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Full text: Pankow-News (Rights reserved) Issue 2020,1 (Rights reserved)

SOMMER / 2020 PANKOW-NEWS 01 MELDUNGEN AUS IHRER BEZIRKSVERWALTUNG Blick auf das Rathaus Pankow, Breite Straße Liebe Leserinnen und Leser, mit den PANKOW-NEWS wollen wir direkt SIE erreichen, in erster Linie digital, aber gerne auch gedruckt und ausgelegt in unseren Dienstgebäuden und anderen Einrichtungen. Mit der neuen Publikation möchten wir die Voraussetzungen für breitere Bürgerbeteiligung schaffen: durch mehr Information und Transparenz. Projekte und Vorhaben werden hier frühzeitig angekündigt und deren Entwicklung beschrieben. Ämter stellen ihre Arbeit vor und die Bezirksverordnetenversammlung präsentiert sich mit eigenen Beiträgen. Gesundheit 3 Wie arbeitet das Gesundheitsamt in der Corona-Zeit? + Bezirk setzt sich für Mustergesundheitsamt ein www.berlin.de/pankow-news Die Arbeit der Bezirksverordneten soll so einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden. Wir starten in dieser Sommerausgabe mit einem Blick in unser Gesundheitsamt unter Corona-Bedingungen, stellen das BIZBuch, die Schulbauoffensive sowie Kunst und Kultur vor und berichten über aktuelle Pläne, Projekte und Beschlüsse. Ich wünsche Ihnen angenehme Lektüre und würde mich freuen, wenn Sie uns durch die Verbreitung und ein ehrliches Feedback unterstützen. Kommen Sie gesund durch den Sommer! Sören Benn, Bezirksbürgermeister Kunst & Kultur 9 Draußenstadt im Sommer + Bezirkliche Bibliotheken, Musikschulen, Galerien, Museum und VHS laden wieder zum Besuch ein Stadtentwicklung 17 Vorhaben- und Projektliste + Schulbauoffensive + neue Fahrradstraßen und Spielplätze + aktuelle Straßenbaustellen Weitere Themen FreiwilligenAgentur 5 Kinderfreundliche Kommune 6 Neue Integrationsbeauftragte 7 30 Jahre Friedliche Revolution 15 100 Jahre Groß-Berlin 17 Interkulturelle Woche 18 Bäume wässern! 21 Stadtnatur-Ranger 25 Beiträge aus der Bezirksverordnetenversammlung 27 Seite 2 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Bedienungsanleitung Über die farblich hervorgehobenen Verweise (Hyperlinks) finden Sie weiterführende Informationen im Internet. Kontakt- und Infokästen ergänzen die Artikel. Unter www.berlin.de/pankow-news können Sie jede Ausgabe als PDF kostenfrei herunterladen, über einen Newsletter abonnieren und auch direktes Feedback an die Redaktion geben. Die Beiträge der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) werden redaktionell nicht bearbeitet, da eine Trennung von Politik und Verwaltung nötig ist. Eine Berichterstattung über Themen des gesellschaftlichen Lebens im Bezirk – etwa Vereinsleben, Sportveranstaltungen, kommerzielle Events etc. – findet ausdrücklich nicht statt, da dies den unabhängigen Medien vorbehalten bleibt. Werbung oder redaktionelle Anzeigen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Zum Newsletter-Abonnement. Was ist das Bezirksamt Pankow? Die Berliner Verwaltung besteht aus der Hauptverwaltung, also der Senatskanzlei und den Senatsverwaltungen mit ihren nachgeordneten Behörden, sowie den zwölf Bezirksverwaltungen. Die zehn Ämter des Bezirksamtes Pankow erbringen zum größten Teil Service für die Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus wirken auch die sogenannten Beauftragten, die Pressestelle und das Büro für Wirtschaftsförderung überwiegend nach außen. Alle Organisationseinheiten sind dabei einem von insgesamt fünf Geschäftsbereichen zugeordnet. Diese werden jeweils von einem Mitglied des Bezirksamtes geleitet: Sören Benn (Die Linke), Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Kultur, Finanzen und Personal; Vollrad Kuhn (Bü90/Die Grünen), Stellvertretender Bezirksbürgermeister und Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bürgerdienste; Rona Tietje (SPD), Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung Jugend, Wirtschaft und Soziales; Daniel Krüger (für AfD), Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Umwelt und öffentliche Ordnung; Dr. Torsten Kühne (CDU), Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Schule, Sport, Facility Management und Gesundheit In Sprechstunden stehen Ihnen der Bezirksbürgermeister, die Stadträtin und die Stadträte gern Rede und Antwort. Aktuelle Termine finden Sie auf der Website des Bezirksamts. Im Bezirksamt Pankow sind insgesamt mehr als 2.400 Beschäftigte an über 40 Standorten tätig. Nicht nur der Bezirk Pankow mit seinen 13 Ortsteilen und aktuell ca. 410.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verändert sich ständig. Auch die Bezirksverwaltung entwickelt sich weiter und hat zum Beispiel ein neues Büro für Bürgerbeteiligung eingerichtet. Nach langen Jahren des Personalabbaus werden wieder neue Beschäftige eingestellt. Wenn Sie selbst sich eine Mitarbeit in der Bezirksverwaltung vorstellen können, dann empfehlen wir Ihnen unsere aktuellen Stellenausschreibungen. Bildnachweis: Wenn nicht anders in den Bildunterschriften vermerkt, liegen die Bildrechte für die dargestellten Fotos und Abbildungen beim Bezirksamt Pankow von Berlin. Wir bemühen uns um geschlechtergerechte Sprache und verwenden sowohl geschlechts-neutrale Personenbezeichnungen als auch die weibliche und männliche Form. Teilweise nutzen wir auch die Schreibweise mit BinnenDoppelpunkt. www.berlin.de/pankow-news Bürgermeister auf Sommertour 2019 traf Sören Benn u.a. Parkfreunde Weißensee Vom 3. bis 7. August 2020 geht Bezirksbürgermeister Sören Benn wieder auf Sommertour durch den Bezirk. Die Tour fand 2019 erstmalig statt. Geplant sind Besuche im Prater, im Kulturhaus Peter Edel, bei der WIB GmbH, den Bürgerinitiativen Jahnsportpark und Blankensteinpark. Auch Gespräche mit dem Verein Leben in Wilhelmsruh und Interessierten an der Piazza in Karow und am Hugenottenplatz in Buchholz sind vorgesehen. Alle Stationen finden Sie online unter Sören Benn vor Ort. Impressum Herausgeber: Bezirksamt Pankow von Berlin Breite Str. 24a-26, 13187 Berlin 030 20295 2306 pressestelle@ba-pankow.berlin.de ViSdP Bezirksbürgermeister Sören Benn Redaktion: Pressestelle, Tobias Schietzelt, Ulrike Plüschke Layout: Julia Löser Redaktionsschluss: 30.06.2020 Seite 3 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Wie arbeitet das Gesundheitsamt in der Corona-Zeit? Die Fachärztin für Kinderheilkunde Dr. Claudia Krummacher leitet den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im Gesundheitsamt Pankow. Als es zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 darum ging, schnell eine Corona-Hotline und Teams für die Kontaktpersonenermittlung (kurz KPE) aufzubauen, übernahm die dreifache Mutter die Leitung dieser Mammut-Aufgabe. Dr. Claudia Krummacher Frau Dr. Krummacher, Sie haben seit März die Corona-Hotline und die Teams zur Kontaktpersonenermittlung (KPE) aufgebaut und geschult und damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet. Innerhalb weniger Wochen entstand im Rathaus Pankow eine regelrechte "Einsatzzentrale". Wie ging das Ganze von statten? Etwa ab der 2. Märzwoche hat bei uns im Gesundheitsamt der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst seine eigentliche Aufgabe – Schuleingangsuntersuchungen etc. – pausiert. Damit standen auf einen Schlag viele Mitarbeitende unterstützend zur Verfügung, darunter Ärzte, medizinische Fachangestellte und Sozialarbeiter:innen. Mit denen sind wir dann in die Kontaktpersonenermittlung eingestiegen. Wir haben uns mit dem Fachdienst Hygiene und Umweltmedizin ausgetauscht und z.B. Ablaufschemata, digitale Strukturen und Vorgänge aufgebaut. Etwa ab 20. März war die Hotline, besetzt durch Mitarbeiter:innen aus dem Kulturbereich, dann aktiv. Parallel fand Mitte März die konstituierende Sitzung des Krisenstabs des Bezirksamtes statt und legte fest, dass wir personelle und technische Hilfe aus anderen Fachbereichen und Ämtern bekommen werden. Die organisatorische Seite hat der Krisenstab übernommen und die notwendigen Räume, Mobiliar, Computer- und Telefontechnik eingerichtet. ene schon per Fax das Laborergebnis erhalten und kontaktiert selbst die infizierte Person. Durch unseren Fachdienst Hygiene und die KPE werden viele Fragen gestellt und die infizierte Person wird gebeten, eine Liste der Personen zu erstellen, mit denen in den letzten 48 Stunden Kontakt bestand. Dann kümmert sich unser Team darum, diese Personen zu kontaktieren und herauszufinden, wie eng und lang dieser Kontakt war. Wenn es ein HochrisikoKontakt der RKI-Kategorie I war - also Face-to-Face unter 1.5 Meter Abstand und über 15 Minuten – dann wird die Quarantäne angeordnet. In weiteren Schritten kommen dann unsere Abstrich- oder Quarantäne-Teams zum Einsatz oder auch Kompetenzteams zum Beispiel für Schulen und Kitas, für Obdachlose, für Geflüchtete und medizinische Einrichtungen. Was erfragen die Leute über die Corona-Hotline und wie viele Anfragen sind es? Anfangs haben sich hauptsächlich Leute gemeldet mit dem Verdacht auf eine Infektion oder mit Verdacht auf Kontakt mit einer infizierten Person. Das Anrufverhalten hat sich aber geändert, auch weil nun viel mehr Infos oder FAQ verfügbar sind. Vor allem im Zuge der Lockerungen werden die Fragen nun spezieller und www.berlin.de/pankow-news Die Pankower Corona-Hotline war bis Ende Juni täglich, auch an Feiertagen erreichbar. Das lässt sich sicherlich nicht allein über das Team des Gesundheitsamts abdecken. Aus welchen Bereichen des Bezirksamts Pankow haben Sie personelle Unterstützung? Es wurden Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Bereichen abgeordnet, etwa aus dem Bürgeramt, Sozialamt, Amt für Weiterbildung und Kultur, Jugendamt, Ordnungsamt, Schul- und Sportamt, Rechtsamt, Stadtentwicklungsamt, Büro des Bezirksbürgermeisters, Personalmanagement, Straßen- und Grünflächenamt und, und, und. Wir haben circa 100 Mitarbeiter:innen aus den unterschiedlichen Bereichen geschult. Inzwischen gehen viele von Ihnen wieder in ihre ursprünglichen Tätigkeitsbereiche zurück, wären aber bei Bedarf jederzeit wieder für Hotline und KPE reaktivierbar.Jede und jeder einzelne hat eigene Kompetenzen und Vorerfahrungen mitgebracht und es war für mich eine tolle Erfahrung, mit wie viel Engagement und Begeisterung wir alle hier zusammenarbeiten. Auch im Namen des gesamten Gesundheitsamtes möchte ich für diese unermüdliche Unterstützung danken. Corona-Hotline 030 90295 3000 Mo.- Fr.: 09.00 - 15.00 Uhr Sa.: 10.00 - 16.00 Uhr corona@ba-pankow.berlin.de Wenn jemand die Hotline anruft und es einen begründeten Verdacht auf eine Corona-Infektion gibt, wie geht es dann weiter? In aller Regel muss sich eine Person, die positiv auf COVID 19 getestet wurde, nicht selbst aktiv bei der Hotline melden. Im Idealfall hat unser Fachdienst Hygi- komplexer, etwa ob sich ein Hobbychor nun wieder draußen zum Singen treffen kann oder ob Gewerbetreibende wieder öffnen können. Im April hatten wir 3850, im Mai 3250 und im Juni 2900 Anfragen in der Hotline. FAQ-Liste Link zur Corona-Website des Bezirksamtes KPE -Team im Kleinen Ratssaal im Rathaus Pankow Seite 4 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Bezirksamt setzt sich für Mustergesundheitsamt ein Beitrag von Dr. Torsten Kühne (CDU), Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Schule, Sport, Facility Management und Gesundheit Das Gesundheitsamt hat eine strategische Aufgabe bei der Gesundheitsplanung gerade auch im Hinblick auf den demographischen Wandel. Eine qualifizierte Gesundheitsund Sozialberichterstattung ist Handlungsgrundlage für weite Teile der Verwaltung. Die Aufgabengebiete Gesundheitsförderung und Prävention, Psychiatriekoordination oder Suchthilfekoordination und Suchtprävention betreffen direkt oder indirekt alle Menschen. Die Fachdienste und Fachbereiche des Gesundheitsamtes leisten einen unschätzbaren Beitrag zum deutschen Gesundheitswesen. Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst macht z.B. Einschulungs-, Kita-Aufnahme- und Vorsorgeuntersuchungen. Die Aufgaben der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste bestehen in der fachärztlichen, psychologischen und sozialpädagogischen Untersuchung und Beratung von Kindern und Jugendlichen, die Störungen ihrer psychischen Gesundheit aufweisen. Die Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) und insbesondere der Gesundheitsämter steht derzeit zurecht im Fokus der Öffentlichkeit. Das engagierte und schnelle Handeln der rund 400 Gesundheitsämter bundesweit hat maßgeblich zur erfolgreichen Eindämmung der Corona-Pandemie beigetragen. Auch das Gesundheitsamt in Pankow hat in den letzten Monaten eine außergewöhnliche Leistung erbracht. Und noch ist die Pandemie auch nicht vorbei. Der Infektionsschutz ist ein wichtiger Teil der Arbeit des Gesundheitsamts. Doch was sind eigentlich die sonstigen Aufgaben eines Gesundheitsamtes? im ersten Lebensjahr und umfasst alle Kitakinder sowie Schüler:innen. Der Fachbereich Hygiene und Umweltmedizin, der auch für den Infektionsschutz zuständig ist, hat auch zahlreiche weitere Aufgaben: z.B. Umsetzung der Trinkwasserund Hygieneverordnung, infektions- und krankenhaushygienische Überwachung von medizinischen Einrichtungen, Beratungen zu gesundheitlich relevanten Problemen (z.B. Asbest, Holzschutzmittel, Schimmelpilze, Feinstaub) oder Ordnungsbehördliche Bestattungen. Der Sozialpsychiatrische Dienst begleitet Menschen in Krisensituationen, z.B. Kinder psychisch kranker Eltern oder Menschen mit erheblichen Verhaltensauffälligkeiten. Die Beratungsstelle für behinderte Menschen kümmert sich um einen Personenkreis mit besonderen Bedürfnissen, z.B. für den Bereich der Krebserkrankten wegen der verkürzten Krankenhausliegezeiten und des Abbaus der Sozialdienste in den Krankenhäusern. Diese und noch viele Aufgaben mehr sind unverzichtbar in unserer Gesellschaft. Deshalb diskutieren wir seit gut zehn Jahren unter dem Stichwort "Mustergesundheitsamt" über eine auskömmliche Personalausstattung und angemessene Vergütung. Das Pankower Gesundheitsamt hat derzeit ca. 140 Beschäftigte. Es fehlen über 40 weitere Stellen. Seit längerem wird auch über die vergleichsweise niedrigere Bezahlung von Ärztinnen und Ärzten im ÖGD diskutiert. Spätestens durch Corona hat die breite Öffentlichkeit die Arbeit der Gesundheitsämter neu zu schätzen gelernt. Deshalb setzt sich das Bezirksamt dafür ein, dass das Mustergesundheitsamt jetzt umgesetzt wird. Kontakt Gesundheitsamt Amtsarzt Herr Dr. Peters Grunowstr. 