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Landpartieen und Kremserfahrten

Full text: Berliner Kinder / Haering, Oskar (Public Domain)

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sich Dunkelbergs Schwiegermutter in's Gesprä<. „Der 
ist ganz sicher mit Emma in die Heide gegangen. Denn 
Robert hat ein Auge auf das Mädchen geworfen. I< 
habe es längst bemerkt.“ 
„Robert wäre mir schonst janz recht als Scwiejer- 
john, der stippt keene Fensterladen in'n Kaffe, er ist 
fleißig und tüchtig und Jeld hat er obenin.“ 
„Und einen recht losen Mund und wenig Rli“ er- 
gänzte die Schwiegermutter. 
„Au controleur, im Jejentheil. Robert is 'n sehr 
jebildeter Mann, der sich in jede Jesellschaft zu benehmen 
weeß. Sie haben blos 'ne Pieke uff ihm, Scwiejer- 
mutter, von wejen den Verein . . .. .. Na, Sie wissen't 
shon, wat i> meinen duh'“ vertheidigte der Schneider 
Feldtrappe seinen Freund. 
„Det is einerlei: ob jebildet oder nich jebildet. De 
beeden Durchjänger müssen hier zur Stelle“ unterbrach 
Schmidt die Unterhaltung Feldtrappes mit der Sc<hwie- 
germutter. Und „Emma! Robert!“ rief er mit laut 
shallender Stimme hinein in den Wald. Aber keine 
Antwort kam zurü>. „Wo mögen sie denn blos ste>en, 
zum Kukuk?“ 
„Futschikfato perdutto“ antwortete vorlaut Otto 
Behrendt, der keine Gelegenheit versäumte, die es ihm 
möglich machte, mit Eifer und Erfolg in die Fußtapfen 
seines Bruder3 Wilhelm zu treten. „Aber i> wer' se 
suchen jehen, und wehe! wenn i> se finde, det se sich 
abknutschen! Dreimal wehe!“ Nach einer Weile kehrte 
er von seinen Streifzug zurü& und flüsterte Schmidt 
einige leise Worte in's Ohr. Dieser erhob sich sofort und 
entfernte sich eiligen Schrittes, indem er seiner Frau 
zurief: „J> komme jleich retour, Mutter.“
	        
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