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Restaurants, Weinstuben und Aehnliches

Full text: Berliner Kinder / Haering, Oskar (Public Domain)

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und bescheidene Restaurants und Riesenstädte nicht allein 
Riesenkneipen, sondern deren auch eine ungeheuere Menge. 
So zählt Berlin mit seinen 1,400,000 Einwohnern 
mehr als sec<hstausend Restaurants, Weinstuben, Wein- 
großhandlungen mit Probir- oder Trinkstuben, Nieder- 
lagen auswärtiger Weinproducenten und Weinhändler, 
Bierhäuser, Stehbierhallen und Destillationen oder welche 
Namen diese Lös<hanstalten für den Durst sonst führen 
mögen. Aus der genannten Zahl ist mittelst Division5rech- 
nung s<hnell genug das Resultat gewonnen, daß auf zwei 
Hundert Einwohner etwa =- Kinder, Mütter, Bräute 
mitgerechnet =- eine Kneipe kommt. Jst dieses Ver- 
hältniß schon an und für si< ein abnormes, so wird 
es zu einem völlig ungeheuerlihen durch den Umstand, 
daß e3 außer den angeführten Etablissement3 noh eine 
große Menge sonstiger durststillender Einrichtungen 
giebt. Solche sind die Restaurant38 der Bahnhöfe, 
welche keine3wegs ausshließlich von Fremden frequentirt 
werden; die Ausschankstellen der größeren hauptstädtischen 
Brauereien, deren e8 mehr denn adtzig giebt; die 
eleganten und stark besuchten Restaurants der großen 
Hötel3: des Kaiserhof8, des Hötel de Rome, des Central- 
hötel8, des Hötel continental, des Grand Hötel Alexan- 
derplaß u. s. w. Aber auch mit der Aufzählung dieser 
Institute ist das Bild nicht vollständig. Denn die 
zahlreihen Cafes führen neben gutem, weniger gutem 
und schlechtem Kaffee und sonstigen unschuldigen Ge- 
tränken alle möglichen Spirituosen und Weinsorten; 
ebenso vers<mäht die Mehrzahl der Conditoreien keines- 
wegs den Auss<hank von Wein, Punsch, Grog, Bowle, 
Liqueur und sonstigen hißigen Flüssigkeiten; jeder Budikeor 
führt Bier auf Flashen =- Weißbier, bayrisches Bier
	        
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