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Sechster Abschnitt. Der deutsch-französische Krieg 1870/71

Full text: Geschichte des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3 / Altrock, Constantin von (Public Domain)

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3. Einschließung im UNovember und Dezember 1870. 
(Hierzu Plan 11, Skizze 13 und 14 und Textskizze.) 
A. 4. bis 28. November 1870. Ortsunterkunft in Arnouville, Gonesse, 
Garges, Bonneuil. — Vorposten in Dugny. 
Den durch das Gefecht vom 30. Oktober eingetretenen Verhältnissen trug 
ein Befehl der Division vom 2. November Rechnung, welcher die künftigen all— 
gemeinen Aufgaben, wie folgt, klarlegte. 
„Die 2. Garde⸗Infanterie-Division hat den Auftrag, den Abschnitt von der 
Eisenbahn Paris — Creil an über Garges —,Dugny— Pont Iblon bis 
Le Blanc Mesnil gegen etwaige Ausfälle von St. Denis und Paris zu halten. 
Rechts findet die Division Verbindung mit der 1. Garde-Infanterie-Division bei 
Pierrefitte und nach links ebenso mit dem XII. Korps bei Aulnay. Zur Aus— 
hülfe im Vorpostendienst auf dieser ausgedehnten Stellung kommandirt die 1. Garde⸗ 
Infanterie-Division ein Bataillon zur Besetzung von Stains.“ 
Die Division blieb in zwei Flügel getheilt: 
Dem rechten Flügel — Oberst Graf Kanitz — wurden die Regimenter 
Alerander und Elisabeth, das Garde⸗Schützen-Bataillon (ausschließlich einer Kom— 
pagnie) und die 2. Garde-Pionier-Kompagnie überwiesen. Von dieser Stärke war 
jedoch täglich ein Bataillon behufs Besetzung der Vorposten in Dugny zur 4. Bri— 
gade abzukommandiren. An Stelle desselben trat das · Vorposten-Aushülfebataillon 
der 1. Division, so daß die Gesammtstärke 6 Bataillone, 3 Schützen-Kompagnien 
undl Pionier-Kompagnie betrug. Für die Brigade waren die Ortschaften Garges 
und Dugny als Unterkunft für die erste Arnouville und Gonesse als solche 
für die zweite Linie bestimmt. 
Zum linken Flügel — General v. Berger — gehörten an Ortschaften: 
Bonneuil, Pont Iblon, Le Blanc Mesnil und Le Bourget (von einem 
Samilon und einer Kompagnie Garde-Schützen, von letzterer nur für die Nacht, 
esetzt). Endlich Dugny mit dem vorhin erwähnten Bataillon der 3. Brigade. 
Für den rechten Flügel wurde, wie schon früher, befohlen: 
F „Stains ist als vorgeschobener Posten so lange zu halten, bis die Truppen 
* er dahinter liegenden Hauptstellung sich gesammelt haben. Von den beiden in 
— stehenden Bataillonen besetzt das eine die Umfassung, das andere mit drei 
nn die Schützengräben, mit einer den Kirchhof des Ortes.“ — Der Verhau 
vata Bahn sowie die Wilhelmshöhe sollten von Arnouville aus mit zwei 
dun onen und zwei Batterien besetzt, die dann noch verbleibenden beiden Ba⸗ 
IApw nach Bedarf verwendet werden. Der Befehl sprach die Erwartung aus: 
inn es dem Feind nicht gelingen werde, Garges oder den Verhau an der Eisen— 
* nehmen“. Letztere, und damit die tiefe, zwischen Pierrefitte und Stains 
ane Mulde (Trou d'Enfer) zu sichern, hatte schon früher Schwierigleiten 
— In den letzten Tagen des Oktober war hier ein französischer Briefträger 
age durch unsere Vorposten gekommen. Auf Grund dieser Verhältnisse und 
r persönlich vorgenommenen Erkundung erachtete Oberst Graf Kanitz eine Ver— 
Allgemeine Lage 
nach dem 30. Ok. 
tober 1870. Neuer 
Vertheidigungs 
Befehl.
	        
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