.  gehen mit Arbeitsgeräten und technischen Geräten sachgerecht um. 65 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 3 Hygiene und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler … 66  tragen Arbeitsschutzbekleidung. Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen  bewegen sich sicher im  erkennen besondere Gefahrenquellen. Arbeitsbereich bzw. Arbeitsumfeld,  erkennen Gefahrenquellen,  beachten Regeln zur Ordnung, Sicherheit und Hygiene und setzen diese um.  zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in Drogeriemärkten, die veränderte Lernumgebung.  besuchen Fachhandelsgeschäfte,  besichtigen Fachbetriebe. Handeln in spezifiReflektierendes, geschen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  benennen Regeln zur Unfallverhütung,  verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen.  erklären Gefahren-und Hinweisschilder.  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre praktischen Erfahrungen mit Vorbereitung und Vorbereitung auf die der Arbeit in Betrieben, Durchführung von BeBetriebserkundungen. triebserkundungen.  ziehen für ihr eigenes Denken und Handeln Schlussfolgerungen. Berufsfeld: Holztechnik Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in Teilbereichen petenzen unterscheiden Holz in  natürlicher und bearbeiteter Form von anderen  Materialien, ordnen Holz der Rohstoffquelle Baum zu, beschreiben Verwendungsmöglichkeiten von Holz,  unterscheiden und benennen einfache Werkzeuge für die Holzbearbeitung.  zeigen Reaktionen auf  den Werkstoff Holz in natürlicher und bearbeiteter Form,  erkunden den Werkstoff  Holz mit allen Sinnen.  Handeln in spezifischen Reflektierendes, geberufsbezogenen Be- dankliches Handeln zügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  reflektieren über den  unterscheiden den unterscheiden HalbEinsatz von WerkzeuWerkstoff nach Holzarfabrikate aus Holz, gen und technischen ten, benennen die Funktion wesentlicher Werkzeu-  unterscheiden Bezugs- Geräten, quellen für Holz in be-  setzen sich mit dem ge und Arbeitsgeräte Schutz der Ressource arbeiteter Form, zum Trennen, Verbinden und Umformen von  wählen Werkzeuge und Wald auseinander, Holz.  beteiligen sich an Kaltechnische Geräte kulationen, sachgerecht aus.  dokumentieren Material- und Arbeitseinsatz. 67 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen  erkunden die Fachräu-  richten ihren Arbeitsme und Arbeitsbereiche platz ein und führen Reinigungs- und Aufmit allen Sinnen. räumarbeiten aus,  führen Holzbearbeitungstechniken in Teilschritten aus,  verbinden Holz,  trennen Holz,  schützen Oberflächen,  formen Holz um.  bearbeiten Halbfertigerzeugnisse und Bausätze,  führen vorbereitende Arbeiten aus,  fertigen Teilprodukte  reparieren, montieren und bauen,  planen Produkte,  bedienen Maschinen,  stellen Produkte in Einzel- und Serienfertigung her,  pflegen und warten Werkzeuge, Arbeitsgeräte und Maschinen.  tragen Arbeitsschutz-  bewegen sich sicher in  erkennen besondere Werk- und Produktions- Gefahrenquellen. bekleidung. räumen, Hygiene und Sicherheit  beachten Regeln zu Die Schülerinnen und Ordnung, Sicherheit Schüler … und Hygiene und setzen diese um,  erkennen Gefahrenquellen. Kompetenzbereich 3 68 Handeln in spezifischen Reflektierendes, geberufsbezogenen Be- dankliches Handeln zügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  reparieren, montieren  und bauen,  planen Produkte,  bedienen Maschinen,   stellen Produkte in Einzel- und Serienfertigung her,  pflegen und warten Werkzeuge, Arbeitsgeräte und Maschinen. begründen Arbeitsabläufe und bewerten Produkte, vergleichen die tatsächlich geleistete Arbeit mit der Planung.  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. Unfallverhütung,  sorgen für Gehör-, Augen- und Atemschutz,  erklären die Notwendigkeit von Maßnahmen des Brandschutzes,  verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen Handeln in spezifischen Reflektierendes, geberufsbezogenen Be- dankliches Handeln zügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre prakti zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in schen Erfahrungen mit Vorbereitung und die veränderte Lernum- Baumärkten und Fach- Vorbereitung auf die der Arbeit in Betrieben, Betriebserkundungen. Durchführung von Begeschäften, gebung. triebserkundungen.  