Path:
Siebentes Capitel. Herr Schellbogen findet, was er nicht sucht

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

-- 1% --- 
nahm wie Sie, wie alle Welt, aus der Zeitung 
-- da regte sich in mix das Herz -- da sagte es 
mix in seinen lautesten Schlägen, daß es nicht 
todt, nicht gestorben sei, daß es lebe, daß es sein 
Eigenthum zurückverlange =- daß es aus dieser 
Stille, dieser Abgeschiedenheit, diesem glücklichen 
Wirkungskreis sich hinaussehne, daß es Alles auf- 
geben wolle, was es sich in jahrelangen Kämpfen 
mühsam errungen, um die geliebte Tochter noch 
einmal vor den Stürmen der Welt zu schützen. 
Aber ich bedachte nicht, daß nur die reine Hand 
ein Opfer bringen darf und -- ov mein Vater 
im Himmel, wenn es ein Unrecht war, so ver- 
zeihe ; doh ich konnte nicht anders. J< ging 
hinunter nach Berlin =- Niemand hier weiß 
davon =- Niemand darf davon wissen =- und 
telegraphirte meiner Tochter, nur wenige Worte, 
zusammenhanglos, wie sie die Verzweiflung uns 
in solchen Momenten eingibt; doch sie mußte 
mich verstehen. Auf dem Telegraphneamt hinter- 
ließ ich, daß ich wiederkommen und mir die Ant- 
wort selbst holen würde. Hier ist sie,“ und dabei 
nahm sie die Depesche aus dem Kästchen und gab 
sie Herrn Schellbogen =- „meine eigene Botschaft 
uneröffnet zurückgeschickt mit dem amtlichen Ver- 
merk: „Unbestellbar.“ Aber nicht das allein ; als 
ich, noch ganz betäubt von dem Fehlschlag meines 
Versuchs, mich anschikte, das Gebäude zu ver-
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.