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9. Schlusswort

Full text: Sängerreise der Berliner Liedertafel nach Italien (Public Domain)

glänzende Verlauf der Reise so deutlich, dass weitere Be- 
merkungen darüber hier fortfallen können. 
Dass die Ausstattung dieses Berichts mit Bildern möglich 
wurde, danken wir den Herren: Grundner, A.Krause,R.Neu- 
feind, Schneider, Wilde, sowie unserm inzwischen verstor- 
benen Mitgliede Herrn P. Matthes, die uns das Material dafür 
bereitwilligst zur Verfügung stellten. 
Nunmehr schliessen wir unsern Bericht mit dem Wunsche, 
dass die Sangesbrüder beim Durchblättern desselben all die 
herrlichen Bilder der Reise aufs Neue vor ihren Augen erstehen 
sehen, wie es dem Verfasser bei der Niederschrift selbst er- 
gangen ist. — 
Schön bist du Italien, mit deinen fruchtbaren, rebendurch- 
rankten Auen, mit deinen Bergen, deren weiche Linien sich 
wundervoll in der durchsichtigen, blauen Luft im goldnen 
Sonnenschein abheben! Schön, wunderschön sind deine Blu- 
mengärten, die Orangenhaine, die Pinien, die Cypressen, die 
Palmen! Schön sind die alten Schlösser und Burgen, und wie 
schön erst die alten Reste aus grosser historischer Zeit! Schön 
bist du, du wunderbares Meer mit deinem Glitzern und Leuch- 
ten und deinen unbeschreiblichen Lichtwirkungen, besonders 
wenn: 
„Sonne taucht in Meeresfluten, 
Abend schwimmt in letzten Gluten.“ 
Interessant und unvergesslich sind die volkreichen Städte, 
die charakteristischen Erscheinungen derselben, ihr Leben 
und Treiben. - Hochbedeutend und unübertroffen sind .die 
Kunstschätze, die wohl nirgends in der Welt ihres Gleichen 
finden! 
Und doch! Als es wieder den Alpen zuging, als man 
wieder die schneebedeckten Tannen und .die eisgekrönten 
Berge grüssen konnte, als die fremden Laute verschwanden 
und das herzinnige „Grüss Gott“ wieder an unser Ohr schlug, 
da jauchzte doch das Herz auf, und die Blicke schweiften 
frisch‘, und. fröhlich. zu. den Bergen empor, und: wir 
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