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Zweites Kapitel. Herr Schellbogen auf Reisen

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

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den ganzen Bau der Kirche, welches alle Steine 
zu erschüttern schien. Der Hammer im Thurme 
hob aus =- es schlug Mittag. Wie verwirrt er- 
hob fich Herr Schellbogen. 
„Es hat nicht anders sein sollen,“ wiederholte 
er, indem er dem Ausgang zuschritt. Der Rest 
der Geschichte war kurz und traurig. Marie 
Wernefeld war ""t =- war verschwunden, und 
erst einige Zeit '»äter kam es heraus, daß sie 
sich von einem Manne hatte entführen lassen, 
an dem sie mit grenzenloser Liebe hing, troßdem 
ihr Vater alles aufgeboten, sie von dieser un- 
jeligen Leidenschaft zu retten. Nur darum hatte 
er die Neigung Schellbogen's so eifrig unterstüßt, 
nur darum die Verbindung mit demselben so sehr 
zu beschleunigen gesucht. Scheinbar war seine 
Tochter, als sie sah, daß offener Widerstand un- 
möglich, auf seine Pläne eingegangen. Aber in 
der Nacht vor dem verhängnißvollen Tage war 
sie mit dem Geliebten entflohen = einem Un- 
würdigen, wie fich nur zu bald herausstellte, 
einem schönen , aber nicht einmal mehr ganz 
jungen Manne, denn er hatte die Befreiungs- 
kriege als Offizier mitgemacht und seitdem ein 
unstetes Leben, ohne rechten Beruf geführt. Der 
ohnehin schwergebeugte Wernefeld überlebte den 
Schlag nicht lange. Seine Vermögensumstände, 
troß der großmüthigen und uneigennütßigen Hülfe, 
Rodenberg, Scellbogen's Abenteuer. " 
rr
	        
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