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»Wir haben damit nur seinen Willen erfuͤllt.«
»Nicht auch Ihren, Herr Morener?«
»Wie kommen Sie darauf?«
»Ich kenne Sie zu gut, um zu glauben, daß Sie soviel
Eifer fuͤr — die Gattin Ihres Onkels aufbringen.«
»Sie und ich, wir sind die einzigen, die sich trotz allem,
was vorgefallen ist, einen klaren Kopf bewahrt haben!
Lassen Sie daher unsere Gefuͤhle aus dem Spiel. Das
verwirrt und erschwert das Handeln.«
»Wer weiß! Es klaͤrt vielleicht manches auf.«
»Ich frage Sie ja auch nicht, ob Sie Ihren Vetter lie⸗
ben.«
»Sie duͤrfen es fragen — obgleich es fuͤr den Fall ja ohne
Bedeutung ist. — So, wie ich ihn geliebt habe, liebe ich
ihn nicht mehr. — Aber das ist nicht seine Schuld — viel
eher verletzte Eitelkeit. Ich habe mir Jahre hindurch
Dinge eingeredet, an die er nie gedacht und die zu glau—
ben er mir nie Veranlassung gegeben hat.«
»Ich bin erstaunt, daß Sie mir das sagen.«
»Nachdem Sie mir erklaͤrt haben, daß wir die beiden ein⸗
zigen sind, die sich einen klaren Kopf bewahrt haben,
muͤssen wir schon ehrlich zueinander sein, wenn wir ihm
helfen wollen.«
»Ist es nicht sonderbar: mir geht es mit jener Frau aͤhn⸗
lich wie Ihnen mit Ihrem Vetter. Auch sie hat mich nie
zeliebt. Aber ich war schon zufrieden, daß sie keinen an—⸗
deren liebte. Seitdem ich mir aber klar bin, daß sie Rei⸗
chenbach gehoͤrt, empfinde ich kaum noch etwas fuͤr sie.«
danni horchte auf. Vorsichtig fragte sie:
Und Sie glauben, Sie werden trotzdem nicht mehr los⸗
ommen voneinander ?«

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