Path:
Text

Full text : Der Berliner Tiergarten von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart / Meyer, Ferdinand (Public Domain)

Etablissement3;“ und zwar war es ein Ackermann Namens
Gauert, welcher das umfangreiche, im Winkel des Landwehrgrabens
 und Tiergartens liegende Aerstü>k 1716 von den
Süßbierschen Erben für 150 Thaler erwarb und ein Wohnhaus,
 nebst Stall und Scheune darauf errichten ließ. Und
endlih noch fällt in den Niedergang der Regierungszeit
Friedrich Wilhelms 1l. die Anlegung der „Jägerbrüce“
über den Festungsgraben, wodurch die Verbindung des Jägerhofes
 bezw. des Werders mit der Friedrichstadt hergestellt
wurde. -
So überkam Friedrich der Große den eingeschränkten
Tiergarten, dessen Umgestaltung zu einem der schönsten Lustparke
 dem schöpferischen Genie des Königs vorbehalten bleiben
sollte. Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt ließ derselbe,
angeblich um seiner Mißachtung gegen das Weidwerk offenfundig
 Ausdru> zu geben, den noch vorhandenen Plankenzaun
beseitigen, damit der Tiergarten zu einer für alle zugänglichen
Erholungsstätte würde. Und doch hatte Friedrich der Große, wie
aus seinen eigenen Schriften hervorgeht, schon in frühester Jugend
der Jagd obgelegen. Freilich, wenn man die Aufzeichnungen
seines Kammerhusaren Neumann nicht bezweifeln will, hätte
Friedrich damit nur bezweckt, fich „im Reiten zu exerzieren“,
feineSwegs aber eine „gewöhnliche Freude darin gesucht,
die dergleichen Liebhabern fast zu einer Leidenschaft gereicht“.
Während seiner langen Regierungszeit findet fich deun auch
nirgends ein Hinweis vor, daß Friedrich der Große an
einer Jagd persönlich teilgenommen, weil er. (nach Preuß
Angabe) das Jagen für ebenso vergnüglich wie das Schornsteinfegen
 hielt.
Genug, die Jagdschlösser und -Reviere seines Vaters
verödeten, und auch die Pflege des Wildes begann aufzuhören.
 Dagegen wurde eine Kommission eingesetzt, bestehend
aus dem Landjägermeister v. Schwerin, dem Oberstlieutenant
v. Keith und dem Sur-Jntendanten v. Knobelsdorff, :um

07
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.