ziehen für ihr eigenes  besichtigen holzverarDenken und Handeln beitende und holzgeSchlussfolgerungen. winnende Betriebe. 69 Berufsfeld: Metallverarbeitung Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … 70 Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in Teilbereichen petenzen  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden Metalle  von anderen Materiaden Werkstoff Metall, lien,  erkunden metallische Gegenstände mit allen  benennen Schleifstoffe,  Sinnen.  unterscheiden einfache handgeführte Werk zeuge,  informieren sich über Erz als Rohstoffquelle. Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen informieren sich über  Verwendungsmöglichkeiten von Metallen, unterscheiden verschiedene Metalle, unterscheiden Halbfabrikate aus Metall.  beschreiben die Funktion wesentlicher Werkzeuge und einfacher Werkzeugmaschinen zum Trennen, Verbinden und Umformen von Metallen, unterscheiden Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung und des Korrosionsschutzes,  ordnen Handlungsabfolgen und wählen Werkzeuge sachgerecht aus. Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern  reflektieren über den Einsatz von Werkstoffen, Normteilen und Werkzeugen,  wertschätzen kunsthandwerkliche Produkte,  beteiligen sich an Kalkulationen,  dokumentieren Materialund Arbeitseinsatz. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 3 Hygiene und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen  erkunden die Fach richten ihren Arbeits-  schleifen Werkstückoberflächen zur richtiräume und Arbeitsbeplatz ein und führen gen Oberflächengüte, reiche mit allen Sinnen. Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch,  benutzen einfache handgeführte Werk ordnen und sortieren zeuge, Werkstoffe und Normteile,  fügen einfache Werkstücke zusammen.  führen Metallbearbeitungstechniken in Teilschritten aus,  trennen Metall,  formen Metall um,  verbinden Metall,  schleifen Oberflächen,  schützen Oberflächen.  tragen Arbeitsschutzbekleidung.  bewegen sich sicher in  Werk- und Produktionsräumen,   beachten Regeln zu Ordnung, Sicherheit und Hygiene und setzen diese um,  erkennen Gefahrenquellen. erkennen besondere Gefahrenquellen, verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen. Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern  benutzen handgeführte  begründen Arbeitsabläufe und bewerten ProdukWerkzeuge sachgete, recht,  vergleichen die tatsäch bedienen einfache lich geleistete Arbeit mit Werkzeugmaschinen,  fügen komplexe Werk- der Planung. stücke zusammen,  lesen und erklären technische Zeichnungen,  planen Arbeitsabläufe,  pflegen Werkzeuge und halten sie instand.  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder, Unfallverhütung,  sorgen für Gehör- und  erklären die Unfallverhütungsregeln. Augenschutz. 71 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler … 72 Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre prakti zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in schen Erfahrungen mit Vorbereitung und Baumärkten und Fach- Vorbereitung auf die die veränderte Lernder Arbeit in Betrieben, Durchführung von BeBetriebserkundungen. geschäften, umgebung. triebserkundungen.  ziehen für ihr eigenes  besichtigen metallverDenken und Handeln arbeitende Betriebe, Schlussfolgerungen.  beobachten Kunsthandwerker bei der Arbeit. Berufsfeld: Büro, Computer, Kurierdienst Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in Teilbereichen petenzen Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden techni-  beschreiben die Ver-  wählen technische Ge-  räte und Arbeitsmittel Arbeitsmittel, Arbeitsge- sche Geräte und ande- wendungsmöglichkeiten technischer Geräte sachgerecht aus, re Arbeitsmittel voneigenstände, und Pround Arbeitsmittel, nander, duktbeispiele.  