= XT --regelung
und Entlassung außerhalb des Gebietes liegt, bei dem die Beurtheilung
von Qualifikation und- Fähigkeit in Frage kommt. Hilpert
hat das bereits drastisch dargestellt. Es befinden sich unter den Entlassenen
eine ganze Anzahl Leute, die lange Jahre in den Brauereien
thätig waren, die durch ihr Verhalten keine Veranlassung zur -Unzufriedenheit
gegeben haben, sondern die entlassen worden sind, weil die
Brauereien gemeint häben, den Boykott einer Brauerei mit dieser Maßregel
beantworten zu müssen. Wenn die Herren die Güte haben, sich
auf diesen Standpunkt zu stellen, und mit uns bemüht sind, die Ursache
des Streits aus der Welt zu schaffen, so wird e8 zu einer Verständigung
bei diesem Punkt kommen. Die Erörterung der vein theoretischen und
prinzipiellen Frage über das Recht des Arbeitgebers scheint mir hier in
der That nicht am Plate zu sein. Sie würde am Plaße sein, wenn
es sich darum handelte, eine neue Einrichtung zu schaffen. Aber hier,
wo es sich nur darum handelt, die Opfer des Krieges, wie die Herren
Direktoren den jezigen Zustand richtig bezeichnen, in die Lage zu bringen,
wieder erwerbsfähig zu werden, hier kann die Frage nicht entschieden
werden, ob die Unternehmer das Recht haben, Arbeiter, die sie nicht für
geeignet halten, von der Einstellung in ihre Betriebe zurückzuweisen.
Wenn nun mein Freund Auer soweit gegangen ist, „mit Rücksicht
auf das friedliche Zusammenarbeiten beider Faktoren zu sagen, „daß es
für die Arbeiter ziemlich. gleichgültig sei, in welcher Brauerei sie Stellung
finden, daß es sich also für sie nicht gerade darum handele, den alten
Plaz wieder einzunchmen, sondern überhaupt nur wieder Arbeits8gelegenheit
zu haben“, so ist das, glaube ich, ein Entgegenkommen, welches gewiß
geeignet ist, die Bedenken, die Herr Direktor Goldschmidt und sein
Herr Kollege hat, zu beseitigen.
Was nun aber die Ausführungen des lezten Herrn Redners an=-belangt,
so muß ich sagen, daß ich keine Neigung habe, auf das von ihm
berührte Gebiet der Spionage und der Denunziationen einzugehen. - Ich
möchte aus unseren Verhandlungen alles fernhalten, was die Möglichkeit
in sich birgt, zur gegenseitigen Erbitterung zu führen, und“ ich möchte
wünschen, daß wir uns weniger um das kümmern, was während des
Krieges von beiden Seiten geschehen ist, sondern den Versuch machen,
Zustände zu schaffen, die den Krieg beenden. Wenn aber nun einmal
hier von diesen Dingen gesprochen worden ist, so muß ich doch betonen,
daß alles das, worüber der Herr Vorredner sich so lebhaft beklagt hat,