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Theodor Hosemanns Thätigkeit und Bedeutung für den Berliner Verlagsbuchhandel

Full text: Beiträge zur Kulturgeschichte von Berlin (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

Diese „Sammlung komischer und launiger Lieder, Arien und 
Gesänge zum Besten der Allgemeinen Invaliden-Casse heraus— 
gegeben von L. Schneider. KeSchauspieler. Berlin, im Ver— 
lage des Herausgebers. Heft Iv. Pr. 20 Sgr.“ war 
T. Trautwein in Kommission gegeben. Kein Zweifel, daß 
dieses Titelblatt zu dem Vorzüglichsten gehört, was Hosemann 
je geschaffen hat. Man möchte es für eine Menzelsche 
Zeichnung halten. Wie köstlich sind sie nicht diese Genien und 
launigen Gruppen im Rankenwerk, die Musikanten und die 
Wohlthäter, die ihren Obolus in die Büchse zu werfen sich an— 
schicken!? Oben aber lagert Louis Schneider — als Mauser 
in der Operette „Der reisende Student“, so will es scheinen 
— die Guitarre in der Hand. Es ist wirklich ein Blatt, das 
man nicht genug rühmen kann! 
Zu den bekannten Kompositionen zu Goethes Faust 
vom Fürsten Anton Radziwill (im Verlage von T. Traut— 
wein) hat allerdings Eduard Daege das Titelblatt gezeichnet, 
jedoch wurde Hosemann beauftragt es zu lithographieren, was 
der Vollständigkeit und Genauigkeit wegen hier nicht un— 
erwähnt bleiben mag. 
Die Firma A. Hofmann ECCo. ist aller Welt als Ver— 
lag des „Kladderadatsch“ bekannt. Als er 1848 das Licht der 
Welt erblickte, stand Hosemann in seiner besten Schaffens— 
kraft und schien gewissermaßen berufen zur künstlerischen Mit— 
arbeiterschaft. Doch Wilhelm Scholz wurde sein Zeichner und 
gewiß nicht zum Schaden des Blattes. Hosemanns Namen 
finden wir gleichwohl häufiger mit dieser Firma ver— 
bunden. So erschien in den Jahren 1846 und 49 ein 
„Album“, wie es sich nenn“ unter dem Titel: Die Dichter 
des deutschen VBo97 75 und kostbar illustriert. Im 
ersten Bande, erste 2 C, txeffen wir auf zwei Radierungen 
des Künstlers zu den v Gaudyschen Dichtungen „Wo bleibt's“
	        
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