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II. Die Abeitnehmer B. Die erkrankten Arbeiter, Invaliden und Pensionäre

Full text: W. Spindler Berlin (Public Domain)

Im Falle der Erwerbsunfähigkeit wird, solange der Reservefonds den im $ 32 des Krankenversicherungs-Gesetzes 
bestimmten Betrag übersteigt, vom ersten Tage ab, andernfalls vom dritten Tage nach der Erkrankung, für jeden 
Arbeitstag ein Krankengeld von ”/s des wirklichen Arbeitsverdienstes, soweit derselbe nicht 4 Mark übersteigt, gewährt. 
Die Krankenunterstützung wird für die Dauer der Krankheit — als Grenze bis zum Ablaufe eines Jahres nach 
Beginn derselben — geleistet. Mitglieder, welche nicht mehr dem Betriebe angehören, erhalten selbstredend nur die 
gesetzliche. Unterstützung bis zu. ız3 Wochen., Hat der in einem Krankenhause zu Verpflegende Angehörige, deren 
Unterhalt er bisher aus seinem Arbeitsverdienste bestritt, so ist neben der freien Kur und Verpflegung auch die Hälfte 
des Krankengeldes an diese Angehörigen zu bezahlen. 
Wöchnerinnen erhalten eine Unterstützung in Höhe des Krankengeldes für die Dauer von 4 Wochen. 
Für den Todesfall eines Mitgliedes wird ein Sterbegeld gezahlt, welches dem 40ofachen Betrage des ortsüblichen 
Tagelohnes gleichkommt. Nämlich: 
für männliche Mitglieder über 16 Jahre M. 96,— 
„weibliche a On „ 50,— 
„ männliche „bis 16 Jahre incl. A 
„ weibliche NS FIG en wi — 
„die Ehefrau eines Mitgliedes „ 60,— 
„ jdas Kind ne „Dis 2 Jahrealt‘,, 7,50 
A ® 5 DEF 2 2 15 
Die Beiträge variiren für den Kopf und die Woche von ı2 bis 48 Pfennigen für die Mitglieder und 6 bis 
24 Pfennigen Zuschuss der Firma. 
Die Generalversammlung besteht aus drei Vertretern der Firma, welche für je 40 Arbeiter eine Stimme, 
höchstens jedoch '/s aller Stimmen, führen. Von Seiten der Mitglieder wird auf je 20 derselben ı Vertreter gewählt. 
Der Vorsitzende, dessen Stellvertreter und der Kassenführer wird vom Geschäft ernannt und die Verwaltung von der 
Firma bezahlt. Die übrigen Bestimmungen bewegen sich im Rahmen des Krankenversicherungs-Gesetzes und finden 
hier, als selbstverständlich, keine Erwähnung; ebenso wie die Vorschriften für Unfallverhütung, die Bestimmungen über 
die Invaliditäts- und Altersversicherung u. A. m. 
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