8-11 13187 Berlin 030 90295-2850 sabine.haendel@ ba-pankow.berlin.de (Geschäftszimmer) Link zur Website Bitte bedecken Mund und Nase. Bitte halten Sie Abstand. Waschen Sie Ihre Hände häufig Husten Sie in Ihre Armbeuge Der Zahnärztliche Dienst beginnt seine Arbeit bereits Berühren Sie Ihr Gesicht nicht. Gesundheitshaus in der Grunowstr. (Aufnahme aus dem Jahr 2011) www.berlin.de/pankow-news Die Verhandlungen mit dem Senat über die zusätzlichen Stellen laufen. Wir brauchen sie dringend, dies galt auch schon vor Corona. Der Personalbedarf basiert auf der demographischen Entwicklung, den rechtlichen Vorgaben und neuen gesetzlichen Bestimmungen sowohl auf Landes- als auch auf EUEbene. Seite 5 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Pankower Frauenpreis Renate Laurentius wurde für frauenpolitisches und soziokulturelles Engagement ausgezeichnet. Erstmalig wurde jetzt der mit 500 Euro dotierte Pankower Frauenpreis verliehen. Renate Laurentius vom Pankower Friedenskreis wurde für ihr herausragendes frauenpolitisches und soziokulturelles Engagement geehrt. Bei der Jury gingen im Rahmen der Ausschreibung acht Vorschläge für Projekte bzw. Einzelfrauen ein. Nomi- niert wurden die Frauenberatung BerTa in Buch; das Team der ehrenamtlichen Frauen der Gemeinschaftsunterkunft in der Siverstorpstraße; Gabriella Török, Leiterin des Trägers Oase Berlin e.V.; Agata Koch, Vorsitzende des Sprachcafé Polnisch e.V.; Teresita Cannella, Projektkoordinatorin beim Verein Trixiewiz e.V.; Karin Schulz, Sprecherin des Frauenbeirates Pankow; die Monitoring Group sowie die Preisträgerin. Mit der Auszeichnung sollen fortan Einzelpersonen, Frauenprojekte und Initiativen geehrt werden, die sich für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzen und die Geschlechterdemokratie fördern. Nominierte des Frauenpreises 2020 FreiwilligenAgentur Pankow: erste Adresse für Bürgerschaftliches Engagement Die FreiwilligenAgentur Pankow ist im Bezirk die Service-Stelle rund um das Thema Ehrenamt. Träger ist der Frei-Zeit-Haus e.V.. Seit Januar 2019 ist das Büro in Weißensee in der Berliner Allee 124 zu finden. Mit Beginn der Corona-Pandemie haben sich Juliane Erler und Heidi Graf vermehrt für die Vermittlung nachbarschaftlicher Hilfe eingesetzt. Welche Hilfe können Anrufende erwarten? Juliane Erler und Heidi Graf, Foto: Marlene Gawrisch Frau Erler, was macht die FreiwilligenAgentur Pankow normalerweise, d.h. wie sah ihr Alltag "vor Corona" aus? Wir sind eine Anlaufstelle für Menschen, die sich engagieren und für Organisationen, die mit Freiwilligen zusammenarbeiten möchten. Wir beraten und vermitteln Kontakte und Einsatzmöglichkeiten, informieren und werben in der Öffentlichkeit. Wir beraten alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder Nationalität. Niemand ist zu alt oder zu jung, um sich zu engagieren. Wir haben auch die Anerkennungskultur im Blick und beraten zum Beispiel zur Ehrenamtskarte und verleihen diese auch. Im Zuge der Corona-Pandemie haben Sie eine Koordinierungsstelle für die Corona-Nachbarschaftshilfe und eine Telefon-Hotline eingerichtet. www.berlin.de/pankow-news Gemeinsam mit den Stadtteilzentren (STZ) im Bezirk haben wir die Nachbarschaftshilfe organisiert und hauptsächlich Einkaufshilfen und Apothekengänge vermittelt, aber anfangs auch bei der Suche nach Mund-Nasen-Schutz geholfen. Oftmals mussten wir an weiterführende Hilfestellen verweisen, da die Anfrage nicht unbedingt mit Corona zu tun hatte. Mit den STZ haben wir einen gemeinsamen Flyer aufgelegt mit einer Übersicht über sämtliche Kontaktmöglichkeiten und andere Hilfsangebote. Aktuell besteht große Bereitschaft zu nachbarschaftlicher Hilfe. Können Sie das aus Ihrer Arbeit bestätigen? Das können wir absolut bestätigen, die Hilfsbereitschaft war überwältigend! Innerhalb kürzester Zeit hatten sich in der extra dafür aufgelegten Datenbank weit über 100 Menschen registriert, die ihre Hilfe anboten. Ca. 400 waren es insgesamt am Schluss allein in Pankow. Diese Bereitschaft spiegelt sich auch in den Reaktionen der Ü-80-Jährigen wider, die einen Brief vom Pankower Bürgermeister bekamen mit unserer Hotline-Nummer: "Es ist total schön, dass wir nicht vergessen wurden, aber wir brauchen keine Hilfe, wir sind von Familie/Nachbar:innen/Freund:innen schon gut versorgt.“ Werden Sie bald wieder in den "Regelbetrieb" zurückkehren? Erfreulicherweise sind wir tatsächlich mit dem Übergang zurück zur Normalität beschäftigt und klären aktuell, wo wieder Freiwillige eingesetzt werden können. Kontakt FreiwilligenAgentur Pankow Berliner Allee 124, 13088 Berlin 030 2509 1001 info@ehrenamt-pankow.berlin www.ehrenamt-pankow.berlin Offene Sprechzeiten: Di. 10.00-14.00 + Do. 14.00 - 18.00 (auch darüber hinaus erreichbar) Flyer mit Kontakten aller Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäuser Weitere Infos zum ehrenamtlichen Engagement in Pankow Gefördert durch die Senatsverwaltung – Senatskanzlei – und das Bezirksamt Pankow. Seite 6 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Kinderfreundliche Kommune Der Bezirk verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Das Bezirksamt hat dazu gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V., Dominik Bär, eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit unterzeichnet. Im nächsten Schritt wird der ein Aktionsplan erstellt, um junge Menschen besser zu schützen, zu fördern und zu beteiligen. Pankow ist der erste Berliner Bezirk und bundesweit der erste Bezirk überhaupt, der an dem Programm teilnimmt. In Deutschland haben sich aktuell 30 Kommunen der Initiative angeschlossen – darunter Köln, Potsdam, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben wurde 2012 in Deutschland ins Leben gerufen und basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative (CFCI). Diese setzt sich seit 1996 international dafür ein, die Kinderrechte auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. Kontakt Jeanette Münch Büro für Bürgerbeteiligung 030 90295-2713 jeanette.muench@ ba-pankow.berlin.de Link zur Website Pankower Spielplätze in Bewegung Die Sparpolitik der letzten 15 Jahre hat auch im Spielplatzbereich einen massiven Sanierungsstau aufgebaut. Allmählich kommt hier jedoch Bewegung rein. In der Dusekestraße, am Solonplatz und am Goldfischteich wurden drei grundsanierte Spielplätze Ende Mai zum Spielen frei gegeben. Inklusiver Spielplatz in der Dusekestraße, Foto: Pankow LIVE Für alle drei Spielplätze erhielt der Bezirk Mittel aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR (PMO-Mittel). Für den seit 2016 brachliegenden Spielplatz Dusekestraße engagierte sich zudem der Pankower Verein Kiezinseln e.V. in besonderem Maße und brachte Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn mit dem Projekt „Stück vom Glück“ zusammen. Das Projekt setzt sich bundesweit für inklusive Spielplätze ein und unterstützt großzügig die Neugestaltung des Spielplatzes Dusekestraße hin zum ersten vollständig inklusiven Spielplatz im Bezirk. Besonders attraktiv gestaltet wurde auch der Spielplatz am Goldfischteich: Auf rund 1080 qm² wurde eine neue Spielanlage mit Sand und Spielgeräten Interessenvertretung für Menschen 60+ Die Seniorenvertretung ist Ansprechparnterin für alle älteren Menschen im Bezirk. Die derzeit 14 Mitglieder sind vor Ort in verschiedenen Gesprächsrunden, Einrichtungen und Begegnungsstätten tätig. Dadurch erfahren sie, was besonders Menschen ab 60 Jahren an der öffentlichen Teilhabe hindert. Einige Antworten und Hilfen werden mit vorhandenen Trägern und Orgawww.berlin.de/pankow-news nisationen in bewährter Weise gefunden, andere Anliegen werden direkt an Fachabteilungen des Bezirksamtes zur Klärung herangetragen. Die Seniorenvertretung nutzt die Ausschüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), stellt direkte Anfragen, redet mit den Verordneten, beobachtet Situationen und begleitet aktuelle Geschehnisse. hergestellt, die nach Motiven des Weißenseer Buchgestalters und Illustrators Werner Klemke gestaltet wurden. Zwei komplett neue Spielplätze entstehen derzeit an der Pankower Schulzestraße sowie der Weißenseer Pistoriusstraße, beide werden aus der Investitionsplanung des Bezirks finanziert und voraussichtlich im 2. Halbjahr 2020 fertig gestellt. Dank finanzieller Mittel aus der Maßnahme "Stadtumbau Ost" werden zudem der Spiel- und Bolzplatz Dietrich-Bonhoeffer-Str. 22-27 und die Skateanlage Wolfgang-HeinzStr. neugestaltet. Vorbereitet wird die Sanierung der beiden Spielplätze in der Choriner Straße, im Paule-Park sowie des Spielplatzes hinter der Falkenberger Str. 151-155. Kontakt Sprechstunde Di. 10.00 - 12.00 UIhr Fröbelstr. 17, 10405 Berlin Raum 330, Haus 2 030 90295-5216 seniorenvertretung@ ba-pankow.berlin.de Link zur Website Seite 7 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Ort der Vielfalt: Die Integrationsbeauftragte Am 1. Mai nahm Nina Tsonkidis im Rathaus Pankow ihre Tätigkeit als Integrationsbeauftragte auf. Die gebürtige Berlinerin aus einer griechisch-kroatischen Familie hat Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin und Thessaloniki studiert und sammelte Berufserfahrung in zwei Berliner Behörden im Bereich Flucht und Migration. Sie übernimmt das Amt von Katarina Niewiedzial, die im Mai 2019 als neue Beauftragte für Migration und Integration in den Senat wechselte. Bis April 2020 hatte die Koordinatorin für Flüchtlingsfragen, Birgit Gust, die Stelle komissarisch inne. schränkungen war diese nicht mehr möglich, gleichzeitig ist der Bedarf stark gestiegen. Durch das Engagement der Menschen konnten in den vergangenen Wochen tolle und teilweise sehr kreative Alternativangebote an die Ratsuchenden gemacht werden. Wo sehen Sie aktuell den größten Handlungsbedarf? Team der Integrationsbeauftragten v.l.n.r.: Birgit Gust, Sara Ghayour-Morbahan, Nina Tsonkidis, Susann Kubisch Frau Tsonkidis, als Integrationsbeauftrage sind Sie Ansprechpartnerin und Sprachrohr für Menschen mit Migrationsgeschichte im Bezirk. Wie können wir uns Ihren Arbeitsalltag vorstellen? meiner Ombudsfunktion auch individuelle Fragen und Probleme von Bürger:innen zu klären. Ich würde daher von einem sehr bunten Arbeitsalltag sprechen. Eine der zentralen Aufgaben unseres Integrationsbüros ist es, die Teilhabe und Partizipation der Menschen mit Migrationsgeschichte im Bezirk jederzeit im Blick zu haben und zu fördern. Der persönliche und enge Austausch mit lokalen Akteur:innen ist dabei zentral, um die Bedarfe, aktuellen Themen und Standpunkte zu kennen. Gleichzeitig versuche ich in Wie verändert die aktuelle CoronaSituation die Arbeit von Ihnen und Ihrem Team? Wir mussten uns personell durch die Corona-Krise neu aufstellen. Schwer getroffen haben die Einschränkungen jedoch besonders unsere lokalen Vereine und Kooperationspartner:innen. Eine ihrer zentralen Aufgaben ist die persönliche Beratung. Aufgrund der Kontaktbe- Da ich erst seit zwei Monaten im Bezirksamt Pankow arbeite, habe ich mir noch kein vollumfängliches Bild über alle Handlungsbedarfe machen können. Ich freue mich sehr darauf, die Impulse und Vorarbeiten aus den letzten Jahren zum Konzept der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung in der Verwaltung und den Bildungseinrichtungen aufzunehmen und daran mitzuwirken, unser Arbeitsumfeld diskriminierungssensibel zu gestalten. Wie wurden Sie eigentlich Integrationsbeauftragte, welchen Werdegang haben Sie genommen? Durch meine eigene Migrationsgeschichte bin ich sensibler für kulturelle Unterschiede, Im Bezirksamt Pankow können Sie Beauftragte für verschiedene Themenbereiche als direkte Ansprechpartner:innen erreichen. Die Beauftragten arbeiten im Stab des Bezirksbürgermeisters und haben ihren Dienstsitz im Rathaus Pankow: Gleichstellungsbeauftragte: Heike Gerstenberger; Integrationsbeauftragte: Nina Tsonkidis; Beauftragte für EU-Angelegenheiten, Bündnis für Wirtschaft und Arbeit sowie Beauftragte für die Lokale Agenda 21: Dr. Ute Waschkowitz; Beauftragter für Menschen mit Behinderung: Detlef Thormann www.berlin.de/pankow-news die sich in zwischenmenschlichen Beziehungen zeigen und ich kann verschiedene Sichtweisen auf eine Sache oft gut nachfühlen. Auch wenn es bisweilen Identitätskonflikte produziert, ist es eine große Ressource und diese wollte ich immer nutzen. Während meines Studiums spezialisierte ich mich auf den Bereich interkulturelle Philosophie. Gleichzeitig arbeitete ich ehrenamtlich als Mentorin bei der Neuköllner Bürgerstiftung mit Jugendlichen, die selbst eine Migrationsgeschichte haben. Als ich dann begann, im öffentlichen Dienst zu arbeiten, zog es mich im Jobcenter Berlin Treptow-Köpenick ins Team für geflüchtete Menschen. Irgendwann wurde ich auch die Migrationsbeauftragte des Hauses. Heute fühle ich mich beruflich richtig angekommen. Nina Tsonkidis, Foto: Mimoza Veliu Kontakt Büro der Integrationsbeauftragten Rathaus Pankow, Breite Straße 24a26, 13187 Berlin Raum 2.53 030 90295-2524 nina.tsonkidis@ ba-pankow.berlin.de Link zur Website Seite 8 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Gemeinschaftsunterkünfte in Pankow Wegen der Corona-Krise können zwei Gemeinschaftsunterkünfte in Karow im Sommer nicht planmäßig geschlossen werden. Das AWO-Refugium an der Groscurthstraße und das Tempohome Siverstorpstraße bleiben noch einige Monate in Betrieb, um bei der Belegung die Hygieneabstände besser einhalten zu können. Die Menschen aus den Heimen sollen nach der Schließung möglichst im Bezirk bleiben und in die dann fertigstellten Modularen Unterkünfte (MUF) Rennbahnstraße oder Falkenberger Straße ziehen. Die MUF an der Rennbahnstraße für 200 Personen wird von der GESOBAU AG bis zum August 2020 errichtet und dann für zunächst fünf Jahre als Gemeinschaftsunterkunft betrieben. An der Rennbahnstraße baut die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bis Ende 2020 ein Haus für 100 Personen. Die modernen Fertighäuser mit drei bis fünf Etagen sind mit Wohnungen oder Mehrbettzimmern und Gemeinschaftsküchen und -bädern ausgestattet. Eine Nachnutzung als Wohnungen für weitere Bevölkerungsgruppen ist vorgesehen. Weitere Gemeinschaftsunterkünfte entstehen an der Kirchstraße in Rosenthal und in der Fröbelstraße in Prenzlauer Berg. Der Containerbau an der Buchholzer Straße an der Elisabeth-Aue ist nach der Schließung im November 2019 nun seit Mitte April 2020 als Quarantäne-Einrichtung wieder in Betrieb, da er dazu räumlich sehr gut geeignet ist. Förderung für Frauen- und Migrant:innenarbeit 2021 Noch bis zum 28. August 2020 können freie Träger der Frauen- und Migrant:innenarbeit für Ihre Projekte im Jahr 2021 Zuwendungen beim Bezirksamt Pankow beantragen. Die Unterlagen für Frauenprojekte und Projekte der Frauenarbeit aus dem Integrationsfonds sind bei der Gleichstellungsbeauftragten einzureichen. Bei der Integrationsbeauftragten können Sie Anträge für Demokratieprojekte, Projekte der Migrant:innenarbeit sowie für den Integrationsfonds stellen. Dem Zuwendungsantrag sind beizufügen: ein Finanzierungsplan, ein Stellenplan, eine Projektbeschreibung sowie der aktuelle Freistellungsbescheid des Finanzamtes, die Satzung bzw. der Gesellschaftervertrag und der Vereinsregisterauszug bzw. der Handelsregisterauszug. Antragsformulare und Förderkriterien Link zur Website der Gleichstellungsbeauftragten Link zur Website der Integrationsbeauftragten Ansprechpartnerin: Michelle Schwarz Ansprechpartnerin: Susann Kubisch 030 90295-2683 030 90295-2448 michelle.schwarz@ ba-pankow.berlin.de susann.kubisch@ ba-pankow.berlin.de www.berlin.de/pankow-news AWO-Refugium in Buch Kontakt Birgit Gust Flüchtlingskoordinatorin 030 90295-2431 birgit.gust@ba-pankow.berlin.de Mehr zum Thema Begegnungsstätten öffnen Die bezirklichen Begegnungsstätten für Senior:innen öffnen nach der Corona-bedingten Schließung wieder schrittweise. Bereits geöffnet sind die Einrichtungen Tollerstraße 5 und Schönholzer Straße 10 A. Zum 1. August folgen die Begegnungsstätten Am Friedrichshain 15, Grellstraße 14, Paul-Robson-Straße 15 und Husemannstraße 12. Mit den Einrichtungen wurden Hygienekonzepte entwickelt, um die Besuche möglichst risikoarm zu gestalten. Der Publikumsverkehr soll schrittweise erhöht werden, auch wenn zunächst noch nicht alle Kurs- und Gruppenangebote durchgeführt werden können. Kontakt Jana Kruspe Seniorenservice 030 90295-6822 jana.kruspe@ba-pankow.berlin.de Link zu den Begegnungsstätten Seite 9 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Das BIZ in Buch – Neues Zentrum für Bildung und Kultur Im Ortsteil Buch soll bis 2025 ein neues Bildungs- und Integrationszentrum entstehen. Das sogenannte BIZ Buch gehört zum Aufgabenbereich von Dr. Manuel Seitenbecher, der seit August 2019 das Amt für Weiterbildung und Kultur im Bezirksamt Pankow leitet. Der gebürtige Berliner ist promovierter Historiker und war zuvor in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin u.a. als Abteilungsleiter tätig. Das von ihm geleitete Amt umfasst die fünf Fachbereiche Kunst und Kultur, Museum, Musikschule, Stadtbibliothek und Volkshochschule. Eltern oder Großeltern, die Kurse besuchen – ob nun im Yoga- und Bewegungsraum oder in einem der vielen neu ausgestatteten Unterrichtsräumen der Musikschule und VHS. Projekträume und große Multifunktionsräume, die nicht nur für die Angebote der Einrichtungen zur Verfügung stehen, sondern auch für Vereine und Initiativen vor Ort. Perspektive von ©karlundp Architekten zusammen mit TOPOS Buch erhält eine neue Heimstätte für Kultur und Bildung: Auf der Freifläche Groscurthstraße 21-33 entsteht bis 2025 auf ca. 3300 qm und vier Etagen das Bildungsund Integrationszentrum (BIZ) Buch. Waren bislang nur Bibliothek und Musikschule in Buch präsent, wird sich das künftig ändern: Erstmals ziehen Volkshochschule (VHS), Musikschule, Bibliothek und der Bereich Kunst und Kultur mit Kunstwerkstätten und Tanzräumen in ein Haus, ergänzt um das Gläserne Labor des Campus Berlin-Buch und einzelne Ausstellungen des Museums Pankow. In dieser Fülle und Verzahnung ist das ein Novum, nicht nur für den Bezirk, sondern auch für Berlin und Deutschland – und Werbung und Strahlkraft für Buch. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Gläserne Labor, das mit eigenen Räumlichkeiten einen Platz im BIZ findet und www.berlin.de/pankow-news Kinder experimentell und spielerisch an naturwissenschaftliche Themen heranführt – in enger Kooperation mit den anderen Einrichtungen wie der benachbarten Bibliothek. So wird das BIZ auch einen Schwerpunkt auf sogenannte MINT-Themen setzen, ohne dass andere Kulturangebote zu kurz kom- Modell von ©karlundp Architekten zusammen mit TOPOS men werden. Was bietet das BIZ noch: Eine deutlich größere Bibliothek über zwei Etagen, die man mit entsprechendem Leseausweis außerhalb der Öffnungszeiten, beispielsweise am Sonntag, aufsuchen kann. Kinderbetreuungsräume für Ein Café im Eingangsbereich für die gastronomische Versorgung und umfangreiche Außenflächen mit Urban Gardening-Bereichen, einer Leseterrasse, Sitzbereichen für Kurse im Freien und einem kleinen Amphitheater – um nur einen Teil der Highlights zu nennen. Nächste Schritte bis zur Eröffnung 2025 Derzeit laufen die detaillierten Raumplanungen für das Gebäude – errichtet von karlundp-Architekten zusammen mit Topos Landschaftsarchitekten. Ab 2021 starten die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen auf der Fläche, bevor es dann 2022 richtig losgeht und wir am 01.07.2025 das Haus feierlich mit den Bucher:innen eröffnen wollen. Bis dahin wird es eine Vielzahl an kleinen und größeren Aktionen geben, um den Gedanken des BIZ gemeinsam zu entwickeln. Eine Aktionswoche Ende September in der jetzigen Bucher Bibliothek mit Angeboten aller Einrichtungen soll einen ersten Eindruck vermitteln – abgeschlossen von einem Bucher Bürgerforum am 01.10.2020 . In 2021 sollen erste partizipative Workshops mit interessierten Bucher:innen stattfinden, damit wir noch genauer wissen und planen, was Sie im BIZ erwarten. Denn dieses Haus soll kein Haus des Amtes für Weiterbildung und Kultur werden – es soll ein Wohnzimmer für die Bucher Bevölkerung und eine Heimstätte für Kultur, Bildung und Integration werden. Dr. Manuel Seitenbecher Kontakt Amt für Weiterbildung und Kultur Amtsleitung: Dr. Manuel Seitenbecher Danziger Straße 101 10405 Berlin 030 90295-3838 manuel.seitenbecher@ ba-pankow.berlin.de Link zur Website Seite 10 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Kultur und Weiterbildung in Zeiten von Corona Veranstaltungen sind im Freien wieder möglich Die gute Nachricht: Kunst und Kultur können nach der langen Schließzeit der bezirklichen Einrichtungen für Weiterbildung und Kultur nach und nach wieder stattfinden. Seit Mitte Mai sind Galerien, Museen und Bibliotheken wieder unter Einhaltung der Corona-Regeln geöffnet, weitere Bereiche ziehen nach und planen u.a. Veranstaltungen im Freien. Auf den folgenden Seiten finden Sie einen Überblick. Draußenstadt – Freiluftsaison Öffentliche Veranstaltungen werden mit den aktuellen Corona-Regelungen wieder möglich – wenngleich noch unter erschwerten Bedingungen. Jetzt können Kunst und Kultur Berlins mit einer einzigartigen Open-Air-Saison für Kunst, Theater und Musik wieder sichtbar werden. Über die Bandbreite der Freiluftveranstaltungen, die bis zum 30. September 2020 im Bezirk stattfinden, können Sie sich auf einer eigens eingerichteten DraußenstadtWebsite informieren. Plätze für kleinformatige Kunst-, Theater- und Musikprojekte zu nutzen und wird schnell darüber entscheiden, was wo möglich ist. Das Bezirksamt Pankow ermuntert profesionelle Kulturschaffende dazu, bezirkliche Freiflächen, Straßen und Draußen spielt die Musik Alle Bibliotheken wieder geöffnet Zum Fachbereich Stadtbibliothek gehören acht Bibliotheksstandorte im gesamten Bezirk, die aktuell noch reduzierte Öffnungszeiten anbieten. Auch können online Veranstaltungen angekündigt werden, die nicht auf bezirklichen Flächen stattfinden: Vom Singer-/Songwriter-Konzert im Biergarten bis hin zur Tanzperformance auf dem Supermarktparkplatz. Ausführliche Informationen zur Initiative finden Sie auf der Seite: Das Pankower Bibliotheksteam hat die Corona-Zeit u.a. zur Vorbereitung neuer digitaler Vermittlungsformate für Kinder und Jugendliche genutzt, die voraussichtlich zum neuen Schuljahr bereitgestellt werden können. Außerdem bloggt das Team seit April auch "über alles, was wir ausprobieren, schauen, hören, machen, basteln, coden und mehr" unter www.stadtbibliothek-pankow.de/ Lesungen + Bienenprojekt Zwei Open-Air-Lesungen veranstaltet die Bibliothek am Wasserturm im Hof (entfallen bei Regen): Do., 16.7.2020, 20.00: Franziska Hauser: Die Glasschwestern Janusz-Korczak-Bibliothek, Berliner Straße Unabhängig davon ist jederzeit das digitale Angebot des Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VOEBB) verfügbar, darunter E-Books und -Magazine, Hörbücher, Serien, Spiel- und Kinderfilme oder Lernhilfen. www.berlin.de/pankow-news Do., 13.08.2020, 20.00: Lea Streisand: Hufeland, Ecke Bötzowstraße Die Stadtbibliothek in Buch bietet vom 05.-07.08.2020 das Ferienprogramm „Erlebe Bienen in ihrem Lebensraum“ an. Kontakt Wenden Sie sich mit Ihren Ideen und Veranstaltungshinweisen per E-Mail an info@wabe-berlin.de Ansprechpersonen: Marc Lippuner (Leitung WABE) 030 90295 -3850 Jeanette Higiro (Vertretung) 030 90295 -3850 Link zur Webseite Hof des Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee Kontakt Öffnungszeiten aller acht Bibliotheken für die Ausleihe (gültig 15.06.15.08.2020) Mo., Do. und Fr.: 13.00 – 18.00 Uhr Di., Mi.: 10.00 - 15.00 Uhr zusätzlich in Heinrich-Böll- und Janusz-Korczak-Bibliothek auch Sa., 10.00-13.00 Uhr Link zur Website Seite 11 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Galerien und Brotfabrik geöffnet, WABE und Theater unterm Dach folgen Der Fachbereich Kunst und Kultur des Amts für Weiterbildung und Kultur ist für die kommunalen Kultureinrichtungen des Bezirksamts Pankow zuständig. Diese konzentrieren sich einerseits im Kulturareal Ernst-Thälmann-Park: WABE, Theater unterm Dach, Kunstwerkstätten/Jugendtheateretage, Galerie Parterre Berlin. Zu den eigenen Kulturinstitutionen gehören ebenfalls die Galerie Pankow und die Brotfabrik. Die Galerie Pankow (Breite Str. 8) und die Galerie Parterre Berlin (Danziger Str. 101) zeigen ihre aktuellen Ausstellungen zu Sonderöffnungszeiten. Sowohl WABE als auch Theater unterm Dach (beide Danziger Str. 101) sind noch bis 31. Juli geschlossen und bereiten sich darauf vor, ab August 2020 wieder Programm anzubieten – jedoch mit angepasstem Format. Musikschule Béla Bartók Die bezirkliche Musikschule Béla Bartók hat seit Ende Mai wieder schrittweise den Unterricht an allen vier Standorten aufgenommen und zunächst mit dem Einzelunterricht in fast allen Fächern begonnen. Besondere Sicherheitsvorkehrungen gelten im Sänger- und Bläserbereich. Kleingruppenangebote gibt es wieder seit dem 8. Juni (außer für Bläser:innen und Sänger:innen). Die Brotfabrik (Caligariplatz 1) zeigt im KulturWagen das inklusive Ausstellungsprojekt „Schmerz und Berührung“, bietet ab 2. Juli wieder Kino sowie ab 1. August wieder Theaterprogramm an. Einen Überblick über alle Einrichtungen des Fachbereichs Kunst und Kultur finden Sie hier. Der Fachbereich ist ebenfalls für die Kunstsammlung des Bezirks zuständig und auch Ansprechpartner u.a. in Sachen Kunst am Bau / Kunst im öffentlichen Raum oder für Kunst- und Projektförderung für stadtteil- und zielgruppenorientierte Kulturarbeit. Die nächste Antragsfrist des Bezirkskulturfonds endet am 15. Oktober 2020. Vorbereitet wird nach der Sanierung des Praters außerdem auch die Wiedereröffnung der dortigen Galerie. Gruppen mit mehr als fünf Teilnehmenden, Kurse und Ensembleproben entfallen weiterhin. Auch Veranstaltungen finden bis auf Weiteres noch nicht statt. Das Team der Musikschule hat während der Schließzeit u.a. bei Facebook Konzertmitschnitte eingestellt und zeigt auch bei Youtube kleine Konzertvideos. Weil aktuell keine Konzerte oder Vorspiele mit Publikum stattfinden können, entwickelt die Musikschule derzeit unter dem Titel "Bartóks Sofa" eine technische Lösung, bei der Musikschüler:innen sich gegenseitig beim Online-Vorspiel begegnen können. Im Jahr 2020 ist die Violine das Instrument des Jahres. Die Musikschule hat hierfür einen digitalen Beitrag mit dem Titel „Fiddle Convention“ erarbeitet. Ursprünglich als Live-Event auf dem Kunstfest Pankow gedacht, wurde die Fiddle Convention in einen Online-Beitrag umgewandelt. Musikschule Béla Bartók, Am Schloßpark www.berlin.de/pankow-news Kulturareal Ernst-Thälmann-Park Kontakt Fachbereich Kunst und Kultur Danziger Straße 101, 10405 Berlin 030 20295 3841 fbkuk@ba-pankow.berlin.de Link zur Website Kontakt Standorte der Musikschule Béla Bartók Pankow Am Schlosspark 20, 13187 Berlin 030 90295 -6730 Prenzlauer Berg Senefelderstr. 