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Full text: Geschichte des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3 / Altrock, Constantin von (Public Domain)

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Anlage 24. 
Lebenslauf des Generalmajors v. Doering, 
vom 30. Oktober 1866 bis 17. Juli 1870 Kommandeur des 3. Garde-Grenadier⸗ 
Regiments Königin Elisabeth. 
Karl August Wilhelm v. Doering wurde am 3. September 1819 zu Königs⸗ 
berg i. Pr. als Sohn des damaligen Hauptmanns in der Adjutantur, späteren General— 
lieutenants a. D. v. Doering und seiner Gattin Emma, geb. Freiin v. Budden⸗ 
brock, geboren. 
Nach der ersten Erziehung im Elternhaus im Alter von 11 Jahren in das 
Kadettenkorps zu Potsdam aufgenommen, erhielt derselbe hier, später in Berlin, von 
1830 bis 1836 seine militärische Ausbildung und demnächst am 18. August 1836, 16 Jahre 
alt, Anstellung als Sekondlieutenant im Kaiser Alexander Grenadier-Regiment. Nach 
bjährigem Dienst in der Front dieses Regiments wurde Lieutenant v. Doering von 
1842 bis 1844 zur Dienstleistung bei der 1. Artillerie-Brigade nach Danzig, vom 
Oktober 1846 bis März 1848 zur allgemeinen Kriegsschule in Berlin kommandirt. 
Am 18. März 1848 machte Lieutenant v. Doering den Straßenkampf in Berlin 
mit, wurde am 1. April desselben Jahres zu den Holsteinschen Truppen kommandirt und 
nahm hier, theils als Kompagnieführer, theils als Adjutant und Generalstabsoffizier 
an dem Feldzuge von 1848 und 1849 in Schleswig und Jütland, und in diesem an 
folgenden Belagerungen, Schlachten und Gefechten theil: 
23. April 1848 Gefecht bei Missunde, 
5. Juni 1848 Gefecht bei Düppel, 
3. und 4. April 1849 Gefecht bei Sundewitt, 
12. April 1849 Schlacht bei Kolding, 
3. Mai 1849 Gefecht bei Taulow, 
7. Mai 1849 Treffen bei Gadsö, 
13., 22., 23. Mai, 3. Juni 1849 Gefechte bei Fredericia, 
7. Juli 1849 Schlacht bei Fredericia. 
Endlich im Jahre 1849 Belagerung von Fredericia. 
Am 12. Juli 1849, fünf Tage nach der Schlacht von Fredericia, wurde Sekond⸗ 
lieutenant v. Doering zum Premierlieutenant befördert, später für sein Verhalten in 
den oben aufgeführten Gefechten und Schlachten mit dem Rothen Adler⸗Orden 4. Klasse 
mit Schwertern dekorirt. Da derselbe auch bei Organisation der in Schleswig⸗ 
Holstein sich bildenden Truppen thätig gewesen war, so erhielt er hierfür von letzterer 
Seite das eiserne Schleswig- Holsieinsche Kreuz, — eine Dekoration, deren Anlegung 
indeß nicht gestattet wurde. 
o. Altrock, Geschichte des Königin Elisabeth Garde-Gren. Regts. Nr. 8.
	        
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