Path:
II. Die Abeitnehmer A. Die Gesunden Arbeiter

Full text: W. Spindler Berlin (Public Domain)

Am Sonnabend Mittag wird die Arbeit 10 Minuten vor ı!/z Uhr beendet, behufs Lohnauszahlung. 
Für alle Zeitbestimmungen ist nur die Fabrikuhr massgebend. 
$ 6. 
Jeder Arbeiter erhält eine nummerirte Marke, die er Morgens und Mittags beim Eintritt in die Fabrik vom Brett abzunehmen und in 
den Markenkasten zu legen hat. 
$ 7 
Zuspätkommende oder zu früh die Arbeit Verlassende haben sich bei ihrem Vorgesetzten und im Controlbureau zu melden. 
Während der Arbeitszeit darf die Fabrik nur mit dem Erlaubnissschein des Vorgesetzten verlassen werden, welcher im Controlbureau 
abzugeben ist. 
$ 8. 
Ist ein Arbeiter verhindert, zur Arbeit zu kommen, so hat er hiervon innerhalb 24 Stunden im Controlbureau mit Angabe von Gründen 
Anzeige zu machen und bei Wiederaufnahme der Arbeit sich bei seinem Vorgesetzten zu melden. 
$ 9 
Packete und Gegenstände, die nicht als Eigenthum des Trägers sofort erkennbar sind, dürfen nur mit Bescheinigung eines Comtoirs, 
welche im Controlbureau abzugeben ist, aus der Fabrik mitgenommen werden. 
Die Controlbeamten haben in allen Fällen das Recht, sich von dem Inhalt der Packete zu überzeugen. 
Lohn-Berechnung und -Auszahlung. 
$ 10. 
Der vereinbarte Lohn wird wöchentlich ausbezahlt und die Spar- und Krankenkassen-Beiträge, sowie die Beiträge zur Invaliditäts- und 
Altersversicherung dabei in Abzug gebracht. 
Der Arbeitslohn wird stets von Freitag früh bis Donnerstag Abend berechnet; Ueberstunden werden, soweit es sich nicht um Accord- 
arbeit handelt, im Verhältniss zum bedungenen Wochenlohn bezahlt. 
Die Lohnauszahlung erfolgt am Sonnabend Mittag. 
Ein Jeder hat sich sofort bei Empfang von der Richtigkeit des erhaltenen Betrages zu üherzeugen und im anderen Falle dem aus- 
zahlenden Beamten oder im Haupt-Comtoir Anzeige zu machen.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.