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Die Hasenheide

Full text: Berliner Kinder / Haering, Oskar (Public Domain)

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Dier und kleen und zierlich und dadruff kannst du 
allens mit'nander ooc< nicht den jeringsten Anspruch 
machen. Du solltest dir umtaufen lassen, Onkel!“ Die 
Antwort wartete Willem aber nih ab; mit eenen Saß 
war er fort, un heidi jing's nach Haus.“ 
„3 det sind ja rec<ht nette Jeshichten, die i> von 
dir hören muß, Willem“ wandte sic<h Feldtrappe an 
diesen, indem er eine Cigarre anzündete und den 
Rauch mit Wohlbehagen von sich blies. 
„A< wat, det is do< nischt Schlimmes,“ ant- 
wortete Wilhelm. „Aber dein vieljelichter Neffe Quer- 
über is 'ne olle Pee. Der kann nich det Jeringste vor 
fich behalten. Aber weeßt du wat, Onkel, du könntest 
mir zur Belohnung für meine Thaten 'ne Ziehjalie ver- 
ehren; mir roodert so.“ 
„Det wer't woll hübsch bleiben lassen, Willem,“ 
entgegnete ihm Feldtrappe. „Denn wenn i> deinen Wunsch 
erfüllte, wären sofort dein Bruder Otto und Willy bei 
der Hand: mir ooch eene, mir ooh eene.“ 
„Det kann i> nich anders leugnen,“ gestand Wil- 
helm ehrlich. 
Unter so lehrreichen Erörterungen und anregenden 
Gesprächen wurde der Weg nach der Hasenheide zurüc- 
gelegt. Am Eingang zur Chaussee, welche an dem Ver- 
gmügungslocal „Kellers Hofjäger“ vorüber zu demjenigen 
Theil der Hasenheide führt, welcher der Benutzung des 
Publikums freigegeben ist, hatte ein „warmer Krebs- 
händler“ seinen Stand aufgeschlagen, nämlich ein Mann, 
welcher in einem Kessel Krebse kochte und mit diesen 
Handel trieb. Eine große Anzahl der armen Thiere, 
soweit sie noh nicht gekocht waren, lagen in einem aus 
Weidenruthen geflo<htenen Korb und gaben kein Lebens3-
	        
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