6, 10437 Berlin 030 90296 -6752 Buch-Karow Friedrich-Richter-Str. 6, 13125 Berlin 030 9439 -4590 Weißensee Bizetstr. 27, 13088 Berlin 030 90295 -6027 Link zur Website Seite 12 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Volkshochschule bietet seit Juli wieder Präsenzkurse an Nach der langen Schließzeit konnte die Volkshochschule Pankow am 1. Juli wieder mit dem Präsenzbetrieb und einem Sommerangebot starten. Kurs-Anmeldungen sind sowohl persönlich an den Standorten in der Prenzlauer Allee 227 (Mo., 10.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr) und in der Schulstr. 29 (Do. 10.00-12.00 und 15.00-18.00 Uhr) als auch online möglich. Letzteres wird bevorzugt empfohlen. die VHS Pankow kurze Video-Lernbausteine im Bereich 'Gesundheit aktiv' zur Verfügung, die ohne vorherige Anmeldung u.a. zum Rückentraining, zur Ganzkörpergymnastik oder zu Yoga und Pilates anleiten. "Gegenwart" zu sammeln ist eine der zentralen Aufgaben eines Museumsarchives. Das Museum Pankow bittet daher um aktive Mithilfe und ruft Sie dazu auf, persönliche Erinnerungen an die außer- VHS-Standorte: Haus der Volkshhochschule, Schulstr. 29, 13187 Berlin Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin Bildungszentrum am Antonplatz, Bizetstr. 27/41, 13088 Berlin Link zur Website Bildungszentrum am Antonplatz Museum Pankow: Ausstellungen in Prenzlauer Allee und Heynstraße Der Fachbereich Museum widmet sich der Darstellung, Bewahrung, Erschließung und Erforschung der Regionalgeschichte – durch Ausstellungen, Buchveröffentlichungen, Veranstaltungen sowie ein Archiv mit Lesesaal. Aktuell zeigt das Museum Pankow mehrere Ausstellungen am Hauptstandort Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner (Prenzlauer Allee 227/228) und in der Heynstr. 8. (siehe S.13). Derzeit finden noch keine Begleitveranstaltungen statt, die Vorbereitungen laufen jedoch. Servicetelefon 030 90295-1700 Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Darüber hinaus können sich Interessierte für eine immer größere Bandbreite von Online-Kursen anmelden, darunter Sprachen, Fitness oder Kreatives ebenso wie z.B. ein Kompaktkurs zur Textverarbeitung Word (20.-24.07.2020). Als neues kostenfreies Angebot stellt Kontakt Kontakt gewöhnliche Zeit der Corona-Pandemie im Museum abzugeben (Objekte, Fotos etc.). Weitere Infos finden Sie auf der Museums-Website. Museum Pankow Übrigens zeigt das Museum bei Facebook und Instagram zahlreiche Einblicke in aktuelle Ausstellungen oder interessante Archivmaterialien. Prenzlauer Allee 227/228 Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, 10405 Berlin 030 90295-3917 museumsek@ba-pankow.berlin.de Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei. (Überblick und Öffnungszeiten siehe folgende Seiten) Link zur Website Kultur-und Bildungszentrum Sebastian Haffner Jeden Monat neu: Kulturamts-Newsletter Im monatlichen Newsletter des Amtes für Weiterbildung und Kultur informieren wir Sie über aktuelle Premieren, Konzerte, Veranstaltungen, Ausstellungen und weitere Kulturereignisse. Zum Abonnement. www.berlin.de/pankow-news Seite 13 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Aktuelle Ausstellungen in kommunalen Einrichtungen Moskau ist nicht Berlin Schicksal eines Romans: Michail Bulgakows "Der Meister und Margarita" Sonderausstellung bis 06.09.2020 in Kooperation mit der Bibliothek am Wasserturm in der Ausstellungshalle Link Wer war Immanuel Kirch? 125 Jahre Kirchengeschichte in Prenzlauer Berg Sonderausstellung bis 13.09.2020 in Kooperation mit der Immanuelgemeinde Hauptgebäude, Raum 108 Link Museum Pankow Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin Öffnungszeiten: Di.-So., 10.00-18.00 Uhr (feiertags geschlossen) www.berlin.de/museum-pankow Bitte bedecken Sie beim Ausstellungsbesuch Mund und Nase. Bitte halten Sie 1,5m Abstand. gegenentwuerfe_plakat_druck.qxd:Layout 1 08.01.10 10:57 Seite 1 Der Prenzlauer Berg vor, während und nach dem Mauerfall Kinder malen an eine Mauer im Hirschhof, 14.September 1985 /Foto: Uwe Dähn Gegenentwürfe Eine Ausstellung des Museumsverbundes Pankow Gegenentwürfe. Prenzlauer Berg vor, während und nach dem Mauerfall Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner Prenzlauer Allee 227/228 Tram M2 Knaackstraße U2 Senefelderplatz Informationen unter 902 95 – 39 17 Öffnung szeiten Monta g – Freita g von 10 – 18 Uh r Führun gen un Sonder öffnung d szeite nach Ver einbarun n g Dauerausstellung Hauptgebäude, Raum 106/107 Waschen Sie Ihre Hände häufig. Husten Sie in Ihre Armbeuge Link Bezirksamt Pankow von Berlin | Abteilung Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung | Amt für Kultur und Bildung | Fachbereich Museum/Bezirkliche Geschichtsarbeit Mit freundlicher Unterstützung durch: Robert-Havemann-Gesellschaft In Kooperation mit: Berliner Geschichtsverein Nord-Ost e.V. und Bürgerliches Leben um 1900 Dauerausstellung Link Museum Pankow Standort Heynstr. 8, 13187 Berlin Di., Do., Sa., So., 10.00 - 18.00 Uhr (feiertags geschlossen) Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei. www.berlin.de/pankow-news lung Pankow ung ultur-pankow tember 2020 Seite 14 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Ausstellungen im Bezirk CONRAD HEGEWALD STILLE Conrad, Hegewald, Stille – Drei Maler in Berlin Galerie Parterre Ausstellung vom 08.07.-06.09.2020 Danziger Str. 101, 10405 Berlin Link Sonderöffnungszeiten Mi.- So., 14.00 - 20.00 Uhr www.galerieparterre.de Sonia Klausen/Gerald Pirner: Schmerz und Berührung Inklusive Ausstellung im BrotfabrikKulturWagen (Caligariplatz) bis 23.08.2020 verlängert 20 Drei Maler in Berlin Foto: Frank Poddig Link Brotfabrik Caligariplatz 1, 13086 Berlin täglich 12.00 - 20.00 Uhr www.brotfabrik-berlin.de 11.06.20 12:56 Felix Martin Furtwängler: BASTA! - Malerbücher und grafische Werke Ausstellung bis 30.08.2020 Link Galerie Pankow Breite Str. 8, 13187 Berlin Sonderöffnungszeiten Mi.- So., 14.00 - 20.00 Uhr www.galerie-pankow.de Rathaus Pankow Rathaus Pankow Breite Straße 24a-26 Gang 1.OG und Gang 2.OG 13187 Berlin Mo. - Fr., 8.00 - 18.00 Uhr Foto: Debora Ruppert Debora Ruppert „KEIN RAUM – Begegnungen mit Menschen ohne Obdach“ Fotoausstellung bis 30.09.2020 verlängert 1. OG Rathaus Pankow Link www.berlin.de/pankow-news „Was uns bewegt – Co nas porusza“ Wanderausstellung bis 31.08. 2020 verlängert 2. OG Rathaus Pankow Link Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei. Seite 15 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS 30 Jahre Friedliche Revolution in Pankow Seit dem Frühjahr 2019 und noch im gesamten Jahr 2020 spielt das Thema „30 Jahre Friedliche Revolution in Pankow“ in den Kunst-, Kultur- und Bildungsporgrammen eine Rolle. Auf der Website des Bezirksamtes finden Sie eine Themenseite mit Online-Kalender, wo wir Sie u.a. auf Ausstellungen, Veranstaltungen und digitale Formate hinweisen. Die hier vorgestellten Angebote laden auch zur individuellen Erkundung und Spurensuche ein – im Freien und „coronakompatibel“. Aufbruch im Herbst 1989 Website mit über 150 Interviews Lange bevor im November 1989 die Mauer geöffnet wurde, hatten Menschen in unserem Bezirk und andernorts im Land gegen die festgefügt erscheinenden Verhältnisse protestiert, diese ignoriert oder unterlaufen, durchlöchert und aufgebrochen. Viele von ihnen lebten bzw. leben in Prenzlauer Berg, Weißensee oder Pankow. Im Herbst 2019 zeigten knapp 200 Bodenzeichen auf den Gehwegen und Plätzen im gesamten Bezirk, wo die Akteure des Aufbruchs im Herbst 1989 lebten, arbeiteten und sich trafen. Die Erinnerungen dieser Zeitzeugin- Spurensuche in Berlin by bike nen und Zeitzeugen versammelte die Künstlerin Karla Sachse in über 150 Hörstücken auf der Projektwebsite www.aufbruch-herbst89.de. Auf der Website sind die online hörbaren Interviews und Kurzporträts der Befragten entlang von vier Routen durch den Bezirk zusammengefasst. So können Sie z.B. beim Spaziergang mit dem eigenen Smartphone am Ohr den bewegten Erinnerungen von Frauen, Männern und Gruppen folgen, die den Aufbruch vor 30 Jahren auf ihre jeweils eigene Weise mitgestaltet haben. In den Interviews beantworten in Mitte, vorbei an weiteren bedeutenden Stationen, die für die Staatsgewalt der ehemaligen DDR oder für Widerspruch und Aufbegehren stehen. Entlang der ehemaligen Mauer - Vom urbanen Berlin in die Peripherie: Ausgehend von der Gedenkstätte der Berliner Mauer führt die Tour entlang des ehemaligen Grenzübergangs Bornholmer Straße bis zum ländlichen Grenzgebiet zwischen Blankenfelde und Lübars. Spurensuche in Berlin by bike © Tourismusverein Berlin-Pankow e.V. Die Berliner Bezirke Pankow, Mitte und Lichtenberg haben sich zusammengeschlossen und anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution von 1989/90 drei Fahrradrouten erarbeitet. Kontraste - Orte der Opposition und Orte der Repression: Die Tour startet an der ehemaligen Haftanstalt Rummelsburg und führt zur Elisabethkirche www.berlin.de/pankow-news Spannungsfeld Bruderstaat – Auf Spurensuche der Sowjetgeschichte in Berlin: Vom Sowjetischen Ehrenmal in der Schönholzer Heide führt die Tour über Schloss Schönhausen bis zum Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst. Kostenlose gedruckte Tourenpläne auf Deutsch und Englisch erhalten Sie im Tourist Information Center (TIC) in der Kulturbrauerei und den Touristinformationen von visitBerlin. Link zum Tourismusmarketing Pankow. sie Fragen wie diese: Wo standest Du im Herbst 1989 – politisch, beruflich, persönlich? Welche Vorstellungen, Träume, Wünsche, Hoffnungen hattest Du für den Aufbruch, für die Zukunft des ostdeutschen Landes und wieviel Enthusiasmus? Was wäre für einen Aufbruch heute sinnvoll? Eines von ca. 200 Bodenzeichen, Foto: Karla Sachse Ausstellungen und Open-AirLesungen Folgende Ausstellungen zum Themaempfehlen wir: Dauerausstellung „Gegenentwürfe“ und Sonderausstellung „Wer war Immanuel Kirch?“ im Museum Pankow. Das Museum in der Kulturbrauerei zeigt neben „Leben in der DDR“ noch bis zum 23. August die Wechselausstellung „Deutschland wird eins. Der Abbau der innerdeutschen Grenze“. Derzeit finden (noch) keine Veranstaltungen in Innenräumen statt. Die Bibliothek am Wasserturm lädt am 16. Juli und am 13. August zu Open-Air-Lesungen mit Franziska Hauser und Lea Streisand ein. Weitere Informationen finden Sie im thematischen Online-Kalender. Seite 16 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS 30 Jahre Kunst als Lebensmittel in der Brotfabrik Im Mai 1990 wurde dort, wo die Ortsteile Pankow, Weißensee und Prenzlauer Berg zusammentreffen, das "Jugend- und Kulturzentrum Brotfabrik" gegründet. Seither ist die Brotfabrik ständig gewachsen: Zu Kino, Galerie, Bühne und Kneipe kamen ein Inklusivatelier sowie der Neue Salon hinzu. Aktuell wird die Galerie erweitert. Ein Interview mit dem Geschäftsführer und Mitbegründer Jörg Fügmann. Jörg Fügmann, Foto: Frank Poddig Herr Fügmann, Sie waren dabei, als Ende der 1980er Jahre am heutigen Caligariplatz das kulturelle Leben in Fahrt kam. Wie hat alles begonnen? die Chance des Aufbruchs nutzen. Im legendären und schönen ersten Halbjahr 1990 ist dann alles passiert: Gründung, Umbenennung, Kampf am Runden Tisch, Eröffnung unserer Kneipe "Geierwallys". Eine tolle Zeit. Der Rest kam dann später. Hätten Sie sich 1990 vorstellen können, dass daraus 30 Jahre werden könnten? Die Brotfabrik ist aus einem kommunalen Jugendklub entstanden, der schon vor 1990 ein recht progressives Programm hatte, soweit das unter den damaligen Bedingungen möglich war. Alle heutigen Linien waren damals schon erkennbar: Bildende Kunst, Theater, Kino, Kneipe, Kursund offene Arbeit. Nur eben zentral organisiert. Ihr vielseitiges und innovatives Programm mit ca. 1500 Veranstaltungen pro Jahr ist beim Publikum sehr beliebt und wurde mehrfach ausgezeichnet. Was ist Ihr roter Faden für diese erfolgreiche Kulturarbeit? Was motiviert Sie und das Team auch in schwierigen Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise? Wir wollten das grundlegend ändern und haben gleich im Herbst 1989 ein neues Konzept geschrieben, das auf ausschließlich demokratische Strukturen setzte. Wir wollten Wir sind vom Grundsatz her der öffentlich wahrnehmbaren, qualitativ hochwertigen Kultur verpflichtet. Wir möchten allen Menschen gute Kunst und Kultur zugänglich Ich war 26! Keinesfalls! machen, zu anständigen Preisen und ohne Hürden. Darum steht das Motto "Kunst ist Lebensmittel" an unserer Fassade. Wir sind täglich für die Menschen da, haben nur am 24.12. und 1.1. geschlossen. Da haut es einem natürlich (wie allen) ganz schön Kraft und Motivation weg, wenn so eine Krise ausbricht. Über das Geld reden wir jetzt nicht, da geht es uns wie allen anderen auch.Man darf auch den persönlichen Kraftverlust nicht unterschätzen. Auch die Salamitaktik der Wiedereröffnung war kräftezehrend. Ich selbst habe immer noch Schwierigkeiten, mir ein normales Veranstaltungsleben auch nur vorzustellen. Wir haben ein schönes Haus und wir haben diese unglaubliche Möglichkeit, uns über unsere Arbeit ausdrücken zu können. Das motiviert uns sehr und wird uns auch wieder zu einem guten Pro- gramm zurückführen. Während der Schließzeit haben Sie online u.a. Filme, Lesungen oder einen Audio-Walk bereitgestellt. Wie geht es nun weiter? Baubedingt hat zurzeit die Galerie in unserem Kulturwagen auf dem Caligariplatz geöffnet und zeigt dort noch bis zum 23. August eine Aus­ stel­lung, welche die sehen­de Foto­gra­fin Sonia Klau­sen und der blin­de Foto­graf Gerald Pir­ner gemeinsam entwickelt haben. Unsere Kneipe darf wieder Gäste empfangen, vornehmlich im Außenbereich. Auch unser kleines Atelier bietet sich wieder an. Seit dem 2. Juli haben wir wieder Kino- und ab dem 1.August Theaterbetrieb. Wie es mit den umfangreichen Treffmöglichkeiten von Vereinen, Initiativen und natürlich den Geburtstagen und Hochzeiten weitergeht, hängt leider nicht von uns ab. Kurz-Geschichte der BROTFABRIK Kontakt 1990: Gründung "Jugend- und Kulturzentrum Brotfabrik" + Trägerverein Glashaus e.V.