Path:
III. Potsdam und Umgebungen

Full text: Berlin und Umgebungen / Baedeker, Karl (Public Domain)

Orangerie. POTSDAM. 177 
Nachahmer, Sehr beachtenswert eine  Bronzebüste des Papstes 
Sixtus V.. (] 1590). In dem hintern kleinen Raum eine Anzahl 
von E.ldern der beiden van der Werff, mehrere gute Jan Brueghel, 
J. Molenger u. 8. W. 
Von Sanssouci führt ein Weg in 15 Min. auf den Ruinenberg 
(ver "mI': * eine Anhöhe mit künstlichen Ruinen, die das 
grob. ‚m im * urchmesser haltende, 4.,m tiefe Becken bergen, 
aus w°Ichem .e 1940-42 vom” arsius und Brix angelegten Wasser- 
werk> von  2nssouci 70" Yeist worden. Mas Wasser wird aus der 
Havel dur” ampfmaschinen hierher getrieben. Vom Turm (129 
Stufen, 30; ” Wr-ink-) weite und schöne Auss "t. 
Tor Wow“ nach der Orangerie führt an der bekannten, unter 
Friedri‘\* ‘heim 4 . erneuerten * imdmühle vorüber, ‚deren Be- 
sitzer F’zieurich dem.urT. den Verkauf verweigert haben soll, jetzt 
kgl. Eisontum, und durch den nordischen Garten („Pinetum“). 
Die Orangerie, ein ausgedehnter mit den Seitenflügeln 300m 
langer Bau florentinischen Stils, wurde 1356 nach Plänen von Hesse 
vollenüet. Auf ct Terrasse zwei Säulen mit Statuen der Ceres u. 
üer Tora, sowıe eine bronzierte Zinknachbildung des farnesischen 
£tiers, unterhalb zwei antike Sarkophage als Brunnentröge. Dielang- 
gestreckte l’assade des imposanten Baues ist mit zahlreichen Sta- 
tuen ficium "7b: die wer Jahreszeiten und die zwölf ‚Lonate 
nach £ “ler in, Wittig, E. Mayer, Franz, von Stützel ausgeführt; 
in Ger Mic. : andbau, Baukunst, Industrie, wissenschaft von A. 
We,” und... "er. Ver.dem Mittelbau eine schöne Marmorstatue 
des Schöpfers dieser großartigen Anlage, Friedrich ",ilhelms IV., 
von Eläser, — Von der oberen Terrasse des Schlosses (Zingang durch 
die Thür 1. im Vorhof) *Rundsicht über Sanssouci u. Potsdam. 
Ixnzres (Eintr. 8. S. 173). — Im großen Mittelsaalıebener Erde 49 
Kopien Raffaelscher Bilder, zahlreiche Originalskulpturen, von Steinhäu- 
ser, Troschel, Imhof, Voss. — Im folgenden Saal: Franz, Wiltzach, 
Ballfänger (Bronze). — Im Malachitsaal: 7horwaldsen, Adoniskopf und 
Schäferkopf; ferner Gemälde: Stange, Dogenpalast (Nachtbegräbnis des 
letzten Dogen); 0. Achenbach, Park bei Frascati; Hagen, Wieland am 
Weimarschen Hofe; 0er, Friedrich II. im Kahn konzertierend. — In der 
Loggia: Marmorstatuen: 7roschel, Flachslegerin; X. Mayer, Mädchen 
mit Öhrringen; Steinhäuser, kugelspielender Knabe. — Im. nächsten Zim- 
mer: *Rauch, Danaide, im Folgenden E. Hildebrandt, Ansichten aus Pa- 
lästina. Schöne Meißner und Berliner Porzellane. 
Von der (rangcrie westl. weiter gelangt man zum Paradies- 
garte  Tacb une u 4" rim griechischen Stils, — An Jer n.w. 
SPit. 2uidae seit ces Paradiesgartens, ein ..Ivedere mit 
hübs6..r “.ussicn, ‚chlüssel im sog. Drachenhaus, östlich), 
\ we. Man S.0h von Ger Orangerie südl, durch den sog, Sizi- 
VG I mit tr. pischen Gewächsen, Wasserkünsten und 
Statuen wave, *.1 Wolff, wasserschöpfendes Mädchen, in Marmor), 
und weiier zwischen der Sc“fer”fontäne, von Kiss, und dem a- 
panischen Hause (von Friedrich .!. Jer Dekoration wegen der 
„-+Mensaal“ 5 -nannt) hindurch, so gelangt man in 4 Min, nach 
Üharlottenhof. Etwas vorher.-1. vom Wize, das Römische Bad (im 
Bedekers Berlin und Umgebungen, 7. Aufl. 
N
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.