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Viertes Kapitel. Herrn Schellbogen's Rückkehr und Empfang

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

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staubigen Weg, der nach Schöneberg hinauf führt 
= und da war das Haus -- das alte Haus, 
das liebe Haus, das Haus mit den grauen 
Wänden, an denen der unreife Wein rankte, mit 
dem Vorgarten, in welchem die Flora aus Zink- 
guß stand, mit dem Schild über der Thür, 
auf welchem in Metallbuchstaben leuchtete: 
„Traugott Ewald Schellbogen.“ 
Aber wo waren die liebend geöffneten Arme, 
die ihn empfangen sollten? Wvo war der Engel 
des Friedens? Wo war Amanda? Wo Jodocus 
Frommknecht? Wo der Lehrjunge? Die Droschke 
rollte heran und hielt dann; aber sie weckte keine 
Spur von Leben in dem Hause, welches wie aus- 
gestorben schien. Sogar der Laden mit seinen 
Schätzen von Leinen- und Strumpfwaaren war 
noc< geschlossen, um diese Stunde des Tages! 
Es mußte schon zehn Uhr Vormittags sein. 
Der Kutscher knallte mit der Peitsche. Doch 
es regte fich nichts. Das Lächeln, mit welchem 
Herr Schellbogen sich schon zum Empfange vor- 
bereitet, erstarb auf seinen Zügen. „Was ist 
das 7" rief er, indem er ausstieg und die Stufen 
vor seinem Hause emporschritt. Aber auch die 
Thüre war verriegelt. Sprachlos stand er da; 
die Arme sanken ihm am Leibe herunter. Der 
Kutscher, welchen sein Beruf mehr als irgend 
einen anderen Sterblichen an alle Vorkommnisse
	        
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