+ Eröffnung Café "Geierwallys" GLASHAUS. Verein der Nutzer der Brotfabrik e.V Erweiterungen u.a.: Kino, Theater, Galerie (1991), Tanzstudio (1998), Internetstudio (1999), mobiler Ausstellungswagen + festes Literaturangebot (2015), Inklusivatelier (2016) 1990, Foto: Manfred Uhlenhut 030 471 -4002 2020 Beginn Sanierung + Erweiterung Galeriegebäude mit großem Inklusiv-Atelier Link zur Brotfabrik auf Bezirksamts-Website Die BROTFABRIK ist Kooperationspartner des Fachbereichs Kunst und Kultur. brotfabrik-berlin.de 2020, Foto: Frank Poddig www.berlin.de/pankow-news Caligariplatz 1 13086 Berlin Seite 17 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS 100 Jahre Groß-Berlin 1920 - 2020 Vor 100 Jahren wurde Berlin durch den Zusammenschluss mit umliegenden Städten und Gemeinden zur Metropole. Die Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung hatte im April 1920 das "Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin" verabschiedet, das am 1. Oktober 1920 in Kraft trat. So entstanden die drei Altbezirke des heutigen Bezirks Pankow: Prenzlauer Berg wurde zum 6. innerstädtischen Bezirk, während Weißensee und Pankow als 18. und 19. Verwaltungsbezirk eingemeindet wurden. "Großes B – dreizehnmal Stadt"Ausstellungen und Online-Portal Das Kooperationsprojekt "Großes B – dreizehnmal Stadt“ des Stadtmuseums Berlin und der zwölf Berliner Bezirksmuseen – darunter auch das Museum Pankow – umfasst eine zentrale Prä- sentation im Märkischen Museum, Ausstellungen in den einzelnen Bezirken und das gemeinsam entwickelte OnlinePortal www.1000x.berlin. Die Website www.grossesB.berlin informiert über alle Ausstellungen und Veranstaltungen der beteiligten Institutionen. Das Online-Portal 1000x.berlin gibt faszinierende Einblicke in eines der wichtigsten Kapitel der Berliner Stadt- geschichte. 1000 Fotos aus den Sammlungen des Stadtmuseums Berlin, des Berliner Landesarchivs und der Berliner Bezirksmuseen – u.a. aus dem Archiv des Museums Pankow – zeigen, wie sich die Stadt seit 1920 verändert hat. Wer sich beteiligen möchte, kann eigene Berlin-Fotos hochladen. Weitere Informationen zum Jubiläumsjahr Groß-Berlin 1920-2020 Museum Pankow widmet sich den Pionieren der Sozialarbeit Der Ausstellungsbeitrag des Museums Pankow zum 100. Jubiläum von GroßBerlin trägt den Titel "Aufbruch und Reform – Pioniere der modernen Sozialarbeit in Prenzlauer Berg während der Weimarer Republik" und wird ab Herbst 2020 in der Prenzlauer Allee 227/228 zu sehen sein. Die Verarmung von Teilen der Bevölkerung durch die Folgen des Krieges nach 1918 und der Wirtschaftskrise Anfang der 1920er Jahre traf in besonderem Maße die Kriegswitwen und -waisen sowie Kinder und Jugendliche. Durch das "Groß-Berlin-Gesetz" von 1920 und die damit verbundene kommunale Selbstverwaltung konnten die neuen Berliner Bezirke eigene politische Akzente setzen. Im Jugendamt Prenzlauer Berg wurde diese Arbeit durch Walter Friedländer geprägt. Als Praktiker und Lehrender in der Jugendsozialarbeit sowie als Stadtrat und Leiter des Amtes wirkten seine Impulse insbesondere für die jugendfürsorgerische Arbeit weit über den Bezirk hinaus. Weitere Informationen www.berlin.de/pankow-news Familie in einem Schlafsaal des Obdachlosenasyls Fröbelstraße, um 1920 (Bild: Museum Pankow) Kontakt Museum Pankow Prenzlauer Allee 227/228 10405 Berlin 030 90295-3917 museumsek@ba-pankow.berlin.de Zubereitung des Essens im Mädchenheim für jugendliche Erwerbslose, Pappelallee 25, Mitte der 1920er Jahre (Bild: Museum Pankow) Link zur Website Seite 18 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Neues Buch zur Flaschenfabrik Latte in Niederschönhausen Enthüllung des Straßenschildes am Latte-Platz Zur wenig bekannten Geschichte der Flaschenfabrik Latte und der dortigen Ausbildung jüdischer Auswanderer gibt das Museum Pankow im Verlag Hentrich & Hentrich ein Buch heraus. Das jüdische Fabrikantenehepaar Selma und Paul Latte betrieb in Niederschönhausen eine große Flaschenhandlung. Ab 1934 befanden sich auf dem Fabrikgelände eine bedeutende Hachscharah-Einrichtung sowie Ausbildungswerkstätten für jüdische Jugendliche zu deren Vorbereitung auf die Auswanderung aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Die Existenz dieser Ausbildungsstätte und der Flaschenfabrik waren fast völlig in Vergessenheit geraten. 2016 wurde im Beisein von Zeitzeug:innen und deren Angehörigen die bis dahin namenlose Grünfläche zwischen Beuth- und Buchholzer Straße in Berlin-Niederschönhausen nach Selma und Paul Latte benannt und eine Gedenkstelle eingeweiht. Auch die BVG-Haltestelle erhielt wenig später diesen Namen. Dem Ereignis ging eine jahrelange Recherche voraus. Museum Pankow (Hg.): Am Gelände von Herrn Latte fing ein reges Leben an Verlag Hentrich & Hentrich 2020, 120 S., 16,90 € - im Museum Pankow und im Buchhandel erhältlich ISBN 978-3-95566-377-4 Interkulturelle Woche Pankow vom 16.09.-04.10.2020 Mitmachen und anmelden bis 1. August! "Pankow bekennt Farbe. Gegen Rassismus. Für Menschenrechte." Unter diesem Motto schließen sich Pankower Organisationen und Vereine vom 16. September bis 4. Oktober für die Interkulturelle Woche Pankow zusammen. Im Rahmen der berlinweiten Interkulturellen Woche sind Pankower Vereine, Organisationen, Gewerbetreibende sowie Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, mit eigenen Ideen ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. Initiatoren der Interkulturellen Woche sind u.a. Kirchen, Migrant:innenorganisationen, Wohlfahrtsverbände und öffentliche Einrichtungen. Die Veranstaltungsreihe bietet Aktionen zum Thema Interkulturalität und Antirassismus-Arbeit einen Rahmen, die ohnehin geplant waren sowie eigens dafür organisierten Veranstaltungen. Beiträge können bis zum 1. August bei den Organisator:innen der Berliner Wochen angemeldet werden. Kontakt Integrationsmanagerin Susann Kubisch 030 90295 – 2448 susann.kubisch@ ba-pankow.berlin.de Website interkulturelle Woche Kiezspaziergang am 23. August auf dem jüdischen Friedhof Bezirksbürgermeister Sören Benn setzt die Tradition der Kiezspaziergänge fort und bietet geführte Touren jeweils zu einem bestimmten Thema an historischen Orten an. Er wird dabei fachkundig von Referentinnen und Referenten unterstützt. Auf die Spuren berühmter Frauen begibt sich der nächste Rundgang. Er findet am Sonntag, 23. August um 10.00 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee statt. Treffpunkt ist der Hauptwww.berlin.de/pankow-news eingang, Herbert-Baum-Str. 45. Bitte beachten Sie: Die Wege auf dem Jüdischen Friedhof sind nicht barrierefrei. Männer sollten ihren Kopf bedecken. Es werden leihweise Kippas zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung findet unter Beachtung der coronabedingten Maßnahmen statt. Wegen der begrenzten Gruppengröße wird um Anmeldung gebeten. Teilnahme kostenfrei. Kontakt Gleichstellungsbeauftragte Heike Gerstenberger 030 90295 – 2305 heike.gerstenberger@ ba-pankow.berlin.de Link zu den Kiezspaziergängen Seite 19 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Fahrradstraßen in Pankow nehmen Gestalt an Beitrag von Vollrad Kuhn (Bü 90/ Die Grünen), Stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste Bis Ende 2023 sollen im Bezirk 20 Fahrradstraßen entstehen. 2019 haben die beiden bezirklichen Radverkehrsplaner den Entwurf einer Radverkehrsstrategie mit dem Baustein Fahrradstraßen erstellt und im „FahrRat“, dem Gremium speziell für den Radverkehr, mehrfach zur Diskussion gestellt. Im Februar 2020 wurde das bezirkliche Fahrradstraßenkonzept nun finalisiert und vom FahrRat sowie vom Verkehrsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) sehr begrüßt und positiv bewertet. In die Radverkehrsstrategie wurden wesentliche Zuarbeiten engagierter Verkehrsinitiativen in Pankow sowie einige BV V- Beschlüsse eingearbeitet. Das Konzept berücksichtigt die Umsetzung des Rundschreibens der Senatsverkehrsverwaltung vom Februar 2019 und deren Entwurf eines Leitfadens für Fahrradstraßen. Dieser liegt inzwischen als Endversion vor. Außerdem flossen unsere Erfahrungen aus laufenden Planungen zu den beiden bereits in Arbeit befindlichen Fahrradstraßen Ossietzkystr. und Stargarder Str. mit ein. erforderlich. Sie sorgen für weniger Durchgangsverkehr und somit weniger Lärm, weniger Luftverschmutzungen, mehr Aufenthalts- und Wohnqualität. Ziel ist es, bis Ende 2023 pro Jahr mindestens drei bis vier Fahrradstraßen einzurichten, beginnend mit zwei bis drei Fahrradstraßen noch in diesem Jahr. Im Berliner Mobilitätsgesetz werden in § 44 wichtige Argumente für die Einrichtung von Fahrradstraßen genannt: sie sind ein einfaches Instrument um durchgängige und flächendeckende Radverkehrsnetze zu schaffen und können eine Alternative zu stark befahrenden Hauptverkehrsstraßen sein. Für die Einrichtung sind i.d.R. keine kostenintensiven und aufwendigen Baumaßnahmen In Pankow haben wir für unser Konzept die in Frage kommenden Straßen wie folgt priorisiert: www.berlin.de/pankow-news Welche Straßen kommen in erster Linie in Frage? Das sind Straßen, die Teil des Berliner Fahrradroutennetzes sind, jedoch nicht Teil des übergeordneten Straßennetzes (Straßen in Tempo30-Zonen). Sie sollten auch parallel zu Hauptverkehrsstraßen ohne eigene Radverkehrsanlagen verlaufen und somit eine Alternativroute darstellen. •Welche Verkehrsbedeutung hat die Straße für den Radverkehr (z.B. Hauptroute, Radschnellverbindung, Radfernweg, Alternative zur Hauptverkehrsstraße)? •Welche Netzwirkung im Fahrradroutennetz hat die Straße? •Wie hoch ist der Sicherheitsgewinn bei der Umgestaltung zur Fahrradstraße? •Wie wird die Umsetzbarkeit beurteilt? Entstanden ist ein Konzept mit insgesamt 20 Fahrradstraßen in den verschiedenen Kiezen in den Ortsteilen Prenzlauer Berg (13), Weißensee (3) und Pankow (4). Die Ossietzkystr. wird Anfang Juli eingeweiht. Für die Stargarder Str. ist die Ausschreibung in Vorbereitung. Auch die Bizetstr. könnte nach Vorlage der verkehrlichen Anordnung noch 2020 umgesetzt werden. 2021 sind die Dunckerstr., die Gleimstr. und die Kollwitzstr. sowie restliche Leistungen in der Bizetstr. vorgesehen. Hinzukommen sollen Stille Str./Güllweg und Waldstr./ Nordendstr./Birkenallee mit der Planung und Anordnung. Der Bau hängt hier von der Ampelfertigstellung an der Hermann-Hesse-Str. ab. 2022 folgen Mahlerstr., Hufelandstr., Oderberger Str., Schwedter Str. (Süd) und Choriner Str. (Umgestaltung der bereits vorhandenen Fahrradstraße). Ab 2022/23 werden dann Erich-Weinert-Str., Dunckerstr./ Krügerstr., Saarbrücker Str., Wörther Str./Knaackstr./Sredzkistr., Marienburger Str., Lehderstr. und Esplanade in Fahrradstraßen umgewandelt. Das ist sicher ein anspruchsvolles Konzept – aber dank der engagierten Radverkehrsplaner im Bezirk, der zunehmenden Akzeptanz für das Thema auch bei den anderen Beschäftigten im Amt und natürlich der Unterstützung von den RadverkehrsInitiativen und Verbänden werden wir das erfolgreich umsetzen. Damit ist Pankow Vorreiter als fahrradfreundlicher Bezirk! Kontakt Straßen- und Grünflächenamt Darßer Str. 203 13088 Berlin Amtsleiter: Herr Johnke 030 90295-8510 sga-pankow@ ba-pankow.berlin.de Link zur Website Ossietzkystraße Am 07.07.2020 um 16.00 Uhr wird die Fahrradstraße offiziell eingeweiht. Ein Banner erklärt die Regeln. Baukosten: 255.000 Euro Ossietzkystraße Hier finden Sie die Regeln für Fahrradstraßen Seite 20 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Rahmenplan Buch-Süd Einen städtebaulichen Rahmenplan für Buch-Süd als Voraussetzung für anstehende Bebauungsplanverfahren hat das Bezirksamt jetzt beschlossen. Auf der Grundlage des Förderprogramms Stadtumbau soll wegen des anhaltenden Wachstums Berlins auch die soziale Infrastruktur, also Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen, Spielund Sportplätze angepasst und erweitert werden. In Buch soll zudem die Aufwertung des Wegesystems und die Entwicklung des Pankeparks bedacht werden. Der Plan orientiert auf die Analyse und Einordnung konkreter Bauflächen für unterschiedliche Nutzungen und zusätzlich er forderliche Infrastruktureinrichtungen. Auf der nördlichen Brunnengalerie sind nun neue Infrastruktureinrichtungen wie das BIZ - Bildungs- und Integrationszentrum (siehe Seite 9), eine Gemeinschaftsschule und eine Kita geplant. Der südliche Teil und auch Flächen nördlich des Kappgrabens sind für Gewerbe mit dem Schwerpunkt "Biomedizin" vorgesehen. Für "Buch IV" ist eine Erweiterung durch ein neues, autoarmes Wohnquartier ge- Ergebnisse einer Öffentlichkeitsbeteiliung für den Planungsprozess Baustellen für verbesserte Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit Einige Baumaßnamen im Pankower Straßenland stehen aktuell kurz vor ihrer Fertigstellung. Dazu gehört u. a. die Mandelstraße nördlich der Ostseestraße, die neben ihrer Funktion als Wegeverbindung der Erschließung von zwei Kindertagesstätten und einem Spielplatz dient. