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Drittes Kapitel. Herr Schellbogen bekommt Einquartirung

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

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in die Hölle kommen,“ = donnerte Hochwürden 
ihn an, und in diesem Augenbli> tanzt eine 
Fliege vor ihm herum -- „Du wirst in die 
Hölle kommen“ (und nun begann der Weinreisende 
den frommen Mann zu copiren, der die Fliege 
fangen will) „Du wirst in die Hölle kommen -- 
Du wirst in die Hölle kommen =- so gewiß =- 
jo gewiß =- so gewiß als ich diese Fliege hier 
fange =- bei Gott, sie ist mir entwischt =- geh 
hin, mein Sohn, Du kannst vielleicht auch noch 
entwischen !“ 
Diese Geschichte machte Herrn Schellbogen 
bedenklich. (Es war nicht gerade eine Fliege, die 
vor ihm herumtanzte, aber etwas Anderes, dessen 
Umrisse ihm nicht ganz klar waren, als ob der 
Tisch und der Stuhl, auf dem er saß, selbst nicht 
ganz fest stünden. Doch der Weinreisende erhob 
sein Spitzglas gegen ihn, und eine Artigkeit 
ist der anderen werth. Es war heut nun ein- 
mal ein besonderer Tag, und Etwas mußte ge- 
schehen, um die üblen Eindrücke von vorhin zu 
verwischen. 
Die Aufmerksamkeit der Tischgesellschaft hatte 
fich indessen von dem Weinreisenden ab- und auf 
einen ältlichen, hageren kleinen Herrn hingelenkt, 
welcher graues Haar und grauen Schnurrbart 
hatte, wie ein höherer Beamter oder Offizier a. D. 
aussah und das Band des Rothen Adlerordens 
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