unterscheiden Versandarten,   unterscheiden Bilder  setzen sich mit verschiedenen Ablagesys-  ordnen einen üblichen und Schrift. temen auseinander, Sendungsverlauf und dessen Bedingungen,  setzen sich mit den Funktionsweisen von  wählen Arbeitsschritte  Drucker, Kopierer, Te- selbst aus, lefon- und Faxgerät, Spiralbindegerät ausei-  orientieren sich in der Verkehrsgeografie und  nander, im Postleitzahlensystem,  setzen sich mit Textverarbeitungs- und Ta-  beteiligen sich an Kalkulationen, bellenkalkulationsprogrammen auseinander,  planen Routen und  benennen einige Funk- Wege innerhalb und tionen von Bildbearbei- außerhalb von tungsprogrammen und Gebäuden,  erarbeiten Regeln für E-Mail-Clients. den Umgang mit Kunden. beachten den sparsamen Umgang von Papier und Druckerpatronen, setzen sich mit Zahlungsvorgängen und möglichkeiten auseinander, dokumentieren den Material- und Arbeitseinsatz, reflektieren über den eigenen Einsatz. 73 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen  richten ihren Arbeits erkunden die Fachplatz ein und führen räume und Arbeitsbereiche mit allen Sinnen. Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch,  bedienen Tastatur und Maus sachgerecht,  wenden unterschiedliche Programmfunktionen an,  bedienen Tastatur und Maus sachgerecht,  führen Teilschritte bei Büro- und Computerarbeiten aus. Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen  wenden Textverarbei-  tungsprogramme und Tabellenkalkulationsprogramme an,   schreiben und empfangen E-Mails,   führen Telefonate,  versenden Faxe,  stellen Computer mit  HardwareKomponenten sachgerecht auf,   finden sich in verschiedenen Ablagesystemen  zurecht.  zeigen Reaktionen auf  bewegen sich sicher in  erkennen besondere  Gefahrenquellen, den Arbeitsbereichen, Ortswechsel.  beachten Regeln zur  haben Grundkenntnis-  Hygiene und Sicherheit se im sicheren Umgang Ordnung und SicherDie Schülerinnen und mit elektrischen Geräheit und setzen diese Schüler … ten. um,   erkennen Gefahrenquellen. Kompetenzbereich 3 74 Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern bereiten unterschiedli-  che Versandarten vor und führen sie aus,  erstellen Rechnungen  und führen Zahlungsvorgänge aus,  erstellen Info-Hefte und Schülerzeitungen, beraten und informieren Kundinnen und Kunden, organisieren Werbung und Vertrieb, pflegen und warten technische Geräte. dokumentieren den Arbeitseinsatz schriftlich, bewerten Produkte, begründen Arbeitsverläufe, vergleichen die tatsächlich geleistete Arbeit mit der Planung. benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder, Unfallverhütung, verhalten sich in Ge-  erklären Gefahren im Internet. fahrensituationen angemessen, bewegen sich im Straßenverkehr sowie im Öffentlichen Personennahverkehr. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre prakti zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in schen Erfahrungen mit Fachgeschäften, Vorbereitung auf die Vorbereitung und die veränderte Lernder Arbeit in Betrieben, Betriebserkundungen. Durchführung von Beumgebung.  besichtigen Verwaltriebserkundungen.  ziehen für ihr eigenes tungseinrichtungen, Denken und Handeln  besichtigen Kurier- und Schlussfolgerungen. Paketdienste. 75 Berufsfeld: Farb- und Lacktechnik Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Handeln in einfachen Bezügen Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung spezifische EinzelkomKompetenzbereiche petenzen Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … 76 Handeln in komplexeren Bezügen Anwenden in Teilbereichen  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden Grund-  und Mischfarben, unterschiedliche Farben,  benennen Verwen erkunden berufsfeldbe- dungsmöglichkeiten von  Farben und Lacken, zogene Materialien mehrsinnig.  unterscheiden und benennen einfache Werkzeuge für die Vorbereitung von Oberflächen zum Auftrag von Farben und Lacken. Handeln in spezifischen Reflektierendes, gedankberufsbezogenen Be- liches Handeln zügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern unterscheiden Farben  unterscheiden Bezugs-  reflektieren über den Einquellen für Farben und satz von Werkzeugen, und Lacke nach ihrem Lacke in verarbeitbarer technischen Geräten und Verwendungszweck, unterschiedlichen Farben beschreiben die Funkti- Form, on und den Verwen wählen Werkzeuge und und Lacken,  setzen sich mit dem ökodungszweck von Mate- technische Geräte sachgerecht aus. logisch sinnvollen Einrialien und Werkzeusatz von Beschichtungsgen. stoffen auseinander,  beteiligen sich an Kalkulationen,  dokumentieren Materialund Arbeitseinsatz. