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I. Die Mark Brandenburg X. Die wichtigsten Bodenerhebungen mit ihren Mineralien und Produkten

Full text: Heimatkunde der Provinz Brandenburg und der Stadt Berlin / Thurn, Bernhard (Public Domain)

Südlich von der Havel erhebt sich das Höhenland von Lehnin. 
Es grenzt im O. an die Nuthe. Wir merken den Schmeerberg am 
Scwielow-See, 132 m hoch, und den Brauhausberg bei Potsdam. 
4. Oestlich von der vorigen Landschaft liegt das Höhenland 
des Teltow. Es grenzt im O. an die Dahme. Wir merken den 
Kreuzberg bei Berlin, 66 m hoch, den Gipsberg bei Sperenberg 
und den Babelsberg bei Potsdam. Auf einer Spreeinsel liegen 
die Müggelsberge, 114 m hoh, nicht weit von Köpenick. 
5. Zwischen Dahme und Spree erhebt sich das Land Storkow. 
Es ist reich an Seeen, Braunkohlen und Holz. In der Nähe von 
Fürstenwalde liegen die Rauenschen Berge, 152 m hoch. 
6. Südlich vom Lande Storkow liegt das Höhenland von 
Lieberose. Es grenzt im Osten an die Neiße und Oder. Der 
höchste Punkt ist der Hutberg, 141 m hoch, südwestlich von Fürsten- 
berg. Zwischen Neiße und Bober liegen die Gubener Weinberge. 
Oestlich vom Bober beginnt der Grüneberger Landrücken. 
7. Südlich von der Neumark liegt das Sternberger Höhen- 
land. Es grenzt im Norden an das Warthebruch, im W.: und 3. 
an die Oder. Wir merken die Spiegelberge bei der Stadt Lagow. 
X. Die wichtigsten Bodenerhebungen mit ihren Mineralien 
und Produkten. 
In früheren Zeiten waren die Oberflächen des Bodens in der 
Mark mit Sümpfen und Wäldern bede>kt, und recht sandig. Die 
Wälder sind nunmehr gelichtet, die Sümpfe durc< Kanäle ent- 
wässert und in Wiesen- und Aderländereien verwandelt worden. 
Der sandige Boden ist dur<; Mergel und Dung fruchtbarer ge- 
worden. Die Fruchtbarkeit des Bodens ist in den Niederungen, in 
der U>ermark, an einzelnen Stellen der Neumark und in anderen 
Gegenden der Mark recht erfreulich. In diesen Gegenden gedeihen 
Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Zu>errüben , Kartoffeln und an 
einzelnen Stellen Tabak vortrefflich. (Oderbruch, Vierraden.) Jn 
den sandigen Gegenden der Mark gedeihen Roggen, Hafer 'und 
Kartoffeln nur spärlich. Außerdem wachsen Hülsenfrüchte , Flachs, 
Obst, Wein und allerlei Gemüse. 
In der Mark giebt es schöne Laub= und Nadelholzwälder. 
Dank der Fürsorge der königlichen Regierung ist den adeligen 
Grundbesizern die Pflicht auferlegt worden, den Bestand ihrer 
Forsten in demselben Zustande zu erhalten. Das unbedingte Ab= 
holzen der Wälder ist verboten. Jede abgeholzte Fläche muß 
fofort wieder angesamt werden. Besonder8 in den königlichen 
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