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I. Berlin

Full text: Berlin und Umgebungen / Baedeker, Karl (Public Domain)

Tiergarten. BERLIN. 10. Abschnitt, 157 
werden. Ehemals stand dort das Palais des Grafen Raezynski, des- 
sen Gemäldesammlung vorläufig in der National-Gallerie (S. 105) 
untergebracht ist. 
Frl. vom Königsplatz der mit Kriegergruppen in Sand- 
stein” cr Ausmarsch, von Wittig; der Kammyf, von Schweinitz; die 
Kranı "pflege, von Brodwolf; die Heimkehr, von Calandrelli), 
Tontänen und Gartenanlagen geschmückte Alsenplatz (Pl r: 
+ '*, von dem die Alsenstraße nach der dreigeteilten Älsen- 
brü:.e fXhrt,  Westl. von demselben das umfangreiche General- 
ste "äw”3, ein aus zwei verschiedenartig behandelten Teilen 
bes-_:onder Terrakottabau (1871 u. 1877). Der Nordostseite des- 
selben marenüber, Moltkestraße no 3, das Palais der österreichi- 
schem | tschaft, 1873-75 von W. v. Mörner erbaut, früher im 
Pe 7 ues 1ferzogs von Ratibor; im “peisesaal Malereien (Jagd- 
E+: 7m _’), Meyerheim.— Die in den letzten Jahren umgebaute 
Te! "rüc.s bildet die nächste Verbindung mit Moabit (S. 155). 
-Tintor tem Coneralstabsgebäude , in der Herwarthstraße, das 1881 
eröffnere „Jatinal-Panorama ; in’demselben gegenwärtig: das alte 
Rom mit dem Triumphzuge Kaiser Konstantins, gemalt von Bühl- 
mann und V/’agner. — An der Ecke der Straße In den Zelten und 
der Großen Querallee das Palais des F”*nrinzen von Meiningen, im 
Renaissancestil 1886/87 erbaut von Hochgürtel. 
Westl. am Königsplatz das 1842 begründete, 1852 von Titz 
erbaute Zrollsche Etablissement *. 36). Dahinter an der Spree 
die Restaurationslokale der „Zelt.-, im xvmm. und bis ins x1x. Jahr- 
hundert hinein das bevorzugte Promenadenziel von Berlin, später 
verkommen, jetzt an schönen Sommernachmittagen wieder der 
Samm“ nun}; aller Stände, (am beliebtesten Zelt n°!1). — 8 Min. 
west]. von. * am Nordrande des Tiergartens und an der Spree, das 
königl. 45" *Nevue Mr: * 1786-90 von Boumann d. Sohn 
erbaut; in dem bis zur Dunkelheıc jedermann zugänglichen Parke 
ein Penkmal f -_"inz Atgust von Preußen, vom Großen Stern aus 
zu sehen, Wsiterhin, hinter dem besuchten C-/f£ Gärtner, die 
Stadtbehn-!eltestelle Bellevue; zwischen ihr und der an der Kreu- 
zunz der Charlottenburger Chaussee gelegenen Haltestelle Tier- 
garten ist ein vielversprechender Stadtteil, das „Hansa - Viertel“, 
in raschem Wachsen begriffen. Unweit der letztgenannten Halte- 
stelle nördl. das Panorama Jerusalem und die Kreuzigung von Prof. 
Piglhein und den Malern Frosch, Krieger und Heine, östl. das be- 
liebte Restaurant Charlottenhof. 
Südl. vom Königsplhatz führt die breite Siegesallee Chin 
G 3, *4, den östlichen Teil des Tiergartens durchschneidend, 
nach dem Kemper-Platz (s. unten). 
Der *Tiergarten (Pl. r: G-B 3, 4), im Privatbesitz des königli- 
chen Hauses, daher in seinem prächtigen Baumbestande gesichert, 
erstreckt sich westlich vom Brandenburger Thore bis dicht vor 
Charlottenburg, zwischen der Unterspree und der Friedrichvorstadt
	        
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