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Handeln in einfachen Bezügen Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung spezifische EinzelkomKompetenzbereiche petenzen Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 3 Hygiene und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler … Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in komplexeren Bezügen Anwenden in Teilbereichen  fertigen Voranstriche  erkunden die Fachräu-  richten ihren Arbeitsund Anstriche an, me und Arbeitsbereiche platz ein und führen Reinigungs- und Auf-  verarbeiten verschiedemit allen Sinnen. räumarbeiten durch, ne Farben, Lacke und Tapeten,  führen Malertechniken in Teilschritten aus,  verwenden Werkzeuge und bedienen einfache  bereiten Untergründe Maschinen. vor,  führen Abdeckarbeiten aus,  führen Grundierungen aus.  tragen Arbeitsschutzkleidung.  bewegen sich sicher in  erkennen besondere Gefahrenquellen. Arbeitsräumen,  beachten Regeln zu Ordnung, Sicherheit und Hygiene und setzen diese um,  erkennen Gefahrenquellen.  zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in Bau-  formulieren Fragen in Vorbereitung auf die die veränderte Lernum- märkten und FachgeBetriebserkundungen. schäften, gebung.  besichtigen Malerbetriebe und Baustellen. Handeln in spezifischen Reflektierendes, gedankberufsbezogenen Be- liches Handeln zügen Anwenden in berufsbe- Werten, Begründen, zogenen Situationen Schlussfolgern  mischen Farben und  begründen ArbeitsabläuLacke, fe und bewerten Arbeits planen die Arbeitsabfol- ergebnisse, ge,  vergleichen die tatsächlich geleistete Arbeit mit  beschichten einzelne der Planung. Farbflächen,  gestalten Räume,  pflegen und warten Werkzeuge, Arbeitsgeräte und Maschinen.  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. Unfallverhütung,  sorgen für Gehör-, Augen-und Atemschutz,  verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen.  beteiligen sich an der Vorbereitung und Durchführung von Betriebserkundungen.  vergleichen ihre praktischen Erfahrungen mit der Arbeit in Betrieben,  ziehen für ihr eigenes Denken und Handeln Schlussfolgerungen. 77 Berufsfeld: Keramik Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Materialkunde und Fachtheorie Die Schülerinnen und Schüler … 78 Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Reflektierendes, geHandeln in komplexe- Handeln in spezifischen berufsbezoge- dankliches Handeln ren Bezügen nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, Anwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern Teilbereichen  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden Ton in  plastischer und geden Werkstoff Ton in brannter Form von annatürlicher und bearderen Materialien, beiteter Form,  erkunden den Werk-  setzen sich mit Ton als  stoff Ton mit allen Sin- einer besonderen Bodenart auseinander, nen.   unterscheiden und benennen einfache Werkzeuge für die Tonbearbeitung. informieren sich über Verwendungsmöglichkeiten von Ton in Industrie und Handwerk, unterscheiden spezielle Werkzeuge zur Tonbearbeitung, unterscheiden Möglichkeiten der Oberflächengestaltung.  unterscheiden Trock-  reflektieren über den Einsatz von Werkzeunungsgrade, gen und technischen  informieren sich über Geräten, den Brennprozess,  erklären Glasurfehler,  wertschätzen kunsthandwerkliche Produk ordnen Handlungsabte, folgen und Werk beteiligen sich an Kalkuzeugeinsatz beim lationen, Gießtonverfahren.  dokumentieren Materialund Arbeitseinsatz. