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Siebentes Capitel. Herr Schellbogen findet, was er nicht sucht

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

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eine jährliche Vergütung von fünfhundert Thalern 
anzubieten.“ Es war heraus und Herrn Schell- 
bogen zu -Muth, wie einem Feldherrn, der eine 
Schlacht gewonnen hat. 
„Fünfhundert Thaler,“ rief das Fräulein, 
und. schlug beide Hände über dem Kopf zu- 
sammen. 
„Es ist der Betrag unserer Hypothek,“ sagte 
die Vorsteherin, die einen tiefen Zweifel, ob fie 
richtig gehört habe, nicht unterdrücken konnte. - 
Doch Herr Sc<ellbogen wiederholte: „Fünf- 
hundert Thaler, sage und schreibe: fünfhundert 
Thaler.“ 
„Und wer ist die Dame?“ fragte die Vox- 
steherin; „wie heißt sie und was veranlaßt sie zu 
diesem für eine Frau ihres Standes ungewöhn- 
lichen Schritte?“ 
„3<h weiß nichts von ihr, als daß sie un- 
glücklich ist," antwortete Herr Schellbogen. 
„Das genügt,“ sagte die Vorsteherin, welche 
das Kind mit einer Empfindung ans Herz drückte, 
als ob es verstehen müsse, was in demselben 
vorgehe. Doch der Knabe lächelte nur und streckte 
seine Händchen aus, um das Gesicht seiner neuen 
Wohlthäterin zu streicheln. 
„So möge Gott einst,“ fuhr sie fort, „seinen 
Ausgang segnen, wie er seinen Eingang gesegnet 
hat. Dieses Kind ohne Namen hat mir einen
	        
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