Path:
Zweiter Abschnitt. Brief 10-14. Die Berlinerin Dreizehnter Brief. Die Frau im gebildeten Mittelstande - Ihre Arbeitsamkeit - Einfachheit des Lebens - "Verschämte Arbeit" und deren Ertrag - "Taschengeld" - Das ältere und das jüngere Geschlecht - Größerer Luxus im mittlern Kaufmannsstande - Sittliche Lebensführung - Religiöse Stimmungen - Wohlthätigkeit und Heldinnen der "Charitas"

Full text: Soziale Briefe aus Berlin / Leixner von Grünberg, Otto (Public Domain)

136 
Sittliche Lebensführung. 
geschieht mancke⸗ was nicht geschehen sollte. Die Heilig— 
keit dir Er e seider *9* abzuleugnen, ge— 
litten *5* »n daß z. B. im 
Kauf. c:: ieren — so oft 
nur Gehee* und die Bünd— 
nisse er höufiger werden. 
Aber n7 J itte der scharfen Ver— 
urteilutg; ri ron en nicht mit jenem duld— 
samen L355* inuerer Entsittlichung her⸗ 
vorgehte st im Beamtentum, 
in den ra fziere eine sehr seltene 
Erschei· Xen erntferut, Berlin für 
eine Ett ocauͤe en zu wollen; es 
giebt v Aab in einzelnen Schichten 
der Ge n ganecn möchte ich doch be— 
haupten, dah hring der Berlinerin in 
den Mittelständen eine rinere sei, als in mancher 
andern Weltstadte i Ackeit und der kühlere 
Sinn der Borlinorin haber cholfen, strengeres Pflicht⸗ 
bewußtsein aufrecht zu e 
Über die religiöse:“ ntuumgen der Frauen dieser 
— 
heute nicht unberührt vor den verneinenden Strömungen 
der Zeit, sic ist tens in vielen Fällen gleichgültiger 
—D0 
Wissensstoff ausgeyt schadet dem Weibe viel mehr als 
dem Manne. Dieser kann sich durch den Wust von Zeit— 
wahrheiten wieder in sein Gemüt hineinarbeiten; ist aber 
bei der Frau das Gehirn mit oberflächlichem Wissen 
vollgepfropft, kanmm es dem Herzen gefährlich werden. Das
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.