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Reflektierendes, geHandeln in komplexe- Handeln in spezifiren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, Anwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern Teilbereichen  richten ihren Arbeits-   erkunden die Fachplatz ein und führen räume und ArbeitsbeReinigungs- und Auf-  reiche mit allen SinBerufsfeldspezifische räumarbeiten durch, nen, Tätigkeiten  formen Kugeln, Platten   nutzen die Hand als Die Schülerinnen und und Wülste, Werkzeug. Schüler …  fügen Tonteile zu sammen,  formen und überfor men,  glasieren durch Pinselauftrag,  dekorieren und gestalten Oberflächen,  bewahren Ton sachgerecht auf. Kompetenzbereich 2 formen Daumenscha-  len, gestalten in Aufbauund Plattentechnik,  pflegen Tonvorräte und  bereiten Ton auf, benutzen Werkzeuge fachgerecht, glasieren im Tauchver-  fahren.   tragen Arbeitsschutz-  bewegen sich sicher in  erkennen besondere Gefahrenquellen. Werk- und Produktibekleidung. onsräumen, Hygiene und Sicherheit  beachten Regeln zu Die Schülerinnen und Ordnung, Sicherheit Schüler … und Hygiene und setzen diese um,  erkennen Gefahrenquellen. Kompetenzbereich 3 modellieren nach ei-  begründen Arbeitsabläufe und bewerten nem Entwurf in frei Produkte, gewählter Technik,  vergleichen die tatsächgestalten Reliefs, lich geleistete Arbeit mit stellen Produkte in der Planung. Einzel- und Serienfertigung im Gießtonverfahren her, beachten den Trocknungsprozess, pflegen und warten Werkzeuge, technische Geräte und Maschinen.  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. Unfallverhütung,  sorgen für Atemschutz,  verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen. 79 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Handeln in komplexe- Handeln in spezifiReflektierendes, geren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, Anwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern Teilbereichen  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre prakti zeigen Reaktionen auf  beobachten Kunstschen Erfahrungen mit Vorbereitung und Vorbereitung auf die handwerker bei der die veränderte Lernder Arbeit in Betrieben, Durchführung von BeBetriebserkundungen. Arbeit, umgebung. Betriebserkundungen triebserkundungen.  ziehen für ihr eigenes  besichtigen tonverarDie Schülerinnen und Denken und Handeln beitende HandwerksSchüler … Schlussfolgerungen. und Industriebetriebe. Kompetenzbereich 4 80 Berufsfeld: Schauspiel Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in Teilbereichen petenzen  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden zeitlich  schauspielerische Dar- und räumlich Situatiobietungen. nen des Darstellens von denen des Alltags,  gebrauchen Fachbe-  griffe,  unterscheiden und benennen verschiedene Möglichkeiten der Dar-  stellung,  benennen die verschiedenen Ausstattungselemente wie Maske, Kostüm, Requisite und Bühnenbild,  unterscheiden Berufsgruppen im Berufsfeld Schauspiel,  informieren sich über populäre Schauspielerinnen und Schauspieler,  erproben Ton- und Videotechnik. Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern kennen verschiedene  Genres des Schauspiels,  kennen wesentliche technische und organisatorische Aspekte von Kultur- oder Medieneinrichtungen,  informieren sich über Berufsbiografien populärer Schauspielerinnen und Schauspieler, listen Agenturen zur Vermittlung von Schauspielerinnen und Schauspielern auf,  beteiligen sich an der Organisation einer Veranstaltung und kennen die Handlungsabläufe, befassen sich mit tech-  nischen Möglichkeiten der Bild- und Ton aufzeichnungen,  unterscheiden Spielorte nach Ausstattung, Berufsgruppen und Publikum,  entwickeln Ideen zu den Ausstattungselementen Maske, Kostüm, Requisite und Bühnenbild.  bewerten schauspielerische Leistungen, würdigen und bewerten eigene Audio- oder Videoaufnahmen nach der schauspielerischen Qualität, bewerten Spielstätten. 81 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 2 Berufsfeldspezifische Tätigkeiten Die Schülerinnen und Schüler … 82 Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen  erkunden Spielräume  beteiligen sich aktiv an  Darstellungen, mit allen Sinnen,  zeigen Reaktionen auf  erproben Gestik, Mimik,  Masken, Kostüme, Re- Körpersprache, quisiten und Bühnen-  beobachten die Wirbild oder auf Aufnahkung von Darstellungen men. und eines Stückes,   gehen achtsam mit  Masken, Kostümen, Requisiten und Bühnenbild um,   unterscheiden die Person/Identität von dargestellten Charakteren,  beteiligen sich an einfachen Szenen oder Hörspielszenen als Statisten bzw. Geräuschemacher,  zeigen kleine Szenen einem vertrauten Personenkreis,  führen Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch. setzen Gestik, Mimik und Körpersprache gezielt ein, bringen sich durch Stimmeinsatz oder Sprecheinsatz in eine Darstellung ein, drücken Gefühle aus, übernehmen die Rolle einer Nebenfigur, erproben und setzen Aufnahmetechniken ein. Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern  halten Masken, Kostü-  me, Requisiten und Bühnenbild instand oder geben sie zur Reparatur,  beteiligen sich aktiv an der Herstellung von Masken, Kostümen, Requisiten und Bühnenbild,  spielen eine tragende Rolle,  setzen ihr körperliches Repertoire, ihre Stimme und ihre Sprache zur Charakterdarstellung ein,  gestalten eine Veranstaltung vor einem erweiterten Personenkreis,  nehmen ein Stück mit audio- oder audiovisueller Technik auf,  beteiligen sich an der Gestaltung eines szenischen Spiels oder Hör- würdigen und bewerten ihre eigene schauspielerische Leistung oder die anderer. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern spiels durch eigene Ideen,  beteiligen sich an der Bearbeitung von audiooder audiovisuellen Aufnahmen.  spielen audio- oder audiovisuelle Aufnahmen bei Vorführungen ab.  verhalten sich bei Ein-  bewegen sich sicher in  sätzen anderer abwar- Spiel- und Produktionsstätten, tend.  Angemessenes und  beachten Regeln zu sicheres Verhalten ArOrdnung, Sicherheit beitsumfeld und Hygiene und set-  Die Schülerinnen und zen diese um, Schüler …  erkennen Gefahrenquellen,  achten aufeinander und auf Gefahrenquellen. Kompetenzbereich 3 erkennen besondere Gefahrenquellen, bewahren bei unvorhergesehenen Ereignissen Ruhe, achten auf Stimmhygiene.  reagieren im Spielab-  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. lauf angemessen,  kompensieren Änderungen im Spielablauf,  benennen Regeln zur Unfallverhütung,  verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen,  verhalten sich in den Fachräumen angemessen. 83 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 4 Betriebserkundungen Die Schülerinnen und Schüler … 84 Handeln in einfachen Bezügen Handeln in komplexeren Bezügen spezifische Einzelkom- Anwenden in petenzen Teilbereichen Handeln in spezifischen berufsbezogenen Bezügen Anwenden in berufsbezogenen Situationen Reflektierendes, gedankliches Handeln Werten, Begründen, Schlussfolgern  zeigen Reaktionen auf  orientieren sich in The-  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  Vorbereitung und die veränderte Lernatern und Spielstätten, Vorbereitung auf die Durchführung von Erumgebung, Erkundung von Spiel besichtigen Film- und kundungen in Spielstätstätten und Studios,  zeigen Freude an Vor- Fernsehstudios, ten und Studios. stellungsbesuchen.  formulieren Fragen an  erkunden Filmparks.  Schauspielerinnen und Schauspieler. vergleichen ihre praktischen Erfahrungen mit der Arbeit auf und hinter der Bühne und im Studio, ziehen für ihr eigenes Denken und Handeln Schlussfolgerungen. Berufsfeld: Musik und Bewegung Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Kompetenzbereich 1 Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Reflektierendes, geHandeln in komplexe- Handeln in spezifischen berufsbezoge- dankliches Handeln ren Bezügen nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, Anwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern Teilbereichen  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden zeitlich  und räumlich SituatioKlänge, Töne, Vibratinen des Musizierens onen, Rhythmen oder oder rhythmischen Bewegung. Bewegens von denen  des Alltags,  unterscheiden und benennen verschiedene Möglichkeiten der musikalischen oder tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten,  benennen verschiedene Instrumente oder Tanzformen,  benennen weitere Berufsgruppen im Bereich Musik oder Tanz,  äußern sich zu Werken und Produktionen von Musikerinnen und Musikern,  benennen Musikerinnen und Musiker.  