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I. Berlin

Full text: Berlin und Umgebungen / Baedeker, Karl (Public Domain)

148 9. Abschnitt, BERLIN. Oranienburger Thor. 
der Lore Poyal York (seit 1779 im Besitze dieses Hauses), von 
End* "mann, 1883 eingeweiht. — In der Nähe, Norotneenstr. 
n92” Cie städtische Markthalle I” (Kintr.s.S./ :, Daneben, mit 
der PP meh der Schlachtgasse, seit kurzem das Warenhaus für 
dem*s- qm“ — Ander Ecke der Neuen Wilhelmstraße : südl. der 
oa ı m? von Scharnhorst gegründeten Xrirrsakademie, von 
Schwec.ten, 1982 vollendet, bestimmt für etwa 300 besonders be- 
fähir » “/üziere sämtlicher Waffengattungen aus ganz Deutsch- 
land (ausschliessl. Fayerns, wo eine eigene Kriegsakademie), die 
nach mehrjihrigem Pienst im Meere hier durch ein dreijähriges 
Studium in Gis gesamte Kriegswissenschaft eingeführt werden; im 
ersten Stock die Bibliothek mit c.80C 0%“ Bänden; —nördl. die Ge- 
bäude des. rhusiologischen , pharmakologischen und physikalischen 
Instituts und des zweiten chemischen Laboratoriums (3. 63). 
Weiter in Cer Friedrichstraße gelangt man, Ecke der Georgen- 
straß* zu Cm in seiner Architektur von Vollmer herrührenden 
Bahnt.-* Friedrichstr”“ -. dem Haupt-Bahnhof der Stadtbahn, — 
In der Georgenstr.,n“ .. , 1, das Dorotheenstädtische Realgymnasium, 
von Blankenstein 1871-75 erbaut; n° 34-36 das von Cremer 1866- 
67 ausgeführte erste Chemische Laboratorium. 
Unmittelbar jenseit des Stadtbahnhofs das königliche Medi- 
zinisch-chirurgische Friedrich- Wilhelms-Institut , früher !'-piniere 
genann* 1705 gegründet, seit 1825 in dem jetzigen tebäude; 
es bildet Studierende der Medizin (ec. 190 jährlich) :.. Jahre lang 
unentg<!ilich aus, wofür dieselben dann mindestens 8 Jahre lang 
als Militärärzte zu dienen verpflichtet sind. — Gegenüber das neue 
Monopol-Hötel, im Renaissancestil 1887/88'erbaut von Heim, unten 
ein Restaurant (1. 21) und Cafe. 
V‘ \ der W«.. *»Jammer Erücke (Pl. 7: J 1) sieht man r. auf der 
Spres .. 3 Friedrich-Wilhelmstädtische Badeanstalt. Am nördl. Ufer 
r. die *,eubauten der klinischen Institute “chirurgische, Augen- und 
Ohrenklinik) in der Ziegelstraße, sowie der geburtshülflich-gynä- 
kologischen Klinik in der Artilleriestraße, beide von Gropius & 
Schmieden 1882 vollendet; 1. der in den letzten Jahren umgebaute 
Zirkus Renz (* . 58). 
T*as Haus Friedrichstr. n° 129 bildet den Durchgang zu dem der 
französischen Kolonie gehörigen Hospice 1, ‘r les enfants de V’Eglise 
de ref2:. *; vor dem bei der Säkularfeier 1855 eıne Züste Calvins; 
von GHadenbeck gegossen, aufgestellt worden ic‘; an dem Hause Re- 
liefs: Aufhebung des Ediktes von Nantes (1685) und Empfang der 
Kolonisten durch den Gr. Kurfürsten. Dahinter das neue Höpital 
frangais, 
Jenseit des Oranienburger Thor‘Normaluhr; in der Kom- 
munikztion am Neuen Thor 1. das neue, 1886 eröffnete Leichenschau- 
hat. >) Gehnt sich Gie Oranienburger Vorstaut aus, %ulche Garch die 
Niederreißung der Borsigschen. Fabrik (1888) und die Anlegung 
neuer Straßen ein wesentlich verändertes Gepräge. erhalten hat.
	        
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