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III. Berliner politische und satirische Zeitschriften

Full text: Der Kladderadatsch und seine Leute 1848-1898 / Hofmann, Rudolf (Public Domain)

) a... 
„Des: Königs CEimbörnlein“ 
(Es war einmal ein König, 
Der hat ein Eichhörnlein, 
Das liebt er gar nicht wenig, 
Als wär's sein Söhnelein. 
Bald ist's Minister worden 
Das Thierlein klein und nett, 
Empfing gar viele Orden 
Und manche Pfründe fett. 
Dicht neben seinem Throne 
Sekt er das Thierlein ein, 
Da that's der Welt zum Hohne 
Nur Pfaffenlieder schrei'n. 
Die Juden und die Christen, 
Die wurden sehr geplagt 
Und von den Pietisten 
Von jedem Amt gejagt. 
Der Heuchler kam zu Ehren 
Und all das Pfaffenchor; 
Da that sich's Volk empören, 
Der Aufstand brach hervor. 
Der König wollte beten 
Und schnitt ein fromm Gesicht, 
Do< half aus seinen Nöthen 
Das Eichhörnc<en ihm nicht. 
ICI. 
Der „Volkstribun“ erschien kurz vor der Uebersiedelung der 
Nationalversammlung aus der Singakademie in's Schauspielhaus. 
Er ist voll Zorn und bittren Hohns darüber, daß so viele Hoff- 
nungen der liberalen Parteien zu Grabe getragen worden sind. 
Das von der Nationalversammlung angenommene Bürgerwehrgesetß 
veranlaßt ihn zu dem Rathe an alle Wehrmänner, ihr Gewehr zu 
zerschlagen oder zurückzugeben. Das Parlament selbst bildet den 
Gegenstand bittersten Spotts: 
„Affen und Hunde hat man s<on im Schauspielhause gesehen, 
aber Trampelthiere noch nicht, die ziehen jekt hinein.“ 
„Die National - Versammlung wird ihren Kampfplatz wechseln 
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