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Volume Nr. 32, 09.08.1878

Full text : Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain) Ausgabe 11.1878 (Public Domain)

Mr.  32.

Berlin,  Breitag,  9.  August  1878.

11.

Man  abomiirt
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und  in  d<r
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am  DönhosSplatz.
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Jllnftrirtes  humoristisches  Wochenblatt.
Weraulrvorllicher  Aedactrur:  Julius  Stettenheiur.  —  Zllustrirt  von  K.  Keil.

Man  obonnirt
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vierteljährlich
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Sochhandliingcu,

Zcitmig»-sVkditeiiren

und  in  der
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am  DönhosSplatz.
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L  25  Pf.

Ende  des  Culturkampses.  Beginn  des  Kampfes  mit  der  Cultur.

Hus  (scc  WalisiMet-Mappe.

schickt  uns  dm  Folgenden:
Seit  einigen  Tagen  beschäftigt  sich
Preffe,  welche  kein  Mittel  unversucht ­
  läßt,  der  Regierung  feindlich  entgegen ­
  zu  treten,  mit  einer  Frage,  welche
zwar  nicht  geeignet  ist,  vor  ihrer  völligen
Erledigung  öffentlich  diskutirt  zu  werden,
vielleicht  eben  deshalb  mit  aller  Lebhaftigkeit  an
die  Oeffentlichkeit  gezogen  wird.
Es  handelt  sich  allerdings  um  die  sehr  wichtige
Frage,  ob  zwischen  den  beiden  Gegnern  eine
Annäherung  stattfinden  wird,  oder  nicht.
Man  wird  uns  wohl  ohne  lange  Beweisführung
glauben,  wenn  wir  und  zwar  auf  Grund  zuvor
läsfiger  Versicherungen  aus  Kisfingen  erklären:
Er  giebt  nicht  nach!  ~5£)

Alle  Hoffnungen  auf  der  einm,  alle  Befürchtungen  auf  der  anderen
Seite  waren  und  find  gegenstandslos,  jene  genährt  von  seinen  Feinden,
diese  ausgesprengt  von  seinen  Anhängern.  Es  mag  ja  sein,  daß  er

einen  Augenblick  glaubte,  es  ließe  sich  eine  Form  des  Ausgleichs  auffinden, ­
  aber  es  stellte  sich  zugleich  auch  für  ihn  die  Unmöglichkeit  eines
solchen  heraus,  und  so  dürfen  wir  ohne  Rückhalt  sagen:
—sW  Gv  ßCetßf  fest!
Welche  Gerüchte  auch  immer  verbreitet,  welche  Vermuthungen  laut
geworden,  welche  Verdächtigungen  ausgestreut  worden  waren,  die
Parole  ist:
äein  Entgegenkommen!  Keine  Annölierung!
Wir  wollen  es  nicht  verhehlen:  Es  wäre  vielleicht  klüger  gewesen, ­
  die  Hand  zum  Auffinden  eines  lUoäus  vivendi  zu  bieten  und
Frieden  zu  schließen.  Der  Vortheil  tritt  so  klar  zu  Tage,  daß  er  sich
sogar  in  Ziffern  und  Zahlen  ausdrücken  ließe,  aber  die  Unmöglichkeit,
nach  so  langem  Widerstand  die  Waffen  zu  strecken,  ist  doch  stärker,  so
stark  wie  der  Stolz  des  Mannes,  der  A  gesagt  hat  und  nun  B  sagen
muß  in  dem  Bewußtsein  der  Verantwortung  deffen,  was  er  unternahm.
Man  unterlaffe  also  alle  müssigen  Combinationen  und  überflüssigen
Aeußerungen  gegenüber  der  festen  Versicherung:

Er  läßt  sich  auf  Nichts  ein:
der  Prinz  Ernst  August  von  Hannover!

Schön  gesagt.

Dr.  Reptilius.
            
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