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XXVIII.

Full text: Thilo von Wardenberg / Richter, Julius Wilhelm Otto (Public Domain)

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kannst du gewiß sein: Unrühmlich werd' ich nicht 
enden!“ 
Der 24. August war erschienen. Aus dem Nebel, 
der die aufgehende Sonne umwogte, erhob sich ein klarer, 
überaus heißer Tag. Schon am Vorabende war der 
Bürgermeister von seinem Schwager Selchow benachrich- 
tigt worden, daß das Aufgebot der Berliner den Magde- 
burgern gegenüber stände und eine Schlacht unmittelbar 
zu erwarten wäre. Er hoffte, daß niemand außer ihm 
und Rathenow dies erfahren habe, und harrte nun mit 
banger Sorge der weiteren Kunde. Nach Möglichkeit 
war für die Sicherheit der Stadt gesorgt. Denn die 
Wachtmannschaften waren in zuverlässigen Händen, und 
auf dem Alten Markte stand unter Botels Führung eine 
bewaffnete Bürgerschar bereit, um den Befehlen Warden- 
bergs sofort zu entsprechen. Seine Familie hatte er in- 
der Stille entfernt. 
Da, in der dritten Nachmittagsstunde, sprengte ein 
Reiter von Westen heran. Sein Roß war in Schweiß 
gebadet, er selbst bis zur Unkenntlichkeit mit Staub be- 
de>t. Kaum war er zum Thore herein, als er nach 
dem Bürgermeister fragte. Dieser war soeben am Tel- 
tower Thore angelangt und ließ nun den Boten sofort 
vor. In einem Seitengemache des Thorhauses empfing 
er ihn. 
„Woher kommst du?" fragte er hastig. 
„Aus der Schlacht wider die Magdeburger,“ 
sagte der Reiter, „und Euer Schwager hat mich gesendet!“ 
„Bringst du Sieg oder Verderben?" forschte er 
weiter.
	        
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