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Full text: Der Kladderadatsch und seine Leute 1848-1898 / Hofmann, Rudolf (Public Domain)

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Haeckel und Loeffs studirte er an der Münchener Kunstakademie und 
verließ 1891 nach beendetem Studium München, um nach Paris 
zu gehen, wo er die dortigen Malschulen der Professoren Gebrüder 
Ferrier und Bouguerau besuchte. 1892 erschienen seine ersten 
Bilder im Pariser „Salon“. Auch ihm -- wie seinem Kollegen 
am Kladderadatsch Gustav Brandt = ist von jeher eine große 
Neigung für humoristisches und karikirendes Zeichnen eigen gewesen 
und wenn Stuß auch -- im Gegensaß zu Brandt -- in erster Linie 
Maler war und sein wollte, so vernachlässigte er doch daneben nie 
die Kunst des Illustrirens. Die auf den Münchener Künstlerfesten 
so beliebten Fest- und Bierzeitungen, Einladungskarten und Pro- 
gramme entstammen zahlreich seinen Jdeen und seinem Zeichen- 
stifte. Stutz ist außerordentlich produktiv und humoristisch sehr 
veranlagt. Seine Leistungen im Kladderadatsch sind immer originell 
und d<arakteristisch und zeigen ein dem Wesen des Blattes an- 
gepaßtes und ihm in hervorragender Weise dienendes Können. 
Seinem Malerberufe ist Stuß no< immer treu geblieben. 
Die Berliner Kunstausstellungen von 1894 und 1897 wurden von 
ihm mit zwei von der Kunstkritik au8gezeichneten Oelgemälden be- 
schi&t und auch in den kommenden Jahren hofft er dort ver- 
treten zu sein.
	        
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