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I. Persönliches und Allgemeines

Full text: Berliner Autoren / Wechsler, Ernst (Public Domain)

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aber auch die grimmigsten Fehden ausgefochten. 
In Wien hat das alles einen milderen, liebens- 
würdimeren, aber schlafferen Anstrich, ohne den 
Stich ins Schroffe, aber auch ohne den Zug des 
Grosss="" 2n. 
5 ‘ner Stadt wird es dem Einzelnen so 
schwer ‘> beweisen, dass man zu etwas taugt, 
als © und Asmmm w®rde ich jedem jungen 
Marrn A *''>-en, dass er eine 
vollg? ;obe sein-- >ens ablege. Ich 
finde, dass man sich ir  *-rre‘-4h wie in Deutsch- 
land redlich bemüht ic fi. die beide Staaten 
voneinander trennt. ausz”füllen, aber es scheint 
mir nur nicht mit den richtigen Mitteln zu ge- 
schehen "- "ırliner kennt noch zu wenig den 
Wiener vrc  286- hat erst recht die falschesten 
Vorstall- 7 1 :r nem. Es herrscht eben noch 
nicht die rıcht‘  ” “mmunik<tion zwischen beiden 
Städten. Wien überflutet Berlin mit Sängerinnen 
und Kellnern, der Nr-Nner vdet sich nun gegen 
den Österreicher das "’c—=-—eil, dass er zwar 
künstlerisch veranlagt =“ :z0 meidige Manieren 
habe, aber eine ernste, tüc”“-;c Arbeit traut er 
ihm nicht zu. Und wenn ich aufrichtig sein soll, 
so muss ich noch hinzufügen, dass der Öster- 
reicher in den Augen des Berliners als lotterig, 
unzuverlässi-: "sichtsinnig und faul gilt. Er kann 
zwar den CUsterreicher gut leiden, aber er sieht 
sehr auf ihn herab. Inwieweit nun die Meinung 
des Berliners dem Österreicher unrecht thut, will
	        
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