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Kapitel II. Das Theater unter den Königen Friedrich I., Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. (1700-1786)

Full text : Geschichte der Berliner Theater / Weddigen, Otto (Public Domain)

eine mit lächerlichen Scenen, ausgesuchter Lustbarkeit,
lustigen Urien und Verkleidungen wohl versehene, dabei
aber mit ganz neuen Maschinen und Dekorationen artig
eingerichtete, auch mit verschiedenen Flugmaschinen
ausgezierte und mit Scherz, Lustbarkeit und Moral
vermischte, durh und durch auf lustige Personen
eingerichtete, gewiß sehenswürdigegroßeMaschins-Komösdie
unter dem Titel „Hanswursts Reise in die Hölle und
wieder zurück“, wobei dieser arme, von Teufeln oftmals
erschre>te, verzauberte, von seinem Herrn aber geprügelte,
dumme und mit Colombine, einer verschmitzten Kammexrjungfer
 ehelich verlobter Diener, in folgenden Verfleidungen
 erscheinen werde: 1. als Reisender, 2. als Cavalier,
3. als Pavian, 4. als Schornsteinfeger, 5. als Husar,
6. als Zigeuner, 7. als Kroat, 8. als Barbier, 9. als
Doktor, 10. Tanzbär, 11. als affektierte Dame, 12. als
Läufer, 13. als Rupplerin, 14. als Nachtwächter, 15. als
Dame ohne Hopf und 16. als einer von den Teufeln
geholter Bräutigam. Dabei werden allezeit lustige Arien.
gesungen werden. Wir können übrigens versichern, daß
die heutige Maschins-RKomödie die Krone aller Maschins-Komödien
 ist.
Es ist kaum zu glauben, daß selbst in dem aufgeklärten
 Berlin der damaligen Zeit anfangs noh
solcher Unsinn Verehrer aus allen Ständen fand. Der '
Weuberin gelang es zuerst, obshon nach sehr vielen
Schwierigkeiten, den Hanswurst von der Leipziger und
Hamburger Bühne zu bannen, und ihrem Beispiele
folgte dann Schönemann in Berlin. Es war eine
schwierige Aufgabe, die deutsche Kunst aus dem Staube

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