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I. Berlin

Full text: Berlin und Umgebungen / Baedeker, Karl (Public Domain)

Ägypt. Museum. BERLIN. 3. Abschnitt. 95 
glasierter Thonreliefs, Stuckmalereien aus Gräbern, den Toten mit- 
gegebonge I ’guren, ferner Waffen, Möbel, Musikinstrumente u. dgl. 
An den Wänden *arstellungen aus der ägyptischen Geschichte in 
chronoi” ‘scher Fec'ge, 
Im 72777 728RAUM (IV) zum Hypostyl Sphinzen (c. 1600 
vor C.»- Lund sitzende £tatuen. 
Im 1 [YPOSTYL. / "rabinschriften , Steinsärge und Figuren, 
ferner Papyrusrollen‘ vor Chr.) und Holzsärge (2400 vor Chr.). 
Die im GRÄBERSA: " ( \ befindlichen *Grabkammern sind aus 
den von Lensius aus der *ekropolis zu Memphis-hierher gebrachten 
Bruchstücken ganz in der ursprünglichen Gestalt aufgebaut, von 
innen end arfen mt Fieror” hen bedeckt; alles dem alten Reich 
anmoLörenit, 6. 506 J-20.I vor Chr, 
"-r * ÄULENHOF.( * vergegenwärtigt zusammen mit dem an- 
stoßen:'2n »vpostyl. und den dahinter abschließenden Nischen die 
Haurtteile eines ägyptischen Tempels. Die Mitte, des, Vorhofes 
nimmt ein Altar.ein, Vor dem Hypostyl zwei gewaltige Kolosse 
von T'mrr, sitzende Königsbilder, links Ramses II., den die Grie- 
chen Sesostris nannten, ganz unversehrt, wie er aus Agypten kam, 
rechts „/sortesen I. (2000 J. vor Chr.) dieser größtenteils aus zu- 
sammensesetzten und ergänzten Bruchstücken bestehend; daneben 
kolossale «“olzsärge. In der Mitte zwei Widdersphinxe aus Granit 
(der rechts eine Gips-Nachbildun”) und zwei kleinere aus Kalk- 
stein. Die Hierorlvnhenschrift am Gesimse meldet, daß die Auf- 
stellung auf Befehl des Königs Friedrich Wilhelm IV, im J. 1848 
stattgofunden hat, Die Wandgemälde (äpvpt. Landschaften) sind. 
von Schirmer, Pape u. a. In neuester Z:it sind an der Südseite (nahe 
dem Eingang vom .Vestibül? mehrere Geschenke des Egypt. Frnlo- 
ration Fund aufgestellt worden: ein Kapitäl mit dem Kopfe der 
Göttin Hathor aus einem Tempel. in Bubastis (um 1950 vor Chr.), 
ein Oberteil eines dekorativen Reliefs Ramses’ II, (um 1300) u, a. 
Steigt man, im Treppenhaus (S. ©1) zum zweiten Stock- 
werk des Neuen Museums hinauf, so hat man auf dem oberen 
Trepr-nabsatz, in dessen Mitte sich in Glaskästen Geschenke 
des Keisers }. .lhelm !",, Erinnerungen an seinen Aufenthalt in 
Pomp-ji im £,mmer 1538, befinden, zur Linken den Eingang zum 
*K— erstich-Kabinett. Durch einen Vorraum, an dessen Wänden 
Radies ragen und Krnoferstiche‘ mit Motiven aus der preußischen 
Geschichte, z, T. von Chodowiecki, hängen, rolangt.man in den Stu- 
diensaal und dann in den Ausstellungssaal (vergl. den Plan). Die 
Sammlur =. °t Kunstwerke, die hier in Mappen verwahrt und auf 
Wunsch in wem ersteren Saale zur Einsicht ausgelegt werden, ent- 
hält ” "nferstiche und * c'=schnitte der Meister vom xv, bis zum 
x”. Jahrh. , sowie Handzeichnungen alter (d. h. vor dem Jahre 
1800 verstorbener) Künstler, darunter die deutschen und nie- 
derlänkischen Schulen besonders reichhaltig vertreten, ferner 
Handschriftenmalereien (Miniaturen) vom x, bis zum xvı. Jahrh.
	        
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