Path:
5. Florenz

Full text: Sängerreise der Berliner Liedertafel nach Italien (Public Domain)

Orlandini; die Damen van der Haim, Mauro Gordato, Matthissen, 
Tompson, Blumner, Torri, Cocchi-Rosta, die Gräfin Faä.di 
Bruno u. a. Wir bemerkten ferner den deutschen Konsul Oswald mit 
seinem Sekretär Eberle, die Assessoren: Ciofi, Artimini, Faralli 
und Levi; die Stadträte Brogi, Miglorati; die Abgeordneten: Marquis 
Filippo Torrigiani und Graf Cerristori; der Marquis Altoviti- 
Avita, Signor Torre, Marquis Roberto Antinori, Baron Stumm» 
Professor Brockhaus, Professor Geyger, Professor Landriani für 
den Blindenverein „Margarita“; der Cav. Fabri für den Turnverein, Herr 
Alfred Bembaron für die Volksschulen: Pietro Dazzi; Cav. Mon - 
sacci für den Kriegerbund, Signor Neri für die Gesellschaft der Wohl- 
thätigkeitsvereine: Santa spirito. Diese Gesellschaften bilden das Komitee 
der Wohlthätigkeitsvereine, für die heute Abend das Konzert im Theater 
Pagliano stattfindet. Den Ehrendienst versahen Magistratsdiener und die 
Stadtgarden in Gala. 
Bei der Ankunft des Vizepräsidenten des Berliner Vereins ging ihm 
der Syndako entgegen, reichte ihm die Hand, stellte ihm alle Damen, den 
General Angoli, Mitglied des Konzertkomitees und die Musikprofessoren 
Gandolfi, Ninochi und Landini, vor. Herr Cornelius hatte sehr 
freundliche Worte für Florenz, dankte dem ehrenwerten Bürgermeister 
für die ehrenvolle Aufnahme des Vereins in hiesiger Stadt. Dann kam 
der Dirigent A. Zander, dem der Syndako nach den Vorstellungen 
Worte des Dankes für den Akt der Menschenliebe aussprach, den die 
Berliner Sänger gegen die Wohlthätigkeitsvereine zeigen. Der vortreffliche 
Maestro Zander antwortete, dass er und seine Sänger sich glücklich 
schätzten, sich zu Gunsten der Wohlthätigkeitsgesellschaften bemühen zu 
können in einer so berühmten Stadt, die durch den festlichen Empfang 
der Sänger die althergebrachten, freundlichen Sitten bekräftigt habe. 
Die Berliner und alle Eingeladenen besichtigten unter Führung des 
Syndako das historische Zimmer der Eleonore und andere Merkwürdig- 
keiten. Am Schluss wurde eine ausgezeichnete Erfrischung dargeboten, 
geliefert von der Firma Doney. Darauf führten die Sänger unter Leitung 
ihres Dirigenten Zander den Chor v. Beethoven aus: „Die Himmel 
rühmen des Ewigen Ehre!“ 
Der II. Präsident der Liedertafel nahm dann das Wort; er dankte 
dem Syndako von neuem für die hohe erwiesene Ehre, die alles über- 
treffe, was man erwartet habe und schloss mit einem Hoch auf die 
gastliche Stadt und ihre Behörden. 
Der Syndako erwiderte, dass die Verbrüderung der beiden Völker 
gleichkomme der Zuneigung und Freundschaft, die die Herrscher Italiens 
und Deutschlands verbinde und dankte noch einmal den Berlinern für 
die gezeigte Wohlthätigkeit. 
Die sehr lieben Gäste verliessen das Rathaus um 17 Uhr 30 Min.“ 
4 
» 75
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.