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VII. Verschiedene Flugblätter

Full text: Der Kladderadatsch und seine Leute 1848-1898 / Hofmann, Rudolf (Public Domain)

mit de Kolben drinn, hauen mit de Säbels uff de Leite, stechen mit 
de Panjenettersch uff de Menschen los, als wenn es gar nischt 
wäre.“ 
„Sauter Skandäser aus Berlins Tag- und Nachtwächter- 
leben.“ 
„Die Konstäpler bleiben; kühl' Wetter bleibt, nu no< de 
Cholera, denn is de Pulle voll!“ 
. „Ihr sprec<t! Ihr sprec<ßt!“ Ein Lied der Vertretenen an die 
Vertreter: | 
Auf breiten Grund den Stein zu mauern, 
Den Grundstein zu dem neuen Recht, 
Das Ritter, Bürger oder Bauern, 
Die sogenannten Herr'n und Knecht, 
Fortan vor Einen Nichter stellet, 
Nach gleicher Saßzung Arm und Reich, 
Den Hohen wie den Niedern fället, 
Da3 Volk, dazu berief es Euch. 
Das Volk, es schreit nach seinem Recht 
Und Ihr? Was thuet Ihr? -- Ihr sprecht! 
„Kapuziner-Predigt, gehalten der Rechten von einem Prediger 
des Rechts.“ 
Heisa, Juchheia, Dudeldumdei! 
Das geht ja toll her. Bin auch dabei! 
Sind das preußische Volksvertreter 
Oder Volks8- und Freiheitsverräther, 
Die da irommeln mit Händen und Füßen, 
Freie Worte mit Hohn begrüßen? 
Die ganze Welt ist ein Klagehaus, 
Die Arche der Freiheit shwimmt im Blute, 
Und das Deuts<he Reich, =- das Gott erbarm'! -- 
Macht noch ein Reich3verweser arm. 
Preußen wird immer mehr annullirt, 
Weil's nicht die Sache der Freiheit führt. 
Unser Landrecht ist geworden ein Schandrecht, 
Und zu Gerichte sigen offenkundige Bösewichte. 
Die Presse wird gepreßt, und die Litteraten 
Möcdte man am liebsten schmoren und braten. 
„Der National-Versammlung erste Vorstellung im S<au- 
spielhause.“ 
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