Path:
II. Wohnung und Beköstigung

Full text: Straube's illustrierter Führer durch Berlin, Potsdam und Umgebung / Straube, Julius (Public Domain)

55 Kurfürstenbrücke, Molkenmarkt, Nicolai-Kirche. 
Kirchen abbrannten, die letztere 1809, wurde von 1846—50 
die jetzige Kirche nach Strack’s Plan im gotischen Stile 
von Dieckhoff erbaut; Packsteinbau mit einem 96,34 m 
hohen Thurme, welcher der höchste in Berlin ist. 
Die Verbindung von A't-Kölln mit dem durch die Spree 
getrennten Stadtteil Alt-Verlin wird durch mehrere EPrücken 
hergestellt, von denen die nördlichst gr legene die Friedrichs- 
brücke (G 6) ist. Zwischen dem Königl. Schloss und dem Dom 
befindet sich die durch ihre künstlerische Ausschmückung 
hervorragende, monumentale Kaiser-Wilhelmbrücke (G 6), welche 
die Kaiser-Wilhelmstr. mit dem Lustgarten und den Linden 
verbindet. Südlich des Schlosses führt vom Schlossplatze 
nach der Königstr. die Lange- oder Kurfürsten-Brücke, welche 
45,82 m lang, 13.33 m breit, in den Jahren 1692—96 erbaut ist. 
Auf derselben fand 1703 eines der 
hoervörragensten Werke Schlüter’s, das 
Zeiterstandbild u2s Grossen Kurfürsten, 
aus Prz, Ar“+a]]ung. Das Denkmal 
met den ‘ rossen Xurfürsten als 
‘mischen Imnerator, die vier Ecken 
les Sockels werden von vier über- 
‚ebenserossen. Sklaven verziert. In 
das Piedestal aus weissem Marmor 
sind zwei Bronze-Hochreliefs einge- 
lassen. Das rechte versinnbildlicht 
das personifizierte Kurfürstentum, 
Friedricn WilheJm dahinter das alte Schloss, das linke 
Pays o.Gr. Kurfürst 6.6. das Köndiatum, im Hintergrunde das 
neue Schloss. 
Die südlichste Verbindung mit Alt-Berlin bildet der in 
völliger Umgestaltung befindliche Mühlendamm. 
2. Alt-Berlin. 
Molkenmarkt, Rathaus, Börse, Martien-Kirche, Sedan- 
Panorama, Klosterstrasse. 
Der Molkenmarkt (H 6) wird durch den Mühlendamm mit 
Alt-Kölln verbunden. Am Eingange der Poststr. (Nr. 16) das 
Stäct, Statist. Amt. Durch die Molkengasse gelangt man 
zur Nıkolai-Kirche (H 6). Der massive, ca. 19 m hohe Thurm- 
unterbau aus Granit gehört der ursprünglichen, im Jahre 
1223 geweihten Kirche an und ist das nachweisbar älteste 
Bauwerk Berlins. Im Jahre 1878 wurde die Kirche voll- 
ständig renoviert und mit einem zweiten Thurm versehen. 
— Beachtenswert sind die Kunstwerke: Messkelch mit Patene 
von Markgraf Otto HL (1260): Zinnernes Taufbecken von
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.