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I. Berlin

Full text: Berlin und Umgebungen / Baedeker, Karl (Public Domain)

Königl. Schloß, BERLIN. 2, Abschnitt. 71 
‚grüner Hut‘ genannten runden Turm, hinter welchem nach innen 
zu die alte Schloß-Kapele liegt,‘ noch‘ dem Schlosse Joachims IT. 
an; 'der' folgende, vorspringende ‚Teil’mit den Ecktürmchen heißt 
„der Herzogin’ Haus“ und’ stammt aus den ersten Jahren des xvit, 
Jahrhunderts. Dann folgt die in klassischer Hoch-Renaissance be- 
handelte Gallörie Nerings‘ von 1625 und die Stirnseite des gleich- 
zeitig umgebauten, vom Großen Kurfürsten‘ und anfänglich auch 
von. Kurfürst Yriedrich II: bewohnten nordöstl. Eckflügels. 
Plastische Kunstwerke am Außern des Schlosses: auf der Schloß- 
terrasse am Eingang zum’ Portal IV zwei Rossebändiger in Bronze 
von Baron Clodt in St, Petersburg, Ceschenke des Kaisers Nikolaus 
von Rußland an Friedrich Wilhelm IV. ; ders6lbe Guß findet sich 
in Neapel am Palazzo Reale (Garteneingaäng). Im äußern Schlosshof 
St. Georg mit’dem Drachen, Bronzegruppe von. Kiss, 1865 aufge- 
stellt. "Über Dortal'T stehen seit neuester Zeit vier allegorische 
Figuren: Kriegskunst und Naturwissenschaft von A. Manthe, Rechts- 
wissenschaft und: Geschichte von Encke. 
7 :r Besichtigung des *Innern (Eintrittskarten im, innern 
Schloßhofe links zu ebener Erde, 's. S. 47) begiebt man sich über 
den *£ zu dem gegenüberliegenden Eingang, woselbst vor dem 
Aufstieg Schirme und Stöcke abgegeben werden müssen. Später 
findet man sie beim Ausgange wieder (kein Trinkgeld). Gewöhn- 
lich werden nur die Räume für die größeren Hoffestlichkeiten (im 
II. Stockwerk der Lustgartenfront) gezeigt, Dauer der Besichtigung 
1 St. (Vergl. nebenstehenden Grundriß). 
Durch das Portal des Ostflügels steigt man auf der Rampe des 
alten „Wendelsteins“ 1. hinan zum SCHWEIZERSAAL, früher Ver- 
sammlungsort der Schloßgarde, jetzt bei Festlichkeiten Entreesaal, 
Man betritt weiter die beiden noch im Ostflügel belegenen PARADE- 
VORKAMMERN; in der 1. (1) die Bildnisse der Geschwister und der 
Gemahlin Friedrichs d. ©: von Ant. Pesne ; in der 2. © *) zwei Bilder 
des Gr, Kurfürsten, Friedrich Wilhelms I. als Kronprinz von Pesne, 
Peters d. Gr. und Katharina II. von Rußland von Levitzki. — Es 
folgt das im Nordflügel belegene KönraszıMMEr (.*), so benannt, 
weiles die Porträts simtlicher Könige (bis auf Friedrich Wilhelm 1V.) 
und ihrer Gemahlinnen enthält, 
R. nach der Spree hin schließen sich hieran die sogen. ALTEN PARADE- 
KAMMERN; die Wohnung Kurfürst Friedrichs IH. vor! Beginn des Schlüter- 
schen Schloßbaues; ihre. reiche Dekoration (bemerkenswert. namentlich 
die Fußböden) stammt aus seinen ersten, Regierungsjahren, Zunächst,die 
BOISIERTE GALLERIE (4) mit den Bildern des Gr. Kurfürsten, seiner Eltern, 
Seiner beiden Gemahlinnen, seiner Kinder und anderer Verwandten; dann 
das KURFÜRSTENZIMMER (5). mit den. Bildnissen sämtlicher, hohenzollern- 
A n Kurfürsten (in einem Nebenranm die alten Grafen, von Zollern und 
urggrafen von Nürnberg); die BETKAMMER Friedrichs TI, (6), das KroN- 
KABINET (7),/ in“ welchem, ehemals die Krönjuwelen aufbewahrt! wurden, 
We oc jetzt bei Hochzeiten des„königlichen Hauses ihre historische 
Zinn Were BRAUTKAMMER (8). .u. Ss. w..— ANe ‚diese letzgenannten 
en gewöhnlich nicht gezeigt. 
Westl. fölgt Auf’ das" Köhieszimmer die FIGcht der von Schlüter
	        
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