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Inhaltsverzeichnis : Berliner Adreßbuch (Public Domain) Ausgabe 1916 (Public Domain)

M 1IA4.

Dien latt erscheint
seden Sonnaben d.
Die Pranumeration
betraͤgt auf ein Vier⸗
eljahr für Berliner
15 Sar., für Ausraͤrtige
 18 Sar.

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d

*4

Berlinische Luschauer.

1832.

Nau . mierirt
X
Breite Straße Nr. 25.
dei sammttichen Her⸗
xn Zeilungs · Spedi⸗
euren und bei allen
—A

Sonnabend, den 7. April

Ebriftlich sorgenz richtig wünschenz gläubig bedenz freublg —

Der Haupt⸗Verein fuͤr christliche Erbauungeschriften
in den Preußischen Staaten J

aach den Grundsaͤtzen der in Loͤndon bestehenden Gesellschaft
Religions Tratt. Society) besteht hier schon seit 1811, in
groͤßerer Ausbildung aber seit dem Zten August 1814. Die
nachgesuchte Portofreiheit haben des Koͤnigs Majestaͤt auf
swangzig Pfund bei jedesmaliger Buͤcherversendung im Jahr
1816 zu bewilligen geruht. Das Koͤnigl. Ministerium des In⸗
nern hat unter dem 2isten Oktober 1816 die Grundsaͤtze des
Vereins) mit der Bestimmung genehmigt und bestaͤtigt:
¶) daß die Gesellschaft sich jetzt und kuͤnftig lediglich auf freiwil⸗
ige Verbreitung evangelischechristlicher Erbaunngeschriften be⸗
schraͤnkt, ohne separate Erbauungs⸗Versammlungen und An⸗
dachtsuͤbungen zu veranlassen; M daß der hiesigen Synode, de⸗
cen Einfuͤhrung bevorsteht, das Recht vorbehalten bleibe,
die zu verbreitenden Erbauungsschriften zu pruͤsen und Aüber
die Beobachtung der Statuten der Gesellschaft zu wachen

— ü⸗⸗

Der Zwea dieser Gesellschaft igr kleine religidse Schriften, befom
ders unter den gemeinen Mann, auczubrelten welche, act die Bite
zegrũndet, rein evangelisch abgefaßt sinbd.
Jeder, der einen bestimmten Beitrag von Einem Thaler haͤhrlich
and darũber giebt, ist Mitglied der Geselischaft. Durch einen un—
veftimmten Beitrag wird man Wohlthäter derselben.
Die Geschäste der Gesellschaft werden durch einen aut den Mit⸗
zliedern gewaͤhlten Ausschusß besorgt, der monatlich, und wenn ea
nothig ist, ofter eine Sißung halten wirrnd.. —7
Alle Geschaͤfte des Ausschusses geschehen umentgeldlich, und Keiner,
der Bezahlung für seine Dienste dekommt, kann ein Mitglied dessel⸗
ven sein, oder eine Stimme darin haben ⸗··575
Einmal des Jahres wird eme Zusammenkunft der Gefellschaft gatt
zaben, in welcher der Bericht von den Sortschritten derselben geie⸗
en, und die Berechnung der Einnahme unv Ausgabe vorgeleat
Aird werche deide, sammt den ünteressantesten Briefen der Cor—
despondenten / uebst den Ramen der suberivirenden Mitgileder, so
vie der Wohlthaͤter, gedrudt werden sole

daß die Gesellschaft dem Coufistorium und bem Minsterium
des Intnern jaͤhrlich einen Bericht und ein Verzeichniß ihrer
Mitglieder einzureichen verpflichtet se Gabe je eine
Zeit, in der diejenigen Ungluͤcklichen haͤufig sind, welche fr—
her von Gott und Gottes Wort entfremdet waren, so ist es
die unsrige. Es waltet kein Zweifel ob, daß sehr Vielen
zurch die kleinen Erbauumgsschriften zuerst ein Strahl des
dichtes in der Seele aufgegangen ist; sie sind dadurch zur
Quelle der Wahrheit, zum Worte Gottes gekommeni
das aber ist die Hauptsache. Deshalb fand der Verein ein
wachsendes Interesse, welches jedoch einem Widerspruche und
einer Feindschaft gegen seine Thaͤtigkeit au⸗ dem einfachen
Brunde begegnen mußte/ weil das offen⸗ Bekenntniß des
Evangelii und der Grundwahrheiten des Christenthums: des
Brundverderbens des Menschen und des alleinigen Heiles in
Christo durch den Glauben den Widerspruch der Welt erfaͤhrt,
wie unser Heiland selbst verheißen hat. (Joh. 13, 18) Wen
ollte das befremden ? Wer die von dem hiesigen Haupt⸗ Ver⸗
ein (und von dem in Hamburg und an vielen andern Or⸗
en) herausgegebenen Erbatungsschriften lieset, und nicht ge⸗
rade vor ihrem Anblick zuruͤckfahrt, als wenns Gift waͤre,
der muß uͤber die Behauptung laͤcheln, daß durch diese
Schriften eine neue Lehre oder irgendwie Irrthuͤmer ver⸗
oͤreitet wuͤrden; lacheln? —nein, die Sache ist zu ernst;
er muß erschrecken, daß die Feindschaft gegen Christus so
weit geht, mit solchen Reden ein Unternehmen zu verdaͤchti⸗
zen, das jeder Protestant (man erlaube uns hier diesen Aus
zruck) unterstuͤtzen sollte Denn ein Solcher, dem es gleich⸗
Mltig oder unangenehm ist, daß die alten Lehren det heiligen
Schrift, wie sie in der Augsburgschen Confession vom 25sten
Juni 1530 ausgesprochen sind, unter dem Volke verbreitec
verden, ist auf dem besten Wege, dem weißen Blatt Papier
zleich zu werden (wenn er es nicht schon ist), welches das
            
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