75
halbrechts, den Feldherrnstab gebieterisch nach rechts
stre>dend und scheint den unten vorüberrollenden
zahlreichen Droschken, Omnibussen und anderen Gefährten
das typische „Immer rechts fahren!“
zuzurufen.
Auf dem nahen Pots8damer Plaß hatte beim
Empfange des Königs von Italien die von Hundrieser
modellierte Berolina, eine hoheitsvolle
Frauengestalt, provisorisch Aufstellung gefunden,
welche dem kommenden Potentaten eine Hand
voll Blumen entgegenstre>t. Die in jeder Beziehung
wohlgelungene, künstlerisch schöne Figur--sie
steht jet, in Bronze gegossen, auf dem
Alexanderplaß =- hatte sofort die Herzen der
Berliner erobert, und so konnte es nicht fehlen, daß
sie bald =- wie alle hübschen FrauensSleute =- ins
Gerede fam.
Man nannte sie „Fräulein von For>enbe>“;
die Kette, welche den Hals des Standbildes schmückte,
war „Forc>enbeken seine Amtskette“. Gehörte nun der
nunmehr verstorbene Herr Oberbürgermeister weiland
dem Fortschritt an, so zeichnet sich die Berolina
durch große Standhaftigkeit aus, und der Berliner
behauptet von ihr, „sie habe die Hosen an“, zumal
da der Faltenwurf ihres Gewandes dies deutlich
hervortreten läßt. Am hübschesten aber ist die Version,
welche ihr, der etwas zu stolz dreinschauenden,
die Worte in den Mund legt, die sie dem Gaste
+: