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Fünfter Abschnitt. Brief 28-35. Die sozialdemokratischen Kreise und ihre Geistesverfassungen Dreiunddreißigster Brief. Die religiösen und religionsfeindlichen Strömungen II. - Einfluß der volkswirtschaftlichen Lehren auf die religiösen Anschauungen der untern Schichten - Wie die sogenannte "volkstümliche Wissenschaft" gewirkt hat

Full text: Soziale Briefe aus Berlin / Leixner von Grünberg, Otto (Public Domain)

Sozialdemokratie und Religion. 363 
Nicht minder Thautocho A es daß jene Annahmen, 
die in den lebten ren die Gährung be— 
schleunigten. die materialistische 
Auffassung de AAng des Lebens als 
eines nur mecnitthen Wergenau u. s. w. innerhalb der 
strengen Wissenschaft nicht nur nicht unbestritten dastehen, 
sondern 7ꝛ8 sogar als widerlegt gelten müssen. 
Daß unn einzelne Msnner des wissenschaftlichen 
Stoffes ber*gten, um ihn in einer verständlichern 
Sprache waien Oyeisen zu verAeln ist begreiflich und 
in gewisser Ernean wohl eut. yzlich. Nun aber be— 
gnügten sin 2.das ?Hatsächlich übersichtlich zu— 
fammenzufassen. Ti. die oft, wie z. B. Büchner, eine 
höhnende Verachtung der Philosophie zur Schau trugen, 
führten selber luftige Gebäude auf, als deren Grund⸗ 
stein sie jene Annahmen benützten, die für ihren Zweck 
am meisten taugli“ ergchienen. Dieser Zweck war mehr 
der minder unver“llt ausgesprochen, den Materia⸗ 
——— machen, eine sogenannte rein 
„wissenschaftliche Weltanschauung“ zu begründen und 
so die Bedeuttic der christlich⸗ religiösen Weltanschauung 
zu vernichten. Manche dieser Sendlinge des „Stoffs“ 
neinten es ehrlich, andere aber benützten nur die Strö— 
mung für ichsüchtige Bestrebungen oder folgten ihr ein⸗ 
fach, ohne sich die Mühe zu geben, selber zu denken. 
Vielfach verquickten sich damit politische und sozialistische 
Gedanken der äußersten Linken und das jüngst bei der 
Zusammenkunft in Halle so selbstbewußt klingende, übrigens 
aus dem Französischen gestohlene Wort: „Keine Autorität 
im Himmel und auf Eiden“ ist in den Gedankengängen
	        
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