beschreiben verschie-  befassen sich mit dene musikalische technischen Möglichoder tänzerische Genkeiten der Bild- und res, Tonaufzeichnungen,  unterscheiden Spielor-  benennen wesentliche technische und organite nach Ausstattung, satorische Aspekte von  Berufsgruppen und musikalischen oder Publikum. tänzerischen Kulturoder Medieneinrichtungen,  informieren sich über Berufsbiografien populärer Musikerinnen und Musiker,  listen Musikagenturen oder Einrichtungen des Musikalienhandels auf. bewerten musikalische oder tänzerische Leistungen, würdigen und bewerten eigene Audio- oder Videoaufnahmen, bewerten kulturelle Einrichtungen im Bereich Musik oder Tanz nach Kriterien. 85 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen  erzeugen Klänge, Töne, Vibrationen mit körperlichen oder inBerufsfeldspezifische strumentalen Mitteln, Tätigkeiten  beteiligen sich an muDie Schülerinnen und sikalischen DarbietunSchüler … gen durch Bewegung, Stimme oder mit Instrumenten,  zeigen Reaktionen auf musikalisches und gestalterisches Inventar, technische Geräte oder Aufnahmen.  beobachten die Wirkung eines musikalischen Stückes,  verfolgen eine musikalische Darstellung aufmerksam,  gehen achtsam mit Instrumenten und technischem Inventar um  unterscheiden ihren musikalischen oder tänzerischen Einsatz von dem der anderen und setzen ihn entsprechend ein,  beteiligen sich an einfachen musikalischen oder tänzerischen Inszenierungen,  beteiligen sich an kleinen Darbietungen vor einem vertrauten Personenkreis. Kompetenzbereich 2 86 spezifische Einzelkompetenzen Handeln in komplexe- Handeln in spezifiReflektierendes, geren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, Anwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern Teilbereichen  halten Instrumente, technische Geräte und Ausstattungselemente instand oder geben sie zur Reparatur, nehmen ein Stück mit Audio- oder audiovisueller Technik auf, beteiligen sich an der Gestaltung einer musikalischen oder tänzerischen Darbietung durch eigene Ideen, beteiligen sich an der Organisation einer Veranstaltung,  beteiligen sich an der Bearbeitung von audiooder audiovisuellen Aufnahmen,  spielen audio- oder audiovisuelle Aufnahmen bei Vorführungen ab.   bringen sich durch musikalische oder tänzerische Parts in eine Darbietung ein,  improvisieren mit musikalischen oder tänze-  rischen Stilmitteln,  entscheiden sich für ein Instrument, eine  Stimme oder einen tänzerischen Stil und üben diese ein,  erproben und setzen Aufnahmetechniken  ein. würdigen und bewerten ihre eigene musikalische oder tänzerische Leistung oder die anderer. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher Behinderung Kompetenzbereiche Handeln in einfachen Bezügen spezifische Einzelkompetenzen Reflektierendes, geHandeln in komplexe- Handeln in spezifiren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, Anwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern Teilbereichen  verhalten sich bei Ein-  bewegen sich sicher in  erkennen besondere Gefahrenquellen, sätzen anderer ruhig. Spiel- und Proberäumen sowie ProduktiAngemessenes und onsstätten, sicheres Verhalten im  beachten Regeln zu Arbeitsumfeld Ordnung, Sicherheit Die Schülerinnen und und Hygiene und setSchüler … zen diese um,  erkennen Gefahrenquellen,  achten aufeinander und auf Gefahrenquellen. Kompetenzbereich 3  erklären Ursachen und  verhalten sich im Wirkung von Gefahren, Fachraum angemessen,  reagieren angemessen  beugen Beschädigun- auf unvorhergesehene Spiel- und Verhaltensgen durch Einhalten weisen anderer, von Regeln vor,  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. Unfallverhütung.  beteiligen sich an Be-  orientieren sich in kul-  formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre praktischen Erfahrungen mit Vorbereitung und Vorbereitung auf die suchen kultureller Ein- turellen Einrichtungen der Arbeit in kulturellen Durchführung von BeBesichtigung kultureller im Bereich Musik oder richtungen im Bereich Betriebserkundungen sichtigungen kultureller Einrichtungen im BeEinrichtungen im BeTanz, Musik oder Tanz, Die Schülerinnen und reich Musik oder Tanz, reich Musik oder Tanz. Einrichtungen im Be zeigen Freude an Be-  besichtigen kulturelle Schüler … reich Musik oder Tanz.  ziehen für ihr eigenes suchen kultureller Ein- Einrichtungen im BeDenken