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Fünftes Kapitel. Herr Schellbogen faßt einen Entschluß

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

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kennen, = sie wissen es, daß sie nicht zurück- 
gewiesen werden, wenn sie an die niedrige Thür 
flopfen.“ 
„Zst es möglich?“ sagte Herr Schellbogen, 
der mit großer Aufmerksamkeit gefolgt war. „Da- 
von habe ich niemals gehört!“ 
„“ “plaube es Ihnen,“ fuhr RösSchen Troschel 
fort. „er hat in Berlin überhaupt davon ge- 
hört? Die Wohlthätigkeit, welche mit einfluß- 
reichen Namen prangt, welche hohe Protection 
hat = die Subscriptionen, welche von großen 
Damen in die Hand genommen werden, =- Alles, 
was in die Zeitung kommt -- ja, das geht! Das 
hat Erfolg. Aber wer kennt solch ein kleines 
Haus, in welches nur der verschwiegene Kummer 
sich flüchtet? Und Sie sollten es doch schen,“ 
setzte sie hinzu, und ihre Augen leuchteten ordentlich, 
-=- „wie hübsch es ist! Wie nett, wie reinlich, 
wie gut gehalten! Und wie troß allen Mangels 
doch ein Geist freudigen Vertrauens darin waltet, 
ein Hauch der Zufriedenheit und des Friedens, 
in welchem diese kleinen Menschenpflanzen auf- 
wachsen, wie in reiner Himmelsluft. 'J<h bin 
früher oft in dieses kleine Haus gekommen .... 
ich habe . . . . Doch“ =- verbesserte fie sich, leicht 
„erröthend =- „das gehört nicht hierher. J< bin 
selbst eine Waise gewesen und weiß, was es heißt, 
von fremden Menschen Liebe zu empfangen; und,
	        
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