Berliner Hippodrom, Koch-Strasse, Wilhelm-Strasse. 79
der Südspitze des Zoologischen Gartens (siehe 8. 105) liegt,
bereits auf Charlottenburger Gebiet, die Kaiser Wilhelm Gedächtnis-Kirche,
zu welcher der Grundstein im März 1891
gelegt wurde. —
Auf dem zwischen Joachimsthalerstrasse und Fasanenstrasse
gelegenen, 70000 qm grossen Gebiet am Kurfürstendamm,
befindet sich der Berliner Hippodrom (Römischer Cirkus).
Es ist dieses ein Sommer-Vergnügungs-Etablissement mit schönem Konzert-Park,
in welchem nebea hippischen und denselben verwändten Künsten,
Pantomimen, Volks-Belustigungen, Konzerte usw. stattfinden. Eintritt einschliesslich
Stehplatz bei den Schaustellungen 50 Pf. Tribünen 1 bis 2 M.
Logen 3 bis 5 M. Die Tribünen und Logen sind gedeckt und finden die
Vorstellungen bei jeder Witterung (im Sommer!) statt. Anfang des Konzerts
um 5 Uhr 30 Min., der Vorstellung um 8 Uhr. Verbindung mittels Stadtbahn,
Station Zovlog. Garten, Dampfstrassenbahn Nollendorf-Platz —
Halensee und mehrere Pfterdebahn-Linien bis Lützowplatz.
6. Die Friedrichstadt südlich der Leipzigerstrasse und
die Obere Friedrich-Vorstadt.
(Geschichtliche Einteilung Berlins: Stadtteil 6 und 15).
Könirarätzerstr., Belle-Alliancenlatz und Brücke, Lindenstrasse,
Friedrichstr., Waılhelmstr. (bıs zur Leipzigerstr.).
Von der Leipzigerstrasse aus erreicht man durch die
Mauerstrasse zunächst die unscheinbare Bethlehem-Kirche,
auch Böhmische Kirche (F 7) genannt. Sie wurde 1735—37 unter
Friedrich Wilhelm I. nach Dietrichs Rissen von Naumann,
als erster Kuppelbau in Berlin für den Kultus böhmischer
Protestanten erbaut.
Gegenüber befindet sich ein Zugang zur Städtischen Markthalle
7’7, welche bis zur Zimmerstrasse hindurch reicht. —
In der Kochstrasse liegen Nr. 65, 66 die 1747 begründete
Kön !. Elisabeth-Schuiz und üas Kön.„l. Real -Gymnasium,
welch’ letzteres 1379—40 gänzlich umgebaut wurde. Gegenüber
das Kal. Friedrich- W.ihelm-Gymnasium, welches sich
seit dem Jahre 1891 hier befindet,
In der Wilhelmstrasse Nr. 102, gegenüber der Einmündung
der Kochstrasse, befindet sich durch einen hohen Säulengang
und gärtnerische Anlagen von der Strasse getrennt, das
Palais des Prinzen Albrecht von Preussen, Regent von Braunschweig
(F'8), 1737 auf Veranlassung Friedrich Wilhelms I.
für den französischen Emigranten Baron de Vernezobre erbaut.
Dasselbe wurde 1830 zur Wohnung des Prinzen Albrecht
besimmt und zu diesem Zwecke 1883 von Schinkel umgebaut,
Weiterhin. Nr. 34, gegenüber der Anhaltstrasse,