Path:
Das kaiserliche Post-Zeitungsamt in Berlin

Full text: Beiträge zur Kulturgeschichte von Berlin (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

Zeitungen gefüllte Döcke oen vom Post-Heitungsamt ab 
414000 und zwar winn Wagenfahrten. Die Zahl 
der außergewöhnlichen eilagen ist seit 1875 von 
5 Millionen auf 31 555 (09 mit einer Gebühreneinnahme von 
88 466 Mark gestiegen. Und das Alles umfaßt den stetigen, 
sozusagen normalen Verkehr, der sichtlich eine ungeheure Arbeits— 
leistung erfordert. Nun denke man aber an die Reisezeit mit 
ihren „Überweisungen“ und ziehe in Betracht, daß die Zahl 
dieser Überweisungen mit ihrer Fülle von Extraarbeit, sich seit 
dem Jahre 1874 von 29 000 auf weit über 237 000 gesteigert 
hat. Es ist ersichtlich, daß dieser kolossale , Zeitungs-Handel“, 
der einen Geschäftsverkehr mit zahllosen großen und kleinen 
Postämtern erfordert, eine ganz gewaltige Abrechnungsarbeit 
mit sich bringt: es handelt sich da um etwa 4200 Postanstalten 
(gegen 501 im dahre 1825)), welche an Zeitungsgeld über 
8 Millionen Mark im Jahre 1897 ablieferten. Nicht weniger 
als 552 000 Zeitungsbestellungen gingen im vergangenen Jahre 
ein und es wird besonders die Berliner Verleger interessieren, 
zu erfahren, daß die seitens des Post-Zeitungsamtes an sie zu 
leistenden Zahlungen seit 1870 von 2Millionen auf 6 Millionen 
Mark gestiegen sind, wobei der Barumsatz an der Kasse der 
Anstalt überhaupt sich auf die stattlick Summe von rund 
16 Millionen Mark beläuft. 
Ehe wir weiterhin auf die Organisation und die Ent— 
wickelungsgeschichte dieses hochbedeutsamen Reichsinstituts ein⸗ 
gehen, wollen wir einen Blick auf den äußeren Rahmen 
werfen, in welchen dieses buntbewegte Bild emsiger Arbeit 
im Dienste des Verkehrs 55 e'ttigt Das Gebäude liegt 
nicht etwa dort, wo das ⸗0 ns in seinen höchsten 
und stärksten Wogen braust Fauerstraße gehört zu 
den vornehm stilleren Wege Terliner Verkehrs, wo 
vielfach der Pensionär mittlerer Einkommens und der dem 
—
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.