und Handeln reich Musik oder Tanz richtungen im Bereich Schlussfolgerungen. als möglichen ArbeitsMusik oder Tanz. ort. Kompetenzbereich 4 87 Berufsfeld: Betreuung Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher BehindeKompetenzbereiche rung Kompetenzbereich 1 Grundlagen Die Schülerinnen und Schüler … 88 Reflektierendes, geHandeln in einfachen Handeln in komplexe- Handeln in spezifischen berufsbezoge- dankliches Handeln ren Bezügen Bezügen nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, Anwenden in spezifische Einzelbezogenen Situationen Schlussfolgern Teilbereichen kompetenzen  zeigen Reaktionen auf  unterscheiden Konandere Personen. takt- und Umgangsformen,  setzen sich mit Nähe, Distanz und Sprachgebrauch auseinander,  aktivieren Vorwissen aus Ernährung, Hauswirtschaft und Textilpflege in neuen Bezügen,  informieren sich über Tagesstrukturierung,  erproben Möglichkeiten der gemeinsamen Freizeitgestaltung.  informieren sich über  Menschen in verschiedenen Lebensphasen und situationen,   suchen Spiele als Mittel der Kommunikation und Interaktion aus,  sind kreativ tätig,  erarbeiten einen Angebotskatalog für die Freizeitgestaltung. setzen sich mit Ach-  setzen sich mit Selbstund Fremdeinschättung, Würde und Bezung auseinander, ziehungsgestaltung auseinander,  setzen sich mit eigenem Konfliktverhalten erarbeiten einen und möglichen KonflikÜberblickskatalog ten auseinander, über soziale Dienste und ihre Träger.  dokumentieren ihre Aktivitäten. Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher BehindeKompetenzbereiche rung Reflektierendes, geHandeln in einfachen Handeln in komplexe- Handeln in spezifiBezügen ren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, spezifische EinzelAnwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern kompetenzen Teilbereichen Kompetenzbereich 2  wenden sich interesBerufsfeldspezifische siert und freundlich anderen Menschen Tätigkeiten zu. Die Schülerinnen und Schüler …  beachten angemessen  Nähe, Distanz und Sprachgebrauch,   hören zu,  führen helfende Tätig keiten in der Küche aus,  beteiligen sich an der Vor- und Nachbereitung von Mahlzeiten,  betätigen sich im Bereich der Wäschepflege,  beteiligen sich an hauspflegerischen Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Gebäudes, pflegen angemessene  nehmen Handlungs-  bedarf in hauspflegeriKontakt- und Umschen und betreuengangsformen, den Tätigkeiten wahr,  führen zuverlässig Zuarbeiten aus,  beteiligen sich an der Freizeitgestaltung und  übernehmen Transport- und Botendiens- tagesstrukturierenden Maßnahmen. te. bewerten eigene Tätigkeiten und akzeptieren Fremdbewertung, benennen eigene Grenzen, bewerten Konfliktlösungen. 89 Anforderungsstufen Sinnlich erfahren und Reaktionen zeigen, z. B. bei schwerer mehrfacher BehindeKompetenzbereiche rung Kompetenzbereich 3 Hygiene und Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler … Handeln in einfachen Handeln in komplexe- Handeln in spezifiReflektierendes, geBezügen ren Bezügen schen berufsbezoge- dankliches Handeln nen Bezügen Anwenden in berufs- Werten, Begründen, spezifische EinzelAnwenden in bezogenen Situationen Schlussfolgern kompetenzen Teilbereichen  tragen Arbeitsschutz-  bewegen sich sicher  erkennen besondere Gefahrenquellen. bekleidung. im Arbeitsbereich,  erkennen Gefahrenquellen,  beachten Regeln zur Ordnung, Sicherheit und Hygiene und setzen diese um.  benennen Regeln zur  erklären Gefahren- und Hinweisschilder. Unfallverhütung,  kennen einfache Maßnahmen der Ersten Hilfe,  verhalten sich in Gefahrensituationen angemessen. Kompetenzbereich 4  zeigen Reaktionen auf  besichtigen Be formulieren Fragen in  beteiligen sich an der  vergleichen ihre praktischen Erfahrungen mit Vorbereitung und treuungs- und Pflege- Vorbereitung auf die Betriebserkundungen die veränderte Lernder Arbeit in BeDurchführung von ErErkundung von Beumgebung. einrichtungen. Die Schülerinnen und treuungseinrichtungen, kundungen von Betreuungseinrichtungen Schüler … treuungseinrichtungen  ziehen für ihr eigenes . . Denken und Handeln Schlussfolgerungen. 90 91
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