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I. Berlin

Full text: Berlin und Umgebungen / Baedeker, Karl (Public Domain)

Opernhausplatz. BERLIN. 1. Abschnitt, 63 
mit &3 Büsten berühmter Berliner Professoren u. s. w., befindet 
sich ” ı Cem Cz;bäude auch das Christliche Museum (Direktor: Prof. 
‘ im linken westlichen Flügel, zwei T--=»en; es enthält 
x christliche Inschriften, Grab- und ..anstdenkmäler, 
. ° Lliches Cerät in Originalen und Kopien; letztere umfassen 
& a vnd/ Widungen von Werken aller Perioden der Kirche, 
ins. 3892: - ’s dam christlichen Aftertum, in systematischer Aus- 
wahl © = rischer Anordnung ("intr. S. 44). — Hinter dem 
Westil. _..r Universität liegt der 1820 gegründete Universitäts- 
garten... T 7 hauptsächlichsten offizinellen und Handelsgewächse 
enthält (Direktor: Prof, Dr. Schwendener). 
In eignen zur Universität ne Gebäuden befinden sich die Univer- 
sitäts-Bibliothek, Dorotheenstr. 9 (S. 147); die Anatomie, im Garten der Tier- 
ärztlichen Hochschule (S. 150) ; das erste chemische Laboratorium, Georgenstr, 
34-36 (S. 147); das zweite chemische Laboratorium, das Pharmakologische und 
Physiologische Institut, Dorotheenstr. 35 (S. 148); das Physikalische Institut, 
Neue Wilhelmstr. 15-16 (S. 148); das Institut für pathologische Anatomie 
bei der Charite (S. 150); die Chirurgische Klinik, Ziegelstr. 6 (S. 148); die 
Gynäkologische Klinik, Artilleriestr, 13-16. (S. 148); das Hygienische Institut, 
Klosterstr. 36 (S. 136); das Orientalische Seminar, am Tegsigarten 6 (S, 69); 
das Geographische Seminar, in der alten Bauakademie (S. ). 
Ay  arnhausplatz liegt neben dem Palais Kaiser Wil- 
helms _ 2 hönigl. Eibliothek (Pl. r: J.!). Das 17\%3-60 nach 
Ungor” '_2icunung von Boumann wem Sohn aufgeführte Gebäude, 
eines der effcsktvollsten Werke des Barockstils in Berlin, ist der Win- 
terreitschule der \, iener ..ofburg nach bildet ; es wird seiner Gestalt 
weg£<.* “ 1ottweise die „„„ücherkommc. ;“ genannt, Unter dem Ge- 
sims u.d Inschriit: „nutrimentum s-iritus“, ein von Friedrich II. 
herrühren "rt Callicismus. Im untern „.ock befinden sich seit dem im 
Herbst 1004 vollendeten Umbau nur Diensträume ; im obern Stock 
die Bibliothek; im Mittelbau des l‘, Stockwerks der neue Lese- 
saal; die Zeitschriften, Karten. und Musikalien in dem Anbau, 
Behrenstrasse n° 42, Eintritt und Besichtigung s. S. 43, General- 
direktor: Prof, Dr. Wilmanns. 
Die 1659 gestiftete Sammlung enthält c, 1 Mill. Bände und 20000 Hand- 
schriften, außerdem für die /ältere Musik wichtige musikalische Werke, 
darunter manche Seltenheiten: Manuskripte (einen Teil der Bibelüber- 
setzung) und erste Drucke Zutherscher Schriften, u, a. die 95 Thesen vom 
J, 1517, Melanchthons eigenhändigen Bericht über das ET BU TCADE zu 
Worms, Joh, Agricolas Brief aus Eisleben über Luthers Tod; Gutenbergs 
42zeilige Bibel auf Pergament von 1450, das erste mit beweglichen Typen 
gedruckte Buch; den Codex Wittekindi, eine Handschrift der vier Evan- 
gelien aus dem xmm. Jahrh., angeblich von Karl d, Gr. dem Sachsenherzog 
geschenkt; eine Reihe Miniaturbildnisse von Zucas Cranach; 36 Bände 
Bildnisse berühmter Personen mit Handschriften in alphabet. Ordnung; 
zahlreiche chinesische Bücher auf Seidenpapier, nur auf einer Seite be- 
druckt; einen kleinen achteckigen Koran; die Luftpumpe mit den Halb- 
Kegeln, mit welchen Otto von Guericke seine ersten Versuche anstellte u, a. 
Über die in die Bibliothek gelangten Teile der Handschriften-Sammlung 
des Herzogs von Hamilton vel. S. 96. 
Der Bibliothek gegenüber das Upernhaus (Pl. r: K Z) 1744- 
43 von €. von Knobelsdor? erbaut; Ger Zuschauerraum 1.7 von 
CO. @. Langhans neu eingerichtet... Nach dem Brande von 1843 ist
	        
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