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Drittes Kapitel. Herr Schellbogen bekommt Einquartirung

Full text: Herr Schellbogen's Abenteuer / Rodenberg, Julius (Public Domain)

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Doch die Augen des Herrn Schellbogen leuch- 
teten. „Leinen!“ rief er, „das ist ja meine Sache, 
Und 100...“ ex tammelte, doch ein" ge- 
heimer, verwegener Wunsch, die Möglichkeit, die 
Dame vielleicht auf diese Weise noch einmal wieder- 
zusehen, riß ihn fort . . . „Und wenn Sie Bedarf 
in dieser Branche haben, meine Dame, so bemühen 
Sie sich nur in das Weißwaaren- und Leinenge- 
schäft vor dem Pot3damer Thor, in Firma Trau- 
gott Ewald Schellbogen.“ 
„Schellbogen?“ wiederholte die Dame mit 
einem Tone, in welchem Etwas klang, wie aus 
einer sehr weiten Vergangenheit. „Habe ich diesen 
Namen nicht schon einmal gehört?“ 
„Es fönnte wohl möglich sein,“ entgegnete 
der Gefragte mit keinem geringen Stolz. „Der 
Name erfreut sich einer recht guten Reputation in 
der Geschäftswelt, Gott sei Dank!“ 
„So kennen Sie den Herrn Schellbogen ?“ 
forschte die Dame weiter, in welcher nun 
plökßlich eine Erinnerung auftauchte und klar 
ward. 
„Ganz genau, ganz genau,“ war die Antwort. 
„Und was für eine Art von Mann ist er?“ 
„Darüber steht mix kein Urtheil zu,“ verseßte 
Herr Schellbogen leicht exröthend, indem er sich 
wieder nach dem Kinde umsah, welches ihm schon 
mehrmals aus der Verlegenheit geholfen. 
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