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Vierter Abschnitt. Brief 20-27. Aus dem geistigen Leben Zweiundzwanzigster Brief. Schauspieler, Musiker und Gesellschaft - Die Künstlerwelt - Die Zeit Wilhelms I. und die Kunst der Zukunft

Full text: Soziale Briefe aus Berlin / Leixner von Grünberg, Otto (Public Domain)

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Leben der Kunstwelt. 
dem flachen Geschmekar wohr entgeoen und ver—⸗ 
lieren zuletzt di 2bO( ganz. Als 
Modemal⸗ — Lhen dann 
selbst als —5* neuen Millio⸗ 
näre“ » nen an echtem 
Künstlert— nen Erfolg. 
3 J der hier wie 
auch andantnaem * auft, hat über— 
haupt c ꝛ Einfluß. Ihre 
Schöpfune ng um so mehr, 
je mehr sir llen diescn rrise berechnet sind. 
Aber auch dic Lebendfthrung der Maler selbst ähnelt sich 
jener der Geldkreise dann immer mehr an, der Luxus der 
Ausstattung, der Gesellschaften wird ebenso prahlerisch 
wie dort. 
Fehlt bei ne im canzen bei den Künstlern jenes 
frische frohe Leber ecldorf und in München 
nicht zum Ner⸗ Inder ist, so giebt es 
doch Maler e nen, in deren Häusern 
eine geistig C Vigkeit herricht und nicht die 
—V— na writ den Tafelfreuden beginnt und 
endet. Auch hier finden sich nicht selten Pfleger der 
Musik, und besonders in zwei Künstlerfamilien wird die— 
selbe mit ebensoviel Begeisterung wie mit Verständnis 
geübt. 
Die Beziehungen zwischen Hof und Künstlerwelt sind 
nicht gerade besonders rege. Bei großen Festen wurden 
und werden einige Vertreter derselben wohl geladen, 
aber ein Verkehr, wie er einst in München unter König 
Maximilian zwischen Künstlern und den höchsten Herr⸗
	        
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