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III. Potsdam und Umgebungen

Full text: Berlin und Umgebungen / Baedeker, Karl (Public Domain)

Glienicke. POTSDAM. 179 
Wohnzebäuden und. einer griechischen Kapelle bestehend, im 
J. 49 i von König Friedrich Wilhelm II. für die damals beim 
1. Carde-”egiment angestellten russ. Sänger gebaut worden. 
Ö« ı, Aer von Friedrich Wilhelm II. angelegte Neue Gar- 
ten — % »rächtigen Partien. In der nördl. Ecke des Neuen Gar- 
tens 2 = Jungfernsee reizend gelegene Meierei (Restaur. be- 
scheide>; _berfahrt nach Sacrow, Glienicke u. s. w.). Im Ööstl. 
Teil “os Gartens, am Heiligen-See, liegt das Mermor- Palais, 
1759 3} von Friedrich ""ilhelm IT. erbaut, der am 10. Nov. 1797 
daselbst starb, vollendet von Friedrich Wilhelm 'V. 1844, gefüllt 
mit Kunstschätzen. Im Hof: Prometheus, vn /. "”7#, In den 
Arkaden daselbst reiche Ornamentik nach Kolbe und Hesse. — Die 
südöstl. roiegene Küche, von außen einer in den See versunkenen 
korinthischen Tempelrüine ähnlich, ist durch einen unterirdischen 
Gang mit dem Palais verbunden. 
Auf dem nahen Pängstberg erhebt sich ein großartig angelegtes 
dekoratives .‚ebäude (eigentlich ein Stück einer am Fuß der Ter- 
rassen r- -tierten ı.Ila, nach Plänen von Hesse), dessen beide 
Türme (Stufen) bestiegen werden können und eine weite Aus- 
sicht gewähren über die Stadt und die Havel hinweg bis Berlin, 
Spandau, Nauen und Brandenburg, namentlich schön bei Abend- 
beleuchtung, jedoch beschränkter als die von den Urangerie-Tür- 
men. Ein guter Fahrweg führt hinauf. Der Kastellan wohnt im 
nordwestl. Turm: — Am südlichen Fuß des Pfingstbergs ist der 
große Exerzierplatz (Bornstädter Feld). 
Am linken Ufer der Havel, an der Berliner Landstraße (Pferde- 
bahn } , 1'’.1), liegt boi dem Dorf Klein-Glienicke (Restaur. 8. 5. 
17 ‚ein vom Prinz‘ x Zarl, Bruder Kaiser Wilhelms I., ange- 
legtes SCHLOSS. *etzt im esitze von dessen Enkel, dem Prinzen 
Friedrich Leoxota. Von hervorragender Schönheit sind der Garten 
und der aussichtreiche Park. 
Den Zutritt zu dem reservierten Garten erlangt man nur mit Er- 
laubnis des Ober-Inspektors. Im Vorhof des Schlosses, in der sogen. 
Neugierde, neben und in dem Kasino, von wo schöne Aussicht, eine An- 
zahl antiker Skulpturen, Malereien, Inschriften u. 8. w. — Nordwestl, vom 
Schloß ein restaurierter Klosterhof (die' alten Teile stammen aus Padua). 
Der *Park ist ohne besondere Erlaubnis zugänglich, Verfolgt man, 
vom Eingang neben den Fontänen an der Chaussee, den ersten r. führen- 
den Weg, so gelangt man an die sogen. römische Bank, an einem kleinen 
künstlichen See mit Wasserfall. Darüber auf mäßiger Anhöhe die *weiße 
Bank, mit weiter trefflicher Aussicht über das ganze Havelbecken. Dann 
auf dem Fahrweg zur Viktoriabank, wo die weite Aussicht nach der andern 
Seite der Havel sich öffnet. — Weiter zur Pfaueninsel s, 5. 180, 
Auf der nach Babelsberg führenden Chaussee gelangt man bald 
zum * ‘ALAIS DES PRINZEN FRIEDRICH LEOPOLD (r.), ursprünglich 
Jagdschloß des Cr. Kurfürsten, dessen Büste über einem vermauer- 
ten. Portal angebracht ist, in neuester Zeit bedeutend umgebaut 
und erweitert (Eintr, nicht gestattet). Gegenüber (1.) steigt man 
mn
	        
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