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II. Berlin IV. Denkmäler

Full text: Heimatkunde der Provinz Brandenburg und der Stadt Berlin / Thurn, Bernhard (Public Domain)

kanzler Fürst Otto v. Bismar> erhiclt dieses Amt wegen seiner 
hohen Verdienste. Fürst Bi8mar> hat eine Reihe von Jahren mit 
fester Hand die Geschie unseres Vaterlandes ' geleitet und die 
Einigung Deutschlands herbeigeführt. Diese Verdienste des großen 
Mannes werden in den Blättern der Geschichte ein bleibendes 
Andenken finden. 
Den Oberbefehl in den benannten Kämpfen führte Wilhelm [l. 
Unter den preußischen Heerführern zeichneten sich besonders aus : 
1. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm, -- später Kaiser Friedrich II. 
(Er führte die siegreiche Entscheidung in den Schlachten bei 
Königgräß (1866), Weißenburg und Wörth (1870) herbei. 
2. Prinz Friedrich Karl, Sieger in Schleswig-Holstein (1864). 
(Eroberung der Düppeler Schanzen.) Sieger bei Mars la Tour 
Orleans (1870), und Le Mans (1871). Dem kühnen Reiterführer, 
dem Sieger in vielen Schlachten, wurde von dem branden- 
burgisc<hen Armeecorps8 dessen kommandierender General der ver- 
storbene Prinz gewesen, in Frankfurt a. O. ein Denkmal errichtet. 
Das Standbild zeigt den Prinzen zu Fuß in der Uniform seiner 
Biethenschen Husaren mit dem Feldmarschallstab in der vorgestrekten 
Rechten. Ferner zeichneten sich in dem Feldzuge von 70 und 71 
die preußischen Generale Herwarth von Bittenfeld, Vogel von Falken- 
stein, von Manteuffel, von Werder und der General Steinmetz 
durc<4 Tapferkeit und Umsicht aus. 
Der Lorbeer des Sieges gehört unter den preußischen Führern 
in den lezten Kriegen vor allen dem greisen Feldmarschall Moltke, 
dem Schlachtendenker und Schlachtenlenker. Als Diener seines 
Königs, als Bürger, als Soldat, als Gelehrter und als Mensch 
zeichnete sich der bescheidene Marschall vor allen aus. Für die 
in den letzten Kriegen erworbenen Verdienste erhob Kaiser Wilhelm 1. 
den General Moltke in den Grafenstand und ernannte ihn zum 
Generalfeldmarschall. Sein Andenken wird in den Tafeln der 
Geschichte ein unauslöschliches Denkmal finden. Feldmarschall 
Moltke starb am 24. April 1891 zu Berlin in Folge eines Sc<lag- 
flusses. Der große Tote ruht in seinem schon für seine Gattin 
erbauten Mausoleum zu Kreisau in Schlesien. Lettere starb im 
Jahre 1868. Auch für seinen Grabstein gelten die dem General 
Scharnhorst gewidmeten Worte des Dichters: 
„Ewig auf den Lippen schweben 
Wird er, wird im Volke leben, 
Besser als in Stein und Erz.“ 
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