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Zweites Kapitel. Herr Schellbogen auf Reisen

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

ZIM: 
ihm ein solches Jahr, wie rasch dahinzufliegen - 
und doch wie viel Schönheit und Kraft und Glück 
und Lebensfülle konnte sich in ihm entfalten! 
Jung? Leute, die er das letzte Mal als Braut 
und Bräutigam gesehen, waren nun verheirathet, 
und das Jahr darauf tändelte die glückliche Mutter 
schon mit einem allerliebsten Kinde, welches lachen 
zu sehen selbst ihn, den Alternden, mit einem 
warmen Empfinden erfüllte, wie wenn es Sonnen- 
schein wäre. Und dann den Großvater zu sehen 
oder die Großmutter, beide noch rüstig und froh, 
wie im Borgefühl eines gesegneten Herbstes =- sie, 
die schon vor 3: :m oder vor zwanzig Jahren in 
jedem Somme- c nmal zu diesem Wasser und zu 
diesen Bäumen -yerausgekommen waren, so wie 
jet ihre Kinder es thaten und nach ihnen wohl 
lane2 noch thun würden. Diese Stetigkeit und 
Folge, dieser Zusammenhang und dieses Fort- 
schreiten mit der Natur und ihren Geseken war 
es, was Herrn Schellbogen so sehr ansprach. 
Er war kein großer Philosoph und konnte sich 
manches, was er fühlte, nicht erklären; um so 
besser für ihn. Er erfreute sich an dem, was 
den Anderen so viele Freude machte, an ihren 
vergnügten Gesichtern und gegenseitigem Wohl- 
wollen, ohne Mißgunst und ohne Vorwurf. Nur 
ein klein wenig trauriger, als er gekommen, nahm 
er an solchen Nachmittagen die Angelruthe, die 
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