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit Eine von vielen Straßenbaustellen im Bezirk www.berlin.de/pankow-news für Fußgänger:innen werden die Gehwege erneuert, die Fahrbahn instandgesetzt und der Zugang am Spielplatz barrierefrei gestaltet. Auch auf der östlichen Seite zwischen Ostsee- und Lehderstraße werden die Gehwege erneuert. Der alte Belag wird berlintypisch durch einen Plattenbelag und Mosaikpflaster ersetzt. plant. "Buch III" soll lediglich punktuell durch Wohnungsbau ergänzt werden. Die vorhandene Baumreihe wird durch Neupflanzungen ergänzt, die Parkflächen erhalten Großsteinpflaster. An der nördlichen Ecke zur Paul-Grasse-Straße wird eine Gehwegvorstreckung gebaut. Bei beiden Straßen führen die Berliner Wasserbetriebe parallel auch Arbeiten an ihren Anlagen durch. Von besonderer Bedeutung für den Fußgänger- und Fahrradverkehr ist die Erich-Weinert-Straße, da hier mehrere Schulen und Kitas anliegen. Zur besseren Verkehrssicherheit ist vorgesehen, einen fünf Meter breiten Streifen zu asphaltieren und in einigen Bereichen die Bordsteine abzusenken und Gehwege vorzustrecken. Im Mai 2020 haben die Bauarbeiten in der Zelter- /Ecke Meyerheimstraße begonnen. Der Abschnitt ist Teil eines empfohlenen Schulweges zur Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule. Jedoch wird im Kreuzungsbereich oft widerrechtlich geparkt, wodurch die Situation für Kinder nicht einsehbar ist. Weil wegen zu hoher Borde auch keine Barrierefreiheit besteht, werden im Bereich des Knotenpunktes Gehwegvorstreckungen angelegt. Die Gehwegeabschnitte im Bereich Scherenbergstraße 1-4 weisen zahlreiche Schäden auf und werden nach historischem Erscheinungsbild saniert. Alle Baumaßnahmen werden aus dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz finanziert und sollen im Laufe des dritten Quartals 2020 beendet werden. Weitere Informationen zu aktuellen Baumaßnahmen im Bezirk finden Sie auf der Seite des Straßenund Grünflächenamtes Link zur Website Seite 21 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Straßenbäume brauchen Wasser! Auch in diesem Sommer lässt der Regen wieder viel zu oft auf sich warten. Eine Situation, unter der vor allem die Straßenbäume leiden. Insbesondere, da viele durch die beiden vergangenen, ebenfalls viel zu trockenen Sommer bereits vorgeschädigt sind. Vollrad Kuhn, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, appelliert daher an alle Pankower Bürgerinnen und Bürger beim Gießen der Bäume zu helfen. Optimal wäre eine tägliche Versorgung mit zwei bis vier Eimern (20 bis 40 Liter) Wasser pro Baum. Die Beschäftigten des Bezirksamts sowie beauftragte externe Firmen sind zwar bereits intensiv mit der Wässerung von Straßenbäumen und Grünanlagen beschäftigt. Sie konzentrieren sich bei den insgesamt über 90.000 Bäumen im Bezirk aber vor allem auf die besonders gefährdeten Jungbäume. Unter der Trockenheit leiden jedoch auch alle anderen Bäume. Um nicht jede Gießkanne einzeln aus dem dritten Angießen nach einer Baumpflanzung Stock nach unten tragen zu müssen, können die Notwasserpumpen eine große Hilfe sein. Online finden Sie eine Karte, auf der alle Pumpen auf Berliner Straßenland eingezeichnet sind. Die Aktion www.giessdenkiez.de vom CityLAB Berlin zeigt außerdem auf einer interaktiven Karte, wie groß der Wasserbedarf der einzelnen Bäume derzeit ist. Neuer Grundwasserbrunnen am Weißen See Inbetriebnahme verzögert den Wasserverlust durch Verdunstung zu reduzieren, soll zudem die Betriebszeit der Fontäne eingeschränkt werden. Auch das Hygienekonzept zwischen dem Gesundheitsamt und dem Betreiber des Strandbades wurde abgestimmt. Der Wasserspiegel des Weißen Sees sinkt durch Verdunstung fortwährend. Dadurch ist zwar nicht unmittelbar die Gewässerqualität gefährdet, wohl aber der uneingeschränkte Betrieb des Strandbades. Zudem werden durch das sinkende Wasser Schilfbereiche und Baumwurzeln freigelegt, was die Ufervegetation und Brutvögel gefährdet. Um dem Problem entgegenzuwirken, setzt der Bezirk Tiefbrunnen ein, die Grundwasser in den Weißen See pumpen. Zwei in den 1970er Jahren gebaute Brunnen verloren über die Zeit ihre Leistungsfähigkeit, weshalb im März 2020 ein neuer Tiefbrunnen im Bereich der Freilichtbühne gebohrt wurde. Bevor dieser neue Brunnen in Betrieb gehen kann, wurde das Brunnenwasser auf verschiedenste Schad- stoffe beprobt. Die hierbei festgestellten Belastungen im Brunnenwasser lassen einen unbehandelten Zufluss nicht zu. Um den Tiefbrunnen dennoch nutzen zu können, wird derzeit die Einrichtung einer Grundwasserreinigungsanlage geplant. Der neue Tiefbrunnen könnte damit in der Badesaison 2021 zur Gewährleistung des Wasserspiegels im Weißen See zum Einsatz gelangen. In diesem Jahr soll temporär Trinkwasser zugeführt werden. Für die Einleitung des Trinkwassers stehen noch Genehmigungen aus. Um Die gute Nachricht für alle Badenden, die der Weiße See vor allem in den Sommermonaten wie ein Magnet anzieht: Beprobungen Mitte und Ende Mai bestätigen die unbelastete Wasserqualität des Weißen Sees. Wir freuen uns über die Öffnung des Strandbades Anfang Juli und wünschen allen einen uneingeschränkten Badespaß. Link zum Strandbad Lifte im Rathaus fertig Das Bürgeramt im Rathaus Pankow ist jetzt barrierefrei zugänglich. Über zwei neue Fahrstühle ist das Gebäude vom Gehweg bis zur 3. Etage erreichbar. Um auch das historische Trauzimmer für alle zugänglich zu machen, ist ein weiterer Lift im Ostflügel des Rathauses geplant. Weißer See mit Fontäne www.berlin.de/pankow-news Seite 22 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Grundschule und neues Wohnen: Georgen-Parochial-Friedhof in Weißensee Auf den Flächen des ehemaligen Friedhofs Georgen-Parochial III zwischen GustavAdolf-Straße und Roelckestraße soll unter dem Motto „Wohnen für Alle“ ein neues Quartier mit sozialorientiertem Wohnungsbau, Wohnungen für Studierende und ältere Menschen sowie einer Kindertagesstätte, Grundschule und sozialen Angeboten entstehen. Insgesamt 600 Wohnungen sind geplant. Die Bestattungskultur befindet sich seit mehr als 100 Jahren im steten Wandel: Ein großer Teil der historischen Friedhofsflächen wird daher heute und auf absehbare Zeit nicht mehr für Friedhofszwecke benötigt. Nach Ablauf der Ruhefristen und einer anschließenden Pietätsfrist von wenigstens zehn Jahren stehen die nicht mehr benötigten Flächen für andere Nutzungen zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür ist der zwischen Gustav-AdolfStraße und Roelckestraße gelegene Georgen-Parochial-Friedhof III. Ein städtebauliches Konzept für die künftige Nutzung dieser Fläche wurde im Auftrag des Evangelischen Friedhofsverbands Berlin Stadtmitte (EVFBS) als Eigentümer durch das Stadtplanungsbüro Gruppe Planwerk gemeinsam mit den verfahrensbeteiligten Fachverwaltungen des Bezirksamtes Pankow, dem Verbund Junger Genossenschaften und der Stephanus-Stiftung sowie der STATTBAU GmbH entwickelt. Unmittelbar an der Gustav-Adolf-Straße soll eine neue dreizügige Grundschule entstehen. Im neuen Wohnquartier sind ein genossenschaftliches Wohnprojekt sowie generationsübergreifende Wohnungsangebote und besondere Angebote für Familien in rund 200 Wohnungen vorgesehen. Für Stuwww.berlin.de/pankow-news dierende sind weitere 200 Wohnungen geplant. Die Stephanus-Stiftung plant soziale Einrichtungen, wie z.B. betreutes Wohnen für ältere Menschen und Menschen mit Demenzerkrankung (rund 200 Wohnungen) sowie eine Kindertagesstätte. vorgestellt. Aktuell wird im Stadtentwicklungsamt der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorbereitet, der die künftige städtebauliche Ordnung und die vorgesehenen Nutzungen Wohnen und Grundschule planungsrechtlich sichert. Das städtebauliche Konzept sieht ein autofreies Wohnquartier vor, das vor allem durch attraktive Fuß- und Radwege erschlossen wird. Für den Radverkehr (auch Lastenfahrräder) sind dezentrale, sichere und gut erreichbare Abstellanlagen mit Ladestationen für E-Bikes geplant. Die Anbindung für PKW erfolgt durch eine private Stichstraße von der Roelckestraße aus. Ein Quartiersplatz mit Café und Angeboten der Tagespflege soll die Mitte des neuen Wohnquartiers bilden. Das städtebauliche Konzept wurde im April 2019 dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen Die künftige Planung und der Entwurf des Bebauungsplans 3-84 Georgen-Parochial-Friedhof III, Weißensee werden demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt. Bürgerinnen und Bürger haben in der nach Baugesetzbuch vorgeschriebenen frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit dann die Möglichkeit, ihre Anregungen und Bedenken zum Bebauungsplanentwurf einzubringen. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan 3-84 wird auf den Internetseiten des Bezirksamtes, im Amtsblatt von Berlin sowie in der Tagespresse rechtzeitig vorab bekanntgegeben. Kontakt Stadtentwicklungsamt Storkower Straße 97, 10407 Berlin Amtsleiter: Herr Risken 030 90295 3466 stadtentwicklungsamt@ ba-pankow.berlin.de Städtebauliches Konzept Friedhof Georgen Parochial lII_Okt.2018 Link zur Website Neue Bezirksbroschüre erschienen Titelseite der Beziirksbroschüre Die Broschüre „Informationen aus dem Rathaus 2020-2021“ ist erschienen und kann in Bürgerämtern und Bibliotheken kostenlos abgeholt werden. In dieser Ausgabe wurden, neben altbewährten Informationen zu Behörden, Einrichtungen und Dienstleistern, die Themen Handwerk, Natur und Medizin etwas genauer unter die Lupe genommen. Englische Version Redaktionelle Texte sowie die Einträge zu Bezirksamt, Bezirksverordnetenversammlung (BVV) und Verwaltung sind auch ins Englische übersetzt. Das übersichtliche und reich bebilderte Informationsheft listet auch Adressen von Ärzten, Apotheken und weiteren Berliner Behörden auf. Die Publikation ist in einer Auflage von 18.500 Exemplaren erschienen und kann unter www.berlin.de/pankow auch digital eingesehen und herunter geladen werden Seite 23 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Schulbauoffensive in Pankow Seit etwa zehn Jahren steigen die Schüler:innenzahlen im Bezirk stetig an. Derzeit lernen rund 41.000 Schülerinnen und Schüler an Pankower Schulen, davon über 36.000 an den 68 öffentlichen Schulen. Die aktuellen Prognosen des Senats sagen einen weiteren starken Anstieg voraus. Damit sind in Pankow rund 12.000 zusätzliche Schulplätze bis zum Jahr 2030 notwendig. Durch die Reaktivierung von Schulgebäuden und die Errichtung von Schulergänzungsbauten, den sogenannten MEBs (Modulare Ergänzungsbauten), konnten in den letzten Jahren zusätzliche Schulplätze geschaffen werden. Dennoch sind auch im Schuljahr 2019/20 wieder zahlreiche Grundschulen „übernutzt“, d.h. es mussten mehr Kinder aufgenommen werden als nach den Vorgaben des Senats wünschenswert wäre. Es fehlen im Bezirk bereits jetzt vier Grundschulen, um optimale Raumbedingungen zu schaffen. Im Bereich der Oberschulen müssen ca. 3.000 Pankower Schülerinnen und Schüler in anderen Bezirken zur Schule gehen. Das ist rechtlich zulässig, führt jedoch regelmäßig zu Unverständnis bei den betroffenen Familien, gerade wenn Schulwege bis nach Spandau, Zehlendorf oder Treptow in Kauf genommen werden müssen. Es fehlen derzeit mindestens drei weiterführende Schulen in Pankow. Das Bezirksamt hat den Anspruch, dass alle Kinder auch in Pankow einen Schulplatz erhalten. Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive (BSO) planen Bezirk und Senat gemeinsam die Schaffung neuer Schulplätze. Die benötigten Plätze sollen durch 24 Neubauschulen, 45 Ausbaumaßnahmen an bestehenden Standorten und durch Ergänzungsbauten geschaffen werden. Die Sanierungsund Ausbaumaßnahmen werden grundsätzlich durch den Bezirk geplant und umgesetzt. Auch alle Maßnahmen zum Unterhalt und zur Instandsetzung von Schulgebäuden setzt der Bezirk um. Bei Neubauten ist der Bezirk für alle bauvorbereitenden Maßnahmen zuständig, z.B. Schaffung von Baurecht, Ankauf von Grundstücken oder Herstellung von Baufreiheit. Der Bau selbst wird dann durch den Senat bzw. die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE realisiert. Die Umsetzung der BSO stellt unseren Bezirk vor besondere Herausforderungen. Zum Beispiel erfordert der Neubau von Schulen auch die Umwidmung öffentlicher Flächen, etwa bisherige Kleingarten-, Sport-, Grün- oder Parkplatzflächen. Auch die Planung, Genehmigung und Realisierung so vieler Projekte in den nächsten Jahren bedeutet eine enorme Anstrengung für alle Beschäftigten in den zuständigen Fachämtern. Im Sinne der bestmöglichen Bildung für unsere Kinder stellen wir uns dieser Herausforderung. Der Neubau und die Sanierung unserer Schulen ist ein Schwerpunkt in der Arbeit des Bezirksamtes. Bezirksbürgermeister Sören Benn und Schulstadtrat Dr. Torsten Kühne besichtigen eine Schulbaustelle Auswahl geplanter Neu- und Erweiterungsbaumaßnahmen Pankow Panke-Schule (Fördersch.), Galenusstr. Grundschule (GS), Wolfshagener Str. Grund- und Ober- /Gemeinschaftsschule, Gelände „Pankower Tor" Oberschule, Straße vor Schönholz Oberschule, Rosenthaler Weg (Französisch-Buchholz) Gymnasium, Grumbkowstraße Gym, Friedrich-Engels-Str. (ehem. KGA „Graue Schule“), Rosenthal Erweiterung Jeanne-Barez-GS (Französisch-Buchholz) GS, Vesaliusstr. (S-Bhf. Heinersdorf) Prenzlauer Berg GS u. Oberschule, Heinersdorfer Str. (Blankenburg) Grundschule (GS), Conrad-Blenkle/ Cotheniusstr. Förder-, Gemeinschaftsschule und Gymnasium, „Blankenburger Süden“ Grund-/Gemeinschaftsschule, Michelangelostr. Gemeinschaftsschule. „Karow Süd“ Weißensee Gemeinschaftsschule, Hansastraße (ehem. Kinderkrankenhaus) Grundschule (GS), Rennbahnstr. Oberschule, Falkenberger Str. Grund und Gemeinschaftsschule, Karower Chaussee (Buch) Erweiterung GS unter den Bäumen (Blankenburg) Diese und weitere Baumaßnahmen finden Sie auch in der Vorhaben- und Projektliste (s. folgende Seite). Link zur Schulbauoffensive in Pankow www.berlin.de/pankow-news Allgemeine Informationen zur Berliner Schulbauoffensive Seite 24 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Vorhaben- und Projektliste des Bezirksamtes Pankow Interessierte finden auf der Website des Bezirksamtes eine umfassende Vorhaben- und Projektliste. Hier können Sie sich über laufende und in Planung befindliche Vorhaben der Bezirksverwaltung informieren. zirk realisiert. Die Grundschule, deren Schüler:innenzahlen sich in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt haben, bietet nach der Erweiterung dann Platz für 576 statt bislang 403 Kinder. Obwohl auch im Baustellenbetrieb die geltenden Pandemiebestimmungen eingehalten werden müssen, ist der Baufortschritt gut. Mit dem Generalunternehmer wurde eine Fertigstellung zum Juli 2021 vereinbart, so dass der Erweiterungsbau ab August 2021 genutzt werden kann. Suchfilter der Vorhaben- und Projektliste Durch einen Suchfilter wird die Orientierung in den über 100 gelisteten Vorhaben und Projekten erleichtert. Hier können Sie nach Themen und Ortsteilen recherchieren. Bei vielen Vorhaben oder Projekten ist auch eine Bürgerbeteiligung vorgesehen bzw. bereits erfolgt. Zu jedem Eintrag können Sie einen Steckbrief im PDF-Format herunterladen. Eine PDF-Datei mit zusammengeführten Steckbriefen aller derzeitigen Vorhaben und Projekte ist ebenfalls erhältlich. Die Vorhaben- und Projektliste und die jeweiligen Steckbriefe werden regelmäßig aktualisiert. Jedoch ist dies aufgrund der aktuellen Corona-Situation und der Abordnung von zahlreichen Dienstkräften des Bezirksamtes in den Bereich des Gesundheitsamtes nicht im üblichen Turnus und Umfang möglich. Hierfür bitten wir um Verständnis. Ein konkretes Vorhaben ist die Standorterweiterung der Jeanne-Barez-Grundschule in Französisch Buchholz, die sehr gut voranschreitet. Die Grundsteinlegung fand Ende März 2020 im kleinen Rahmen statt. Bei einer presse-öffentlichen Baustellenbegehung am 17. Juni 2020 konnten sich Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Bildungssenatorin Sandra Scheeres, Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn und Schulstadtrat Dr. Torsten Kühne vor Ort über den Baufortschritt informieren. Der Bau ist einer von zehn Neubauten der 1. Tranche der Berliner Schulbauoffensive (siehe vorherige Seite) und wird in Amtshilfe durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für den Be- Die beiden neuen Gebäude sind optisch an den Bestand angelehnt und erhalten eine sandfarbene Klinkerfassade. Die Schule wird mit dem Neubau auch einen neuen Mehrzweckraum erhalten, der als Mensa dient und für Schulfestivitäten genutzt werden kann. Die Außenanlagen werden erweitert und erhalten neue Spielflächen. Die Gesamtbaukosten liegen bei rund 26 Mio. Euro. Baustellenbesichtigung in der Jeanne-Barez-Grundschule im Juni 2020 Fachtag zur Mehrsprachigkeit im Berliner Bildungssystem Anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen steht der Fachtag zur Mehrsprachigkeit seit 2015 fest im Berliner Veranstaltungskalender. Mit dem jährlichen Austausch soll die Mehrsprachigkeit als Potenzial in unserer Gesellschaft sichtbar gemacht werden. Der 6. Fachtag findet in diesem Jahr am 24. September von 10.00-15.30 Uhr statt und wird aufgrund der aktuellen Situation als Onlinekonferenz umgesetzt. www.berlin.de/pankow-news Zentrales Thema ist die Mehrsprachigkeit im Berliner Bildungssystem mit dem Fokus auf der Umsetzung des herkunftssprachlichen Unterrichts in Berliner Schulen. Eingeladen sind das Fachpublikum, insbesondere aus den Bereichen Bildung, Sprachen und Interkulturalität, sowie die Verwaltung, mehrsprachige Familien, Interessierte und natürlich alle migrantischen Vereine und Initiativen! Kontakt Kontakt zu den Organisator:innen: info@migra-up.org Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung Seite 25 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Stadtnatur-Ranger in Pankow Seit April 2019 sind die Stadtnatur-Ranger in Pankow im Einsatz. Sie unterstützen mit ihrer Arbeit die Aufgaben und Ziele des Umwelt- und Naturschutzamtes, insbesondere bei der Begehung der Schutzgebiete im Bezirk. Ganze 2.300 Hektar Schutzgebietsfläche in zwölf Landschafts- und Naturschutzgebieten sowie Gebiete der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (FFH-Gebiete) sind vom Umwelt- und Naturschutzamt vor Ort zu betreuen. Die warme Jahreszeit lockt Pflanzen, Tiere und Menschen hervor. Zurzeit sind die Parks und Schutzgebiete in Pankow aufgrund ihrer Naturausstattung und Schönheit bei den Berlinerinnen und Berlinern besonders nachgefragt. Die Landschaftsschutzgebiete in Pankow sind jedoch nicht nur für die Erholung der Menschen, sondern auch für den Schutz von Natur und Landschaft sowie der vielen schützenswerten Pflanzenund Tierarten, der Biodiversität, von großer Bedeutung. Pilotprojekt in Pankow Mit dem Pilotprojekt „Stadtnatur-Ranger“, welches von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ins Leben gerufen wurde und von dieser auch gefördert wird, soll nicht nur Wissen über die Stadtnatur vermittelt werden. Neben dem Umweltbildungsaspekt sollen auch Pflege- und Entwicklungsprojekte zur Weiterentwicklung der Stadtnatur umgesetzt werden. Bereits im Jahr 2019 konnte das Projekt mit fünf Stadtnatur-Rangern in Pankow starten. Möglich ist dies durch die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Steremat AFS GmbH, bei der die Stadtnatur-Ranger beschäftigt sind, und dem Umwelt- und Naturschutzamt Pankow. Seit diesem Jahr ist das Pilotprojekt auch in den anderen Berliner Bezirken angelaufen. Einsatzgebiete der Ranger sind insbesondere die Landschaftsschutzgebiete des Bezirkes sowie weitere ökologisch bedeutsame Flächen mit starkem Publikumsverkehr. Auch im Jahr 2021 soll das Projekt weiterlaufen. Aktuell sind drei Stadtnatur-Ranger im Bezirk unterwegs. Arbeit im und am Gebiet Aufgabe der Stadtnatur-Ranger ist die Unterstützung der bezirklichen Naturschutzbehörde, vor allem bei der Gebietsbegehung. Durch unmittelbare Arbeit im und am Gebiet (Vorort-Begehung, Aufklärung, Monitoring bestimmter Tier- und Pflanzenarten, Evaluation der Arbeit) werden der Zustand der Schutzgebiete erfasst und potentielle Maßnahmen identifiziert. Da die Stadtnatur-Ranger keine hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen können, ist ein wichtiger Teil ihrer Aufgaben die Öffentlichkeitsarbeit. Die Ranger sollen als „Mittler“ zwischen Mensch und Natur agieren. Dabei soll die Akzeptanz für die unterschiedlichen Schutzgebiete und die dort zu befolgenden Regeln in der Pankower Bevölkerung erhöht werden. Die zahlreichen Besucher:innen, gerade in den vergangenen Wochen, sollen für den respektvollen Umgang mit dem immer knapper werdenden Gut „Natur“ sensibilisiert werden. Die Stadtnatur-Ranger tragen damit zur Umsetzung der Berliner Strategie zur biologischen Vielfalt, der Entwicklung und dem Erhalt der grünen Infrastruktur im urbanen Raum, dem Aufbau eines Umweltnetzwerkes und der Schutzgebietsbetreuung bei. Für Fragen stehen die Stadtnatur-Ranger Pankows zur Verfügung. Sie freuen sich über alle, die Interesse an Schutzgebieten und Stadtnatur in Pankow haben und helfen, dieses weiter zu vermitteln. Kontakt Projektträger der „Stadtnatur-Ranger“: Steremat AFS GmbH Storkower Str. 99, 10407 Berlin stadtnatur-ranger@steremat-afs.de Stadtnatur-Ranger Frau Eggert: 0173 2780840 Herr Ret: 0173 2780843 Herr Rothe: 0173 2780844 Stadtnatur-Ranger im Einsatz www.berlin.de/pankow-news Seite 26 / Sommer 2020 PANKOW-NEWS Mehr Grün im Bezirk: Mauerpark verdoppelt seine Fläche Zum Start der Sommerferien eröffnete nach vier Jahren Bauzeit die neue Erweiterungsfläche des Mauerparks. Damit verdoppelt sich einer der beliebtesten Berliner Parks um etwa sieben Hektar auf rund 15 Hektar Gesamtfläche. liche Nutzungsmöglichkeiten. Basketballkörbe und Tischtennisplatten laden dort zu Sport und Bewegung ein. Im Süden wurden „Mauersegler“ und „schönwetter*“ mit Außengastronomie integriert. In über 30 Veranstaltungen haben Interessier te den Park an vielen Stellen mitgestaltet, etwa die veränderte Flohmarktfläche oder die Integration des vorhandenen Gewerbebaus „Kartoffelhalle“ als künftiges Park- und Kulturzentrum. Dessen Umbau ist ab Herbst 2020 geplant; einschließlich des Einbaus von Toiletten. Übergangsweise stehen zunächst Toilettencontainer zur Verfügung. Zentral im Bild: Der erweiterte Mauerpark, Foto: Manuel-Frauendorf-Fotografie Als grüne Brücke am Rande der ehemaligen Grenzanlage zwischen Ost- und West-Berlin verbindet der Erweiterungspark die Stadtteile Wedding und Prenzlauer Berg. Das Areal bietet Platz für ruhigere Nutzungen, neue Rasen-, Wiesen-, und Spielflächen und neue Wege. Großzügige baumbestandene Promenaden säumen das neue Naherholungsgebiet zwischen Bernauerund Gleimstraße mit 270 Bestandsbäumen und 235 Neupflanzungen. Im Mittelpunkt der Ost-WestVerbindung entstand auf Höhe der Lortzingstraße ein 32 Meter großer Steinkreis aus dem für den Mauerpark typischen Granit. Umrandet von steinernen Sitzgelegenheiten beherbergt er einen großen Granittisch und www.berlin.de/pankow-news symbolisiert als Treffpunkt und Aufenthaltsfläche das Zusammenwachsen der umliegenden Kieze. – mit der auch sonst in der Stadt zu findenden Doppelpflastersteinreihe – nachgezeichnet. Lichtung in der Stadt Auf dem neu entstandenen Vorplatz zwischen Schwedter Straße und dem Eingang des „Mauerseglers“ ist eine Ausstellung von Funden geplant: Dazu zählen Überreste der ehemaligen Grenzanlagen wie eine Fahrzeugsperre, welche die Flucht per Auto oder LKW aus der ehemaligen DDR verhindern sollte, oder der Eingang zu einem Fluchttunnel. Aktuell wird in Kooperation mit der Gedenkstätte „Berliner Mauer“ eine Ausstellung der Funde am Mauerpark konzipiert, die voraussichtlich ab Ende 2020 zu sehen sein wird. Mit der Fertigstellung der Mauerpark-Erweiterung wird die vor über 25 Jahren entstandene Planung von Prof. Gustav Lange vollendet. Der Landschaftsarchitekt hatte bereits Anfang der 1990erJahre den Entwurf für den Mauerpark erarbeitet. Sein Ziel war, auf dem ehemaligen Grenzgelände eine Lichtung in der Stadt zu schaffen, mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse, einen lebendigen Ort, an dem Geschichte und Gegenwart aufeinandertreffen. So wurde im Park auf einer Länge von 293 Metern der ehemalige Verlauf der Berliner Mauer Der Bereich des Flohmarkts an der Bernauer Straße wurde befestigt und bietet zusätz- Das Projekt wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Geldern des Bundes und des Landes Berlin finanziert, die Gesamtkosten betrugen rund 14 Mio. Euro. Bewirtschaftet wird die Erweiterungsfläche von der landeseigenen Grün Berlin GmbH. Kontakt Grün Berlin GmbH Mariendorfer Damm 1 12099 Berlin 030 700906-700 service@gruen-berlin.de Link zur Website Video zum Mauerpark BVV-Seiten PANKOW-NEWS Seite 27 / Sommer 2020 Bekannt machen, zum Mitmachen anregen, Personen und Strukturen nahe bringen: Das „AMTSBLATT“ Pankows und was wir uns im Ausschuss für Gleichstellung, Gender Mainstreaming, Bürgerbeteiligung dabei gedacht haben Es kann ja nicht jeder alles wissen… Deswegen bildet die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Pankow, wie jedes andere Kommunal-, Landes-, Bundes- oder auch das Europaparlament, Fachausschüsse. Im Ausschuss für Gleichstellung, Gender Mainstreaming, Bürgerbeteiligung sitzen also diejenigen Mitglieder der BVV, also die Bezirksverordneten, die sich mit den Themen des Ausschusses besonders gut auskennen. Erstmalig im Jahr 2016 hat sich die BVV des Bezirks Pankow entschieden, einen Ausschuss einzurichten, der auch das Thema Bürgerbeteiligung bearbeitet. Damals stand sogar noch das Thema Verwaltungsmodernisierung mit auf der Agenda unseres Ausschusses. Doch jedes der Ausschussthemen ist sehr breit gefächert. Und für jedes dieser Themen könnte man einen eigenen Ausschuss bilden - und wir hätten genug zu tun! Doch das würde wahrlich die zeitlichen Möglichkeiten der ehrenamtlichen Bezirksverordneten überlasten. Wir treffen uns schließlich nach der Arbeit in unserer Freizeit, um für den Bezirk Pankow und für uns alle, die wir hier leben, politisch tätig zu werden. Manche von uns sitzen so schon 2 bis 3 Abende pro Woche in Ausschüssen, Fraktionssitzungen und eben in der BVV. Also werden die Themen so passend wie möglich gebündelt. Eine Übersicht über die Ausschüsse der BVV in Pankow findet sich hier. Da wir uns nur einmal im Monat treffen, hat die BVV in ihrer 24. Sitzung vom 15.05.2019 auf Anregung des Ausschusses entschieden, das Thema Verwaltungsmodernisierung künftig in einem anderen Ausschuss zu behandeln. Doch keine Sorge: Der Ausschuss für Gleich- www.berlin.de/pankow-news stellung, Gender Mainstreaming, Bürgerbeteiligung ist immer noch ziemlich gefordert, die Einzelthemen in ausreichender Tiefe sachkundig zu bearbeiten. Während unseren Ausschuss immer mal wieder Drucksachen aus der BVV erreichen, die nur vermeintlich mit Bürgerbeteiligung zu tun haben, hat sich der Ausschuss von Anfang an das Ziel gesetzt, die in Pankow lebenden