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„3 da können wir leiht Abhülfe schaffen: ich
werde das Fenster öffnen. Jhr seid wol nicht Soldat
gewesen 2“
„Rein, Ercellenz, ih habe nicht gedient.“
„Wo seid Ihr denn her?“
„Aus Drezden, Excellenz.“
„Da giebt's ja gar keine Soldaten. Und nun
geht und bringt mir die Skizze bald. Hört Ihr?“
schloß der Feldmars<hall die Unterredung.
Einige Tage später begegnete dieser in der leipziger
Straße dem Maler. Der Künstler blieb stehen, machte
Front und zog ehrerbietig den Hut. Der Gruß mochte
dem alten Krieger gefallen haben, er schaute den Maler
mit dem Kavalleriepferd - Musterungsbli> abermal3 von
oben bis unten an, trat dicht an den Künstler heran,
tippte ihm mit dem Zeigefinger auf die Brust und sagte:
„3<h kenn' Euch!“ Nah diesen Worten aber machte
er Kehrt und ging klirvend und säbelrasselnd eiligen
Schrittes von dannen. =-Sehr
wichtige und zugleich auch ereignißreiche Tage
im militärischen Leben, an welchen mehr oder weniger
die Bevölkerung der Hauptstadt theilnimmt, sind „Kaisers
Geburtstag“, die Einkleidung der Rekruten und die große
Frühling3- und Herbstparade auf dem Tempelhofer Feld.
Für die ausgedienten Mannsc<aften sind die Kontrolversammlungen
von Bedeutung.
An einem festgeseßten Tage des Monat3 November
müssen alle diejenigen Rekruten, welche bei der Aushebung
tauglich und für das Garde-Corps geeignet befunden
worden sind, in der Carlstraße auf dem Exercirplat
des zweiten Garde-Regiments zu Fuß sich stellen. Außer
den in Berlin und Umgebung ausgehobenen Mann-