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Der Kladderadatsch. 1848-1898 Abbildung: Molken Markt

Full text: Der Kladderadatsch und seine Leute 1848-1898 / Hofmann, Rudolf (Public Domain)

I UU 1.2) 20 
Dohm öffnete nun den Brief und wurde durch die folgende 
Mittheilung freudig überrascht: 
Berlin, 8. Dezember 1864. 
Cw. Wohlgeboren 
benachrichtige ich, daß S. M. der König soeben den Nach- 
laß der noch nicht abgelaufenen fünf Wochen vollzogen hat; 
das Amtliche erfolgt auf amtlichem Wege. Abgesehen von 
der gestrigen Feier ist das hübsche Bild der lezten Nummer 
auf die Entschließung nicht ohne Einfluß geblieben. Darf 
ich eine persönliche Bitte an diese Mittheilung knüpfen, so 
ist es die, die arme Caroline nun ruhen zu lassen. 
Mit vorzüglicher Hochachtung 
Cw. Wohlgeboren ergebenster 
v. Bis8marcc>. 
Melken 
silo 
Aus Nr. 59/60 des Kladderadatsch von 1864. 
Eine Stunde später hatte Dohm die „neun Ellen im Geviert“ 
hinter sich, wenn auch nicht zum lezten Male. 
Das interessante Schreiben Bi8mar>'s findet sich in Facsimile- 
Nachbildung im „Bismarc> - Album des Kladderadatsch“ (Berlin, 
A. Hofmann u. Comp.) 
Nachdem Preußen angefangen hatte, „in Eisen und Blut“ zu 
arbeiten, zog Kladderadatsch gerne mit in die neue Aera der An- 
nexionen. Mit voller Ueberzeugung wurde er ein Verbündeter der 
Annexionspolitik Preußens und Gegner der liberalen Strömung, 
welche bismarcce>feindlich die Selbständigkeit der Herzogthümer 
Schle8wig-Holstein unter dem Kronprätendenten, dem Herzog Fried- 
rich von Augustenburg, auf ihre Fahne geschrieben hatte. Sein 
" Ir
	        
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