Menschen zum Mitmachen einzuladen. Es gibt nämlich viele Mitwirkungsmöglichkeiten, was vielleicht nicht sehr bekannt ist, jedenfalls aber nicht sehr stark genutzt wird. Für uns, als Politik-Junkies, die zwar nicht ihr Leben, aber doch immerhin erhebliche Teile ihrer Freizeit für die politische Arbeit geben, ist das zwar unvorstellbar, aber ein Fakt ist es allemal. Die Wahlbeteiligung ist mit 66,8 Prozent in Pankow zwar höher als auf anderen Ebenen. Ein Grund zum Freuen ist es nicht. Heißt es doch, dass über die Köpfe von 66,8 % hinweg entschieden wird. Ja, jeder hat die Wahl und wer nicht mitmacht, muss die Entscheidung der aktiven und ihrer Volksvertreter trotzdem befolgen. Der Ausschuss für Gleichstellung, Gender Mainstreaming, Bürgerbeteiligung fand, dass es an der Zeit ist, mit Informationen aus den Kiezen und der Verwaltung auf die Menschen zuzugehen. Frei nach dem Motto: Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss eben der Berg zum Propheten! Wir waren der Meinung, dass die politische Arbeit, die Handlungsspielräume, die Akteure der Politik in Pankow, sowie ihre Organe nicht genug bekannt sind, gleiches gilt für die ernsthafte Auseinandersetzung über politischen Fragestellungen sowie die Probleme des Bezirks. Daraus entwickelten wir die Idee, über das Wirken der BVV und des Bezirksamtes Pankow in einer locker geschriebenen und attraktiven Art zu informieren. Das Ergebnis liegt gerade in seiner ersten Ausgabe vor. Wir freuen uns riesig und hoffen, dass wir unserem Ziel zumindest nahegekommen sind. Es ist unser Erstling – eine Blaupause gibt es dafür nicht, denn es handelt sich weder um eine Zeitung, die berichtet und bewertet, noch um ein Amtsblatt, das verkündet. Wir wollen einladen zum Mitmachen, also geht es darum, über Zukünftiges zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach! Niemand plant, was die BVV im nächsten Monat wohl besprechen wird. Das ergibt sich aus den Anträgen an die BVV, die von den Fraktionen in der BVV geschrieben werden. Also muss es primär darum gehen, Schwerpunkte zu beschreiben, die in den Ausschüssen der BVV schon im Vorhinein für das gesamte Jahr beschlossen wurden. Wir werden aber nicht darum herumkommen, auch in die Vergangenheit zu blicken. Wir werden an dieser Stelle immer wieder schildern, was aus den Beschlüssen der BVV geworden ist und wie wir unser Leben in Pankow dadurch gestaltet haben. Genau das war das Ziel des Beschlusses der 17. BVV-Tagung am 04.07.2018 mit der Drucksache VIII-0520. Ein Informationsblatt über Bezirkspolitik in Pankow schaffen, so wie Sie es gerade lesen. Wir hoffen, Sie haben Spaß dabei! Melden Sie sich, wenn Sie wollen, mit Anregungen, Kritik und eigene Ideen. Dr. Cordelia Koch Mitglied im Ausschuss Gleichstellung, Gender Mainstreaming, Bürgerbeteiligung Seite 28 / Sommer 2020 BVV-Seiten PANKOW-NEWS Ankündigungen der Bezirksverordnetenversammlung Sommerpause Rückzug In der Zeit vom 25. Juni bis 7. August 2020 befindet sich die Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin in der Sommerpause. Der Sitzungsbetrieb startet ab dem 10. August mit den Sitzungen der Fachausschüsse. Die nächste Tagung der Bezirksverordnetenversammlung findet am 2. September 2020 statt. Der jeweils aktuelle Sitzungsplan ist hier veröffentlicht. Aufgrund des in Aussicht stehenden Abschlusses der Sanierungsarbeiten im Haus 7, Fröbelstraße 17 werden die Fraktionen sowie das Büro der Bezirksverordnetenversammlung in der Zeit vom 17. bis 21. August 2020 aus den Containern wieder zurück ins Haus 7 ziehen. In dieser Zeit ist mit Einschränkungen in den Kontaktmöglichkeiten zu rechnen. Die bekannten Telefon- und Mailkontakte bleiben weiterhin erhalten. Pankow summt und brummt - Diesjähriger Pankower Umweltpreis - verlängert bis 2021 Unter dem Motto „Pankow summt und brummt“ hat der Bezirk Pankow den diesjährigen Umweltpreis ausgelobt. Bedingt durch die entstandenen Einschränkungen, die durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus entstanden sind, hat sich die Jury entschieden, den Auslobungszeitraum bis auf das Jahr 2021 zu verlängern. Mit der Auslobung des Pankower Umweltpreises 2021 möchte der Bezirk insektenund bestäuberfreundliche Projekte auszeichnen und das Engagement der Pankowerinnen und Pankower unterstützen. Grüne Oasen unterschiedlichster Art sind wichtig für ein lebenswertes Pankow. Das gilt aber nicht nur für die www.berlin.de/pankow-news Menschen hier. Denn auch für viele Insekten sind städtische Grünräume von großer Bedeutung. Hier finden sie Nahrung und Lebensraum. Um der rasant schwindenden Artenvielfalt und den rückläufigen Bestandszahlen in der Insektenwelt entgegenzuwirken, müssen grüne Lebensräume in der Stadt geschaffen und verbessert werden. Denn das Funktionieren fast aller Ökosysteme und damit auch unser Wohl hängen von den Insekten ab. Jede und jeder kann einen Beitrag zur Sicherung und Verbesserung des Lebensraums für Insekten leisten; egal ob auf dem Balkon, im Kleingarten, in Schul- oder Gemeinschaftsgärten. Mit der richtigen Pflanzenauswahl, dem Anlegen von insektenfreundlichen Gartenelementen oder durch den Verzicht auf Pestizide können wir Insekten in unsere Gärten locken. Ob Privatpersonen, Initiativen, Vereine, Nachbarschaften, Schulen und Kitas oder andere soziale Einrichtungen, es sollen alle ermutigt werden, ein insektenfreundliches Projekt zu realisieren und sich mit diesem für den Pankower Umweltpreis 2021 zu bewerben. Kontakt Bewerbungen mit aussagekräftiger Beschreibung des Engagements für die Schaffung von insektenfreundlichen Lebensräumen in der Stadt können bis zum 3. Mai 2021 eingereicht werden: Büro der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin, Fröbelstraße 17, 10405 Berlin, bvv-buero@ ba-pankow.berlin.de Link zur Website Umweltpreis Goldene Kröte PANKOW-NEWS BVV-Seiten Seite 29 / Sommer 2020 Gremienarbeit der BVV nach der Sommerpause Mit Ausbruch der CoronaPandemie hatte die BVV ihre Gremienarbeit für zwei Wochen eingestellt und erst nach den Osterferien mit eingeschränktem Sitzungsplan wieder aufgenommen. Erst seit Mai stehen der BVV Teilbereiche des angestammten Tagungsortes zur Verfügung, aufgrund der Baumaßnahmen im Haus finden die Plenarsitzungen der BVV in der Max-Taut-Aula in Lichtenberg statt. Die derzeitigen Entwicklungen der Pandemie erlauben es, nach der Sommerpause wieder in den regulären Sitzungsrhythmus überzugehen, es gilt wieder der Terminplan der BVV (zuletzt geändert durch Drucksache VIII-1040 vom 4.12.2019). Die Ausschüsse der BVV werden tagen: Fröbelstraße 17, Haus 6, Raum 227 • Gleichstellung, Gender Mainstreaming, Bürgerbeteiligung • Bürgerdienste, Eingaben und Beschwerden, Geschäftsordnung • Rechnungsprüfung und Controlling • Umwelt und Natur • zeitweiliger Ausschuss zum Klimaschutz in Pankow Fröbelstraße 17, Haus 7, BVV-Saal • Kinder- und Jugendhilfeausschuss • Schule, Sport und Gesundheit • Finanzen, Personal, Immobilien und Verwaltungsmodernisierung • Stadtentwicklung und Grünanlagen • Verkehr und Öffentliche Ordnung Rathaus Pankow, Emma-Ihrer-Saal • Soziales, Senior:innen, Arbeit und Wirtschaft • Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften • Integrationsausschuss Der jeweils aktuelle Sitzungsplan ist hier veröffentlicht. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erfordern auch weiterhin, die Zahl der Teilnehmenden an Sitzungen zu begrenzen. Es besteht Anmeldepflicht für Gäste, die Besucherplätze sind je nach Tagungsort und Mitgliederzahl der Gremien begrenzt. Die Anmeldung von Gästen kann frühestens nach Veröffentlichung der Einladung (Tagesordnung) und muss über das Büro der BVV erfolgen, Pressevertreter melden sich bitte über die Pressestelle des Bezirksamts an. Nur wer vom Büro der BVV bzw. der Pressestelle eine Bestätigung seiner Anmeldung erhalten hat, kann an den Sitzungen als Gast teilnehmen. Im Sitzungsraum sind die Abstands- und Hygieneregeln strikt einzuhalten. Einwohneranfrage Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, hier finden Sie ein Formular, um online eine Einwohneranfrage bei der Bezirksverordnetenversammlung Pankow einzureichen. Die Fragen sind kurz zu fassen und persönlich vor der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vorzutragen. Abgabetermin für diese Fragen ist sieben Tage vor der Tagung der BVV. Die Fragen werden von den Mitgliedern des Bezirksamtes beantwortet. www.berlin.de/pankow-news Eine Diskussion zwischen den Bezirksverordneten findet nicht statt. Die Redezeit der Fragenden ist in der Regel auf fünf Minuten begrenzt. Insgesamt ist für diesen Tagesordnungspunkt ein Zeitrahmen von 30 Minuten vorgesehen. Fragen, die nicht beantwortet werden können, werden innerhalb von 14 Tagen durch das Bezirksamt schriftlich beantwortet. Voraussetzung hierfür ist die Bestätigung der Anwesenheit durch Unterschrift in der Anwesenheitsliste, die vor dem Tagungssaal ausliegt. Hinweise Wir bitten zu beachten, dass auf Grund des derzeit geltenden Desinfektionsschutzes Anfragen von nicht mehr als fünf Fragestellenden möglich sind. Gemäß § 48 (3) der Geschäftsordnung der BVV wird die gesamte Tagung der BVV (einschließlich der Einwohnerfragestunde) mittels Tonträger aufgenommen. Auf der Einwohneranfrage wird Ihr Name vermerkt. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung dieser zur entsprechenden Tagung der Bezirksverordnetenversamm- lung erscheint somit Ihr Name im Internet - auf der Einwohneranfrage - und findet Erwähnung in der Protokollierung dieses Tagesordnungspunktes. Kontakt Büro der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin Fröbelstraße 17 10405 Berlin 030 90295 -5003 bvv-buero@ ba-pankow.berlin.de PANKOW-NEWS Seite 30 / Sommer 2020 Ausmalbild: Das Pankower Wappen Eine Erklärung der Wappensymbolik finden Sie auf unserer Website. www.berlin.de/pankow-news 3.769.495 ,40%) 90.097 PANKOW-NEWS 31.12.2019 3.968 4.246 32.931 57.166 Einwohner*innen mit Migrationshintergrund ¹ darunter Deutsche ¹ Ausländer*innen 92.845 33.740 57.990 19.474 32.468 99.685 142.839 40.963 19.828 12 - unter 18 20.037 18 - unter 27 32.848 27 -Seite unter 31 40 / Sommer 98.980 2020 40 - unter 65 144.137 65 - unter 80 40.631 80 und älter 20.472 Zahlen, Daten, Fakten - Die kleine Pankow-Statistik 30.06.2019 Anteil Einwohner* mit 31.12.2019 Migrationshintergrund ¹ 31.12.2019 Schuljahr Die erste Auflage der “Kleinen PankowEinige Infografiken haben wir passend zu 22,1% Bezirk Pankow 22,7% 200.928 2018/19 Statistik” erschien Mitte Oktober 2016 den Themen dieser Sommerausgabe für 208.407 34,5% Land Berlin 36,3% 68 und wird seitdem halbjährlich aktualiSie hier zusammengestellt. Das jeweils siert. Die Statistik erfasst zum Beispiel aktuelle Statistikfaltblatt können Sie auf 31.12.2019 die Bevölkerungszahlen, Alterspyunserer Webseite auch als PDF-Datei 42 30.06.2019 die Ausländer*innenanteil 31.12.2019 40,9 ramide oder den14,0% Migrationshintergrund. herunterladen. Die demografischen Bezirk Pankow 14,4% 9 42,8 Sie liefert Hinweise zur Flächennutzung Entwicklungen auf der kleinteiligeren 20,2% Land Berlin 20,6% 9 oder darüber, welche Verkehrsmittel Ebene der Bezirksregionen können den z. Pankow 2 die Pankowerinnen und Pankower am Bezirksregionenporträts entnommen häufigsten nutzen. werden. 6 34.830 Übersicht Bezirksregionen des Bezirks Pankow 20 4.561 30.06.2019 363 23.105 22.610 Schuljahr 2019/20 67 Schulen Öffentliche Schulen davon Grundschulen 42 Integrierte Sekundarschulen 9 Gymnasien Gemeinschaftsschulen Förderzentren Schüler*innen Privatschulen Schüler*innen 9 2 5 36.227 20 4.734 Kindertagesstätten Anzahl angebotene Plätze betreute Kinder 31.12.2019 372 22.836 22.145 Schulen und Kindertagesstätten im Bezirk Pankow Verkehrsmittelwahl im Bezirk Pankow, ¹ In der Einwohnerregisterstatistik werden als Deutsche mit Migrationshintergrund ausgewiesen, Deutsche mit Geburtsland außerhalb Deutschlands oder mit zweiter Staatsangehörigkeit oder mit Einbürgerungskennzeichen oder mit Optionskennzeichen, d.h. im Inland geborene Kinder ausländischer Eltern erhalten seit dem 1. Januar 2000 unter den in § 4 Absatz 3 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) genannten Voraussetzungen zunächst die deutsche Staatsangehörigkeit (Optionsregelung) sowie Personen im Alter unter 18 Jahren ohne eigene Migrationsmerkmale aber mit Geburtsland außerhalb Deutschlands oder mit Einbürgerungskennzeichen zumindest Stand 2018 wenn die Person an der Adresse der Eltern/des Elternteils gemeldet ist. eines Elternteils, Download Stand: 31.12.2018 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Darstellung: BA Pankow, SPK 1 Gesamtfläche: 103,22 km² Gebietsgliederung 13 Ortsteile 7 Prognoseräume 16 Bezirksregionen 40 Planungsräume Hier finden Sie die aktuelle Kleine Pankow-Statistik und archivierte Versionen im PDF-Format. Auch alle Quellenangaben zu den einzelnen Statistiken sind in den Faltblättern aufgeführt. Kontakt Datenkoordinator Daniel Reimann Breite Straße 24a-26, 13187 Berlin 030 90295 -2712 daniel.reimann@ ba-pankow.berlin.de Die nächste Ausgabe erscheint im Herbst 2020 Themen der Herbstausgabe: Wir freuen uns über Ihr Feed- Bequem per E-Mail- • Pankow als Fairtrade-Town back zu dieser ersten Ausgabe Newsletter: • Pankows Städtepartnerschaften und auf Anregungen für die wei- • 100 Jahre Groß-Berlin teren Ausgaben per E-Mail an 1920-2020 • Wie arbeitet der Seniorenservice? • Kunst und Kultur in Pankow www.berlin.de/pankow-news pressestelle@ ba-pankow.berlin.de Sie können die PANKOWNEWS auch als kostenfreien Newsletter abonnieren: berlin.de/pankow-news
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